Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 1911 Jäger der Unsterblichkeit
| |

Antworten zu diesem Thema: 25

 
Zurück
1 2 3


erstellt am 24.02.15 11:09
Der 2. Auftritt Sarkets hat mir ähnlich gut gefallen wie "Die Fessel des Menerake" und ist eine konsequente Weiterführung der Geschichte um den Magier.

Auch der Härtefaktor hat wieder gestimmt und die Ghoulmeute war mir ebenfalls sehr Recht
(Auch wenn ich es immer noch nicht sonderlich mag, wenn Ghouls oder Zombies sprechen wie normale Menschen)

Ebenfalls erfreulich, aber auch ein wenig enttäuschend war das Ende.

Das Sarket den Trank der Unsterblichkeit wirklich bekommt, leert und entkommt war positiv, da es noch einiges an Potenzial für diese Figur gibt, nicht so gut fand ich, dass das Kreuz bereits wieder als wirksame Waffe gegen ihn eingesetzt werden kann.
Sarket sollte nach dem Trank mehr vom Kaliber von Matthias sein (bevor Dark die Figur versaut hat!)

Alles in allem der beste Sinclair der Gastautoren aus der letzten Zeit für mich, auch wenn ich die Fessel des Menerake ein ganz klein wenig besser fand (eben wegen Menerake)

erstellt am 02.03.15 18:07
Die Fortsetzung des Sakret-Abenteuers ist bis auf kleine Kritikpunkte für mich der perfekte Sinclair. Einen altägyptischen Schwarzmagier als richtigen Dauergegner hatte die Serie noch nie. Das weckt wohlige Erinnerungen an den uralten Fall mit Sakuro. Wie Sakret dargestellt wird gefällt mir, seine Pläne ergeben bis jetzt Sinn. Das ist mehr, als man von anderen Autoren der Serie erwarten kann.


Michaels Schreibstil geht wie immer in Ordnung. Wichtiger finde ich die Handlung. Da kann man weder die unschuldige Frau retten, noch den Bösewicht aufhalten. Da wird erst einmal mit dem Ghoul gesprochen, statt ihn direkt abzuknallen oder in Notwehr mitten in die Stirn zu treffen. Da ergibt es einen Sinn, dass das Heldenduo sich aufteilt. Es sind diese Kleinigkeiten, die mir bei Dark fehlen. Kleinigkeiten, die mir hier ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Carne ist als Ghoul nicht der hellste und gibt Hellen genug Zeit, herumzuschnüffeln. Sakret ist von der Idee eines Menschenopfers nicht begeistert, es könnte zu viel Rummel geben. Aber als sie entdeckt werden hat er keine andere Wahl. Soweit ist das alles nachvollziehbar logisch, wunderbar.


Nun zu erwähnenswerten Kritikpunkten, Michael ließt ja gern mal mit. Zum einen wissen sämtliche Zivilisten im Roman zufällig wegen Horrorstreifen, genau was Ghouls sind. Gut, es sind nur zwei, aber dennoch. Entweder das wird jetzt geschickt als Running Gag eingebaut oder man lässt auch mal einen Statisten komplett ahnungslos sein. Ich finde es unrealistisch. Gerade Ghouls ist schon exotisch. Zombies und Werwölfe kennt man. Aber mach' mal eine Straßenumfrage und frage Querbeet, ob die Leute mit dem Begriff etwas anfangen können.

Die andere Sache ist das Finale und hier sehe ich echten Verbesserungsbedarf. Warum erschießt John einen bekannten Gegner, dessen Gefährlichkeit er einschätzen kann, nicht einfach unentdeckt von hinten? Hätte er das getan, Sakret hätte das Ritual nicht vollenden können. Beziehungsweise er wäre gestorben, bevor es gewirkt hätte. Natürlich, man braucht das, damit er als Dauergegner wieder fliehen kann und er sich entwickelt. Dennoch hätte man das wirklich geschickter machen können. Hier traue ich Michael wesentlich mehr zu. Ideen hätte ich spontan jetzt einige, aber ich bin kein Autor und weiß nicht, ob sie von der Logik abgesehen als Stilmittel gepasst hätten.

Trotzdem eine runde Sache und ein sehr guter Roman. Mit sechs Geschichten führt Michael momentan die Gastautorenriege quantitativ an. Ich denke, das ist ein gutes Zeichen für eine „Festanstellung“.

erstellt am 02.03.15 19:28
Nun, ich sehe den Roman deutlich anders als das GG. Ich fand ihn na ja, absolut okay. Jedoch auch nicht mehr. Deshalb gibt's von mir 3/5 Kreuzen.

Irgendwie war mir die Geschichte zu altbacken. Wenn ich sie mit Logan Dees "Teufel von Darkwood" vergleiche - dieser Band wurde ja von einigen als zu sehr 70er-Jahre kritisiert - dann ist Retro in meinen Augen hier weit mehr der Fall. Der Handlungsverlauf war auch absolut vorhersehbar: Sicher, man wußte nicht, ob Helen stirbt, ob das mit dem Trank funktionieren würde usf., aber die Optionen lagen auf dem Tisch, es war klar, welche Möglichkeiten es geben wird.

Am schlechtesten fand ich die Aufteilung von John und Suko. Das konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. John begibt sich in den Tunnel, und Suko sagt: "Mach mal, Alter, good luck!"

Nun zu den positiven Dingen. Die Szene auf dem Friedhof, in der der Witwer Opfer des Ghouls wird, fand ich stark. Auch der Auftakt in Ägypten mit der Brutalität Sakrets gefiel. Vielleicht hätte man in der Mitte des Heftes einen weiteren Rückblick in Sakrets Vergangenheit einbauen können.
Überhaupt ist der ägyptische Magier auch bei seinem zweiten Auftreten interessant geblieben. MB schafft es, die Story aus "Die Fessel des Menarke" nahtlos fortzuführen. Es fügt sich alles gut zusammen, der Hintergrund Sakrets wird ausgebaut.
Das Finale, obwohl im Verlauf nicht überraschend, knüpft an den überzeugenden Auftakt des Romans an. Skrupel, Sakret einfach zu erschießen, hatte John auch schon damals in der 1875 gehabt, da der Ägypter ein Mensch und kein Dämon war, bevor er das Elixier zu sich nahm. Ich fände es auch falsch, ihn gegen das Kreuz zu immunisieren, er ist mit seinen vielfältigen Fähigkeiten, seinem Wissen und seiner Intelligenz schon gefährlich genug. Meiner Meinung nach würde sich für so etwas eher ein Monster vom Schlage eines Xorron anbieten.

erstellt am 02.03.15 19:34
Ich würde dem Roman 3-4 Kreuze geben.

Dass Helen weiß, was ein Ghoul ist, hat mich nun nicht sonderlich gestört; es laufen mittlerweile so viele Serien im Fernsehen und es gibt so viele Horror-Romane, da kann es durchaus doch einmal passieren, dass jemand Bescheid weiß.

Nicht so ganz nachvollziehbar fand ich dagegen, dass Carne Helen so lange im Keller warten lässt. Er hätte sich ja denken können, dass sie ihm entweder nachgeht, verschwindet oder eventuell sogar die Polizei alarmiert. Gut, der Ghoul ist tatsächlich nicht der Hellste, aber dann hätte man das eben genau so erklären müssen.

Dass Suko und John getrennt agiert haben, fand ich ebenfalls gut, allerdings hat mich auch das nicht ganz überzeugt. Es wäre eigentlich naheliegender gewesen, kurz im Yard bei Glenda anzurufen und sie die benötigten Informationen einholen zu lassen. Aber das ist Klagen auf hohem Niveau.

Insgesamt merkt man auch diesem Roman an, dass Michael ein Konzept hatte und nicht einfach drauflosgeschrieben hat, was ihn wohltuend von Jason oder Logan Derek unterscheidet.

Auf der andern Seite fehlen mir ein bisschen die überraschenden Wendungen; genau wie beim ersten Sarket-Abenteuer wird´s im zweiten Teil des Romans irgendwann ein bisschen langweilig, weil man schon in etwa weiß, auf was die Sache hinauslaufen wird.
Dass Sarket Suko hypnotisiert, nun damit hatte ich natürlich nicht gerechnet, da hätte man vielleicht noch mehr draus machen können, eventuell im Rahmen eines Zweiteilers.

Sprachlich gibt es auch nicht viel zu meckern. Hin und wieder werden zwar Wörter in zwei aufeinander folgenden Sätzen wiederholt (was im Deutschen als schlechter Stil gilt), aber das ist bei einem Heftroman, an dem man natürlich nicht monatelang herumfeilen kann, in Ordnung.

Insgesamt aber sicher ein Roman im grünen Bereich. Weiter so!

erstellt am 02.03.15 22:12
Zweiteiler...gutes Stichwort. Das hätte ich mir auch gewünscht. Es gab durchaus einige Stellen, wo ich mir gedacht habe "und hier hätte damals ein Sinclairroman den Cliffhanger zum zweiten Teil gehabt". Ich denke aber wegen der knappen Zeit dürfen die Gastautoren keine Mehrteiler verfassen. Jason macht das ja auch nicht mehr, weil er dann sein Monatspensum in einer mehrteiligen Geschichte verausgabt hat.


3 Wochen Neuautoren, 1 Woche Dark. Das wäre mein Traum. Da könnte man zum Beispiel trotz Zweiteiler noch einen Einzelroman hinterherhauen.

erstellt am 03.03.15 00:24
Danke für die warmen Worte und die durchaus nachvollziehbaren Kritikpunkte :)

An einen weiteren Sarket-Rückblick etwa zur Mitte der Story hatte ich übrigens tatsächlich gedacht, dann aber erstmal verworfen, weil das zuweit geführt hätte. Vielleicht beim nächsten Auftritt ...

Und, um euch nochmal zu beruhigen: Übergreifende Handlungsbögen kommen!

erstellt am 03.03.15 03:18
Das Gleichgewicht schrieb:

3 Wochen Neuautoren, 1 Woche Dark. Das wäre mein Traum.


Dann verrate ich auch meinen Wunsch-Traum:
4 Wochen Neuautoren gefolgt von 4 Wochen Neuautoren...

erstellt am 03.03.15 09:12
Ich hatte große Hoffungen auf diesen Roman gesetzt und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Michael Breuer gelingt es hier tatsächlich einen Roman abzuliefern bei dem man auch der Meinung sein könnte, dass JD ihn in seinen besten Zeiten geschrieben hat. Das Sinclairfeeling wird hier gut transportiert. Eine kleine Enttäuschung hatte ich am Anfang aber dann doch. Denn nach der Vorschau hatte ich eigentlich einen Ägyptenroman erwartet, dass er sich dann um einen Ghoulroman handelt hat mich ein wenig überrascht. Aber die Geschichte hat Hand und Fuß und zu Beginn des Romans erfährt man ja auch etwas über Sakrets Vergangenheit, die im ersten Roman ja noch im Dunklen geblieben ist. Schön fand ich auch die Verweise auf die letzen Ghoulromane, dass hebt den Seriencharakter. Die Idee, dass Sakret die Ghouls als nicht gerade schlaue Diener nutzt finde ich richtig gut umgesetzt. Auch die ganze Auseinandersetzung mit den Ghouls wurde richtig gut beschrieben. Es machte dann auch tatsächlich Sinn, dass John und Suko den Ghoul erst mal entkommen lassen haben um mehr über die Hintergründe zu erfahren. Gut fand ich auch, dass John Sakret nicht daran hindern konnte sich durch den Trank der Unsterblichkeit zu stärken.
Schön war auch die Idee, dass Suko durch Sakret hypnotisiert wurde und sich gegen John gestellt hat. Zwar nicht neu, passte aber gut in die Geschichte. Aber einen Kritikpunkt habe ich dann auch. So fand ich das Ende dann doch ein wenig zu abrupt. Das Sakret so einfach verschindet fand ich nicht gerade prickelnd, kann es aber verstehen da Michael mit Sakret bestimmt noch einiges vorhat (Das hoffe ich zu mindestens).

Was Sakret angeht, so denke ich das hier ein interessanter Gegner in die Serie eingeführt wurde. Nur habe ich eine Bitte an Michael Breuer: Mache Sakret bittet nicht zu stark. In meinen Augen ist er jetzt schon ziemlich mächtig: Hypnose, Blitzschnelle Bewegung (Teleportation), Blitzgeschosse bzw. magische Geschosse und vermutlich jetzt auch die Unsterblichkeit, dass ist in meinen Augen schon eine ganze Menge. Weshalb sollte er dann noch das Amulett von Menarke brauchen. Ich hoffe aber dass wir hier auch noch eine Antwort draufbekommen und das Sakret tatsächlich versucht an das Amulett zu kommen.

Mich hat der Roman überzeugt und erhält deshalb von mir ein sehr gut. Für Top hat es noch nicht ganz gereicht aber es war nah dran.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 09:12 Uhr bearbeitet)

erstellt am 03.03.15 11:57
Wolf schrieb:
Das Gleichgewicht schrieb:

3 Wochen Neuautoren, 1 Woche Dark. Das wäre mein Traum.


Dann verrate ich auch meinen Wunsch-Traum:
4 Wochen Neuautoren gefolgt von 4 Wochen Neuautoren...



Kompromis: 4 Wochen Neuautoren, jeden Monat ein Dark-Taschenbuch.

erstellt am 03.03.15 12:15
Kompromis: 4 Wochen Neuautoren, jeden Monat ein Dark-Taschenbuch. [/quote]


Ich finde es so, wie es jetzt ist, nicht schlecht. Zwei Romane im Monat zu lesen kriege ich ganz gut hin, die Romane von Jason spare ich mir einfach. Bei vier Romanen im Monat käme ich nicht mehr hinterher, da ich ja auch andere Sachen lesen will (bzw. muss).
Außerdem bräuchte man dann deutlich mehr Fremdautoren und die Gefahr bestünde, dass es ein ziemliches Durcheinander gibt.
Nee, lasst das mal besser so, wie es ist.

Zurück
1 2 3

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed