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Thema: 1926 Der Seelenjäger
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erstellt am 12.06.15 17:56
Jason tut mir schon Leid. Damals konnte ich JS nur mit anderen Serien vergleichen und meckern. Nahm man JS für sich hatte man eine eigene Dark-Skala. Diese Zeiten sind mit den Gastautoren vorbei. Der Altmeister bildet nun selbst in seiner eigenen Serie das Schlusslicht. Wäre Dark ein Gastautor, ich würde wie bei Logan Dee die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und mich weigern, dafür Geld auszugeben. Hoffen, dass dieser Autor nicht übernommen wird oder zumindest nicht so viele Geschichten zur Serie beiträgt.

Mehr als „der Roman wurde von Dark geschrieben“ muss man nicht wissen. Das allein sagt schon alles aus. Die Dialoge sind mangelhaft. Wo bei anderen Heftromanautoren jeder Satz genau überlegt zu sein scheint und man Spaß an den Dialogen hat, kann man sie hier getrost überfliegen und verpasst trotzdem nichts. Außerdem widerspricht sich John mehrmals bei Gedanken und Worten bzw. Handlungen, die darauf folgen. Wie als er zu Hank meint, Suko würde er alarmieren, aber er soll in London bleiben, als Notfallverstärkung. Als er ihn dann anruft bittet er ihn aber, unverzüglich zu kommen.

Zur Handlung allgemein. Ein Seelenjäger nimmt Menschen die Seele, die dann gewissenlos morden. Oder es zumindest versuchen, die Kerle stellen sich einfach dämlich an. Mag sein, dass der Bodycount bei einigen Gastautoren ziemlich hoch ist. Es stört mich aber mehr, wenn er künstlich niedrig gehalten wird. Eine Pensionsbesitzerin will John töten. Nicht etwa im Schlaf oder hinterrücks. Sondern indem sie ihm zuerst zeigt, dass sie ein Beil in der Hand hält und dann angreift, als John sich als ausgebildeter Polizist auf die Situation einstellen kann. Kein Problem für ihn, die ältere Dame zu überwältigen. Oder die Schwester von Hank. Hat bereits das Messer an seiner Kehle, als John am Haus klingelt. Hank schreit nach Hilfe. Statt ihrem Bruder nun den Hals aufzuschlitzen lässt sie von ihm ab und schaut nach, wer da geklingelt hat. Auch die junge Frau kann John überwältigen. Warum sind bei Dark die Gegenspieler oftmals so kackblöd, nur damit es keine Opfer gibt? Der Wochengegner kann ebenso wenig Spannung erzeugen. Um die fünf mal taucht er auf und es kommt zu einem kleinen Showdown. Jedes mal verschwindet er dann aber wieder, bis die 64 Seiten um sind, und Jason zum Finale schreiten darf, um es zuende zu bringen.

Das wirklich traurige ist, dass der Altmeister dieses mal einen soliden Tag hatte. Es gab weitaus schlimmere Geschichten, für einen neueren Dark ist das hier Mittelmaß. Vergleichen mit den Gastautoren aber trotzdem schlicht und einfach unannehmbar. Nicht nur bei der Technik ist Jason in der Zeit stehen geblieben, auch beim Anspruch der Geschichten. Die 70er sind vorbei, das Groschenheftklischee überwunden. Mittlerweile muss man als Heftromanautor viel drauf haben, das ist keine logikarme Trivialliteratur für den Stuhlgang mehr.

erstellt am 15.06.15 13:34
Mir reicht die Amazon Vorschau bei den Jason Romanen schon voll und ganz, um zu Wissen was einen da erwartet.

Und dein letzter Satz hat echt Potential

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:34 Uhr bearbeitet)

erstellt am 15.06.15 22:11
Nicht mal auf die vorhergehenden Fälle wird in irgendeiner Weise Bezug genommen, dieser Roman ist so geschrieben, dass er an so gut wie jeden Punkt der Serie passt.

Die Dialoge sind selten dumm, die Gegenspieler, wie bereits erwähnt, sind es nicht minder. Das ganze ist nach Schema F geschrieben und Spannung will einfach nicht aufkommen.

Jason sollte wirklich das Schreiben an den Nagel hängen und keinen auf Michael Schumacher machen. Das, was von ihm kommt, ist der Serie einfach nur noch unwürdig und zieht den guten Namen der Serie durch den Dreck.

erstellt am 18.06.15 19:42
mir ist auch lieber Jason hört auf, aber ich find der roman war jetzt nicht ganz so schlecht. ich geb 2 von 5 kreuzen. ein bisschen gruselig wars schon dass der reiter die leute zu seelenlosen gemacht hat. eben weils auch nicht so klar war was das genau heisst seelenlos. ich denk mal so was wie gewissenlos. außerdem war das interessant mit dem spuk.

erstellt am 08.07.15 08:24
Durch meinen Urlaub habe ich momentan einen Rückstand von 5 Romanen und habe mir nun direkt mal diesen Roman vorgenommen. Leider muss ich sagen das Gleichgewicht mit seiner Rezi richtig liegen. Auch mich konnte dieser Roman nicht überzeugen. Gemerkt habe ich dass schon daran, dass ich normalerweise nach einer größeren Sinclairpause den Roman in einen Rutsch durchlese. Dies wollte mir hier aber nicht gelingen weil eigentlich nichts Spannendes passiert. Im Gegenteil das ewige Auftauchen und wieder Verschwinden des Reiters nervt auf die Dauer, weil man dadurch den Eindruck erhält, dass dem Autor nicht einfällt wie es weiter gehen soll. Das Schlimmste sind aber mal wieder die Dialoge, die sind so was von belanglos und stilistisch eine Katastrophe. Zumal immer wieder das Selbe in den Dialogen vorkommt. Und hier sieht man meines Erachtens auch den Unterschied zwischen den Fremdautoren und JD. Während bei den Fremdautoren die Dialoge dazu dienen die Geschichte voran zutreiben hat man bei JD den Eindruck, dass sie nur zum Strecken des Romans dienen.

Einen Lichtblick gab es ja zu mindestens mit der Einbindung des Spuks. Doch kann man auch hier wieder hinterfragen sowie war der Diener des Spuks so stark, dass noch nicht mal das Kreuz gewirkt hat. Das ist normalerweise nur dem Spuk selber vorbehalten.

Trotz der ganzen Kritik und der Mängel in dem Roman hat die Geschichte noch mittelmäßiges Niveau denn wie Gleichgewicht schon angemerkt hat, waren in der letzten Zeit noch einige Romane deutlich schlechter. Deshalb gibt es von mir ein Mittel mit der Tendenz nach unten.

erstellt am 19.05.17 16:46
Handlung : John ist auf der Rückfahrt von einer Tagung nach London. Aufgrund einer Autobahnsperrung , ist er gezwungen , eine Umgehungstraße über Land zu benutzen. Dabei stellt er plötzlich fest , das er verfolgt wird. Kurze Zeit später hat er eine Begegnung mit einem unheimlichen Reiter , mit Kapuze und Sense. Der Reiter verschwindet wird , zerstört aber zuvor , beide Hintereifen am Rover. John stellt den Wagen ab und versucht den nächsten Ort Liss zu erreichen.In einer alten Ruine trifft er auf Hank Gorman , der den Reiter als Seelenjäger bezeichnet. Nachdem John , den Reiter noch einmal in die Flucht schlagen konnte , bringt Gorman ihn nach Liss. Nachdemt John , Suko zur Hilfe angefordert hat , wird er von seiner Pensionswirtin angegriffen , die bereits eine Seelenlose ist. Kurz darauf kann John , Hank Gorman beistehen , und dessen Schwester überwältigen , die ebenfalls bereits ihre Seele verloren hat. Während John den Seelenjäger erneut verfolgt , fällt Gorman diesem ebenfalls zum Opfer , indem auch er seine Seele verliert. Die Seelenlosen des Ortes , schlagen vereint zu und überwältigen John , der nun auch ein Opfer für den Seelenjäger werden soll. Kann Suko noch rechtzeitig eingreifen ?


Meinung : Ein Roman der Mittelklasse von Jason Dark , der einige gewohnte Schwächen aufweist. Auf der Leserseite schrieb ein Fan , er könnte die Schreibweise der Darkromane , schon nach wenigen Seiten , von den Gastautoren unterscheiden. Kann ich auch , aber nicht weil Jason besser schreibt. Das Gegenteil ist der Fall. Dabei sind die neuen wiederkehrenden eigentümlichen Redensarten noch am harmlosesten. Auch Logikfehler finden sich immer wieder. Hier wiedersprechen sich die handelnden Personen des öfteren selbst , in ziemlich schlechten Dialogen. Das die M3 einmal fälschlicherweise zur M5 wird und John seinen am Straßenrand abgestellten Wagen nicht unbedingt vorschriftsmäßig sichert , sind kleinere Fehler. Ich fragte mich auch , wie der Reiter mit der Sense die Hinterreifen , so dezent zerstören konnte , das John erst einmal noch weiterfahren konnte ? Ebenso ist es komisch das der Reiter scheinbar, vor Johns Kreuz flüchtet , obwohl er und seine Opfer , gar nicht darauf reagieren.Und dann flieht der Reiter durch eine enge Gasse , bei der John glaubt mit dem Fahrrad nicht durchzukommen. Wie geht das ? Wo ein Reiter mit Pferd durchkommt , kommt auch ein Mann mit Fahrad durch.Der Rest ist passabel und auch recht spannend. Allerdings wurde die gruselige Anfangsstimmung nicht zu mehr genutzt. Gleiches gilt für den Spuk. Gut das er mal wieder wenigstens einen kleinen Auftritt hatte. Allerdings wurde der Spuk , einer meiner Lieblingsdämonen , früher von Jason Dark besser in Szene gesetzt.Insgesamt gebe ich für diesen Roman , der auch keine Anbindung zum Vorroman hat ,die Note 4 = Ausreichend ( 2 von 5 Kreuzen ).Von mir aus könnte die Zahl der Darkromane ruhig weiter reduziert werden , da sie zur Zeit die Schwächsten in der Serie sind.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:49 Uhr bearbeitet)

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