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Thema: 1916 Totenreich
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erstellt am 06.04.15 20:35
Was macht man, wenn man ein paar Tage in Urlaub fliegt?
Man nimmt ein gutes Buch mit.
Was mache ich?
Ich kaufe mir den aktuellen Roman von Jason Dark "Totenreich".
Was erwarte ich?
Nicht viel.
Was bekomme ich?
Gar nichts.
Was heißt "gar nichts"?
Das heißt:

- Eine Handlung, die dünner ist, als das Papier, auf dem sie gedruckt wurde.
- unglaubwürdige Charaktere
- dümmliche Dialoge
- Einen Sprachstil, der an die ersten Schreibversuche eines Fünftklässlers erinnert.

Alles in allem also einen unlesbaren Roman.

Kostprobe gefällig?

Situation: Harry Stahl und John werden von "falschen Engeln" bedroht:

Harry nickte. Dann sagte er: "Ich habe unsere Gegner nicht gezählt, doch jetzt werde ich
es tun. Irgendwie muss ich mich ja beschäftigen, verstehst du?"
"Klar."

Sorry, aber da fällt einem doch wirklich nichts mehr ein. Überflüssig zu erwähnen, dass man nie erfährt, wie viele Gegner Harry gezählt hat, zumal es auch überhaupt keine Rolle spielt. Und das ist nur ein Beispiel von vielen. Leider.

erstellt am 06.04.15 23:16
Was beschwerst du dich? Du hast immerhin das Papier bekommen. Als ich den Roman gesehen habe und mitbekommen habe, von wem er war, habe ich auch auf das Papier verzichtet.

erstellt am 06.04.15 23:26
Ja, man muss sich wundern, wie die Schreibe von Jason Dark sich verändert hat - lese mal zur Abwechslung wieder einige der alten SINCLAIR Taschenbücher: erst ANGST ÜBER LONDON und jetzt DER GOLDENE BUDDHA - solche tollen Romane werden wahrscheinlich auch die neuen Autoren nicht schreiben, dass waren andere Zeiten, und Jason Dark hat Kinoreife Storys abgeliefert, gerade der Anfang von DER GOLDENE BUDDHA erinnert mich an die alten INDIANA JONES Filme - diese Zeiten sind wohl endgültig vorbei!
Nach DER GOLDENE BUDDHA werde ich DAS GRAB IN DER HÖLLE (TB 3) lesen, macht nach langer Zeit wieder richtig Spass und trotz vieler schlechter Romane, die JD heutzutage schreibt, darf man als Fan nie vergessen, was dieser Mann geleistet hat!
Es gibt ja auch Autoren, die an einer Schreibblockade leiden, vielleicht sind über 2000 Romane (Hefte, TB + andere Bücher) zu viel für einen Menschen!???
Ich hoffe trotzdem, das JD noch Band 2000 schreiben wird, und das es ein richtig guter Roman wird!

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:38 Uhr bearbeitet)

erstellt am 07.04.15 08:02
Immerhin hast du mich mit dieser Rezi erfreut, genau mein Geschmack.

erstellt am 07.04.15 20:28
Ich hoffe auch, dass die Nr. 2000 ein toller Roman wird. Und damit es ein toller Roman wird, ist eine notwendige Voraussetzung, dass Jason den Roman nicht schreibt.

erstellt am 07.04.15 20:44
Anfortas schrieb:
Ich hoffe auch, dass die Nr. 2000 ein toller Roman wird. Und damit es ein toller Roman wird, ist eine notwendige Voraussetzung, dass Jason den Roman nicht schreibt.



Hmm, ja...leider hast du wohl recht, hab halt immer noch diese Hoffnung, daß Jason wieder mal so wie früher schreibt, vielleicht irgendwann.....Wunder gibt es immer wieder

erstellt am 08.04.15 08:12
Und wieder präsentiert uns Jason Dark innerhalb kürzester Zeit einen weiteren Engelroman. Leider ist das Ergebnis alles andere als toll. Das Thema und die Story dieses Romans ist so langweilig, dass einem beim Lesen nicht nur die Füße einschlafen sondern man aufpassen muss nicht völlig im Tiefschlaf zu versinken.

Inhalt:
Raniel bittet John einen Engel Namens Julian zu beschützen. Dieser Engel wird von Engeljägern bedroht und verfolgt. Julians Spur führt nach Deutschland, so dass John beschließt Harry Stahl mit ins Boot zu holen. Zusammen versuchen sie Julian vor den Engeljägern zu schützen. Dieser hat in Deutschland Unterschlupf bei Tamina Block gefunden. John und Harry können aber nicht verhindern, dass es den Engeljägern gelingt Julian in ihre Dimension zu entführen. Auch John, Harry und Tamina werden in diese Dimension, das sogenannte Totenreich verschlagen. Dort gelingt es John mit der Unterstützung von Raniel Julian aus den Klauen der Engeljägern zu befreien.

Für mich ist dieser Roman ein einziges Ärgernis. Hier stimmt gar nichts. Die Story hat Logiklücken und ist so was von belanglos. Die Dialoge sind teils unterirdisch. Es beginnt schon damit, dass als John von Raniel um Hilfe gebeten wird nicht ein einziger Hinweis auf das letzte Abenteuer der beiden erfolgt. Dieses liegt ja gerade erst vier Romane zurück. Die erste Hälfte des Romans passiert so gut wie gar nichts. Zwar gibt es ein paar Scharmützel mit den Engeljägern. Diese sind aber alles andere als spannend. Als Leser fragt man sich warum John Harry zu dieses Abenteuer hinzuzieht. Dieser glänzt nämlich in der gesamten Story nur durch seine absolut dämlichen Kommentare und Dialoge. Denn im Gegensatz zu anderen Romanen hat er hier noch nicht mal eine mit Silberkugeln geladene Pistole dabei. Auch fragt man sich am Ende warum Raniel John überhaupt um Hilfe gebeten hat. Schließlich dringt er man Ende des Romans ungehindert in die Engelsdimension ein und vernichtet alle Engeljägern problemlos mit seinem Schwert. Auch die Geschichte von den Zwillingsbruder diente eigentlich nur dazu irgendwie das Titelbild im Roman unterzubringen. Weiterhin ist das Verhalten von Tamina mehr als unglaubwürdig. Als eine Person die vorher nicht mit dem Übersinnlichen zu tun hat nimmt sie alles (Auftauchen von Engeln und Entführung in eine andere Dimension) mit stoischer Gelassenheit hin. Die Krönung ist dann am Ende, dass John Raniel bittet sie wieder dort einzubringen wo sie hergekommen sind (London). Hier hatte JD wohl schon vergessen, dass die Reise eigentlich im Allgäu begonnen hatte.

Fazit: Für mich war der Roman eine Katastrophe und erhält von mir ein sehr schlecht.

Hab noch einen Punkt vergessen. Offen bleibt auch die Frage wieso John, Harry und Tamina überhaupt in die Dimension geholt wurden.

erstellt am 08.04.15 23:24
Es stellen sich noch mehr Fragen. So zum Beispiel, was Julian, der ja eigentlich diese "falschen Engel" in ihrer Dimension ausspionieren sollte, überhaupt auf der Erde im Allgäu verloren hat.
Merkwürdig ist auch, dass er seinen Zwillingsbruder mit keiner Silbe erwähnt.
Das eigentlich Schlimme ist jedoch Jasons Sprache, da ist wirklich fremdschämen angesagt. Vor 20,30 Jahren wäre so etwas niemals gedruckt worden!

erstellt am 08.04.15 23:32
Anfortas schrieb:
Es stellen sich noch mehr Fragen. So zum Beispiel, was Julian, der ja eigentlich diese "falschen Engel" in ihrer Dimension ausspionieren sollte, überhaupt auf der Erde im Allgäu verloren hat.
Merkwürdig ist auch, dass er seinen Zwillingsbruder mit keiner Silbe erwähnt.
Das eigentlich Schlimme ist jedoch Jasons Sprache, da ist wirklich fremdschämen angesagt. Vor 20,30 Jahren wäre so etwas niemals gedruckt worden!


Da gab es ja auch noch einen Lektor!


Hier gibt's noch eine Rezi zum Roman, zufällig im Netz gefunden...

http://www.buchtips.net/rez8812-totenreich.htm

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:42 Uhr bearbeitet)

erstellt am 09.04.15 20:49
Ohje ohje ohje. Ich habe schon auf Seite 3 aufgegeben, als ich das Wort "Engel" las und nur dachte, "nö, nich schon wieder...."
War wohl die richtige Entscheidung.

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