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Thema: 1890: Wie schmeckt das Blut der Vampire?
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erstellt am 30.09.14 13:20
Vorneweg, die häufig kritisierten kleinen Schnitzer sind auch hier vorhanden (vibrierendes, intelligentes Kreuz z.b.) und es gab auch keinen Verweis auf JDs Version der Halbvampire.

Aber trotzdem war das eine unterhaltsame, andere Version des meiner Meinung nach ansonsten völlig öde gewordenen Vampir-Themas, die mir über große Teile sehr gefallen hat.
Lediglich das Ende fand ich viel zu schnell und unbefriedigend. Zwar kann man die Gegner ja auch nicht immer entkommen lassen, aber speziell Vijay mit seiner Organisation und Geschichte hätte sicher noch Stoff für weitere Romane geboten und sein Ende war ziemlich...meh.

Auch wenn mir einige Wortwiederholungen aufgefallen sind, war auch dieser Band von Alfred Bekker sehr gut lesbar.

erstellt am 01.10.14 21:22
Leider sind nicht nur die üblichen Schnitzer vorhanden, auch die Gesetzmäßigkeiten in Hinblick auf Vampire wurden vollkommen ignoriert:

http://www.literra.info/rezensionen/rezension.php?id=6911

Nicht einmal ein einziger Hinweis auf Justine Cavallo und Dracula II

erstellt am 01.10.14 21:56
Mmh, wie soll ich das schreiben? Vielleicht indem ich mit dem Positiven beginne, von dem der Roman so einiges hat?

Also: - AB hat einen sorgfältig geschriebenen Roman verfaßt, der sich gut lesen läßt
- AB ist ein guter und erfahrener Autor, das glaub ich schon zu erkennen
- AB hat sich auch eine vernünftige Geschichte ausgedacht und das Vampirthema interessant variiert
- AB scheint möglicherweise und allmählich in der Serie besser Fuß zu fassen, zumindest taucht der "Oberinspektor" jetzt neben dem "Inspektor" auch auf, und Bill hat einen telefonischen Auftritt (die Idee zu diesem Auftritt fand ich 1A)
- sicher würden mir noch mehr lobenswerte Sachen einfallen, aber mich drängt es zu anderem:

Mich fesseln die Romane von AB einfach nicht.
Gut, den zweiten hatte ich ausgelassen, aber schon der Werwolfband hatte trotz gruselig-atmosphärischer Abschnitte keinen Funke zu mir überspringen lassen. Hier war es noch extremer, ich hab es einfach runtergelesen, es war gefällig, aber nicht so, daß ich es in Zukunft weiterhin lesen möchte. Ich hab vor Jahren mal ein paar Cotton und Western gelesen, von denen ich das gleiche behaupten kann. Ganz okay, doch nicht meins. Mir fehlt hier einfach das Gefühl, Sinclair zu lesen. Mir ist das auch alles zuviel Krimi gewesen, zuviel Smartphone. Jetzt fällt mir grad ein Vergleich ein zu Fernsehkrimis: Derrik und so Sachen im Vorabendprogramm vom ZDF. Klug und solide gemacht, aber es kitzelt mich nicht. Ich guck da mal eine Folge und dann hat sich's. Und nochmal, AB ist ein guter Autor und anderen mag es ganz anders gehen, doch ich bin, glaub ich, bei AB raus.


Kurz noch zu den serieninternen Sachen, die mir aufgefallen sind:

"Halbvampire" - riesen Fehler, diesen Begriff zu bringen, schließlich von JD schon in den 1600/1700er Bänden speziell besetzt (hat AB natürlich nicht gewußt)

Suko ohne Stab und Peitsche - mit erstem hätte man was gegen die schnellen Vamps machen können; mit der Peitsche gegen die kleinen Monster am Villeneingang

Silberkugeln - warum die so nutzlos sind, ist mir ein Rätsel; gerade bei einem Fastvampir müßte eine Kugel doch tödlich wirken?

Kreuz - vibriert und macht, was es will. Ist nicht meins, das Finale schon gar nicht.

Ich geb 2/5 Kreuzen.

PS: Was kann ich mir unter Wurfringen vorstellen? Sind diese Waffen von Malcolm sowas wie Ninja-Sterne?

erstellt am 01.10.14 22:13
Vogelmädchen schrieb:
PS: Was kann ich mir unter Wurfringen vorstellen? Sind diese Waffen von Malcolm sowas wie Ninja-Sterne?


Eher so etwas wie die Waffen von Xena
Du kannst den Begriff auch gerne mal googeln, aber was du dann für Bilder bekommst, zieht die Sache wohl endgültig ins Lächerliche.

Ansonsten kann ich die Rezension nebst Wertung 100%ig unterschreiben.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 22:14 Uhr bearbeitet)

erstellt am 01.10.14 22:33
Ja, ich hatte keine Lust zu googeln
Hab grad deine Rezi gelesen, der Gedanke an den Lektor kam mir ebenso beim "Oberinspektor". Und das mit der Gemme am Ende fand ich auch mysteriös...

erstellt am 01.10.14 22:34
Gerade das Thema Vampir-Clans und mögliche Fehden unter ihnen finde ich sehr interessant, wie gesagt, das würde den öden Sinclair-Romanen zu dem Thema mal wieder neue Seiten geben.
Halbvampire- sicher hätten erwähnt werden müssen.
Aber Mallmann und Justine, nur weil es um Vampire geht? Da müsste ja auch bei jedem Skelett der Schwarze Tod erwähnt werden, und bei jedem Werwolf Lupina.

Dass Sukos typische Waffen keinen Auftritt hatten, hab ich ehrlich gesagt gar nicht gemerkt, wäre auch zu übertrieben wenn die Peitsche und der Stab bei jedem Fall eingesetzt werden würden.
Nur das mit dem Kreuz fand ich auch nicht gut, also dass es fast schon sowas wie einen eigenen Willen zu haben schien, das hätte nicht sein müssen, und das überhastete Ende.

Das Sinclair hier theoretisch auch durch jeden anderen Heftromanhelden hätte ersetzt werden können und das der Autor sich nicht so gut in die Serie hineinversetzt wie andere der Gastautoren sind sicher verständliche Kritikpunkte, aber wenn ich dann an den letzten "Kracher" von JD zu dem Thema denke...bin ich
schlicht dankbar für eine etwas andere (bessere) Story

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 22:35 Uhr bearbeitet)

erstellt am 01.10.14 22:58
Nun, Mallmann und Justine sind nun einmal DIE Vampire mit denen John Sinclair zuletzt zu tun hatten. Das wäre einfach normal und schlüssig gewesen, wenn er sich an sie erinnert hätte. Zumal es ja eine Überlegung wert wäre, ob Justine hinter dem Fall steckt.
Lupina ist ja nun schon seit Jahrzehnten vernichtet. Aber ich würde einen Hinweis auf Morgana Layton erwarten.
Wenn das Skelett schwarz wäre und/oder eine Sense tragen würde, wäre auch ein Vermerk auf den Schwarzen Tod angebracht. Jaaa.

Bei dem Einsatz der Waffen geht es nicht darum, ob es langweilig ist, wenn sie jedesmal zum Einsatz kommen oder ob es einfach logisch wäre. Vogelmädchen hat absolut recht, wenn es schreibt, dass bei den kleinen Monstern am Ende die Peitsche die optiale Waffe gewesen wäre.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:00 Uhr bearbeitet)

erstellt am 02.10.14 10:51
Jetzt hatte ich Lust zu googeln.
Das Chakram ist eine typische indische Wurfwaffe. Dann paßt das ja eigentlich gut, da hätte AB doch ruhig ein bißchen genauer drauf eingehen können, wenn er schon so was exotisches einbringt. Das hätte dem Roman doch gleich mehr Flair gegeben und es interessanter gemacht, anstelle nur kurz "Wurfring" zu schreiben.
Ich fand Malcolm waffenmäßig auch überpowert. Da hätte ich den Ex-Boxer Kirby mit seinen Schußwaffen durch eine indische Leibwache ersetzt, die John und Suko dann in der Villa mit den Chakrams attackiert hätte.

Und statt des unsinnigen Kreuzverhaltens beim Endkampf wär ich froh gewesen, wenn die AUM-Silbe auf dem Kreuz genutzt worden wäre.

Gleich hätte mir der Roman ein ganzes Stück besser gefallen.

erstellt am 03.10.14 08:05
Florian schrieb:
Leider sind nicht nur die üblichen Schnitzer vorhanden, auch die Gesetzmäßigkeiten in Hinblick auf Vampire wurden vollkommen ignoriert:

http://www.literra.info/rezensionen/rezension.php?id=6911

Nicht einmal ein einziger Hinweis auf Justine Cavallo und Dracula II


Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen, was Florian in seiner Rezi schreibt.
Würde aber gerne noch ein bißchen weitergehen.

Die neuen Autoren lassen sich viel zu viel von den neuen Hörspielen leiten, welche ihren Schwerpunkt auf Action haben und damit nur sehr unzureichend den Geist der Rellergerd Romane wiedergeben. Viel besser sind da die TSB Hörspielproduktionen, welche nämlich viel näher dran sind an den JS Romanen und auch deren Witz widergeben.

erstellt am 03.10.14 10:52
Chirmor Flog schrieb:
Florian schrieb:
Leider sind nicht nur die üblichen Schnitzer vorhanden, auch die Gesetzmäßigkeiten in Hinblick auf Vampire wurden vollkommen ignoriert:

http://www.literra.info/rezensionen/rezension.php?id=6911

Nicht einmal ein einziger Hinweis auf Justine Cavallo und Dracula II


Dem kann ich uneingeschränkt zustimmen, was Florian in seiner Rezi schreibt.
Würde aber gerne noch ein bißchen weitergehen.

Die neuen Autoren lassen sich viel zu viel von den neuen Hörspielen leiten, welche ihren Schwerpunkt auf Action haben und damit nur sehr unzureichend den Geist der Rellergerd Romane wiedergeben. Viel besser sind da die TSB Hörspielproduktionen, welche nämlich viel näher dran sind an den JS Romanen und auch deren Witz widergeben.


Einen Zusammenhang mit den Hörspielen habe ich zwar nicht festgestellt, bzw. geargwöhnt, aber es kann natürlich sein, dass einige Autoren mangels Serienkenntnis sich einige Folgen zur Recherche angehört haben.
Übrigens, hat nicht Merlins Stern in einigen Romanen vibriert?

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