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Thema: 1913 Das Kettenmonster
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erstellt am 13.03.15 18:59
Einst wurde der Unhold von mutigen Leuten bezwungen. Gekettet und mit ätzender Säure übergossen, verscharrten sie ihn in unheiliger Erde. Die Jahrhunderte gingen ins Land, und er geriet in Vergessenheit. Doch als in unseren Tagen ein Küster in seiner Kirche eines grauenvollen Todes stirbt, als sich Leichengeruch in London ausbreitet und Kettenglieder ihre unheimliche Melodie singen, wird es zur Gewißheit: Das Kettenmonster ist aus seinem Grab entstiegen. Und nur ein Mann kann es stoppen. Suko. In seinem neuen Solo-Abenteuer. Ganz auf sich allein gestellt, bietet er dieser Ausgeburt der Hölle die Stirn ...

erstellt am 14.03.15 14:05
Schon gelesen?

erstellt am 14.03.15 17:50
Du etwa nicht?


Dann hier mal der Inhalt in kurz gespoilert:

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?

klimper klimper

schnüffel schnuff

klimper klimper

KLATSCH


erstellt am 15.03.15 10:01
Vogelmädchen schrieb:
Du etwa nicht?


Dann hier mal der Inhalt in kurz gespoilert:

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?

klimper klimper

schnüffel schnuff

klimper klimper

KLATSCH


Hm, sehr detailreich.

erstellt am 15.03.15 12:31
ZiaThepin schrieb:
Hm, sehr detailreich.



Na ja, das sind tatsächlich die prägenden Eindrücke dieses Lowlights gewesen ...

Um es also auf den Punkt zu bringen: Mir gefiel der Roman ganz und gar nicht. Das geht schon mit dem Titelbild von Timo Würz los. Egal, ob das nun das Monster darstellen oder ein Selbstporträt des Künstlers sein soll, es ist potthäßlich. Und bei Bd. 1914 ist es auch nicht besser. Bondar, Hayes oder Bilder wie die 1912 sind klasse, Würz liegt für mich am anderen Ende der Skala.

Nun zur Erwartungshaltung: Das Kettenmonster. "Monster" ist schon mal ein brachialer Ausdruck. Rohheit, Gewalt, Furcht, Schrecken, solche Dinge verbinde ich damit. In Kombination mit "Ketten" werden genau diese Assoziationen noch verstärkt. Es ist ein Vieh, das sich von irgendwo losreißt und seine Opfer die Qualen leiden läßt, die es selbst erdulden mußte. Es martert sie, rächt sich grausam, hinterläßt eine Spur aus Blut und Pein. In der 1912 wurde es von JD sogar angekündigt: Ein Monster soll in London aufgetaucht sein. Und es war abzusehen, daß es ein Fall für Suko werden würde. John schlägt sich außwärts mit Engeln rum, die Vorschau des nächsten JD-Bandes 1916 spricht ebenfalls von Engeln, also ist es doch wohl nur allzu logisch, hier einen Kontrast aufzubauen. Suko ist ein Kampfsportler, der für Action steht. Seine stärkste Waffe ist die Dämonenpeitsche, da ist nichts mit Auflegen und Formel säuseln wie bei dem Kreuz. Harte physische Auseinandersetzung im direkten Kontakt mit so einem Killer. Schweiß und Muskelkraft und vielleicht noch etwas Rasanz mit dem geliebten BMW. Sowas braucht nicht mal eine große Story, das kann einfach gestrickt sein.

Und es läßt sich so gut an: Die Szene in der Vergangenheit war ausgezeichnet. Ich würde mir nur wünschen, solche Passagen mehr in den Roman einzubinden und nicht immer als separate Kapitel im Anschluß mehr oder weniger zu vergessen. Der Stil des Bandes war auch okay, und bis Heftseite 20 war ich schwer angetan. Aber dann geht es steil bergab. Die folgenden Szenen Kirche, Weihnachtsmarkt, London Eye (Riesenrad), wieder Kirche wirken unverbunden. Ich meine damit, JD wollte diese Schauplätze bringen, wie er aber eine Geschichte plausibel erzählt, so daß diese Orte auftauchen, war ihm recht egal. Das wird schon an dem Verhältnis Suko - Melissa deutlich. Anfangs schmachtet sie ihn an, daß man denkt, sie will was von ihm, später keine Spur. Powell beauftragt den Inspektor, Melissa zu bewachen, der setzt sich Tee trinkend ins Büro. Als Glenda ihm dann sagt, er könne Melissa ja mal anrufen, fällt der Gute vor Begeisterung ob dieses Einfalls aus allen Wolken.

Am Ärgerlichsten ist aber das Monster selbst. Es ist STINKElangweilig. Es weiß nicht, was es will. Es schwafelt im letzten Romanviertel aufs Unerträglichste. Es schleppt Melissa unmotiviert durch die Gegend. Es ist ein Nephilim. Also ein Engel. Also ein halber. Ohne Flügel. Kann aber teleportieren. Und stinkt, stinkt, stinkt. Und klimpert mit seiner Kette. Das ist alles. Ermüdende 40 Seiten lang. UND: Diesen Mist hatten wir bereits vor einem Jahr. In "Die Bande der Engel" waren John und Carlotta auf einem Weihnachtsmarkt Glühwein trinken, und ein STINKENDER Nephilim belästigte sie. Hier dasselbe, nur sind es diesmal Melissa und eine Freundin.

Dann gibt es noch einige Ungereimtheiten. Suko telefoniert mit Melissa, als sie in der Gondel des Riesenrads sitzt. Dort ist es voll und still, und sie berichtet Suko von dem Monster. Das hätte jeder in der Gondel mitbekommen müssen. Suko fährt Melissa mit dem BMW zur Kirche, obwohl sie direkt davor wohnt. Das Monster teleportiert mit Melissa zur Kirche, anschließend teleportiert es nochmal (noch näher?) zur Kirche. Am Ende ist von irgendeinem flüssigen Metall im Gesicht die Rede, als es vergeht, die Kette ist aber nicht gemeint. Und der Fall selbst wird von Suko erst als normaler Kriminalfall eingeschätzt, keine Rede mehr von den Andeutungen in Heft 1912.

1 von 5 Kreuzen

erstellt am 16.03.15 08:48
Wie erwartet handelt es sich hier um eine Soloabenteuer von Suko. Doch leider fällt JD hier nach dem tollen letzen Roman wieder in das alte Muster zurück.

Inhalt:

Suko wird zu einem Fall hinzugezogen bei dem ein Küster ermordet wurde. Während seiner Ermittlungen trifft Suko auf die Zeugin Melissa Corelli. Sie berichtet davon, dass sie in der Kirche in der der Küster ermordet wurde Ketten klirren und einen ungewöhnlichen Geruch war genommen hat. Suko und Meliissa werden dann bei einer Tatortbesichtigung tatsächlich aus dem Nichts von dem Kettenmonster angegriffen. Suko gelingt es dabei den Angriff abzuwähren. Weitere Ermittlungen deuten dann schnell daraufhin, dass es sich bei dem Kettenmonster um einen Nephilim handelt. Dieser hat es aber mittlerweile auf die Zeugin Melissa abgesehen. Es gelingt ihm auch diese zu entführen, doch Suko kann Schlimmeres verhindern und vernichtet das Kettenmonster durch einen Schlag mit der Dämonenpeitsche.

Der Roman beginnt sehr gut mit einen Blick in die Vergangenheit des Kettenmonsters. Auch die ersten Ermittlungen von Suko und insbesondere sein Gespräch mit Shao zu Beginn des Falls sind noch recht erfrischend. Dann jedoch gibt es auf einmal den Bruch. War der Roman bis hierhin noch auf dem Niveau des Vorgängerromans so geht es ab diesen Zeitpunkt rapide bergab und es tauchen dann wieder die typischen Logikfehler auf.

Kritikpunkte gibt es einige:

Es beginnt eigentlich schon damit, dass Suko sich in diesem Fall rech merkwürdig verhält. So erhält er zum Beispiel von Sir James den Auftrag die Zeugin Melissa Corelli zu bewachen. Statt dies in die Tat umzusetzen, setzt er sich ins Büro und trinkt erst mal gemütlich einen Tee mit Glenda und wartet darauf, dass sich Melissa von alleine meldet.

Dann wird 10 Seiten lang der Weihnachtsmarktbesuch von Melissa und ihrer Freundin Claudia zelebriert. Nur leider ist diese Stele alles andere als spannend.

Als nächstes dann das Motiv des Kettenmonsters. Er will angeblich die Zeugin Melissa aus dem Weg haben weil sie zu viel gesehen hat und er verhindern will das seine Identität bekannt wird (das gleiche Motiv galt auch für den Mord an den Küster). Problem ist nur , dass er Melissa aus einer vollbesetzten Gondel des Londoner Riesenrad entführt und damit noch mehr Zeugen hat. Im Showdown zeigt er sich dann allen Besuchern einer Weihnachtsmesse, was das Motiv noch mal ad absurdum führt.

Im Showdown gibt es dann noch zwei weiter Punkte:

Zum einen nimmt Suko am Ende Glenda mit zur Kirche. Was anscheinend nur der Streckung des Romans diente (immerhin 2 Seiten mehr). Sie greift aber während des Showdowns nicht ein und steht nur als Statistin dabei. Was dann sogar JD am Ende aufgefallen ist weil der letzte Satz des Romans lautet sinngemäß ".... obwohl Glenda nichts dazu beigetragen hatte" .

Noch schlimmer fand ich das JD am Ende wohl noch mal auf das Titelbild geschaut hat und plötzlich festgestellt hat, dass das Gebiss des Kettenmonster wie Metall aussieht. Also muss dass dann noch schnell untergebracht werden. Als Suko das Kettenmonster vernichtet zerfließt dann plötzlich das Metal der einen Gesichtshälfte obwohl vorher immer von Knochen durch die Säureverätzung die Rede war.

Also Alles in Allem wieder ein enttäuschender Roman mit einem starken Anfang. Eigentlich verdient der Roman ein schlecht, aber ich bewerte mal den Anfang positiv und einen Bonus gibt es noch für das Soloabenteuer von Suko, so dass unter dem Strich noch ein mittel mit einer starker Tendenz nach unten bleibt.

erstellt am 04.04.15 17:40
Ein wirklich starker Anfang, der in der Vergangenheit spielt, und wo der Leser erfährt, wie die Mönche eines Klosters einen sogenannten Unmensch zu Strecke bringen. Dieser Unmensch entpuppt sich als ein Nephilim - halb Engel, halb Mensch - einer der wie ich finde interessantesten Gegner im SINCLAIR UNIVERSUM! Die Söhne Gottes (Altes Testament) stiegen auf die Erde herab, und paarten sich mit dem Menschenfrauen, aus deren Nachkommen die Nephilim entstanden - in der Bibel werden sie in der Deutschen Übersetzung, als RIESEN bezeichnet.
Ein wie gesagt wirklich spannendes Thema, aber leider vergeigt JASON den Roman spätestens, als Melissa und ihre Freundin zum Weihnachtsmarkt fahren, wo der Roman sich leider immer mehr in die Länge zieht - auch das Motiv des Nephilim muss man in Frage stellen: er will Melissa finde, weil sie Zeugin des Mordes an den Küster war, aber entführt sie in der vollbesetzten Gondel eines Riesenrades, wo es gleich ein Dutzend neuer Zeugen gibt - der Nephilim und Melissa gehen anschließend zusammen in die Kirche, wo das Kettenmonster sich an die Mönche rächen will, und es zum Showdown zwischen Suko und dem Nephilim kommt - Suko vernichtet den Nephilim mit der Dämonenpeitsche!

2 von 5 Kreuzen


http://de.wikipedia.org/wiki/Nephilim



(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 18:01 Uhr bearbeitet)

erstellt am 15.03.17 15:30
Handlung : Während John noch in Wales welt , wird Suko , von Sir James , ein neuer Fall übertragen.Es geht um einen ermordeten Küster , in einer Kirche , nahe der London - Bridge. Suko sucht die Zeugin , eine gewissen Melissa Corelli auf und besichtigt mit ihr den Tatort. Dabei kommt es zu einem Angriff aus dem Unsichtbaren. Zuvor hatte der Angreifer durch Gestank und Kettenklirren auf sich aufmerksam gemacht. Suko kann das Kettenmonster vertreiben und fährt zurück zum Yard. Dort erreicht ihn dann , Melissas Notruf. Sie steckt mit einer Freundin , in einer Gondel des London Eye , wo erneut das Kettenmonster angreift. Als Suko zu Stelle ist , erfährt er nur noch das Melissa vom Kettenmonster , aus der Gondel , entführt wurde.Nach einer Lagebesprechung mit Glenda , fährt Suko mit ihr , dorthin wo alles begonnen hat. Können sie das Monster in der Kirche stellen und Melissa retten ?

Meinung : Ein Roman von Jason Dark , der sich recht spannend lesen läßt , aber auch nicht fehlerfrei ist. Dabei fällt als größter Fehler auf , das die von Dark , selbst gewählte Handlungszeit , nicht stimmig ist. Bevor John nach Wales fuhr , wußte er schon , das sich Suko ,um diesen Fall kümmern soll. Nun wird der Fall Suko übertragen und Sir James , weiß schon , das John seinen Fall , mit Raniels Hilfe erfogreich beendet hat. Das kann so nicht stimmen. Ansonsten ist es schon etwas eigentümlich , das das Kettenmonster ein Nephilim ist. Aber die Geschichte läßt sich spannend und kurzweilig lesen. Das Suko einmal glaubt , Melissa braucht keinen Schutz und dann wieder doch , läßt seine Handlungen unüberlegt wirken. Das Glenda am Schluß mitkommt und doch nicht eingreifen muß , habe ich dagegen nicht besonders tragisch gesehen.Auch haben mir die Schilderungen vom Weihnachtsmarkt und vom London Eye gut gefallen. Insgesamt gebe ich die Note 3 = Befriedigend ( 3 von 5 Kreuze )

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