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Thema: 1906 Fenster zur Vergangenheit
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erstellt am 22.01.15 12:23
Hier wird nun erfreulicherweise etwas genauer auf den Unbekannten aus "Dämonen der Angst" eingegangen und die Hintergrundgeschichte mit den vier mächtigen Dämonen, die (vielleicht) dem Schwarzen Tod in Atlantis gedient haben fand ich äußerst ansprechend.
Leider wird das ganze aber ziemlich unbedeutend dargestellt und kann scheinbar auch ohne jede weitere Konsequenz bleiben, was sehr schade wäre.

Die Geschichte war flüssig und unterhaltsam, obwohl ich eigentlich kein Fan von Zeitsprüngen bin und das Monstrum, dass sich aus all dem zusammensetzt was gerade so rum liegt war etwas...gewöhnungsbedürftig.

Trotzdem ein guter Roman, der allerdings zu noch viel besserem führen könnte, wenn man an der Idee dran bleibt.

erstellt am 23.01.15 18:27
Zur Fortsetzung des Angstdämonen-Plots gab es einige begeisterte Meinungen. Ich war so naiv, mich anstecken zu lassen. Daher habe ich auch zwei Tage für die Geschichte gebraucht. Nachdem ich bei der Hälfte nicht wie erwartet Feuer und Flamme war, habe ich erst heute weiter gelesen. Es wurde nicht besser. Die Geschichte ist gut erzählt und durchaus etwas besonderes. Aber die Höchstwertung keinesfalls.

Dafür ist der Ansatz erstmal zu solide. Ein altes Spukanwesen mit Zeitportal. Der Wächtergolem ist mal etwas neues, aber auch der einzige dämonische Gegenspieler im Roman. Spätestens beim zweiten mal ist es Rountine, dass er sich aus verschiedenen Gegenständen zusammensetzt. Um Suko bangte ich keine Sekunde. Aber nur wegen dem Konzept. Man weiß, dass danach Hefte von Dark kommen. Hätten die Neuautoren ihre eigene Serie, ich hätte es ihnen schon zugetraut, Suko erstmal in der Vergangenheit zu lassen. Wieder ein Punkt wo ich mehr mehr Zusammenarbeit seitens Jason wünsche. Man könnte so viel aus der Serie machen, frischen Wind hinein bringen.


Das perfekte Sinclairfeeling macht den Roman aus. Man erfährt Hintergründe zu (ehemaligen) Dauercharakteren, John erinnert sich an ältere Fälle. Es wird wieder mal auf die Geschichte von Atlantis Bezug genommen. Fähigkeiten der Figuren kommen gekonnt zum Einsatz. Und mit dem Angstdämon freue ich mich über eine konsequent durchgesetzte neue Handlung. Nicht wie beim Hauptautor, der irgendwann das Interesse verliert und man ewig nichts mehr von angefangenen Plots hört oder der Details durcheinander bringt.

Ein Dritteljahr ist die erste Geschichte zu dem Thema schon her. Weil es ja auch andere Neuautoren und den Altmeister gibt. Ich hatte die Handlung teilweise schon wieder vergessen. Das ist Schade, als direkter Anschluss hätte mich die Fortsetzung sicher mehr mitgerissen.

erstellt am 23.01.15 18:36
Du hast es auf den Punkt gebracht. Dadurch, das Jason mit seinen (lahmen) Romanen immer dazwischen funkt, können sich die neuen Autoren schlecht mit ihren Geschichten ausbreiten.

Wenn es dann nur immer bei Einzelromanen bleibt, bleibt auch das "Serien" Feeling auf der Strecke. Schwierige Situation, mal sehen wie lange die gut geht?

erstellt am 24.01.15 12:23
Mein Fazit lautet: Schade!

Bis Seite 50 hat mir der Roman wirklich gut gefallen, danach wurde es immer wirrer und ich habe den roten Faden verloren. Was ich z.B. nicht verstanden habe, ist, warum es unbedingt Opfer aus der Vergangenheit und der Zukunft bedurfte, um den Dämon zu erwecken.
Die Rettung durch Janes Hexenkräfte fand ich dann wirklich etwas an den Haaren herbeigezogen. Klar, mit Magie lässt sich viel erklären, aber so wird sie zum jederzeit universal einsetzbaren deus ex machina.
Gut, vielleicht hätte ich auch konzentrierter lesen können, aber eigentlich lese ich Sinclair, um mich zu entspannen; mit komplizierten Texten schlage ich mich schon von Berufs wegen zur Genüge herum.
Die Idee mit diesem Monster, das sich aus Teilen seiner Umgebung zusammensetzt, fand ich auch sehr gut, hat mich irgendwie an Transformers erinnert.
Der Stil des Autors gefällt mir noch immer sehr gut, für mich ist Oliver Fröhlich neben Timothy Stahl der beste Erzähler im Team, wobei mir Daniel Stulgies auch gut gefällt.

erstellt am 24.01.15 12:56
Anfortas schrieb:
Was ich z.B. nicht verstanden habe, ist, warum es unbedingt Opfer aus der Vergangenheit und der Zukunft bedurfte, um den Dämon zu erwecken.

Der Dämon wurde in der Gegenwart von einem Hexer in der Vergangenheit erweckt. Deshalb der Zeittunnel und die Opfer aus zwei Epochen.


Die Rettung durch Janes Hexenkräfte fand ich dann wirklich etwas an den Haaren herbeigezogen. Klar, mit Magie lässt sich viel erklären, aber so wird sie zum jederzeit universal einsetzbaren deus ex machina.

Hier kann ich dir zustimmen. "Latende Hexenkräfte" heißt nicht, dass man spontan ein magisches Gesetz überleben kann. Es war ja kein Zauber, sondern einfach ein natürlicher Prozess, der durch die Zerstörung des Zeittunnels in Gang gesetzt wurde.

Dafür ist das aber auch Groschenheft (hier darf ich es schreiben^^) und dem verzeihe ich sowas.

erstellt am 24.01.15 18:26
Der Dämon wurde in der Gegenwart von einem Hexer in der Vergangenheit erweckt. Deshalb der Zeittunnel und die Opfer aus zwei Epochen.

- Die Logik leuchtet mir noch immer nicht ein. Warum brauche ich unbedingt Opfer aus der Zukunft, wenn ich einen Dämon in der Zukunft erwecken will?

erstellt am 24.01.15 22:32
Mit der Logik kannst du alle Hefte mit Magie als unlogisch bezeichnen. Es ist ein magisches Ritual, wenn die Komponenten im Buch so drinstehen, ist es halt so.


Dämon Zukunft (Ziel) = 2 Opfer aus der Zukunft
Hexer Vergangenheit (Auslöser) = 2 Opfer aus der Vergangenheit

Das ergibt für mich sogar viel Sinn. Der Hexer muss ja die Bindung mit riesigem Zeitunterschied festigen. Er muss in die Zukunft greifen, sozusagen. Ach, was erkläre ich eigentlich. Für micht ist es verständlich, für dich nicht, ok.

erstellt am 26.01.15 01:19
Ich fand den Roman etwas anstrengend. Vieles wird in ein, zwei Sätzen erzählt.

Zeitreisen sind nicht so mein Ding. Jane macht Beam-Glenda Konkurrenz, das gefällt mir nicht.

Ich gebe 3 von 5 Kreuzen.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 01:42 Uhr bearbeitet)

erstellt am 26.01.15 11:59
Dieser Roman hat mich voll gepackt und zwar derart, dass ich ihn in einem Rutsch durchlesen musste. Die Geschichte ist zwar etwas kompliziert und komplex. Insbsondere durch die Zeitenwechsel und die Anbindung an den Roman Dämonen der Angst. Aber hier merkt man deutlich, dass sich der Author über dass was er geschrieben hat auch Gedanken gemacht hat. Hier passt jedes Detail und es blieben auch keine Fragen offen. Besonders beeindruckt hat mich die Idee mit Sukos Tod in der Vergangenheit. Als erstes dachte ich als John den Zeitungsartikel gelesen hat wie will Oliver das nun zufreidenstellend lösen (da ich nicht davon ausgegangen bin das Suko stirbt). Und dann die Nummer mit dem Hexer, die kam für mich überraschend. Hat mich aber restlos überzeugt. Auch am Ende wurde ich nocht mal verblüfft. Als der Hexer beim Sterben das Amulett in einer Wandnische versteckt und der Geist von Chest'lur sich dorthin verkiecht. So machte alles was John vorher erfahren hatte Sinn. Das Jane durch ihre Hexenkräfte sich und Suko rettet fand ich auch gut. In JD - Roman wird zwar immer von den latenten Hexenkräften erzählt aber richtig um Einsatz sind sie nicht gekommen. Und die Geschichte um die vier Diener des schwarzen Tods scheint in meinen Augen der neue große rote Faden zu sein den sich die Fremdautoren ausgedacht haben. Denn nach diesem Roman glaube ich, dass der am Ende des Romans Betörende Bestie entkommene Gegner einer dieser 4 Diener sein könnte. Da auch hier die Rede von dem Großen Alten und dem Schwarzen Tod war. So kann es weiter gehen. Ich gebe diesen Roman ein TOP weil er in meinen Augen besser war als Damönen der Angst und diesem hatte ich schon ein sehr gut gegeben.

erstellt am 26.01.15 12:57
New Orgow schrieb:
Aber hier merkt man deutlich, dass sich der Author über dass was er geschrieben hat auch Gedanken gemacht hat. Hier passt jedes Detail und es blieben auch keine Fragen offen.



Stimmt. Mir kam's beim Lesen aber so vor, als würde mir jemand eine knifflige Mathe-Aufgabe vorrechnen. Alles sauber gelöst, aber mitreißen konnte es mich nicht.


New Orgow schrieb:
Besonders beeindruckt hat mich die Idee mit Sukos Tod in der Vergangenheit. Als erstes dachte ich als John den Zeitungsartikel gelesen hat wie will Oliver das nun zufreidenstellend lösen (da ich nicht davon ausgegangen bin das Suko stirbt). Und dann die Nummer mit dem Hexer, die kam für mich überraschend. Hat mich aber restlos überzeugt.



Sukos "Tod" und sein Foto in der Zeitung des 19. Jahrhunderts waren für mich eher langweilig und ärgerlich. Zuviel Mystery, Zeitparadoxien; das gab's schon zu Hauf, als ich sowas noch im Fernsehen geguckt habe.


New Orgow schrieb:
Auch am Ende wurde ich noch mal verblüfft. Als der Hexer beim Sterben das Amulett in einer Wandnische versteckt und der Geist von Chest'lur sich dorthin verkiecht. So machte alles was John vorher erfahren hatte Sinn.



Ja eben, die Matheaufgabe. Mußte so kommen.


New Orgow schrieb:
Das Jane durch ihre Hexenkräfte sich und Suko rettet fand ich auch gut. In JD - Roman wird zwar immer von den latenten Hexenkräften erzählt aber richtig um Einsatz sind sie nicht gekommen.



Sie kann Zeitentore öffnen. Das ist viel zu mächtig, woher das plötzlich? Ich denke schon mit Graus an Christian Schwarz und seine Erklärung zur Ähnlichkeit mit der getöteten Hexe aus seinem ersten Heft.


New Orgow schrieb:
Und die Geschichte um die vier Diener des schwarzen Tods scheint in meinen Augen der neue große rote Faden zu sein den sich die Fremdautoren ausgedacht haben. Denn nach diesem Roman glaube ich, dass der am Ende des Romans Betörende Bestie entkommene Gegner einer dieser 4 Diener sein könnte. Da auch hier die Rede von dem Großen Alten und dem Schwarzen Tod war. So kann es weiter gehen.



Ich wünschte, man ließe den Schwarzen Tod aus dem Spiel. Haben die Autoren eigene Ideen oder müssen sie von der Popularität des Alten profitieren?




@ Gleichgewicht

Wäre der Roman von JD hättest Du sicher kritisiert:

- das Auftauchen des Monsters bei Richys Vater zufällig gerade als Jane und John bei ihm sind

- die zufällige Verwandtschaft Lady Sarahs mit dem Hexer

- die Formulierung "Nerventod" fürs Handy

(PS: Ich kritisiere diese Dinge nicht.)


Noch eine Frage. Wenn der Geist eines bösen Dämons versuchen würde, von John Besitz zu ergreifen, würde das Kreuz John dann auch sofort töten?


PS2: Ich möchte diesen eigentlich guten Roman hier nicht runtermachen, ich wollte nur eine Gegenposition eröffnen.

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