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Thema: 1910 Der Schrecken von San Diego
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Antworten zu diesem Thema: 24

 
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erstellt am 19.02.15 17:27
Hat jemand den Roman schon gelesen? Habe ihn hier vor mir liegen, bin aber noch nicht dazu gekommen, einen Blick hineinzuwerfen.

erstellt am 20.02.15 09:49
Ja. Und ich werde erst eine Rezi dazu schreiben bzw. hier rein kopieren, wenn schon andere drin sind. Ansonsten halte ich mich zurück und schweige einfach darüber.

erstellt am 20.02.15 10:09
War irgendwie lustig auf ne groteske Art.

erstellt am 20.02.15 10:52
Das Gleichgewicht schrieb:
Ja. Und ich werde erst eine Rezi dazu schreiben bzw. hier rein kopieren, wenn schon andere drin sind. Ansonsten halte ich mich zurück und schweige einfach darüber.



So schlecht?
Naja, der Autor gibt jedenfalls kein Vertrauen. Logan Dee ist neben Jason Dark derjenige, bei dem ich dankend drauf verzichte, mir die Ergüsse anzutun.

erstellt am 20.02.15 20:54
Logan Dee ist ein Stammautor aus dem Zaubermond/horror/Blut/Ekelsex-Stall, was habt ihr erwartet...?

erstellt am 21.02.15 12:11
Da hinter Logan angeblich eine Frau steckt was anderes.


Aber du hast Recht. Nachdem ich laß, dass er/sie bei Coco Zamis mitschreibt war für mich alles klar. :/

erstellt am 21.02.15 13:37
Ich habe diesen dritten Roman von LD als ernster empfunden als die beiden Vorgänger. Das ging zwar nicht auf Kosten des Unterhaltungswertes, es war jedoch eine andere Grundstimmung vorhanden.

Mir hat an dem Roman vieles sehr gut gefallen, umso ärgerlicher empfinde ich die Unzufriedenheit, die ich während des Lesens verspürt habe. Zunächst ein paar positive Aspekte:


- Die Geschichte spielt am Surfer-Strand von La Jolla in der Nähe von San Diego: Das ist für die heutige JS-Zeit ein sehr exotischer Schauplatz. Er ist gut gewählt und wurde mit seinen Bungalows, der Strandbar Sharkys und dem Lebensgefühl seiner Einwohner sehr gelungen dargestellt.

- Das Surflehrer-Pärchen Alan/Brenda und der Ex-Wrestler Sharky haben mich als Protagonisten voll überzeugt. Sie waren interessant. Eine sehr gelungene Szene war z.B. die Frühstücksszene in Sharkys Bar.

- Es wurde eine sehr unheimliche Stimmung erzeugt, als des Nächtens die unheimlichen Vorgänge abliefen. Das Meer, der Surfer, die Stimmen, die Beschreibung der Zombies fügten sich zu einem bedrohlichen und geheimnisvollen Ganzen. Und immer dachte ich, jetzt geht er aber drauf, der Alan.

- Die Tsunami-Vision Johns konnte bei mir ebenfalls voll punkten. In dieser grotesken Situation kam LDs Humor ein wenig durch, man ahnte, daß John sich voll zum Affen macht, konnte ihn bei dieser Tour aber nur hilflos begleiten. Am Ende des Romans wird für mich auch eine zufriedenstellende Lösung für das Ereignis geboten: Da der Surfer, der die Vision erzeugte, kein Höllenwesen war, wurde die Vision von Johns Kreuz nicht geblockt.

- Der Tauchgang im Käfig und der Einsatz der magischen Kreide. Hier wurde im letzten Teil der Geschichte noch einmal eine neue, unerwartete Szenerie aufgemacht. Sowas habe ich bei JS auch lange nicht gelesen.

- Die Geschichte liefert am Ende eine Erklärung und hat Hintergrund. Das ist etwas, das ich bei den aktuellen JD-Romanen mit am meisten vermisse. Hier wird alles aufglöst. Zudem wird nicht alles als böse entlarvt und niedergemetzelt: der Geister-Surfer (mir gefällt diese Figur total) wäre bei JD doch hundert Prozent vom Kreuz gekillt worden (und das ist auf Dauer einfach schwarz/weiß und langweilig).


Trotzdem gebe ich der Geschichte leider nur 2 von 5 Kreuzen.

Begründung: Mich haben zwei Dinge massiv gestört.

1. Das Kreuz in drei Szenen.

Erste Szene ist jene, als John das Kreuz durch den Perlenvorhang blind auf den Zombie wirft. Da das Kreuz den Zombie getroffen hat, hätte er vernichtet werden müssen. Einer meiner Lieblingsromane ist "Bills Hinrichtung" (war zu Schwarze Tod-Zeiten), da schleudert John das Kreuz auf den Spuk, wodurch dieser gefangen wird. So ein läppischer Zombie wäre hinüber.

Zweite Szene ist die im Büro mit der Akte über das Schiffsunglück. Das Kreuz schlägt an, weil es John einen Hinweis geben will. NEIN - geht gar nicht.

Dritte Szene ist die auf dem Schiff, wenn das Kreuz zum Kompaß wird. Was für ein BLÖDSINN.

Gerne dürfen die Autoren sich alle möglichen Sachen ausdenken, aber es gibt so ein paar Grundpfeiler der Serie, die müssen einfach passen. Wenn LD das Kreuz zu langweilig ist, soll er halt einen magischen Kompaß einführen oder sonst irgendwas. Aber Kreuz bleibt Kreuz, und da steckt auch keine Art Geist drinnen, kein Wille oder sonstwas.


2. Der Roman hat zu viele kleine Fehler, die mich beim Lesen stören.

- Das sind zum einen Rechtschreibfehler.
Auf Heftseite 24 heißt es: "Kaffee gegen den Jet-Leg?"
Da müßte ja wohl: "Kaffee gegen das Jet-Leg?" stehen
Oder ist etwa ein Jetlag gemeint?
Die anderen Fehler sind nicht so lustig, sondern einfach nur nervig.

- Lieber LD, achte bitte mehr auf die Namen Deiner Figuren.
S. 23 rechts oben: "Jeff versenkte ein ganzes Magazin ..." - nein, Jerry!
S. 32 aus Alexa Wesner ist Alexa Wesna geworden
S. 48 rechts unten: "... ergänzte Lauren." - wohl eher Finlay!
S. 64 rechts "... in dem Alan Rockmayers Überreste lagen ..." nein, Carls Überreste!

- inhaltlich störte mich
auf S. 41: Alans Haare sind plötzlich wieder schwarz! Entweder ist das ein Fehler, oder es fehlt eine Erklärung.
auf S. 46: färbt sich das Wasser blutrot. Die Zombies bestehen doch aber aus grünem Schleim.
auf S. 55: verliert John unter Wasser seine Taschenlampe. In der nächsten Szene (S. 61/62) hat er sie wieder.


Zuletzt noch ein Wort zum Titel. "Der Schrecken von San Diego" ist offensichtlich das Gesamt der Ereignisse. Aber den Lesern wird zunächst am Romananfang ein gewaltiges Monster präsentiert, auf das ich dann den gesamten Rest der Geschichte vergeblich gewartet habe. Ich dachte lange, die Zombie-Sache wäre nur das Vorgeplänkel.
Auch die anderen Titel der LD-Romane waren schon eher unpassend. "Das Phantom der Blutsteine" spielte hinter den Hexen nur die zweite Geige; "Der Teufel von Darkwood" war ein 4-Seiten-Witz mit Rüssel. Da sollte man auf eine bessere Übereinstimmung von Romantitel und -inhalt achten.


Mein Fazit: Es hätte ein klasse Roman sein können. So ist es einer, dem der letzte Schliff fehlt. Nix, was sich künftig nicht verbessern und abstellen ließe. Die Basis paßt.

erstellt am 21.02.15 13:40
Das Gleichgewicht schrieb:
Da hinter Logan angeblich eine Frau steckt


Glaub ich nicht.

erstellt am 22.02.15 01:03
Ich gebe dir Recht, der Roman überzeugt mit dem interessanten Schauplatz und einigen netten Charakteren. Letzten Endes kommt´s aber auf die Handlung an - und da tun sich vor allem bei der Erklärung der übernatürlichen Vorgänge Abgründe auf.

Da gerät ein Surfer auf dem Meer in einen Strudel (gibt´s die überhaupt auf dem Meer?). Er stirbt, sein Körper wird nach unten gezogen. Der Kopf verkeilt sich in einer Felsspalte und reißt ab, was ich als ziemlich unwahrscheinlich empfinde. Aber gut, er stirbt, weil er aber nicht sterben will, stirbt er doch nicht, zumindest sein Kopf lebt weiter. Völlig logisch, nicht wahr?

Dadurch erwachen 20 tote Matrosen, die zufällig an derselben Stelle auf dem Meeresgrund liegen, wieder zum Leben. Da es sich jedoch bei ihnen um "Geburten der Hölle" handelt (warum, erfährt der Leser natürlich nicht), suchen diese sich Opfer, um deren Seelen zu fressen (wozu das gut sein soll, bleibt ebenfalls im Dunkeln).
Indessen versucht der kopflose Surfer (eigentlich lebt ja nur sein Kopf), die Menschen zu warnen.
Als das nicht klappt, versucht er, seinen Bruder in den Selbstmord zu treiben, damit dadurch die richtigen Leute auf ihn aufmerksam werden...

Tut mir leid, aber das ist mit Abstand der größte Unfug, den ich in letzter Zeit gelesen habe. Ich sehe ja ein, dass es nicht ganz einfach ist, sich immer wieder neue Erklärungen für das Auftauchen und Wirken dämonischer Figuren auszudenken, aber wenn sowas dabei herauskommt, dann soll man es lieber lassen.

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