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Thema: 1909 Der Blutmixer
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erstellt am 11.02.15 17:48
Wie schmeckt das Blut der Vampire? Warm, bitter und irgendwie lebendig. Zumindest wenn es mit Menschenblut vermischt ist. Wenn ein Toxikologe, der mit der Spezialabteilung des Yard zusammenarbeitet, plötzlich Blut aus Totenschädeln trinkt, bekommt der Geisterjäger wieder alle Hände voll zu tun. Zwar bezeichnet der Wissenschaftler das Gemisch als Gift, aber es tötet nicht sondern macht zum Halbvampir. Also nicht die Halbvampire, sondern wieder eine neue Hybridart.

Er greift John an und flüchtet dann in sein Haus. Der Geisterjäger hinterher, aber vor dem Haus bricht er die Verfolgung ab. Er fühlt sich, als habe er kein Recht dazu, ins Haus einzubrechen. Als am nächsten Tag dann keine aktute Bedrohung mehr vorliegt brechen er und Suko dann aber doch ins Haus ein, ohne Untersuchungsbeschluss. Wie hat John nur die Polizeischule geschafft? Egal, Jason muss ja auf 64 Seiten kommen, da muss man sich schonmal sowas tolles einfallen lassen.

Erfreulich könnte sein, dass Justine wieder mitmischt. Sie ist von den alten Halbvampiren enttäuscht und macht sich eine neue Gattung. Ich finde es fraglich, dass der Mix aus Menschenblut und Vampirblut normale Leute zu Halbvampiren macht. Vor allem weil Jason sich eine Detailerklärung erspart, es ist halt so. Schlimmer finde ich, dass die neuen Halbvampire die gleichen Fähigkeiten wie die alten Halbvampire haben und sogar immer mehr zu Vollvampiren werden, je länger sie die Mischung im Körper haben. Warum braucht es jetzt also nochmal unbedingt neue Vampire?

Am Ende wird Justine dann geschickt gestellt. John geht mit Handschellen auf sie zu, Suko ruft TOPAR, rennt auf John zu, schnappt sich die bereitliegenden Handschellen und legt sie der Vampirin um. Die ist durch den Schock jetzt erstmal relativ wehrlos. Doch wie gewohnt wird die Erzfeindin nicht direkt erschossen oder mit dem Kreuz erlöst, solange die Gelegenheit günstig ist. Stattdessen wird nur darüber geredet, was man mit der blonden Bestie anfangen kann. Bis es zum Handgemenge kommt und sie abhaut. Hätte Jason einen PC ich würde wetten, er hat die groben Vorlagen solcher Passagen für Copypaste abgespeichert. Im gleichen Raum stehen übrigens sechs Halbvampire, die aber nur tatenlos zuschauen und brav erst angreifen, als Justine weg ist. Der Kampf gegen das halbe Duzend dauert dann auch nur etwa eine kleine Seite. Dann ist Schluss.


Dazu gibt es schlimme Dialoge – wie Wells mit Justine im Park redet fand ich einfach nur komisch geschrieben -, Klischees wie arrogante Lederjackenjugendgangster und Unstimmigkeiten. Wir erinnern uns, als Justine von Assunga förmlich gezwungen wurde, in der Hexenwelt zu bleiben, bis sie gesund war. Asmodis wollte es irgendwie so, Justine hat immer mal wieder gemeckert, dass ihr das gegen den Strich geht. Nein, da haben wir alle uns geirrt. Justine hat sich absichtlich fast töten lassen, um sich bei Assunga einzuschleichen. Und ihre heftige Ablehnung gegenüber der Kur in der Hexenwelt war umgekehrte Psychologie.

"Sie war mal eine Einzelgängerin gewesen, doch das lag jetzt schon recht lange zurück. Sie wusste, dass es auch für sie wichtig war, sich Freunde oder Günstlinge zu besorgen, und so hatte sie es damals tatsächlich geschafft, sich bei ihren Feinden einzunisten, die dann keine Feinde mehr waren. Es ging um die Hexen. Sie hatte sich mit ihnen arrangiert und auch mit ihrer Anführerin Assunga."


Ich mag gar keine Bewertung abgeben. Es war ein Dark wie immer. Unnötig. Ich bin demotiviert und ein wenig traurig. Das wird nichts mehr, glaube ich. Da kann man ihm noch so viel Zeit geben. Bei der Rückkehr des Schwarzen Todes und dem Bündnis mit Saladin und van Akkeren wurde viel kritisiert. Aber da gab es noch rote Fäden, die verfolgt wurden. Sowas wird nie mehr kommen, die Auftritte der Hauptgegner sind belanglose Besuche. Es gibt keine echte Entwicklung mehr.

erstellt am 11.02.15 20:34
Da kann mann nur hoffen das die sogenannte Übergangsphase schleunigst beendet wird und die Gastautoren das Ruder übernehmen!!

erstellt am 11.02.15 22:22
Grüner Drache schrieb:
Da kann mann nur hoffen das die sogenannte Übergangsphase schleunigst beendet wird und die Gastautoren das Ruder übernehmen!!


+1

erstellt am 12.02.15 00:30
Das Gleichgewicht schrieb:
... brechen er und Suko dann aber doch ins Haus ein, ohne Untersuchungsbeschluss. Wie hat John nur die Polizeischule geschafft? Egal, Jason muss ja auf 64 Seiten kommen,...

Warum ist so etwas bei Jason ein Kritikpunkt und bei den neuen Autoren wird da einfach drüber weggelesen?
In Band 1898 hat sich John auch als Einbrecher betätigt, da hat sich niemand dran gestört.

erstellt am 12.02.15 00:58
Der Seher schrieb:
Das Gleichgewicht schrieb:
... brechen er und Suko dann aber doch ins Haus ein, ohne Untersuchungsbeschluss. Wie hat John nur die Polizeischule geschafft? Egal, Jason muss ja auf 64 Seiten kommen,...

Warum ist so etwas bei Jason ein Kritikpunkt und bei den neuen Autoren wird da einfach drüber weggelesen?
In Band 1898 hat sich John auch als Einbrecher betätigt, da hat sich niemand dran gestört.



Ich glaube Gleichgewicht stört sich eher daran, dass John die Bude nicht sofort gestürmt hat (bei einer Verfolgung hat die Polizei das Recht dazu), sondern lieber noch einen Tag abwartet, ehe er einsteigt, ebenso ohne Durchsuchungsbefehl. Es geht nicht um das Einsteigen an sich, sondern darum, dass John nicht sofort die Tür eingetreten hat.

erstellt am 12.02.15 10:16
Eben. Nehmen wir an sie wären gestelt worden und man hätte Beschwerde/anzeige beim Yard erhoben. Wie hätte John das rechtfertigen können.



"Als Sie gestern angegriffen wurden haben Sie den Täter nicht direkt verfolgt. Wir gehen also davon aus, dass Sie sich nicht sicher waren ob er wirklich in das Haus geflohen ist oder die Sache nicht dringlich genug für Sie war.

Statt sich für die nächsten Tage einen Durchsuchungsbeschluss zu besorgen brechen Sie jetzt einfach mit ihrem Kollegen in den Keller ein. Zerschlagen dabei sogar noch eine Scheibe."

Die hätten gut Anschiss bekommen, wenn nicht sogar Urlaub.

Die 1898 war der Ghoul-Roman, richtig? Da bestand begründeter Tatverdacht oder so. Dort einzubrechen war richtig.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 10:17 Uhr bearbeitet)

erstellt am 12.02.15 23:43
Ein schwacher Roman. Viel Gelaber, nichts Konkretes.

Die Parkszene war zwar eigentlich nicht wichtig, aber hat mir mit ihrem Unterhaltungswert gefallen. Der erbrechende Portier war auch gelungen.

Die Cavallo hat sich eindeutig verbraucht. Das ist nur noch Kasperletheater, was da zwischen ihr und den Geisterjägern abläuft.

Mehr als 1 Kreuz von 5 geb ich nicht.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 00:35 Uhr bearbeitet)

erstellt am 13.02.15 00:25
Vogelmädchen schrieb:

Die Cavallo hat sich eindeutig verbraucht. Das ist nur noch Kasperletheater, was da zwischen ihr und den Geisterjägern abläuft.



Vor allem, weil sie jedesmal nur entkommt weil sich die Helden wie absolute Volltrottel anstellen. Wie oft ist das jetzt schon passiert. Sicher gefühlte 10-20 mal.

Nee, ich weiß schon, warum ich Jason Darks Romane inzwischen nicht mehr lese.

erstellt am 13.02.15 00:52
Ketracel White schrieb:
Vor allem, weil sie jedesmal nur entkommt weil sich die Helden wie absolute Volltrottel anstellen.


Ja, so ist es. Man muß es sich mal vorstellen: Sie ist in Handschellen, und anstatt sie mit dem Kreuz zu erledigen, wollen John und Suko sie zum Schwert des Salomo fahren, um diese Waffe zu benutzen.

erstellt am 13.02.15 08:50
Hätten sie diese Idee wenigstens sofort in die Tat umgesetzt. Aber sie labern ja echt nur, welche Waffe die beste wäre.

Zack in den Wagen, Zack mit Blaulicht zum Schwert, zack köpfen. Hätte zwar keinen Sinn gemacht, warum nicht das Kreuz, aber es wäre mal was tatenkräftiges gewesen.

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