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Thema: 391: Daa'muren unter sich
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erstellt am 12.01.15 18:55
MX 391: Daa'muren unter sich

Verfasser: Lucy Guth

Titelbildzeichner: Jan Balaz

Titelbild:
https:// www.luebbe.de/bastei-entertainment/ebooks/fantasy-buecher/ma...

Vorschau:
Die Dinge in Astana laufen gut, seit die aus Bionetik und Nano-Partikeln bestehende Stadt im Kratersee es aufgegeben hat, ihre Bewohner zu versklaven, und die beiden Daa'muren Grao und Ira die Leitung übernommen haben. Doch im Laufe des Jahres bemerken sie, wie sich das Wetter verändert, Katastrophen zunehmen, die Natur aus dem Gleichgewicht gerät. Kann das am Mond liegen, der am Himmel immer größer erscheint? Antworten hoffen sie in Agartha zu finden – doch bis dahin ist es ein steiniger und vor allem zwischendaa'murisch komplizierter Weg...

erstellt am 14.01.15 19:05
Nach langer Zeit das Comeback von Grao und Ira.
Getreu dem Motto was sich liebt das neckt sich, entwickelt sich zwischen den beiden mehr als eine Partnerschaft. Ist wohl dem Rassenerhaltungstrieb geschuldet

Ansonsten eine Verschnaufpause von den Geschehnissen um die SP, Matt und Co. Allerdings sind Grao und Ira am Ende Gefangene in Agartha und werden dort sicher noch sein, wenn die SP, Matt, etc. dann eintreffen. Der große Showdown beginnt......

Das Thema Mond/Streiter und auch Wandler wird zudem stark thematisiert. Der Wandler wird von den Daa'muren als Lösung ins Spiel gebracht, den Mond wieder in seine Umlaufbahn zu bringen. Das dieser auf die Erde stürzt haben auch die Agarther erkannt.

Zusammenfassend ein Roman mit der Qualität der letzten Hefte. Hat mir sehr gut gefallen.

erstellt am 15.01.15 20:21
So unterschiedlich sind die Geschmäcker. Für meinen fehlt es diesem Roman über 50 Seiten an Spannung. Und die Streitereien zwischen Ira und Grao haben mich, fürchte ich, nicht mal zum Schmunzeln gebracht.

Richtig einschätzen kann ich die Sache ansonsten nicht, weil ich nicht weiß, was hier die Absicht der Autorin ist. Muss man es zum Beispiel so verstehen, dass Grao seine Zeit als Hermon (und Aruula...^^) vergessen hat, weil er nicht mal was von Höflichkeit weiß? Und Ira anscheinend auch Sachen aus ihrem früheren Leben bei den Menschen? Hat das die Nano-Stadt bewirkt oder die "Brunft"? (Nur nebenbei: haben Daa'muren eigentlich immer schon gegessen? Ich weiß es wirklich nicht mehr...)

Wie auch immer. Das Heft hätte ich mir schenken sollen. Es hätte völlig gereicht, zu wissen, dass Ira und Grao jetzt in Agartha sind. Die Geschichte selber gibt mir nix.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 20:27 Uhr bearbeitet)

erstellt am 19.01.15 00:09
Ja, fand Grao auch deutlich over the top.
Null integriert der Gute, wie man heute wohl sagen würde
OK einen Teil kann man wohl auf die Gefühle schieben, die er seit ner Weile hat, aber nicht alles. Hoffe auch, da kommt irgendwann mal ne Erklärung warum er die hat. Sinds die Hormone?

Jedenfalls find ichs gut, daß sie beim Showdown nun auch dabei sein werden, zumal man davon ausgehen dürfte, daß sie imun gegen den Meng-âmok sein werden.
Essen, tja. Irgendwo müssen sie ihre Energie ja hernehmen?

erstellt am 21.01.15 18:23
Endlich wieder ein Band, der sich auf die Daa'muren konzentriert. Wurde aber auch Zeit. Grao war immer einer meiner Lieblingscharaktere, wenn nicht sogar Platz 1. War? Richtig, dann leider mussten die Autoren die nervtötende Ira einbringen. Eine menschelnde Daa'murin, die wohl viele Leser sympathisch fanden. Ich finde an ihr nichts. Und da sie mit Grao zusammen reist bildet sich das gern verwendete „ungleiche Duo“. Der nörgelnde Grummelgrinch auf der einen Seite und die lebensfrohe Aliencindy auf der anderen. Dunkle Zukunft der Erde ist was anderes. Muss das denn sein? Ira erinnert mich ein wenig an Carlotta von JS.

Gut, zwischen den beiden gibt es Spannungen. Das ist der Fokus des Romans. Es geht ums „zwischendaa'murische“. Eine spannende Handlung gibt es nicht, erst zum Ende hin. Dabei zeigt sich, dass Grao durch das jahrelange Zusammenleben mit Ira auch ein wenig verweichlicht ist. Eine Entwicklung, die mir Angst macht. Nehmt mir bitte nicht meine düstere Lieblingsfigur. Erinnert sich jemand an William Hartnell als den ersten Dr. Who? Klasse Figur, so soll Grao bitte bleiben. Und nicht wie der Weihnachtsgrinch, dessen Herz langsam erwärmt wird.

Natürlich ganz zufällig und überhaupt nicht geplant erfahren die beiden ausgerechnet jetzt von Agartha. Dort wo die schwarzen Philosophen sowie das frisch vereinte Trio um Juefaan, Aruula und Maddrax hinwollen. Ein Schelm, wer dabei etwas ahnt. Will man zum Finale etwa alle relevanten Figuren zusammenführen, um ganz toll großes Kino zu bringen? Sowas neues, darauf muss man erstmal kommen.


Das war wieder nichts. Dieses mal aber sehr subjektiv. Um einen weiteren Vergleich zu bringen: Grao scheint vom Spuk zu Myxin zu werden. Ja, er nörgelt herum und ist aufbrausend. Aber von den früheren Geschichten kannte ich ihn wesentlich bösartiger, nein das ist falsch. Für einen Daa'muren sollte es kein Gut und Böse geben. Sondern einfach kühlen Pragmatismus. Schade, dass die Autoren festgelegt haben, dass er Ira braucht. Somit ist es unmöglich, dass er sich von ihr trennt oder sie einfach abmurkst. Jetzt gibt es sogar sexuelle Spannungen zwischen ihnen.



edit:

also mal kurz als Fazit. Ira ist mir unsympatisch. Grao ist mir sympatisch. Aber er ist aus meiner individuellen Sicht (die mir wohl niemand mit Argumenten verändern kann) nicht mehr 100% Grao, sondern nur noch 85% Grao. Ja, immernoch sehr viel Grao. Aber wenn sich das so fortsetzt bald nur noch 50%.

Einen zweiten Drizzt Do'Urden, der Artemis Entreri langsam auf die hellgraue Seite zieht will ich nicht haben. Weiß nicht, ob damit hier überhaupt irgendwer was anfangen kann, aber es passt so schön.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 18:29 Uhr bearbeitet)

erstellt am 22.01.15 00:16
Das Gleichgewicht schrieb:
Dabei zeigt sich, dass Grao durch das jahrelange Zusammenleben mit Ira auch ein wenig verweichlicht ist. Eine Entwicklung, die mir Angst macht. Nehmt mir bitte nicht meine düstere Lieblingsfigur.


Grao war schon immer "anfällig" für Emotionen, anfänglich durch "seinen Ziehsohn" Daa'tan, später durch seine Verbundenheit mit der Menschin Bahafaa. Da es weder mit dem Einen noch mit der Anderen glücklich endete, wurde er wieder "rückfällig" zum ungetrübten Pragmatiker. Die Figur ist eben pures Sci-Fi; das Alien, dass (menschliche) Gefühle entwickelt..., wenn er es denn zulässt.

Das Gleichgewicht schrieb:
Einen zweiten Drizzt Do'Urden, der Artemis Entreri langsam auf die hellgraue Seite zieht will ich nicht haben. Weiß nicht, ob damit hier überhaupt irgendwer was anfangen kann, aber es passt so schön.


Bei Lloth, wer sollen diese elenden Lichtkriecher sein?

erstellt am 22.01.15 07:27
Mein Problem mit der Darstellung Graos sind denn auch nicht die Emotionen. Ebenso wenig habe ich (hier) den Eindruck, dass Iras Einfluss, sofern vorhanden, ihn "braver" oder "menschlicher" macht. Die Gefühle äußern sich ja in Ausbrüchen und eher in einer Art Atavismus (sofern ein solcher Ausdruck für künstlich geschaffene Wesen Sinn ergibt), was den Verdacht nahelegt, dass der Auslöser dafür in der geschlechtlichen Attraktion liegt - vielleicht verbunden mit durch die Nano-Stadt bewirkten Änderungen der daa'murischen Organismen.

Das wäre immerhin ein SF-Gedanke, aber möglicherweise ist das für MX schon zu kompliziert gedacht. Für mich irritierender als das Verhalten Graos an sich ist an diesem Roman, dass es so klingt, als gäbe es die jetzt auch von Lonestar erwähnte Vorgeschichte nicht - oder, wenn man das "positiv" fassen möchte, als hätte Grao schlicht "vergessen", was er da schon gelernt hat, und zwar so sehr vergessen, dass es in seinen Erwägungen keine Rolle spielt.

Anders ausgedrückt: Wenn man hier "etwas retten" will, müsste man in der Tat, wie Anubiz schrieb, eine Erklärung anfügen, dass (und vielleicht wie) dies bewirkt wurde. Der lange Aufenthalt unter Fremdeinfluss reicht dafür zweifellos. Mein Eindruck vom Roman her ist allerdings, dass dies ex post geschehen würde, d.h., dass es nicht solche Überlegungen waren, die zur gewählten Darstellung führten. Diese kann man von einer neuen Autorin aber auch kaum verlangen.

erstellt am 24.01.15 16:14
Als Einsteiger mit Band 300 kenne ich den "Bösen" Grao nicht so richtig. Daher kann ich mich mit seiner aktuellen Charakterisierung vermutlich leichter anfreunden

erstellt am 24.01.15 16:50
Um's noch einmal deutlich zu sagen: ich fand den Roman relativ langweilig, einfach wegen der Story. Das hat zunächst wenig mit der Darstellung Graos zu tun.

Der andere Aspekt betrifft die Frage, wie man das Geschehen deuten soll - und das ist eben etwas schwierig. Natürlich stellt sich das Problem jemandem, der noch nicht so lange mitliest, nicht (in dem Maße). Es ist nun eben keineswegs so, als würde die Vergangenheit "ignoriert" - auf Daa'tan zum Beispiel wird ja Bezug genommen. Andererseits war Grao eben lange als Händler (!) Hermon bei Aruulas Volk - und davon "merkt" man wiederum gar nichts.

Wie ist eigentlich so die "Stimmung" bezüglich des neuen Pärchens? Ich find's nicht so doll, muss ich sagen - ich wünsche den frisch Verliebten beinahe einen schnellen Tod... ^^

erstellt am 25.01.15 13:22
Sollte man aus meinem Text eigentlich herausgelesen haben, aber für die Akten.


Grao stößt Ira ein Schwert ins Herz. Sie blickt ihn ungläubig-schockiert an, während er nur emotionslos weiter seiner Arbeit nachgeht und jetzt endlich Ruhe hat.

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