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Thema: Sonderedition John Sinclair
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Antworten zu diesem Thema: 148

 


erstellt am 04.02.17 09:25
Um nochmal auf Andros Stellungnahme zu den Kürzungen einzugehen:

Ob man es nun Kürzung oder Straffung nennt, es sind Eingriffe in die Textgestalt. Und 10-15 Prozent weniger ist nun wirklich nicht verschwindend gering.
Eines sollte man nicht vergessen, hier werden ja nicht Manuskripte erstmals lektoriert, sondern, wie ich es verstanden hab, schon lektorierte Ausgaben erneut bearbeitet. (Oder nimmt sich Britta die Originalmanuskripte wieder vor?)

Schon das genannte Textbeispiel zeigt wie Darks spezieller (sperriger?) Stil (ob man ihn nun mag oder nicht) zur Beliebigkeit geglättet wird.

Ist halt einfach eine Frage, was man möchte! Und was einen Dark Roman ausmacht. Der Plot, die Handlung. Oder auch in starkem Maße die Schreibe?

Extrem deutlich wurde diese Problematik ja bei einigen Bearbeitungen/Straffungen (eher jüngeren Datums), die der Blitz-Verlag Dan Shockers Romanen antat. Für die einen eine notwendige Aktualisierung, für andere ein Sakrileg, weil Shockers einzigartiger Stil zerstört wird.

Das Argument, wer das (die Straffung) nicht möchte, könne ja zu den alten TBs greifen, zieht nur bedingt (auf Grund der Informationspolitik). Der normale Leser weiß ja nicht, dass er nur noch einen 85prozentigen Dark in Neuauflage erhält, egal wie lobenswert Brittas Leistung ist. (Oder steht irgendwo, bearbeitet, gestrafft und aktualisiert von BK?)

Klar, es geht hier um Gebrauchsliteratur, das wird durch solches Vorgehen wieder besonders deutlich. Und wahrscheinlich macht es im Sinne der Vermarktbarkeit auch wirklich Sinn, da weiß der Verlag, der in diese Arbeit ja investiert, vielleicht durch Marktforschung mehr.

Aber mir geht es da wie anfortas: Warum wird dann nicht ENTSPRECHEND an Darks neuen Werken lektoriert? (Mag ja sein, wie immer betont, dass sie lektoriert sind, aber ja wie an dem Textbeispiel bei Andro auch deutlich wird, ganz klar nicht nach den selben Grundsätzen, Maßgaben wie die Neuauflage der alten TBs.)
Wenn man also meint, Darks Stil (sogar in den zuvor schon erfolgreichen Romanen nun) glätten zu müssen, warum macht man dieses bei den verschiedenen Serien (also auch den neuen Romanen) nicht EINHEITLICH?

erstellt am 04.02.17 16:14
So muss man das sehen. Um mal ein anderes Beispiel zu nennen:
"Das Grauen schleicht durch Bonnards Haus" war der erste deutsche Horror-Heftroman. Ich habe ihn in folgenden Fassungen: Nachdruck im Silber Grusel-Krimi, Taschenbuch, Nachdruck im Dämonen-Land, Nachdruck im Blitz-Verlag, Hörspiel. Keine Version ist identisch mit einer anderen, alles sind überarbeitet, gestrafft, erweitert, gekürzt etc.
Ich hätte wirklich mal gerne das Original von Dan Shocker gelesen, nur bekommt man das natürlich nicht mehr.

erstellt am 04.02.17 17:25
Anfortas schrieb:
So muss man das sehen. Um mal ein anderes Beispiel zu nennen:
"Das Grauen schleicht durch Bonnards Haus" war der erste deutsche Horror-Heftroman.
Ich hätte wirklich mal gerne das Original von Dan Shocker gelesen, nur bekommt man das natürlich nicht mehr.

Off topic
http://www.gruselromane.de/silber-romane/romane/silber_krimi...

erstellt am 04.02.17 17:28
Selbiges gilt auch für Jasons Taschenbücher; nach jeder Bearbeitung bleibt weniger vom ursprünglichen Text übrig. So, wie ich das sehe, werden meistens ganze Sätze ausgelassen; Bearbeitungen des Satzbaus scheinen mir eher die Ausnahme zu sein. Auch gibt es inhaltliche Anpassungen; so wird z.B. aus einem "Jumbo" eine "Boing 747" gemacht.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 17:29 Uhr bearbeitet)

erstellt am 04.02.17 17:30
zeerookah schrieb:
Anfortas schrieb:
So muss man das sehen. Um mal ein anderes Beispiel zu nennen:
"Das Grauen schleicht durch Bonnards Haus" war der erste deutsche Horror-Heftroman.
Ich hätte wirklich mal gerne das Original von Dan Shocker gelesen, nur bekommt man das natürlich nicht mehr.

Off topic
http://www.gruselromane.de/silber-romane/romane/silber_krimi...


Nö, nicht off topic.

erstellt am 24.02.17 20:25
Anfortas schrieb:
Es dauert zwar noch ein bisschen, aber das Taschenbuch Nr. 53 "Duell der Hexen" habe ich in ganz guter Erinnerung. Danach kommt "Aibon - Land der Druiden".


hab jetzt Nr. 45 Der Druiden-Schatz gelesen. gehts ja auch um Aibon. war noch okay, aber echt nichts besonderes.

ich hoff mal, dass "Aibon - Land der Druiden" viel besser ist, sonst hör ich bald auf mit der SE.

erstellt am 25.02.17 12:52
Ich habe es vor Jahren sogar zweimal gelesen; wobei ich es ganz okay fand. Den Titel und vor allem das Titelbild finde ich aber noch immer ganz große Klasse.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 12:52 Uhr bearbeitet)

erstellt am 28.03.17 16:43
band 46: die kreuzweg-legende ist ok. schöne gruselstimmung, bisschen spannung. versteh nicht, warum so richtig dicke fehler nicht korrigiert werden. kann doch nicht so, dass so ein pfeil sich plötzlich in einen degen verwandelt, und die lektorin rührt sich nicht.

der reiter im roman hat auch keine sense und ne kette aus totenschädeln gehabt.

die 4 zombiefrauen im dunklen wald bzw. burgruine, ok, jason hat es schon irgendwie drauf gehabt, aus wenig viel zu machen. heute machen ein paar von den neuen autoren aus viel wenig. 4 zombies sind manchmal mehr, ebenso gruseliger, als 400.

waren schon ein paar schöne einfälle, wie wanda und martha dem reiter zum opfer fallen, die madonna, der priester, der schwarz wird. bisschen komisch, dass john nur das alte fahrrad von martha, ohne gangschaltung, kriegt, um den reiter zu verfolgen. aber john ist ja sportlich.

hab zuerst gedacht, damit kann er nicht in den wald, aber muss ja ein weg sein, der zum kreuzweg, eigentlich zur wegkreuzung führt.

erstellt am 28.03.17 21:27
Das Taschenbuch habe ich in ganz guter Erinnerung. Es spielt in Polen, nicht wahr? Ich war damals in einer Klinik. Irgendwann bin ich mit dem Bus in die nächst größere Stadt gefahren. Und siehe da - es gab ein tolles Antiquariat mit vielen John Sinclair-Taschenbüchern.
Die "Kreuzweg-Legende" habe ich mir dort gekauft, außerdem noch das Taschenbuch "Der goldene Buddha". Hat mir gut gefallen.
Wenn ich so darüber nachdenke, muss ich Jason dankbar sein, er hat mir in einer schweren Phase ein paar nette Stunden bereitet. Danke dafür!

erstellt am 29.03.17 21:43
Das ist ja das schöne, dass einen die Serie schon so lange begleitet. In guten wie in schlechten Zeiten sozusagen. Hält länger als manche Ehe und manchmal weiß man noch ganz genau, welchen Roman man bei welcher Gelegenheit gelesen hat. Ohne JS würde mir was fehlen. Aber danach sieht es ja im Moment nicht aus.


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