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Thema: 1920 Vampirwald
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erstellt am 30.04.15 17:49
Ach je, was für ein Roman!

Es geht um einen Wald in der Nähe von Dundee, von dem Gerüchte besagen, es handele sich um einen Vampirwald. Das hat die Aufmerksamkeit von Justine Cavallo geweckt, die sich der Sache annehmen will. Dabei begleiten sie ihre beiden neuen Helfer: zwei ukrainische Hexen. Zufälligerweise zur selben Zeit erfahren auch Max und Lotte von dieser Sache und rufen deshalb John aus London herbei. Der interessiert sich zwar eher weniger dafür, sieht aber die Gelegenheit für ein paar heiße Nächte mit der Tierärztin.

Normalerweise könnte es eine supi Geschichte sein, denn mit einem aktuellen Hauptgegner und dem sympathischen Duo in Schottland plus einem geheimnisvollen Wald ließe sich schon was machen. Zumal die Handlung gleich in die Vollen geht, denn sowohl die Bösen, als auch John sind bereits vor Ort. Gleich in der ersten Szene hat das Vogelmädchen einen tollen Einsatz, der mir sehr viel Spaß gemacht hat. - Wenigstens solange ich nicht darüber nachgedacht habe, denn weshalb Carlotta ihre Entdeckung riskiert, um drei vermeintlich völlig normale Frauen zu fotographieren, leuchtet genauso wenig ein, wie die Tatsache, dass die Vampirin Cavallo sie am Nachthimmel nicht sehen kann. Nun denn, John weiß beim Betrachten des Fotos jedenfalls, die Begleiterinnen seiner Lieblingserzfeindin können nur Hexen sein, obgleich sie erstens wie normale Menschen ausschauen und er zweitens später im Roman verwundert ist, weshalb Hexen und Vampire denn miteinander können. Ich bin es nicht, denn da blickt ja längst niemand mehr durch... Letztlich fasst der Geisterjäger den Entschluss, die Nacht mit Maxine zu genießen und die Cavallo morden zu lassen, so hat wenigstens jeder seinen Spaß.

Unverständlicherweise muss die arme Carlotta am nächsten Tag zu Hause bleiben, da John allen Ernstes meint, den Fall ohne sie lösen zu können. Nach der Inspektion der Leiche geht es dann auch in den Vampirwald, der seinem Namen allerdings keine Ehre macht, vielmehr sind die Vampire in dem Baumstamm eingeschlossen, der auf dem Titelbild zu bewundern ist. Und da bleiben sie auch. Leider hatte JD den unverständlichen Drang, das von Timo Würz scheußlich zusammengeklatschte Cover exakt im Roman zu verarbeiten. Selbst die Flügel wurden erwähnt (und dann wieder vergessen). Vor diesem äh ... Ding kommt es dann zu einem tragischen Angriff: Maxine wird von den mit Gewehren ausgerüsteten Pseudohexen niedergeschossen. Sicherlich hätte Carlotta diese aus der Luft rechtzeitig erspäht und warnen können, aber der Herr Geisterjäger hat's ja voll drauf. So musste ich zwei Seiten lang heftig bangen, bis es dann zum Glück Entwarnung gab. Doch John Sinclair wäre nicht John Sinclair, wenn er nicht schnell den nächsten dummen Gedanken parat hätte: Plötzlich soll Carlotta am helllichten Tag zu ihm fliegen und die verletzte Ziehmama abtransportieren, womit John die Kleine in einen möglichen Kugelhagel schickt.

Kurz zum Schreibstil: Dieser ist am Anfang des Bandes wirklich zum Haare raufen, bessert sich in der zweiten Hälfte jedoch auf ein annehmbares Niveau. Nur muss man erst mal so weit kommen ...

Als Carlotta schließlich ihr Ziel erreicht, rettet sie Sinclair, der kurz vor der Exekution durch die Rifle-Sisters steht, den Hintern. Danach gibt es zwei Handlungsstränge: Einen sehr schönen, in dem Lotte und Max den Wald verlassen. Sowie einen, der aus dem üblichen Geplänkel zwischen John und Justine besteht. Der Geisterjäger lässt sich ordentlich vermöbeln, nachdem ihm die Vampirin die Geschichte des Baumstamms erzählt hat, die sie anfangs selbst noch nicht gewusst hat. Schließlich besiegt Carlotta die letzte Hexe, während sich der berühmte Serienheld von Mandragoro retten lassen muss. Der taucht auf der letzten Seite auf und macht mit der Cavallo kurzen Prozess. Na ja, er entführt sie in sein Reich, kommt mir irgendwie bekannt vor ...

Offene Fragen: Wie konnte sich die Cavallo von den Handschellen befreien, die ihr beim letzten Auftritt verpasst worden waren? Wieso besitzt sie jetzt den Blutstein? Aber vor allem, weshalb ist Mandragoro der Meinung, John Sinclair solle noch am Leben bleiben???

Ohne die gelungene Darstellung des Duos Maxine / Carlotta wäre dieser Roman ein Totalausfall. Obwohl die Geschichte gut angedacht ist und die Idee eines Baumes, der vom Teufel dazu genutzt wird, um in Ungnade gefallene Vampire darin einzuschließen, gefällt.

2/5 Kreuzen

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 18:00 Uhr bearbeitet)

erstellt am 01.05.15 01:03
der blutstein wurde doch mit mallmann vernichtet...ach was solls
früher wäre eine solche story bestimmt ein highlight gewesen und in einem zwei- oder dreiteiler aufgemacht worden, aber heute...

erstellt am 01.05.15 11:16
Wie bitte?

Justine hat DEN Blutstein?
Den hats doch zerbröselt. Also bei derart fetten Fehlern, wäre es echt Zeit, dass Jason sich dauerhaft vom Schreiben zurückzieht. Das sind Fehler, die kann man echt nicht mehr mit "Kann ja mal passieren ..." abtun.

Nicht dass ich es auch nur ansatzweise logisch finde, dass eine Handgranate Mallmann killen konnte und dann auch noch der Blutstein zerbröselt wurde.

Aber jetzt taucht plötzlich der Blutstein wieder auf ... das ist ja noch bekloppter, als der Roman damals mit Wikka (Die ja mal eben kommentarlos einen ganzen Roman lang dabei war)

erstellt am 01.05.15 11:41
Das ist wieder so eine Sache...

Wisst ihr es denn nicht? Den hat Matthias damals in Tirol an Justine übergeben, als die sich in der Trilogie getroffen haben.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:42 Uhr bearbeitet)

erstellt am 01.05.15 14:35
Loxagon schrieb:
Wie bitte?

Justine hat DEN Blutstein?
Den hats doch zerbröselt. Also bei derart fetten Fehlern, wäre es echt Zeit, dass Jason sich dauerhaft vom Schreiben zurückzieht. Das sind Fehler, die kann man echt nicht mehr mit "Kann ja mal passieren ..." abtun.

Nicht dass ich es auch nur ansatzweise logisch finde, dass eine Handgranate Mallmann killen konnte und dann auch noch der Blutstein zerbröselt wurde.

Aber jetzt taucht plötzlich der Blutstein wieder auf ... das ist ja noch bekloppter, als der Roman damals mit Wikka (Die ja mal eben kommentarlos einen ganzen Roman lang dabei war)


Kommentarlos stimmt nicht. Auf einer späteren Leserseite hat Jason Dark zu diesem Fehler sogar Stellung bezogen und sich entschuldigt.

erstellt am 01.05.15 19:34
Killjoy schrieb:
der blutstein wurde doch mit mallmann vernichtet...ach was solls


Eine Rolle für die Geschichte hat er letztlich nicht gespielt. Positiv betrachtet, hätte man so wenigstens eine Erklärung für die überdurchschnittlichen Fähigkeiten von Justine.

Ich fand's schade, dass die Vampire nach der Vernichtung der großen Fratze nicht freigesetzt worden sind. Das hätte einen plausibleren Anlass für das Eingreifen Mandragoros gegeben.

Nichtsdestotrotz habe ich den Roman gern gelesen. Ich freue mich nach wie vor über Carlotta-Hefte von JD.

erstellt am 01.05.15 22:42
Diese Blutstein-Diskussion hatten wir doch schon mal in dem Roman mit Bill und Johnny, (wie hieß er noch), in dem JC behauptet, sie hätte möglicherweise den Blutstein. Schon damals war mir hellseherisch schon fast klar, dass da noch was nachkommt. Keine Ahnung, wieso sie ihn hat. Vielleicht liefert JD noch mal irgendwann eine Erklärung. Aber wohl eher nicht.

erstellt am 02.05.15 12:33
Unmöglich wäre es in einer Welt der Magie nicht. Oder es ist einfach ein zweiter Blutstein, weil es davon eine Hand voll über die Welt verstreut gibt und das bisher niemand wusste. Es ist so einfach, solcherlei Dinge aus der Welt zu schaffen, wenn man sich kurz Gedanken macht.

erstellt am 02.05.15 12:58
Schade auch das die Co-Autoren wohl keine der alten Feinde verwenden dürfen, gerade Mandragoro und der Spuk wären ja Fälle mit denen man tolle Sachen machen könnte, bei JD dienen sie seit Jahren nur noch als Möglichkeit um Sinclair das Leben zu retten oder für belanglose Kurzauftritte.
Von diversen anderen Gegnern (AEBA-Horror Reiter, Luzifer,) will ich gar nicht erst anfangen...

Natürlich gefällt mir dass es jetzt auch neue größere Gegner gibt wie Sarket, den Angstdämon, dieses Ding das aus der Sammlung entkommen ist oder alte Männer in nem Drachenmaul, Clanstrukturen bei Vampiren und Werwölfen sind auch was tolles, trotzdem ist es bedauerlich.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:00 Uhr bearbeitet)

erstellt am 02.05.15 20:47
Wieso dürfen die Gastautoren nicht auf alte Gegner zurückgreifen? Sie dürfen nur keine nachhaltigen Änderungen vornehmen, also z.B. einen Gegner sterben lassen.

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