Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 1898 Betörende Bestie
| |

Antworten zu diesem Thema: 22

 
Zurück
1 2 3


erstellt am 28.11.14 00:11
Wegen Vertipper im Titel in einen neuen Thread kopiert. Gruß, Andro

Beitrag von KILLJOY:

Eine schöne, häßliche Geschichte, die ich bei dem ausgelutschten Titel so nicht erwartet hätte, mit dem richtigen Härtefaktor.
Das Ghoul-Thema in Verbindung mit der Schatulle hat mir sehr gefallen, auch wenn ich zugeben muss das mir diese "menschlichen Ghoule" nie so gefallen haben wie die hirnlosen Fressmaschinen, die nur von ihren Instinkten getrieben werden (wie auch Zombies, nur eben gefährlicher)
Gegen Ende allerdings, mit der ausbrechenden Sammlung, wurde es fast schon etwas zuviel des Guten, mit zu vielen Monstren und gerne hätte ich am Ende auch erfahren was das für ein Ding in der Zelle war, das entkommen ist, nur solche ominösen Fetzen hingeworfen zu bekommen ist frustrierend, wenn man ewig auf die Antwort warten muss;D

Also bis auf den Titel und die erwähnten Unterpunkte eine gute Geschichte, deren Thema hoffentlich bald fortgeführt wird.

erstellt am 01.12.14 08:39
Beim zweiten Auftritt von Daniel Stulgies bei JS ist der Bodycount wesentlich geringer als beim ersten. Trotzdem ist ihm auch beim zweiten Anlauf ein sehr guter Roman gelungen. Nach langer Zeit treten hier mal wieder Ghouls auf, die erstzunehmende Gegner für John und Suko sind. Auch die sich daraus entwickelnde Geschichte um die geheimnisvolle Schatulle ist gut durchdacht. Besonders gut gefallen hat mir, dass hier tatsächlich Bezug auf den vorherigen Roman "Dämonenkreuz" genommen wurde, so dass wieder ein bisschen Seriencharakter aufkommt. Natürlich gibt es in diesem Roman auch einige Punkte die mich gestört haben. So kam mir die Szene bei Bill als sie an die gefallenen Mitstreiter denken etwas befremdlich vor. Auch das Ende hatte zwei Seiten zum einen fand ich die Ansammlung von Monstern in der Sammlung etwas übertrieben zum anderen waren es aber auch Kreaturen die John so im Verlauf der Serie begegnet sind. Was mir am Ende auch gefehlt hat ist ein bisschen mehr Information zur Schatulle diese wurde mir am Ende zu schnell vernichtet. Hier hätte ich mir vorstellen können dass vielleicht ein Verweis auf den Planet der Magier in Zusammenhang mit dem Ghouls interessant gewesen wäre. Gut fand ich wiederum, dass man noch nicht soviel über das ominöse Wesen welches die Fäden im Hintergrund gezogen hat erfährt. So freut man sich auf eine Fortführung diese Themas und man bekommt den Eindruck, dass hier ein neuer roter Faden entstehen könnte. Der Hinweis auf die Großen Alten und den schwarzen Tod durch das öminöse Wesen lässt dabei Spekulationen offen. Es könnte hier in Richtung Atlantis oder Spuk gehen. Wie gesagt trotz der Kritikpunkte hat mich dieser Roman gut unterhalten und erhält von mir ein sehr gut.

Eine Anmerkung noch:

Ich war ja immer ein Gegner von Fremdautoren in der Serie. Doch die Einstellung hat sich mittlerweile komplett geändert und ich freue mich jetzt mehr auf die Fremdautorenromane als auf die JD Romane. Denn bei den Fremdautoren hat man das Gefühl, dass diese sich wirklich was einfallen lassen so wie es JD zu seinen besten Mordligazeiten auch gemacht hat.

erstellt am 02.12.14 13:24
Es ist immer recht schwierig, einen Roman toll zu finden, wenn man in seinen Erwartungen enttäuscht wird. Der "Centurio" hat das geliefert, was Titel und Titelbild versprochen haben; hier war das nicht der Fall. Ich hätte mir viiiel mehr Betörende Bestie gewünscht! Das Titelbild gefällt mir total, bestimmt eines der besten der letzten hundert Hefte. Die Figur scheint nur so von Geheimnisvollem eingehüllt zu sein, aber im Roman erfährt man gleich auf den ersten Seiten, daß es sich um eine Ghoulin handelt. Fertig.

Nach zwei Dritteln haucht sie auch schon ihr Unleben aus, und es geht fortan um einen reichen Kuriositätensammler. Dessen Figur scheint auch eine seltsame Wandlung vollzogen zu haben: Bei ihrem ersten Auftrittt ist sie unheimlich geschockt, als Scott den Leibwächter vermöbelt. Dabei stellt sich am Ende heraus, daß der Alte von der Ghoulin wußte, ebenso von dem, was die Schachtel aus Menschen macht, die reingucken. Und mit allen möglichen Höllengeschöpfen ist er quasi per Du.

Diese Vielzahl an Wesen im letzten Romanabschnitt, ich glaube, da ist es mit DS auch durchgegangen. Das war genauso übertrieben, wie die Menge an Serienanspielungen. Diese werden zwar - auch von mir - immer wieder gefordert, nur irgendwann ist's halt mal genug. Warum da z.B. noch die Großen Alten (bei denen man das "G" groß schreibt, wie so manch anderes Wort im Roman ebenfalls) rein mußten und Lady Sarah und, und ...?

Nächster Kritikpunkt meinerseits ist der Dämon im größten Kasten. Der wurde so spannend aufgebaut, da war das Ende einfach ärgerlich. Bei mir entsteht da keine Vorfreude oder Erwartung auf Zukünftiges, ich find's einfach nur unbefriedigend, denn nach dem zu frühen Ende der titelgebenden Bestie war er das, was mich maßgeblich noch an der Handlung interessiert hatte. Für mich ist der Roman so einfach nicht in seiner Geschichte abgeschlossen, das erwarte ich aber, wenn auf der letzten Seite ENDE steht. Zum Beispiel frage ich mich, wie dieser Dämon gefangen wurde und was er getan hätte, wenn sich der Sammler nicht an die Abmachung gehalten hätte, ihn freizulassen. Er hat ihm ja gedroht, und der Alte hatte Angst, obwohl er im Kasten saß.

Letztlich kam an allen Ecken und Enden das Smartphone zum Einsatz. Das war durchaus immer intelligent gemacht und, wie mancher sagen würde, zeitgemäß. Nur ist für mich so ein Smartphone halt auch irgendwie ein Gruselkiller. Aber ich weiß, die Autoren haben es da nicht leicht. Schnell kommt sonst jemand um die Ecke und sagt: "Hat der Kerl denn kein Smartphone, da hätte er doch sofort und überhaupt. Wo lebt der denn? Ist ja voll unlogisch."

Abgesehen von diesen Dingen , hat mir der Roman aber tatsächlich gefallen. Ja, doch. Die Ghouls waren gut beschrieben. Scotts Entwicklung wurde sehr schön dargestellt, für mich die interessanteste Figur, der ich durchaus eine Heilung gegönnt hätte. Die Straßenstrich- und Puff-Szenen haben mich positiv beeindruckt, weil sie sprachlich nicht ins Vulgäre abgedriftet und storydienlich eingesetzt worden sind. Dies alles und die Cleverness, mit der Suko gelinkt wurde, zeigten zudem, daß es auch möglich ist, eine gute Geschichte zu schreiben, die nur von einem einzigen "harmlosen" Ghoul getragen wird. Schade, daß es am Ende dann doch ins Gigantomanische ausgewachsen ist.

3/5 Kreuzen

erstellt am 02.12.14 17:22
mehr wie 3 von 5 kreuzen geb ich auch nicht. höchstens 4. titel heißt "betörende bestie" und auf einmal gehts um den sammler. das ist mir auch komisch vorgekommen. warum heisst die geschichte nicht "die sammlung"? hät nicht zum bild gepasst

kriegt John sein Geld für die kaputte Autoscheibe von seinem arbeitgeber oder muss er das wirklich selber zahlen?

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 17:27 Uhr bearbeitet)

erstellt am 02.12.14 22:32
Mir hat der erste DS-Roman ja nicht zugesagt, weil ich ihn übertrieben fand. Dieser hier war mehr mein Geschmack. Keine 1000 Untote und 80 Leichen. Sehr gut! Auch mit 2 Ghouls kann man eine gute Story hinbekommen. Die Sammlung zähle ich jetzt da nicht mit, die wurde ja von John uns Suko nicht gejagt, sondern ist Ihnen sozusagen über den Weg gelaufen.
Ich habe diesmal also nicht viel zu meckern. Wir oben bereits erwähnt wird lässt DS häufig durchblicken, dass er bei JS den Duchblick hat. Wir haben es verstanden, DS, Du bist auch Fan und kennst Dich aus!
Einen Satz gibt es allerdings, der war der "Centurio" in Mini-Format, diiiiee blumig-krasse Beschreibung/Übertreibung schlechthin. Wir alle hatten schon mal einen Kater und haben auch schon mal die Beschreibung eines Katers gelesen. DS formuliert das so (S 26, linke Spalte Mitte): "Sein Schädel fühlte sich an, als hätte ihn jemand in der Nacht in einen Schraubstock eingespannt, mit Hammer und Meißel bearbeitet und glühend heiße Lava in die neu erschaffenen Öffnungen gegossen."
Hammer, Meißel, glühend heiße Lava....? Natüüürlich, Herr Stulgies. Ich glaube, ich war noch nie richtig besoffen! LAVA?!?!?
Aber wie gesagt, bin ich ansonsten sehr zufrieden. Clever durchdachte Geschichte. Alles gut.

erstellt am 03.12.14 00:50
Nach dem ersten großen Skelett-Metzel-Roman von Daniel folgt nun ein Dark wie er im Buche steht. Hätte ich den Autor nicht gewusst, ich hätte wirklich vermutet, dass der Altmeister einen guten Tag hatte.

Ein einzelner Ghoul, nichts aufwändiges. Am Ende bringt das Artefakt und seine Erklärung etwas Würze in die Geschichte. Aber bis dahin ist es dark'scher Oldschool-Grusel. Schon der Einstieg mit den Einbrechern. Ihre Dialoge, Gedanken, die Beschreibungen. Das ließt sich genau wie die alten Fälle der Woche.

Auch die Details stimmen. ALS wird angesprochen, bei Jason wäre jetzt ein Kommentar von mir gekommen. „Da hat er sicher von der Ice Bucket-Challange im TV und Radio gehört und wollte das einbringen“. Oder die Zufälle. Von allen londoner Journalisten hat ausgerechnet Bill ein Interview mit dem ersten Opfer geführt und bringt John auf eine weitere Spur. Ausgerechnet als Suko bei der WG eintrifft ist auch der Ghoul vor Ort.

Sogar den obligatorischen Logikfehler konnte ich finden. Immer wird berichtet, wie stark die Ghoule stinken. Als Suko der Ghoul-Mutter gegenüber steht riecht er aber nichts und hält sie für einen Menschen. Dass ein Familienangehöriger der Ghoul ist, war mir von Anfang an klar. Ich hätte eher auf die Tochter getippt.


Das ist auch der Nachteil der Geschichte. Der Zenturio-Roman war sozusagen aufwändiger. Er war spannender. Es war mehr los. Das Sinclairfeeling hat vielleicht gefehlt, aber er war vielleicht genau deshalb etwas besonderes. Hier habe ich nur einen üblichen Fall der Woche gelesen, gut geschrieben aber erzählerisches Mittelmaß. Klingt schlimmer als es ist, ein solider Roman reicht mir für eine Stunde Lesespaß und ist mir das Geld wert.

Erwähnenswert ist nur der mysteriöse Dämon im Hintergrund. Das übliche, da hat fast jeder Gastautor einen.

erstellt am 03.12.14 09:40
[

Erwähnenswert ist nur der mysteriöse Dämon im Hintergrund. Das übliche, da hat fast jeder Gastautor einen.


Ui, wenn die sich alle zusammentun hat man eine neue Mordliga! **D

erstellt am 03.12.14 11:32
Killjoy schrieb:
[

Erwähnenswert ist nur der mysteriöse Dämon im Hintergrund. Das übliche, da hat fast jeder Gastautor einen.


Ui, wenn die sich alle zusammentun hat man eine neue Mordliga! **D


Ich glaube die würden sich auch alle mögen wie in der Endzeit der Mordliga

erstellt am 07.12.14 12:19
Gefällt mir sehr gut. Liest sich sehr klassisch mit Gangstern, etwas Erotik, Ghouls und einer neuen Flamme für Sinclair?
Das kann spannend werden. Weiter so!

erstellt am 22.01.15 10:52
Das Gleichgewicht schrieb:
Auch die Details stimmen.

Ich habe eben mit dem Roman begonnen, und bin schon über zwei Fehler gestolpert:
- Die Einbrecher ziehen sich Skimasken über. Bezüglich des Gestanks, den die beiden wahrnehmen heißt es dann: "Er sah seinen Bruder an, der ebenfalls die Nase rümpfte und mit SEINEM MUND STUMM ein Wort formte."
Wie will er das sehen, wenn der doch eine Maske trägt? Nun könnte man meinen, die Maske lässt also den Mund frei. Aber dann heißt es: "Als der Gestank intensiver wurde, war er froh, eine Maske zu tragen. Ohne die schützende Stoffschicht VOR MUND UND NASE, wäre es wohl noch um einiges schlimmer gewesen." Wie soll man sich das also nun vorstellen?

- Als sie die Gefangene entdecken, heißt es: "Sie befand sich in einer kleinen Zelle, in die man durch ein VERGITTERTES, GLASLOSES FENSTER in der Wand hineinsehen konnte. Die Fremde hielt die Gitterstäbe fest umklammert."
Als der eine Einbrecher die Tür aufschließen will, steht da jedoch: "Bagheris Tochter beobachtete ihn dabei lauernd durch das VERDRECKTE FENSTER in der Tür." Ja, was denn nun? So oder so?

Solche Fehler bremsen einfach den Lesefluss. Mal sehen, ob das so weitergeht...

Zurück
1 2 3

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed