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Thema: 1925 Kogans Rache
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erstellt am 05.06.15 12:44
Im brasilianischen Regenwald werden ein paar Holzfäller vermisst. Da John gerade in Reichweite ist und der an der Umweltzerstörung verdienende britische Konzern um seinen Profit fürchtet, bittet Sir James seinen Mann, die Sache auf mögliche dämonische Hintergründe abzuklopfen. Hierbei trifft er auf eine junge, blonde Umweltaktivistin aus den Staaten und einen tatkräftigen Polizeisergeant, mit denen sich der Geisterjäger einigen wildgewordenen Kröten und Reptilien stellen muss.

Zugegeben, ich habe die Inhaltsangabe ein kleines bisschen heruntergespielt, aber ich wollte niemanden verschrecken. Wer schon "den Centurio" schlimm fand, sollte von diesem Band die Finger lassen. Daniel Stulgies' dritter Sinclair gibt sich nicht mit Kleinigkeiten zufrieden, da fallen die Toten reihenweise. Alles wächst sich ins Gigantische aus, und ich habe lang überlegt, ob ich den Roman deshalb abwerten soll. Da ich ihn allerdings ansonsten als extrem gelungen empfinde, gebe ich 5 von 5 Kreuzen. Sehr lesenswert, aber auch arg heftig.

Das Titelbild ist spitze. (Da darf die Kröte sogar zwei total verschieden große Arme haben.)

erstellt am 07.06.15 21:27
Vogelmädchens Meinung kann ich nicht ganz teilen. Für mich war dieser DS (mal wieder) ein wenig zuviel. Die Verkäuferin an der Frischfleischtheke freut sich jedes mal, wenn DS kommt: "Darf´s heute mal wieder etwas mehr sein...?" Aber gerne doch. 7 Tote in einem Durschnitts-JS-Roman sind schon ganz gut. 70 Tote sind schon hartes Kaliber! Aber nein, bei DS haben wir 700 Waldarbeiter + knapp 100 Waldmenschen. Glückwunsch. Wenn man das weiterspinnt, dass aus jedem Wirtskörper mind. 2 dämonische Echsen gekrochen sind - und das über Landesgrenzen hinaus!- sind wir ja schon bei ca. 1500 Tieren. Alle Achtung. Das ganze Heft über habe ich mich gefragt, wie John die wohl finden und killen will. So viel Zeit und Munition kann der Mann ja gar nicht haben und das Kreuz wirkt nicht so weit. Die Antwort ist so einfach wie genial: gar nicht! Wer also in Zukunft als Echse weiterlebt, hat Pech gehabt. Hm. Naja, Anakonda und Co möchte ich ja schon nicht ohne drittes Auge begegnen, da mach so´n bissi dämonischer Einfluss auch nichts mehr aus. Bleibt nur zu hoffen, dass die Viecher irgendwann ohne Johns Hilfe eines ganz natürlichen Todes sterben. Ach DS, etwas weniger ist manchmal mehr.
Sehr gut fand ich, die Querverweise zu den anderen Fällen. Das wirkte wie aus einem Guss, prima!
Ansonsten war mir der Schauplatz auch etwas zu viel Natur.
Nur drei von fünf Kröten

erstellt am 08.06.15 00:59
die kröte war klasse und hätte besseres verdient als so ein schnelles ende
bodycount schön hoch, so muss dass sein und mandragoro im konflikt mit einem erddämon war auch mal was besonderes
von mir aus hätte die kröte ruhig gewinnen können und mandragoros platz in der serie einnehmen sollen
der ist nämlich genau wie der spuk seit jahren nur noch ein witz.

erstellt am 08.06.15 02:06
Mir hat der Roman wirklich gut gefallen. Ob so viele Tote sein mussten, da kann man sich drüber streiten, aber mich persönlich hat es nicht wirklich gestört.
Der Roman war actionreich, flüssig zu lesen und auch nicht übermässig an den Haaren herbeigezogen.
Dass John am Ende die zu Echsen gewordenen Menschen mit einem Schulterzucken abtut, kann man nachvollziehen: was soll er denn auch anderes machen? Er kann sie nicht alle ausfindig machen, und selbst wenn es ihm gelingen würde: zurückverwandeln kann er sie nicht und ohne ihren dämonischen Meister sollten sie auch weitgehend harmlos sein. Im Schlimmstfall entsteht eine neue Art hochintelligenter Echsen, wenn die Menschen ihren Grips behalten haben

Ich habe den Roman gerne gelesen, und nicht nur quer, wie es mir bei JD immer wieder passiert. Flott geschrieben, ein "Was denn, das war's jetzt?" kam am Ende nicht auf.

5 von 5 Kreuzen

erstellt am 08.06.15 11:12
Dieser Roman liest sich wirklich toll. Das es hier sehr viele Tote gibt stört dabei nicht im geringsten. Der Roman lebt vor allen Dingen von den Einbindungen der Ereignisse aus dem Vorgängerroman und von den vielen Schauplatz wechseln, die man aus JD - Romanen so nicht gewohnt ist. Das Schöne daran ist, dass alle dieser Pfäden dann am Ende zusammenlaufen. Die Idee mit dem Erddämon war gar nicht schlecht, so muss nicht immer Mandragoro der jenige sein der herhalten muss wenn es um Naturbelange geht. Was ich im ersten Moment - wie John auch - gedacht habe als John auf der Zeichnung Mandragoro erkannt hat. Doch dann ist alles ganz anders als man in diesem Moment denkt. Also von mir bekommt der Roman zwar nicht die Top - Bewertung da ich den Vorgängerroman noch besser fand aber für ein sehr gut reicht es.

Am Ende taucht dann auch der öminöse Mönch noch mal auf. Bin mal gespannt was das mit dem Kerl noch auf sich hat.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:13 Uhr bearbeitet)

erstellt am 08.06.15 19:13
John Sinclair im Feindesland. Hier fällt auf, dass John normalerweise immer Rückendeckung von irgendwelchen Freunden hat. Er ist meistens dort unterwegs, wo er notfalls Bekannte anrufen könnte. Nun ist er auf sich allein gestellt. Nur ein sehr kurzes Telefonat von Sir James, keine direkte Kontaktperson und die Behörden sind alles andere als kooperativ. Das gab der Geschichte einen Hauch von Abenteuerroman.

Im Gegensatz zu Dee oder Stahl schaufelt Stulgies zwar wieder mit großen Händen im Dämonenrepertoire herum, übertreibt aber nicht. Es sind alles heimische Tierarten, besonders aggressiv und groß, aber nichts extremes. Die paar Menschenaugen kann ich verkraften, hätten die Tiere teilweise noch Menschenbeine oder -arme gehabt, dann hätte ich mich beschwert.

Die doppelte Mandragoro-Wendung hat mir grundsätzlich auch gefallen. Ein Gegner, den John niemals hätte allein besiegen können und Mandragoro war ebenso kraftlos. Da bekommt auch ein Umweltdämon seine Grenzen aufgezeigt. Wenn Kogan so mächtig ist wurde er sicher nicht besiegt, sondern nur seine körperliche Form und er sitzt erstmal einige Jahrhunderte geschwächt in irgendeiner Dimension herum. Wie es bei Mandragoro auch wäre, denke ich.

Das war ein etwas anderer JS. Jetzt aber auch genug vom Dschungelflair. Als nächstes kommt wieder gewohnte Dark-Kost.


PS. Obligatorischer Meckerer-Sinclairfehler. Bei niederen Dämonen zeigt das Kreuz kaum eine Wirkung? Also auch bei Zombies und Frischvampiren? Nein, dem ist nicht so.

erstellt am 08.06.15 23:15
Gurkenmob schrieb:

Dass John am Ende die zu Echsen gewordenen Menschen mit einem Schulterzucken abtut, kann man nachvollziehen: was soll er denn auch anderes machen? Er kann sie nicht alle ausfindig machen, und selbst wenn es ihm gelingen würde: zurückverwandeln kann er sie nicht und ohne ihren dämonischen Meister sollten sie auch weitgehend harmlos sein. Im Schlimmstfall entsteht eine neue Art hochintelligenter Echsen, wenn die Menschen ihren Grips behalten haben

Da bleibt doch die Frage, ob es denn überhaupt 2.000 dämonische Echsen sein müssen über halb Südamerika verteilt. Das Problem ist doch hausgemacht und liegt vor allem daran, dass DS immer noch einen draufsetzen muss. 20 oder 100 Echsen hätten es doch auch getan. Das hätte den Roman nicht schlechter gemacht, im Gegenteil.
Oder DS hat eine neue Dämonenart geschaffen, ähnlich den KdFs oder Halbvampiren und ist noch die nächsten 20 Jahre damit beschäftigt, die auszurotten. Frage mich, wann so ein Vieh zum ersten mal sich an Bord eines Flugzeugs schmuggelt und in London auftaucht.




(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:16 Uhr bearbeitet)

erstellt am 09.06.15 08:42
Es sind doch auch Kröten und so weiter, nicht nur gefährliche Echsen. 2000 ist nicht viel, wenn man bedenkt was sich da nornalerweise alles im tiefen Dschungel tummelt. Es ist traurig, um jeden einzelnen Verwandelten. Aber eine Gefahr sollte nicht von ihnen ausgehen. Jedenfalls nicht mehr als gewöhnlich.

erstellt am 09.06.15 19:02
Na, wenn Du das so sagst... schreiben wir halt mal 2000 Leute ab. Ist doch nicht so schlimm.

erstellt am 10.06.15 09:00
So ist die Welt eben. Was soll John deiner Meinung nach machen? Er hätte sich am Ende über diese Niederlage ärgern können. Niedergeschlagen, weil er den Dämon vernichten konnte, aber seine Opfer nicht mehr zu retten sind. Da muss ich dir Rect geben.

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