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Thema: Band 2546 "Der Tod bietet mit"
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erstellt am 05.04.06 15:58
Daß der Chef des Auktionshauses der Boss war, konnte man sich schon nach den ersten paar Seiten denken. er wurde ja sooooo symphatisch beschrieben.
Dann trauten sich Jerry & Phil nicht den Container in dem sich die Geigen befanden aufzumachen, weil der nötige Durchsuchungsbefehl noch nicht ausgestellt war. Mit "Gefahr im Verzuge" hätte man auf jeden Fall den Container öffnen können, schon einmal wegen dem tätlichen Angriff der 3 Helfershelfer, als sich Jerry & Phil vorher im Hafengelände umsahen. Zudem hätte man eine Streifenwagenbesatzung abstellen können um den Container zu bewachen. Stattdessen fuhren Jerry & Phil ins Office zurück um sich von Mr. High erst einmal das begehrte Papier zu holen. Als sie zurückkamen war gründlich ausgeräumt. Da haben sich die beiden echt benommen wie die letzten Anfänger! Schwache Story!

erstellt am 08.04.06 17:56
Band 2546
Der Tod bietet mit

Wie von mir bereits angesprochen, störte mich an diesem Roman die Anmerkung auf Seite 7, in der Phil und Jerry Mr High über die Aufklärung der „Canelli-Morde“ berichteten. Was soll das gewesen sein? Im letzten Roman ging es um eine Brandserie und ein(e) Canelli kam nicht vor. Hat Jerry uns diesen Fall vorenthalten? Ich sehe ein, dass sich Jerry nicht an unzählige Romane erinnern kann, aber diesen Fehler hätte man im Lektorat wirklich ausbessern können; es dürfte keine große Sache sein, aus „Canelli-Morde“ „Brandserie“ zu machen. Dass der Autor das nicht machen kann, ist mir klar – wenn zum Zeitpunkt, in dem dieser Roman im Lektorat bearbeitet wurde, noch nicht feststand, in welcher Reihenfolge die Romane erscheinen, dann hätte man genauso gut „unser letzter Fall“ daraus machen können. Man kann sagen, dass ich jetzt etwas überreagiere, aber ich finde es ziemlich daneben, wenn man sich nicht mal die Mühe macht, aus Canelli-Morde Brand-Serie zu machen.
Genauso hätte man im Lektorat den Zahlenfehler aus Seite 7 bzw. 9 ausbessern können. Auf Seite 7 sagt Mr High zu Jerry und Phil: „Es hat zwei Tote gegeben und mehrere Verletzte.“ Auf Seite 9 heißt es dann von Jerry merkwürdigerweise: „Unser Chef sagte uns, dass es drei Tote und einige Verletzte gegeben hat.“ Gut, auch das kann man damit abtun, dass ich da etwas penibel bin, aber das sind eben Fehler, die im Eifer des Schreibgefechts mal dazwischenrutschen können, die man im Lektorat aber korrigieren könnte.
Davon abgesehen, verhielt sich der Inhaber des Auktionshauses von Anfang an ein wenig zu offensichtlich. Wenn ich selber in der Sache mit drin stecke, dann rufe ich doch nicht gleich (siehe Seite 10) kurz nach der Tat die Versicherung an.
Auf Seite 12 hätte ich doch mein Personal beschuldigt, anstatt meine Hand für alle Mitarbeiter ins Feuer zu legen. Damit hätte man prima eine falsche Fährte legen und den Verdacht von sich abwenden können.
Man stellt auf Seite 16 fest, dass die Tür keine Spuren von Gewaltanwendung aufweist. Irgendwie wäre es doch logischer gewesen, die Tür auch in Mitleidenschaft zu ziehen, damit es auch nach einem richtigen Einbruch aussieht, und nicht so, als hätte man den Gangster schon von vornherein Tür und Tor öffnen wollen.
Zum Ende des Romans hin schickt man Joe Bandenburg zu Jack Donelly, damit er – selbstverständlich verkleidet – eine Geige von Donelly kauft. Daran ist an und für sich nichts Schlimmes, aber es hätte theoretisch sein können, dass Joe Jack bereits durch die Oberservierung aufgefallen war. Und es soll ja auch noch ein paar andere FBI-Agenten im New Yorker FBI Office geben, die man an dieser Stelle hätte einsetzen können (um ganz sicher zu gehen, dass er nicht auffällt - zum Beispiel hätte man da Steve Dillaggio oder Zeery nehmen können).
Worüber ich mich aber gefreut habe, war der kurze Auftritt von Sarah Hunter und auf Seite 17 Phils Bemerkung über die Sekretärin von Jack Donelly.
Alles in allem ein solider Krimi, dessen Lösung zwar leider nicht sonderlich überraschend ist, der ansonsten aber gut gemacht ist.


User Blofeld schrieb:
Mit "Gefahr im Verzuge" hätte man auf jeden Fall den Container öffnen können, schon einmal wegen dem tätlichen Angriff der 3 Helfershelfer, als sich Jerry & Phil vorher im Hafengelände umsahen.


Stimmt, Patriot Act oder so ähnlich nannte sich das doch, wenn die FBI-Agenten auch ohne vorherigen Durchsuchungsbefehl zuschlagen können, oder?

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 17:59 Uhr bearbeitet)

erstellt am 08.04.06 23:10
User Koopa schrieb:

Stimmt, Patriot Act oder so ähnlich nannte sich das doch, wenn die FBI-Agenten auch ohne vorherigen Durchsuchungsbefehl zuschlagen können, oder?


Ich kenne den Roman zwar noch nicht, da ich derzeit nicht wirklich zum lesen komme, aber zum Patriot Act kann ich was sagen:

Das mit dem "ohne-vorherigen Durchsuchungsbefehl" stimmt nur bedingt. Das dürfen sie nämlich nur bei Terrorverdacht (und irgendwie ist bei denen alles Terrorverdacht seitdem), sie müssen aber eine Begründung nennen und den Durchsuchungsbefehl nachreichen!
Zudem galt der Patriot Act nur bis 31.12.2005 und wird seitdem jeden Monat um 4 Wochen verlängert, weil der Congress nicht so will wie der Präsident, der das auf unbeschränkte Zeit und noch um einiges verschärft gelten lassen will.

Doc

erstellt am 03.10.17 17:16
Autorin: Corina Bomann.

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