Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 1922 - Die Bleiche aus dem Totenhaus
| |

Antworten zu diesem Thema: 16

 
Zurück
1 2


erstellt am 11.05.15 20:06
http://www.bastei.de/imgs/387696413_005f37fbe2.jpg

Auf Jasons Leserseite ist ne Leserin der Meinung, die anderen Autoren können Jason nicht das Wasser reichen. Wenn sie meint.

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
Johnny Connolly hat ne neue Freundin, mit der er zu so ner Art Maskenball inne Disco will. Da taucht auch die Bleiche auf, sieht aus wie auf dem Bild, hat was von Leichengeruch an sich. Es geht um Rache und um den Fluch der Connollys.


ich konnts lesen, aber es war schon langweilig. Wird Zeit, dass die anderen Autoren wieder kommen.

erstellt am 11.05.15 20:40
Klingt hart, aber ... vielleicht ne gekaufte / gefakte Meinung ...!
Denn wäre Jason fair, würde auch Lob über die Co-Autoren kommen und negatives über IHN!

Da aber nur negatives über die Co's kommt, tja ...da kann man ja echt nur noch von gefakten Meinungen ausgehen. Schade, dass der Mann immer kritikfeindlicher wird, was ihn selbst angeht.

Wenn ich da an AF Morland denke ... der geht auf heute noch (sogar online!) auf Kritik ein. Er schreibt zwar da immer extrem kurze Sätze, aber wenn er so posten will ... besser kurz, als gar nicht.

Ich hab übrigens mal aus Spaß, als die Co's angekündigt wurden, angefragt ob nicht ein Fan die LKS der Co-Hefte machen könne. Die Antwort ... Tja ... kann man sich ja denken.

erstellt am 11.05.15 22:14
Ganz ehrlich, Lox, die Anfrage ist auch naiv. Als würde ein Verlag "Klar, tolle Idee!" rufen, wenn eine Fan sagt "Kann ich mal eben bei euch mitmachen?"

Egal, worum es dabei geht, das kann nicht funktionieren.

erstellt am 12.05.15 02:42
Loxagon schrieb:
Klingt hart, aber ... vielleicht ne gekaufte / gefakte Meinung ...!
Denn wäre Jason fair, würde auch Lob über die Co-Autoren kommen und negatives über IHN!

Da aber nur negatives über die Co's kommt, tja ...da kann man ja echt nur noch von gefakten Meinungen ausgehen. Schade, dass der Mann immer kritikfeindlicher wird, was ihn selbst angeht.


Gefakt muss es nicht sein - ist ja legitim, egal wen besser zu finden - es sagt aber ´ne Menge über JDs Charakter, solches abdrucken zu lassen - Kollegenschelte geht gar nicht!! Zumal er Kritik gegen ihn selbst verschweigt - igitt!

erstellt am 12.05.15 09:30
Wenn Leser Kritik an den neuen Autoren äußern, darf, nein soll, die auch abgedruckt werden. Gleiches gilt natürlich auch für Kritik an JD.
Da kann ich Wolf also nur widersprechen.

erstellt am 12.05.15 17:47
Ich bin auch der Meinung: "Gleiches Recht für alle!"
Und natürlich wird es auch negative Stimmen über die Fremdautoren geben. Das sehen wir doch hier im Forum auch. Nicht alles, was von denen geschrieben wird, gefällt allen. Das ist doch auch ganz in Ordnung.
Aber.....hier kommt das dicke ABER. Wenn Kritiken über die Fremdautoren auf der Leserseite gibt, müsste auch etwas von den Kritiken über Jason Dark stehen. Und wir hier wissen, dass es da immer wieder Kritiken gibt. Doch das sucht man auf der Leserseite vergebens. Und das nicht erst seit heute. Ziemlich am Anfang der Serie, als ich noch aktive Leserin war, habe ich schon kritische Leserbriefe geschrieben. Aber das einzige, was davon auf der Leserseite erschien, war nur mein Name in einer Listung. Eingegangen wurde damals schon nicht auf Kritik.
Ich selbst glaubte bis zu meinem nicht erschienen Leserbrief auch, dass eben alle nur Lob für JD gehabt hätten. Doch da wurde mir klar, wieso es nur positives auf der Seite zu lesen gab. Weil alles andere unter den Tisch gekehrt wurde. Es ist also nicht wirklich ein neues Phänomen.
JD war damals ein absolut phantastischer Autor. Aber Kritik hat er offensichtlich noch nie vertragen.

erstellt am 12.05.15 18:16
Es ist eine wunderbare Spätfrühlingswoche und Jason schreibt einen Roman mit jugendlichen Themen, denn es geht um den jungen Conolly. Da muss ich doch mal eine Sinclairstichprobe machen und schauen, ob sich seit meinem letzten Darkheft etwas getan hat. Ich war relativ schnell durch, denn im Grunde war es ein langweiliger und dialoglastiger Roman nach Schema F. Erst in der zweiten Hälfte passiert etwas spannendes. Johnny lernt jemanden kennen, sie steckt mit einem Gegenspieler unter einer Decke, Johnny wird zur Hälfte des Handlung erst entführt. John, Glenda und Sheila machen sich zur Rettung auf. Johnny und seine Mutter töten die Bösewichter. Fertig.


Bereits der erste Satz des Romans ist interessant.

„Party. Feiern. Karneval. Verkleiden, einmal raus aus seiner alten Haut. Plötzlich war diese Welle bis auf die Insel geschwappt.“

Genau. Bis vor einigen Jahren gab es in London weder Kostümfeste noch spätabendliche Feierveranstaltungen. Diese Unart ist ganz frisch und modern vom europäischen Festland nach London übergeschwappt.

Später kommen dann weitere Dinge dazu, die ich nicht gerade realistisch geschildert finde. Bei einem jungen Mann Mitte 20 stehen die Damen natürlich total darauf, wenn sie mit einem elektrischen Roller durch die Gegen gefahren werden. Schicker Flitzer oder Motorbike stinken dagegen ab, ja so ist das. Und wenn man in einem festen Freundeskreis ist tauscht man natürlich auch nie die Handynummern aus, weil sowas ja total persönlich ist. Johnny kennt Alice als Mitglied seiner „Clique“ schon länger, aber Handynummern haben die nie ausgetauscht. Allgemein ist es belustigend, wie Jason coole Begriffe aus den 90ern und 80ern mischt, aber die Jugendkultur der 2000er nicht im Ansatz einfängt. Das ist an sich nicht schlimm, schließlich ist Jason schon älter. Aber dann soll er bitte dazu stehen wie die Gastautoren und sowas entsprechend neutral beschreiben, ohne bemüht irgendwelche Begriffe und Verhaltensweisen einzubringen.


Ab etwa der Hälfte des Romans beginnt aber die Action und das Jugendthema ist ausgestanden. Auch hier war ich leider nicht zufrieden. Erst lässt Johnny sein Date einfach allein in der Disco zurück, um eine Frau zu verfolgen, die ihm seltsam vorkommt. Nichtmal Gewissensbisse hat er. Dann kommt ihm wie aus dem Nichts der absurde Gedanke, dass Alice da mit dranhängt und ihn nur geködert hat. Selbstverständlich trifft er damit ins Schwarze, aber dafür gab es keine Anhaltspunkte und diese Gedankengänge lassen ihn zu dem Zeitpunkt wie einen echten Arsch wirken. Nach diesem fragwürdigen Plottwist rennt Johnny panisch davon, obwohl die beiden nur locker mit ihm Reden und keine Anstalten eines Angriffs machen. Natürlich wird er eingeholt und niedergeschlagen. Plottwist Nummer 2, kaum ist er in einer Lagerhalle erwacht hat Alice es sich anders überlegt, und will Johnny retten. Nachdem sie ihn vor einigen Stunden erst hintergangen hat. Johnny geht ohne viel zu hinterfragen darauf ein und folgt ihr, wieder ein Gedankengang der keinen Sinn ergibt. Als sie ihn dann natürlich nicht rettet, sondern zum Treffpunkt mit der Maskenlady bringt, wird das einfach hingenommen. Kein Ärgern über sich selbst oder Alice von Johnny. Es wird von Dark gar nicht darauf eingegangen, dass sie ihn erneut angelogen hat.


Zum Finale trifft nur Sheila ein, obwohl John und Glenda ebenfalls unterwegs sind. Aber die werden durch einen Autounfall aufgehalten. Nicht zufällig genug? Keine Sorge, das Unfallfahrzeug ist auch noch ein Menschenhändler-Transporter, dessen Fracht durch den Unfall gerettet werden kann. Warum auch immer, der Autor musste wohl entweder Seiten schinden oder auf Probleme in dieser Welt hinweisen. Sheila kann die Maskendame mit Silberkugeln erschießen, ohne in Gefahr zu geraten. Und John und Gelnda kommen zu spät an, weil sie ja aufgehalten wurden. Ich darf zitieren.

„Weit war es nicht mehr bis zu meinem Ziel. Und doch hätte ich mir für mein Leben gern Flügel gewünscht.“

Oder jemanden, der sich teleportieren kann. Damit wäre man auch nicht rechtzeitig angekommen. Schade, dass es so jemanden nicht gibt.



Zum Schluss noch ein letztes Detail. Die Maskendame war eine Anhängerin des berühmten Aleistar Crowley. Sie erhielt durch ihn das unsterbliche Leben. Hass auf die Conollies hat sie, weil Bill und einige andere damals ihr Haus niederbrannten, kurz nachdem sie von Crowley die Unsterblichkeit erhielt. Crowley starb 1947. Nehmen wir mal großzügig an, dass dies kurz vor seinem Tod geschah. Wie alt wird Bill damals wohl gewesen sein? Die Idee ist gut, Crowleys Vermächtnis wäre ein gutes Thema für die Serie. Aber logisch muss es sein. Wenn man als Autor irgendwo den Name aufschnappt sollte man nachforschen, bevor man ihn in die Serie einbaut.



Laut Facebook ein prima Roman. Wirklich! Ich rede Darks Meisterwerke nur gern kaputt, weil in meinem Leben was schiefläuft und ich Frust rauslassen muss. Ich weiß, was ihr jetzt denkt. Meine beschriebenen Kritikpunkte sind die Erwähnung nicht wert und stören den Lesespaß doch nicht. Richtig erkannt!


Aber mal ernsthaft, ich frage mich, wie man sowas nicht nur als „solide Kost für Zwischendurch“ bezeichnen kann, sondern auch noch jede Woche erneut richtig begeistert ist. Für mich als Hater ein eher schlechter Roman im unteren Durchschnitt. Kein Totalausfall, ich habe mehr die Augen verdreht, statt mich aufzuregen. Die Handlung ist nichts besonderes und langgestreckt und die Logik sollte man einfach nicht einbeziehen.

erstellt am 13.05.15 03:30
Vogelmädchen schrieb:
Wenn Leser Kritik an den neuen Autoren äußern, darf, nein soll, die auch abgedruckt werden. Gleiches gilt natürlich auch für Kritik an JD.
Da kann ich Wolf also nur widersprechen.


Nö, machst Du ja nicht. Wenn BEIDES abgedruckt wird, ist beides legitim. Hab´ ich doch ausgedrückt.
Ist ja der Knackpunkt. Wann hat JD je die alternative Meinung abdrucken lassen?

erstellt am 13.05.15 09:50
Das Gleichgewicht schrieb:
Laut Facebook ein prima Roman.
.


Was den Roman angeht so kann ich mir noch keine Meinung bilden, werde Ihn erst am verlängerten Wochenende lesen.

Doch mich erstaunt es auch mittlerweile, dass die Romane trotz gravierender Logikfehler immer so gut weg kommen. Was ja auch der in diesem Roman abgedruckte Leserbrief wieder beweißt. Aber vielleicht liegt es ja auch daran, dass diese Leser nicht wissen wie gut die Romane von JD mal waren. Zu mindestens würde ich dass bei der aktuellen Leserbriefschreiberin so sehn. Diese schreibt ja selber, dass sie erst seit Band 1799 die Serie regelmäßig verfolgt. Und seinen wir mal ehrlich zu diesem Zeitpunkt hatten die Romane schon das Niveau von heute. Wer als Altleser aber weiß was für Romane JD gerade in der Anfangsphase der Serie abgeliefert hat dem blutet das Herz wenn er die aktuellen Romane liest. Niemand bestreitet, dass JD eine tolle Lebensleistung vollbracht hat und dafür auch zurecht gelobt wird. Alleine das Ausdenken des Sinclairuniversums verdient schon großen Respekt. Doch irgendwann sollte sich auch JD mal die Frage stellen ob er nicht schon längst den richtigen Zeitpunkt verpasst hat um mit John Sinclair aufzuhören und die Serie ganz in die Hände von anderen Autoren zu legen. Sicher ist das eine schwere Entscheidung und mir als Altleser würde was fehlen, doch manchmal sind schmerzliche Entscheidung doch die bessere Wahl. Das größte Manko bei der aktuellen Schreibweise von JD ist, dass er zu Beginn des Romans noch kein Konzept hat und - wie er ja oft genug in Interviews betont hat - noch nicht weiß wie er enden soll. Und genau dass merkt man den Romanen an. Diesen Schreibstil hat er sich auch erst im Laufe der Serie angeeignet. In den ersten 1000 Romanen der Serie hatte man nämlich immer das Gefühl, dass JD eine Konzept verfolgt und genau dass hat die Serie so beleibt und erfolgreich gemacht. Doch dieses Konzept gibt es schon länger nicht mehr. Was schade ist. Und gerade mit den neuen Autoren könnte genau dieses Erfolgsrezept wieder aufleben.

Mist jetzt habe ich doch mehr geschrieben als ich wollte. Aber Frust muss man sich auch mal von der Seele schreiben.

erstellt am 13.05.15 10:47
Kann bitte mal jemand den Link zu dieser ominösen Facebook-Seite hier reinkopieren?

Zurück
1 2

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed