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Thema: 1908 Prozession der Untoten
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Antworten zu diesem Thema: 10

 
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erstellt am 04.02.15 17:51
Kommen wir erstmal zum überraschenden Teil des Romans. Die Einleitung fand ich prima. Das hätte ich so von Jason nicht erwartet. John zeigt sich mal skeptisch und lehnt einen Fall ab, woraufhin sein Klient stirbt. An dem Punkt war ich hoffnungsfroh. Guter Einstieg und der Rest würde ein Zombie-Fall der Woche werden. Da kann doch nichts schief gehen.


Aber irgendwas hat der Altmeister neuerdings mit vermenschlichten Zombies, die nur der Geruch ausmacht. Bereits die 1893 war so ein Werk. Auch hier haben wir Zombies, die sich als Clowns verkleiden und mit Kettensägen und Messern herumrennen. Die wie gewöhnliche Gangster fies kichern und Leute fesseln. Der Roman hat auch andere kleine Schwächen, aber die Darstellung der Zombies hat ihn für mich auf das übliche Dark-Niveau gebracht. Hätte Jason sich mit dem gruseligen Nebel und einer Horde herumstolpernder Zombies begnügt, der Roman wäre – durch die Einleitung vor allem – überdurchschnittlich gut geworden, denke ich.

Was haben wir denn als kleinere Kritikpunkte? Dass Jason Jugendwörter der 90er als aktuelle Jugendsprache bezeichnet. „Affengeil“ habe ich noch nie gehört oder ich war so jung, dass ich es wieder vergessen habe. Oder dass der Geisterjäger wie von Geisterhand zur Schule geht und sein Bauchgefühl ihn förmlich dort hinein zwingt. Warum nicht erst einige andere Gebäude untersuchen und dann erst durch Zufall bei der Schule einen Glückstreffer landen? Wäre realistischer gewesen.


Die Zombies haben mir den Roman verdorben, die anderen Kritikpunkte hätten nur ein wenig die Wertung gedrückt. Zeigt mir wieder mal, dass man sich durch eine überzeugende Einleitung nicht in Sicherheit wiegen sollte.

erstellt am 04.02.15 23:46
Das Gleichgewicht schrieb: Dass Jason Jugendwörter der 90er als aktuelle Jugendsprache bezeichnet. „Affengeil“ habe ich noch nie gehört oder ich war so jung, dass ich es wieder vergessen habe.
Eher 80er. Vgl.: www.youtube.com/watch?v=w_P3uwRiimo Die Affen kommen ca.bei 01:45 :))

erstellt am 04.02.15 23:58
Das Gleichgewicht schrieb:
Zombies, die sich als Clowns verkleiden und mit Kettensägen und Messern herumrennen.


Das ist eben ein Halloween-Roman, da gehört das so


Das Gleichgewicht schrieb:
„Affengeil“ habe ich noch nie gehört oder ich war so jung, dass ich es wieder vergessen habe.


Jumpen, affengeil - Mensch, Gleichgewicht, du kennst ja nix. Bist voll der Grufti

erstellt am 05.02.15 08:07
"Affengeil" hast du noch nie gehört Gleichgewicht???? Das bringt mich jetzt aber gerade mal aus demselben.

erstellt am 05.02.15 08:50
Mhh, vielleicht ist das wirklich ein Jugendwort und weil ich mit 25 nicht mehr dem Umgang pflege weiß ich das nicht. Sagen das jetzt die ganzen 15jährigen?


Gehört hab ich nur mal Affentittengeil....von meinem Opa. ^^

erstellt am 05.02.15 09:06
Von deinem Opa? JETZT fühle ich mich wirklich alt. Danke

erstellt am 06.02.15 08:32
That's what he said

erstellt am 08.02.15 21:58
Was, es gibt wirklich Leute, die 'Affengeil' nicht kennen?

Mann, ich muß wirklich alt werden...

erstellt am 09.02.15 08:33
Das also war der übliche Halloweenroman von JD. Doch so richtig weiß ich gar nicht wie ich den Roman einordnen soll. Eigentlich war die Geschichte ncht schlecht und hatte auch einige gute Ansätze. Andererseits hatte sie so viele Logiklöcher wie ein schweizer Käse. Die ersten dreizig Seiten ließen sich ganz gut lesen, sieht man mal davon ab, dass einer der Zombies ausgerechnet das Haus von Cora Burns angreift. Doch dann hat man den Eindruck, dass JD für diesen Tag den Roman beendet hat und am nächsten dann weitergeführt hat. Denn die nächste Szene führt dann wieder zur Verwunderung. Warum zum Teufel überfallen die Zombies zwei Schüler und fesseln sie. Nur um die Clowns - Kostüme zu klauen ? Hier wäre es konsequenter gewesen, dass die Zombie die Schüler töten. Auch bliebt dem Leser das Motive der Zombie verschlossen. Und man fragt sich natürlich warum greifen die Zombies genau dass Haus der Freundin an in dem sich Cora Burns versteckt. Dafür bleibt JD ein Motiv schludig schließlich liefen genug Leute auf der Straße rum, die die Zombies angreifen konnten. Mir fällt diesmal eine Bewertung ziehmlich schwer einerseits liest sich der Roman ziehmlich flüssig und ist auch aktionreich. Anderesseits sind da wieder diese massiven Logiklücken und das komische Ende. Ich werde mich hier zu einer mittleren Wertung durchringen, da der Roman doch über dem Niveau der letzten JD - Roman liegt.

PS: Inspiriert wurde JD anscheindend hier durch die Erschreckervideos, die auf YOU - TUBE und dann auch in den Narchichten die Runde gemacht haben. Auch hier waren ja Clowns am Werk.

erstellt am 15.02.17 12:44
Handlung : John wird in seinem Büro von einem gewissen Hiob Burns , aus dem schottischen Dorf Greenhill , aufgesucht. Burns bittet um Hilfe , da er glaubt am Rande seines Heimatortes eine Gruppe von fünf Zombies gesehen zu haben. Da Halloween vor der Tür steht , ist John skeptisch und weist Burns ab. Doch am Tag vor Halloween erfährt John , von Burns Tochter Cora , das er einen Fehler begangen hat. Ihr Vater , hat noch einmal die Zombies beim Verlassen des Friedhofes , auf eigene Faust beobachtet und wurde dabei ermordet. Am Halloweentag erreicht John mit Cora das Dorf Greenhill nahe Lockerbie. Als der Geisterjäger sich unter die Feiernden mischt , erkennt er die Schwierigkeit der Aufgabe, im Pulk verkleideter Menschen , die wahren Zombies zu finden. Kann John ein Blutfest der Zombies verhindern ?

Meinung : Wieder einmal der traditionelle jährliche Halloweenroman von Jason Dark. Der Roman ist spannend und die Athmosphäre wurde gut beschrieben. Ich muß sagen , das ich mich immer Jahr für Jahr darauf freue. Genauso wenn es mal wieder einen herbstlichen Syltroman gibt. Ungewöhnlich ist , das John den Auftrag , aufgrund des nahen Halloweenfestes zunächst ablehnt , und damit einen Fehler begeht . Hat mir aber gefallen.Mit den Kettensägen und Horror- Clowns hat Jason Dark bereits hier , einen beängstigenden aktuellen Halloweentrend aufgegriffen , der besonders im Jahr 2016 für einige Schlagzeilen gesorgt hat. Der Roman liest sich gut und ist eigentlich nie langweilig und fast fehlerfrei. Es scheinen hier sehr ordentliche Zombies am Werk zu sein. Auf der Jagd nach Cora Burns wird von ihnen auf Seite 48 die Schlafzimmertür aus den Angeln gewuchtet. Als John kurz darauf nach ihnen sucht ist diese Tür auf Seite 52 wieder eingehängt.
Ingesamt hat mir der Roman aber gefallen , daher gebe ich die Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze )

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 12:56 Uhr bearbeitet)

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