Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 1895 Als ein Toter nach mir rief - Timothy Stahl
| |

Antworten zu diesem Thema: 89

 
Zurück
1 2 3 4 ... 7 8 9


erstellt am 04.11.14 18:21
Max Brodie floh durch die Gewitternacht.
Wind peitschte durch die Straßen. Laub und Abfall wirbelten wild durcheinander.
Brodie geriet immer wieder ins Taumeln, wie ein Betrunkener. Sein Gehirn schien wie in nasse, klebrige Watte gepackt, in der jeder Gedanke hängen blieb. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm.
Über ihm zuckte Blitze. Im Laufen riskierte Brodie einen Blick über die Schulter. War man ihm noch auf den Fersen?

Das war mal ein ungewöhnlicher Zombie-Roman. Zombies, die zumindest am Anfang noch menschlich denken. Und da ruft wirklich ein Toter nach John Sinclair. Max Brodie
Mir hat der Roman gefallen. Vor allem der Priester Father Greg. Ein ebenfalls ungewöhnlicher Priester, der einen traurigen Werdensgang in diesem Roman hat. Und trotzdem noch fast bis zum Schluss ein Mann Gottes ist.
Schade, ich hätte gerne noch öfter von diesem Priester gelesen, der nicht so verstaubt rüber kommt, wie leider so oft gerade in Gruselromanen.

erstellt am 04.11.14 22:39
Nach langer Zeit mal wieder ein Voodoo-Roman, das ist sehr positiv. (Die letzte Voodoo-Queen von Bd.1720 hat JD ja leider nicht wieder auftauchen lassen - das darf TS gern anders handhaben.) Ich fand die Einbindung der realen Katastrophe von 2010 in die Geschichte sehr schön.

Das Kreuz wird höchst interessant interpretiert. Ein Zombie, der es schwingt, um seine Artgenossen zu killen, ist schon ein mutiger Einfall, der sicher nicht nur Beifall ernten wird, mir aber gefiel, da es schlüssig erklärt wurde.

Der Roman beginnt geheimnisvoll und vergleichsweise harmlos, nimmt zum Ende hin aber gewaltig an Fahrt auf. Da wird zum einen die von JDs Zombies Orkus und Faruk angedeutete Massenerweckung tatsächlich vollzogen, zum anderen die Opferzahl von DSs Centurio überboten. Eine richtige Zombie-Schlachteplatte, bei der man am Schluß feststellen darf: Operation gelungen, Patient tot.

Ein sehr unterhaltsamer Roman, bei dem mir nur aufgefallen ist, daß John am Anfang seinen Fernseher als "Fernseher" bezeichnet, wo er ihn doch sonst bei JD stets "Glotze" nennt - was vielleicht bescheuert, aber auch irgendwie kultig ist. Trotz dieses schweren Vergehens vergeb ich 5 von 5 Kreuzen an den gnadenlosen Autor.

erstellt am 06.11.14 17:06
Vogelmädchen schrieb:
... zum anderen die Opferzahl von DSs Centurio überboten. Eine richtige Zombie-Schlachteplatte, bei der man am Schluß feststellen darf: Operation gelungen, Patient tot.

Oh je. Und genau das fand ich beim Centurio ja so "bescheiden". Wenn das hier genauso weitergeht... Bin jetzt erst auf S 10, habe nach der Ankündigung schon gar keinen Bock mehr weiter zu lesen. Ihr findet das super, ich bin anscheinend die Einzige, die das nervt. Vielleicht lese ich ihn TS zuliebe, um mir ein eigenes Urteil bilden zu können.

erstellt am 06.11.14 18:50
Na ja, ein einzelner oder auch nur eine Handvoll (mehr oder weniger gewöhnlicher) Zombies sind heute meiner Meinung nach keine JS-romanfüllende Gegnerschaft mehr. Das müsste dann schon ein sehr spezieller Untoter sein, wenn er John und evtl. Co. 64 Seiten lang glaubhaft auf Trab halten soll. Aber auch das wird sicher wieder einmal passieren.

erstellt am 06.11.14 20:50
Naja, wie gesagt, ich lese es erst und gebe dann meinen Kommentar dazu ab. Der "Centurio" hat mir aus genau diesem Grund nicht so gut gefallen. Hast Du den gelesen, so dass du das vergleichen kannst?

erstellt am 06.11.14 20:52
Ich sag mal so: Es rummst in beiden Romanen.

erstellt am 07.11.14 10:14
Ich finde das auch zeitgemäßer. Mir hat der Roman gut gefallen. Allen wird man es eh nie Recht machen können.....

erstellt am 07.11.14 10:21
Auch wenn es langsam Überhand nimmt mit den Zombie-Romanen (Warum keine Ghule?(((() fand ich diesen mit dem Voodoaspekt doch sehr gelungen. Auch fällt mir mal wieder die viel kleinere Schriftgröße im Vergleich zu den JD-Romanen auf

Sofern nicht in jedem Roman so eine Schlachteplatte geboten wird (Overkill) wie hier oder beim Centurio ist da absolut nichts gegen zu sagen, im Gegenteil. Es hilft einer völlig veralteten Serie neue Impulse zu geben und man kann nur hoffen, dass das auch Erfolg hat.

Ich würde es allerdings auch begrüßen wenn sich in absehbarer Zeit ein festes Team aus den Gastautoren herauskristallisiert.

erstellt am 07.11.14 17:58
Killjoy schrieb:
Auch wenn es langsam Überhand nimmt mit den Zombie-Romanen (Warum keine Ghule?(((()


Im Moment war's, zugegeben, ein bisschen arg mit den Zombies. Das wird sich aber bestimmt bald einpegeln.

In dem Roman, den ich gerade schreibe, kommen tatsächlich Ghouls vor (ich schreibe Ghoul und Ghouls, ist das serien-korrekt? Ich glaube schon), wenn auch nur in einer, ich sag mal, Nebenrolle.

Für einen ganzen Roman geben Ghouls oder, schlimmer noch, nur einzelner nicht viel her, finde ich. Die buddeln sich durch Friedhöfe und fressen Tote - aus. Das ist zwar schön eklig, aber mach da mal 'ne ganze Geschichte draus, die auch noch neu und originell ist ...

Daneben ist es ja bisher immer darauf hinausgelaufen, dass jemand versucht, die Ghouls in irgendeiner Weise zu organisieren, das war bei Sinclair mit Xorron so, und auch bei Ballard gab es so einen Versuch, der allerdings nicht zu Ende verfolgt wurde. Das gab's also zum einen schon, und zum anderen frage ich mich: Und wenn sie dann organisiert sind - was dann? Soll heißen, mich reizt das als Idee nicht.

Aaaaber: Ich werde mal darüber nachdenken, was man mit den Ghouls noch anstellen könnte. Vielleicht gibt's ja doch einen Dreh, der noch nicht da war.

erstellt am 07.11.14 18:33
Ja, bei Sinclair heißt es Ghouls. Eigentlich haben bei Sinclair nur zwei Leute versucht die Ghouls zu organisieren: Grimes und Xorron. Seit mehr als 1500 Romanen fristen sie also ein Einzelgängerisches Dasein.

Zurück
1 2 3 4 ... 7 8 9

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed