Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 1921 - Verflucht durch den Teufel
| |

Antworten zu diesem Thema: 2

 
Zurück
Weiter
1


erstellt am 12.05.15 07:57
Das auf der Leserseite zu diesem Roman kräftig über die neuen Autoren gemotzt wurde, wurde ja hier schon hinlänglich diskutiert. Auch die Lobhudelei für die JD Romane. Doch zeigt dieser Roman in meinen Augen genau das Gegenteil. Die Geschichte hat an sich gute Ansätze. Doch leider trüben den Lesespaß wieder die üblichen und ärgerlichen Logikfehler. Komisch, dass diese dem Leserbriefverfasser nicht auffallen. Denn eigentlich passiert das letzte Zeit in fast jeden JD - Roman.

Also kurz zum Inhalt des Romans:

John erhält einen Anruf von einem Alan Brody . Dieser bittet John zu sich und gesteht Ihm, dass er seine Frau getötet hat. Wie sich herausstellt ist Brody einem Fluch verfallen der Ursache für sein Verhalten ist. Die weitere Spur führt John dann zu dem Bischof Henry Miller, der mit seiner Kirchengemeinde ebenfalls diesem Fluch zum Opfer gefallen ist. Letztendlich gelingt es John mit Hilfe seines Kreuzes den Bischof vom Fluch zu befreien und endgültig daburch den Fluch endgültig zu vernichten.

Wie bereits oben geschrieben hat die Geschichte einige gute Ansätze und der Roman enthält auch einige gute Szenen. Eine dieser Szenen ist zum Beispiel der Anfang des Romans in dem Brody John die Leiche seiner Frau zeigt. Hier schafft es JD wieder eine für ihn typische Gruselatmosphäre zu schaffen. Auch die Szenen in John's Schlafzimmer sind gut beschreiben. Doch leider gibt es such wieder die Kehrseite der Medaille. So gibt es wieder zahlreiche Logikfehler.

Hier einige Kostproben:

Am Anfang des Roman teilt Brody John mit, dass er den Auftrag erhalten hat den Bischof Henry Miller zu töten. Hiervon ist nachher nicht einmal mehr die Rede. Im Gegenteil Henry Miller ist plötzlich selber besessen, weshalb es ja gar keinen Grund mehr gibt ihn um die Ecke zubringen.

Seltsam ist auch, dass Brody sich an die Tötung seiner Frau genau erinnern kann. Als der Bischof aber den Friedhofsbesucher mit dem Messer verletzt und seine Haushälterin tötet hat er keine Erinnerungen mehr daran.

Auch das Verhalten von John ist etwas merkwürdig, da wird auf dem Friedhof ein Unschuldiger verletzt und John hält es noch nicht mal für nötig sich um den Verletzen zu kümmern. Stattdessen verschwindet er einfach mit Suko und dem Bischof.

Merkwürdig ist auch wie unterschiedlich die Besessenen auf eine Silberkugel reagieren. Während Brodys Bein zu Staub zerfällt, passiert bei den von Suko angeschossenen Besessenen nichts.

Die größte Fehler passiert aber am Ende. Hier stellt sich heraus, dass die Ursache des Fluchs in der Kirche zu finden ist und die Kirche durch den Teufel übernommen wurde. Dumm nur, dass John genau diese Kirche mit Suko gleich beim Ankommen im Dorf besucht hat und dort mit der Putzfrau gesprochen hat. Hier merkt John noch keinen Einfluss. Später dann am Ende reagiert aber sofort sein Kreuz als er die Kirche betritt. Doch noch schlimmer ist, dass dann in einem Satz behauptet wird das John diese Kirche zum erstenmal betreten hat. Also war der vorherige Besuch schon wieder vergessen.

All dieses trübt einen eigentlich guten Roman und sorgt dafür, dass man am Ende doch wieder enttäuscht ist und nur eine schlechte Bewertung abgeben kann.

Auch ich war bisher eigentlich immer ein Verfechter von JD. Nur leider muss ich mir eingestehen, dass das Niveau seiner Romane deutlich nachgelassen hat und sie teilweise nur noch lieblos runtergeschreiben werden. Als Leser darf ich eigentlich schon erwarten, dass ein Autor noch den Anfang seines Romans kennt und solche Sachen wie dass mit der Kirche nicht passieren. Sicherlich sind unter den Romanen der neuen Autoren auch Romane dabei die wirklcih nicht das Gelbe vom Ei sind, aber grössere Logiklücken sucht man dort vergeblich. Auch habe ich den Eindruck, dass die neuen Autoren mit ihren eigenen neuen Gegnern der Serie wieder etwas Leben einhauchen. Denn die JD Romane dümplen mittlerweile nur noch vor sich hin. Ein Seriencharakter lässt sich dabei nicht erkennen. Aber wenn man den Leserbriefen trauen darf scheine ich ja mit meiner Meinung - abgesehen von den Leuten hier im Forum - ziehmlich alleine darzustehen.

erstellt am 12.05.15 14:50
Ich gebe Orgow recht. Der Roman war in der ersten Hälfte in Ordnung, wurde aber zum Ende hin immer schlechter. Die Geschichte war alles andere als rund. Zudem nervende Dialoge und minutiöse Beschreibungen von allem möglichen Kleinkram (der Bischof hob die Schultern, der Bischof nickte, der Bischof starrte zu Boden, der Bischof ... das geht so die ganze Zeit und nervt auf Dauer nur noch).

Einen Logikfehler kann ich auch noch beisteuern: Der Bischof ermordet seine Haushälterin im Flur nahe der Haustür; Wände, Decke - alles ist voller Blut. Doch als er später mit John und Suko das Haus betritt, liegt die Tote im Wohnzimmer und im Flur finden sich keine Auffälligkeiten.

Dank des Anfangs gibt's noch 1 Kreuz von 5.

erstellt am 23.04.17 16:54
Handlung : Ein gewisser Al Brody meldet sich beim Yard und bittet John um einen Hausbesuch. Als John eintrifft begegnet ihm Brody als zwiespältige Persönlichkeit , die immer wieder auch böse Ansätze zeigt.Er gibt an, vom Teufel verflucht und von dessen Diener besessen zu sein.Der Teufel hatte von ihm verlangt den Bischof Henry Miller zu töten , doch Brody weigerte sich. Allerdings präsentiert er John , im Keller die Leiche seiner Frau.John nimmt Brody fest und muß nur kurze Zeit später hören , das er Selbstmord begangen hat. In der Nacht versucht der teuflische Geist , John zu übernehmen , wird aber durch dessen Kreuz vertrieben. Zusammen mit Suko fährt John in den kleinen Ort New Malden , um den Bischof Henry Miller zu treffen. Er befindet sich beim Eintreffen der Geisterjäger , bei einer Beerdigungszeremonie , auf der er sich seltsam benimmt. Als John mit ihm reden will , ergreift Miller die Flucht , wird aber von Suko gestellt.Suko erkennt wie der böse Geist , Millers Körper verläßt. Nun ist er wieder normal und begleitet die Geisterjäger , zu seinem Haus. Dort finden sie die Leiche von Millers Haushälterin, die der besessene Bischof ermordet hat. Kurze Zeit später wird nicht nur Miller rückfällig , auch andere Bewohner des Ortes zeigen sich als Besessene. Können die Geisterjäger den Fluch des Teufels brechen und den bösen Geist vernichten.

Meinung : Ein weiterer Roman von Jason Dark , der leider nur phasenweise etwas besser , als der Vorgänger ist. Ich muß sagen , das ich mich etwas schwer getan habe , die JS - Romane planmäßig weiterzulesen , da gerade erst einige attraktive Kriminneuerscheinungen , zu von mir begonnen Serien eingetroffen sind. Ich habe mich aber durch gerungen und wurde besonders durch die aktuelle Abolieferung neu motiviert , als ich sah welch tolle Romane noch folgen werden.Im Moment hänge ich ausgerechnet in einer Phase , in der zum ersten Mal nach der Neuordnung der Serie , vier Jason Dark - Romane am Stück zu bewältigen sind. Aber zurück zu diesem Roman , der zumindest in den ersten zwei Dritteln recht spannend war , bevor er dann wieder verflachte. Allerdings gab es auch einige Ungereimtheiten. Mir wurde z.B. nicht recht klar , warum Brody den Bischof ermorden sollte , wenn dieser auch besessen ist.Beim Eintreffen der Geisterjäger in Millers Haus , wurde die Leiche der Haushälterin im Wohnzimmer gefunden , obwohl sich das blutige Schauspiel im Flur abgespielt hat. Alptraum für die Spurensicherung , das auch alle Blutflecken , sich in Luft auflösten.
Da fällt es nicht mehr ins Gewicht das Miller mal als Bischof , dann als ehemaliger Bischof oder auch als Pfarrer tituliert wurde.Auch fande ich es schade , das die Ereignisse aus dem Vorroman in keiner Weise erwähnt wurden. Aus diesem an sich guten Romanansatz war mehr zu machen , als es dann geworden ist. Auch dieses Mal gebe ich die Note 4 = Ausreichend ( 2 von 5 Kreuze )

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:57 Uhr bearbeitet)

Zurück
Weiter
1

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed