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Thema: 1918 Die Bestie erhebt sich (1. Teil)
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erstellt am 16.04.15 17:29
In diesem Roman bekommen es John und Abe Douglas in New York City mit einem Gorilla zutun, den ein Forscherpaar im Regenwald Zentralafrikas aufgespürt hatte. Der Gorilla scheint schwarzmagisch beeinflusst und in der Lage zu sein, Menschen, die von ihm gebissen wurden, zu kontrollieren.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mich ein Titelbild mal so beim Lesen eines Romans gestört hat, denn in jeder Szene, in der ein Gorilla auftauchte, hatte ich dieses dämliche Bild vor meinem geistigen Auge.
Davon abgesehen, war es mal eine neue Idee, so einen Affen zum Thema zu machen - na ja, für JS, King Kong ist ja allseits bekannt. Mein Thema ist das allerdings eher weniger, und auch Timothy Stahl hat es nicht geschafft, meine Begeisterung hierfür zu schüren. Am besten hat mir daher auch die Auftakt-Szene auf Hart Island gefallen, die wohl schon eine Vorbereitung darstellte für den bald erscheinenden Band mit der Königin der Ghouls.

Der Titel trägt auch ein bisschen dick auf; insgesamt eine Geschichte im absoluten Mittelfeld, an der es nicht viel zu meckern gibt, die mich aber auch nicht gespannt auf die Fortsetzung warten lässt. TS' erste beiden Sinclairs haben mir jedenfalls deutlich besser gefallen. 3/5 Kreuzen

erstellt am 17.04.15 17:43
Womit kann der Roman punkten? Wergorillas als neue Idee, deren Ansatz gewagt aber gut ist. Abe Douglas. Und Action, eine Menge Action von der ersten Seite an.
Was fehlte mir im Roman? Logik und Erklärungen. Und eine gewisse Zurückhaltung oder Bodenständigkeit.

Die ersten beiden Romane des Autors kamen bei mir nicht gut an. Und der hier auch nicht, so Leid es mir tut. Ich lese sonst keine Serien von ihm, und ich weiß auch, warum sich das erstmal nicht ändern wird. Es ist die gleiche Thematik wie bei seinen anderen zwei Romanen. Zu viel Trash. Das fängt schon in der Eröffnungsszene an. Eine Horde Ghouls die wie Schießbudenfiguren abgeknallt werden und dann wird das Kreuz gezündet. Und sowohl John als auch Abe tun so, als wäre das eine Kleinigkeit. Hallo? Schon ein einzelner Leichenfresser ist gefährlich. Warum keine Zombies nehmen, die hätten durch ein schwarzmagisches Ritual alle auf einmal beschworen worden sein können. Aber Ghouls die sich unter einem New Yorker Friedhof in Scharen zusammenrotten? Da habe ich mir noch gedacht „Nicht mein Fall, aber hat ja mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun.“

Beim Wergorilla aber das gleiche Problem. Ich weiß, dass viele der so kultigen Romanheftserien diesen Fokus haben. Ich bin einfach nicht die Zielgruppe. Zum Glück gibt es ein breites Spektrum an Gastautoren mit total unterschiedlichen Signaturen.

Wieso kann man einen Wergorilla mit normalen Kugeln erschießen? Ich meine, er ist ja nicht tot und bricht in New York aus seinem Frachtcontainer aus, wo man die scheinbare Leiche untergrbacht hat. Hat der sich absichtlich tot gestellt? Eigentlich hätten ihn im Kongo die Kugeln nicht mal jucken dürfen und er hätte die Forscher aus Wut abgeschlachtet. Wie kann ein Wergorilla in einen nachts geschlossenen Zoo einbrechen, ohne dass er irgendwelche Spuren hinterlässt oder von einer Überwachungskamera gefilmt wird? Wie kann er von seinem Apartment in den Zoo gelangen, ohne dass ein Passant ihn sieht und die Polizei wegen eines entlaufenen Tieres anruft? Abe Bloch wurde von einem Wergorilla angegriffen. Kein einziger Kratzer? Warum untersucht John ihn nicht genau, schließlich könnte er den Keim in sich tragen. Es gibt noch weitere Fragen. Kleine Details, die mir trotzdem wichtig sind. So schlimm wie bei Logan Dee, wo einem die Logikfehler ins Gesicht springen, ist es hier nicht. Aber es geht in die gleiche Richtung. Keine direkten Logikfehler, aber Fragen die nie beantwortet werden. Ich bin auch niemand, der sich das dann gern selbst zurechtdenkt oder sich von Antworten anderer Leser befriedigen lässt. Andere Gastautoren schaffen das doch auch.

Am Ende habe ich dann einfach nur noch Quergelesen, das Finale mit der Gorillaattacke. Es wurde mir zu abgehoben.

erstellt am 18.04.15 09:41
Das Gleichgewicht schrieb:
Und Action, eine Menge Action von der ersten Seite an.
Was fehlte mir im Roman? Logik und Erklärungen. Und eine gewisse Zurückhaltung oder Bodenständigkeit.



Das ist vielleicht der neue SINCLAIR Trend (wie schon in Florians Roman) - viel Action und rumgeballere, um damit junge Leser zu finden!? Als Jugendlicher fand ich das auch noch toll, aber in Romanen langweilen mich Seitenlänge Actionszenen mittlerweile, mir ist da eine spannende Handlung & interessante Charaktere wichtiger, mal schauen wie sich das bei JOHN SINCLAIR entwickelt - nicht das man die Serie irgendwann in ACTION SINCLAIR umbenennt!

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 09:45 Uhr bearbeitet)

erstellt am 18.04.15 11:58
Das ist sicher kein Trend. Logan Dee treibt es auf die Spitze. Unser Stählerner benutzt es scheinbar bewusst als Element. Und Alfred Bekker hat leichte Noten davon in seinen Geschichten, ob gewollt oder ungewollt. Mehr Autoren fallen mir echt nicht ein. Das sind 3 von 9.

Gegen Action habe ich auch gar nichts, aber logisch muss sie sein. Florian hat das letztens toll hinbekommen.

erstellt am 18.04.15 19:31
Ich muss meinen Vorschreibern wiedersprechen, ich fand den Roman sehr gut! 4 von 5 möglichen Gummipunkten!
Der Roman beginnt für mich wie der Start einer Katapult-Achterbahn. John auf S. 6 schon halbtot?! Wow. Hier geht TS ja mal ganz schön ran. Nur schade, dass das Ghoul-Gemetzel inhaltlich nichts mit dem REst des Romans zu tun hat und von daher völlig austauschbar ist.
Die Afrika-Sequenz ging inklusive Palaver am Lagerfeuer ging mir etwas zu lang. Nachdem das Heft ja mit einem Katapult-Start begann, kamen wir hier in etwas ruhigeres Fahrwasser. Von S. 10-19 genießen wir die Regenwald-Atmosphäre. Lang genug, um unseren Puls nach dem actionreichen Anfang wieder zu beruhigen.
Was den Wer-Gorilla betrifft, so muss ich auch und vor allem wiedersprechen. Ich habe es nämlich gar nicht so verstanden, dass dieses Vieh ein Wer-Gorilla war. Diese Vermutung haben John und Abe nachdem sie im Zoo erst den Gorilla und kurz darauf Anne mit affenartigem Verhalten sehen. (S. 49) Aber weder Anne noch Ruben verwandeln sich in einen Gorilla. Sie bleiben immer Mensch. Und der Affe immer Affe. Für mich war das eher ein Zombie-Gorilla. Ein "unsterblicher" Gorilla, wenn man nicht gerade vom Hochhaus stürzt. Die Besonderheit war die Telepatische Beherrschung derjenigen, die von ihm gebissen wurden (Anne, Ruben) und seinesgleichen (die anderen Gorillas im Zoo).
Deswegen, liebes Gleichgewicht, ruft auch keiner die Polizei, als Anne in menschlicher Gestalt mit affenartigen Verhalten von ihrem Haus in den Zoo rennt. Das wirkt vielleicht etwas verrückt, aber NY ist die Stadt in der nackte Cowboys am Times Square singen. Da fällt eine Lady mit affenverhalten nicht weiter auf Deswegen ist Abe auch nicht "infiziert". Der Gorilla hatte ihn ja nicht gebissen. Er hätte ihn vielleicht auch noch telepatisch beherrschen können. Nun ja, das gebe ich zu, das wäre möglich gewesen.
John muss jetzt also in Afrika mal nachschauen, ob es noch mehr solcher "unsterblichen" Gorillas gibt. Und ob sie auch andere geistig beherrschen können.
Aber ich lasse mich hier ja gern von Euch überzeugen. Wenn ihr mir bessere Argumente bringt, ändere ich vielleicht auch noch meine Meinung. Vielleicht könnte auch TS uns aufklären, wie dieses Vieh zu verstehen war. Oder wir warten einfach Teil 2 ab, bestimmt erfahren wir dann mehr Hintergründe. Da muss nächste Woche ja nun auch 64 Seiten lang was passieren.
Am Schreibstil von TS habe ich bis auf ein paar Kleinigkeiten nichts zu meckern. Manche Formulierungen kamen mir unvertraut vor und der Einsatz der Kreuz-Formel ganz am Anfang. Aber das ist ein Gejammere auf hohem Niveau. Ich habe mich 64 Seiten lang gut unterhalten gefühlt.
Von mir aus ist der Roman absolut in Ordnung.

erstellt am 18.04.15 20:56
leni schrieb:
Aber ich lasse mich hier ja gern von Euch überzeugen. Wenn ihr mir bessere Argumente bringt, ändere ich vielleicht auch noch meine Meinung.


Warum schreibst Du denn in der Mehrzahl? - Ich hab den Inhalt genauso aufgefasst wie Du.

erstellt am 19.04.15 12:16
Ich bin nicht hier um Leute zu überzeugen. Ist doch schön, wenn der Roman dir gefällt. Warum sollte ich versuchen, das zu ändern.

Du hast ja eigentlich die Dinge hervorgehoben, die auch ich positiv sah. Die Action. Du fandest die Sachen gut, die ich schlecht fand. Wie den "Achterbahn-Einstieg". Da kann man nichts machen.




Deswegen, liebes Gleichgewicht, ruft auch keiner die Polizei, als Anne in menschlicher Gestalt mit affenartigen Verhalten von ihrem Haus in den Zoo rennt. Das wirkt vielleicht etwas verrückt, aber NY ist die Stadt in der nackte Cowboys am Times Square singen. Da fällt eine Lady mit affenverhalten nicht weiter auf

Aber der Pfleger wird im Zoo von einem Affe angegriffen und nicht von einer Frau mit Affenverhalten, richtig?

Deswegen ist Abe auch nicht "infiziert". Der Gorilla hatte ihn ja nicht gebissen. Er hätte ihn vielleicht auch noch telepatisch beherrschen können.

1) Woher weiß man sicher, dass nur ein Biss den Keim überträgt und kein Kratzer?

2) Wenn es nur der Biss ist ist es der Speichel als Krankheitsüberträger. Oder irgendwas das er über die Speißeröhre überträgt. Woher weiß John sofort, dass Abe nicht wenigstens im Kampf kurz vom Zahn des Gorilla geritzt wurde. Muss ja nicht gleich der halbe Arm fehlen, bei einem Biss. Oder dass Speichel in eine offen Kratzwunde gelangen konnte.

Wenn jemand von einem Werwesen verprügelt wurde würde ich ihn übergründlich nach Wunden untersuchen. Aus Prinzip. Vor allem wenn es um einen guten Freund geht.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 12:19 Uhr bearbeitet)

erstellt am 19.04.15 20:40
Vogelmädchen schrieb:
leni schrieb:
Aber ich lasse mich hier ja gern von Euch überzeugen. Wenn ihr mir bessere Argumente bringt, ändere ich vielleicht auch noch meine Meinung.


Warum schreibst Du denn in der Mehrzahl? - Ich hab den Inhalt genauso aufgefasst wie Du.

Stimmt. Sorry, Vogelmädchen, da war ich wohl ein wenig flott.

erstellt am 19.04.15 20:56
Das Gleichgewicht schrieb:

Deswegen, liebes Gleichgewicht, ruft auch keiner die Polizei, als Anne in menschlicher Gestalt mit affenartigen Verhalten von ihrem Haus in den Zoo rennt. Das wirkt vielleicht etwas verrückt, aber NY ist die Stadt in der nackte Cowboys am Times Square singen. Da fällt eine Lady mit affenverhalten nicht weiter auf

Aber der Pfleger wird im Zoo von einem Affe angegriffen und nicht von einer Frau mit Affenverhalten, richtig?

Richtig. Und nach dem Angriff im Zoo auf Ruben wird der Stein ja erst insn Rollen gebracht und John engagiert. Somit war die Polizei ja beim zweiten Angriff schon involviert.

Deswegen ist Abe auch nicht "infiziert". Der Gorilla hatte ihn ja nicht gebissen. Er hätte ihn vielleicht auch noch telepatisch beherrschen können.


1) Woher weiß man sicher, dass nur ein Biss den Keim überträgt und kein Kratzer?

2) Wenn es nur der Biss ist ist es der Speichel als Krankheitsüberträger. Oder irgendwas das er über die Speißeröhre überträgt. Woher weiß John sofort, dass Abe nicht wenigstens im Kampf kurz vom Zahn des Gorilla geritzt wurde. Muss ja nicht gleich der halbe Arm fehlen, bei einem Biss. Oder dass Speichel in eine offen Kratzwunde gelangen konnte.

Wenn jemand von einem Werwesen verprügelt wurde würde ich ihn übergründlich nach Wunden untersuchen. Aus Prinzip. Vor allem wenn es um einen guten Freund geht.

Es war doch aber gar kein Werwesen! Da wurde doch gar nichts übertragen außer vielleicht die Fähigkeit ihn telepatisch zu beherrschen.

Aber ich will jetzt hier keine Erbsen zählen. Hauptunterschied zwischen unseren Posts war doch, dass du den Affen für einen Weraffen hälst und ich nicht. Egal wer jetzt hier wie was überträgt. Dat war für mich kein Wergorilla. Und ich wette, ich habe recht!' Warten wir mal die nächste Woche ab. Wenn ich falsch liege und das ist ein Wergorilla kriegst Du ´n Keks!

Ach übrigens: Ich würde mich natürlich auch immer um meinen verprügelten Freund kümmern, egal von wem verprügelt... Und so gesehen (Achtung: komme Dir entgegen!): Wusste John zu diesem Zeitpunkt, dass das Vieh kein Wergorilla war?... Und da Abe ja geblutet hat, hatte er auch offene Wunden. Es hätte also durchaus Sinn ergeben, wenn er z.B. mal mit seinem Kreuz getestet hätte, ob Abe mit irgendeinem Keim infiziert wäre.
Wäre..., hätte..., Fahrradkette.-
Oh Mann, ich verzettele mich schon wieder. Ich muss mal wie Flo einen ganzen Roman schreiben, da kann ich mich dann richtig austoben.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 21:07 Uhr bearbeitet)

erstellt am 20.04.15 08:27
Darf ich das letzte Wort haben. Denn wenn ich mich über Logik aufrege, dann habe ich auch meine Gründe dafür.

leni schrieb:
Richtig. Und nach dem Angriff im Zoo auf Ruben wird der Stein ja erst insn Rollen gebracht und John engagiert. Somit war die Polizei ja beim zweiten Angriff schon involviert.

Dann bleibt aber meine erste Frage warum niemand die Polizei beim ersten Angriff ruft oder es bemerkt, als ein Affe durch New York rennt und wie ein Gorilla in einen verschlossenen Zoo kommt, ohne Einbruchsspuren.

John und Abe werden gerufen, weil man Tags darauf eine Leiche gefunden hat. Nicht aber weil jemand die Pilizei alarmiert hat, weil ein gefährlicher großer Affe durch die Stadt rennt und das vielleicht doch bisschen auffälliger ist als nacke Cowboys



Es war doch aber gar kein Werwesen! Da wurde doch gar nichts übertragen außer vielleicht die Fähigkeit ihn telepatisch zu beherrschen.

Was er war ist völlig egal. Wichtig ist, dass John davon ausgeht, wie du selbst geschireben hast.

Aber ich will jetzt hier keine Erbsen zählen.

Ich schon eher. Oder eher Kürbisse Sorry, so bin ich bei Literatur.

Hauptunterschied zwischen unseren Posts war doch, dass du den Affen für einen Weraffen hälst und ich nicht.

John sieht ihn als Wergorilla und ich sehe es aus der Sicht von John.



Danke, dass du mir entgegen kommst und für das Keksangebot. Ich schlage vor, du ignorierst meine Erbsenzählerei und Klugscheißerei einfach und freust dich auf den zweiten Teil. Daran, dass John seine Meinung über die Art des Wesens nochmal ändern könnte habe ich gar nicht gedacht. Jetzt bin ich auch bisschen gespannt.


Apropos. weitere Leser und sogar der Herr Autor dürfen sich gern äußern und unsere kleine Sandkastendebatte unterbrechen.

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