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Thema: 1930 Nachts, wenn der Fänger lauert
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erstellt am 09.07.15 18:02
Wieder habe ich mich an den aktuellen Dark gewagt. Ich war nicht positiv überrascht, aber der Roman war auch kein totaler Reinfall. Mit den Gastautoren hoffe ich, dass der Altmeister sich etwas mehr anstrengt bzw. mehr Zeit zum Schreiben hat und die Geschichten besser werden. Hier gibt es aber wieder nur einen Fall der Woche in den gleichen Strukturen wie immer und mit seltsamen Dialogen. Man kann das Heft getrost auslassen ohne etwas zu verpassen. Ich frage mich wann endlich die Hauptplots fortgeführt werden. Damit meine ich keine bloßen Auftritte oder Erwähnungen der Dauergegner, sondern richtige Fortschritte.

Hier werden drei pensionierte Henker in einem Hotel von einem Vogelscheuchengeist mit Sense heimgesucht, welcher ein von ihnen hingerichteter Killer ist. Nach dem ersten Opfer schaltet Tanner John ein. Die restliche Handlung spielt auch im Hotel. John läuft herum, redet mit den Rentnern und das Monster der Woche killt hier und da jemanden. Mehr passiert nicht. Das ist nichts besonderes, sondern für mich eher langweilig. Immerhin kann man da nicht viel falsch machen.

Auf der Jagt nach dem Killer gilt die alte Sinclairweisheit „ich habe keine Ahnung wie wir den Kerl fassen. Wir müssen einfach warten, bis er aktiv wird und wieder zuschlagen will.“ John will auf die Rentner auf passen, die zusammen in einem Hotelzimmer hocken statt weggebracht zu werden. Aber erstmal runter in die Hotelbar und einen Kaffee trinken. So richtig ernst nimmt er seine Beschützerrolle nicht. Lieber läuft er im Hotel herum. Der Killer schlägt natürlich erst zum Finale noch einmal richtig zu. Wie beim Seelenjäger letztens. Immerhin gibt es dann doch noch einige Opfer, die John nicht verhindern kann. Wozu auch die Formel rufen, um den Kerl sofort zu stoppen. Naja, dann hätte ich mich wieder beschwert, dass John mit der übermächtigen Formel alle retten kann. Wenn man sowas starkes einführt muss man sich als Autor natürlich auch etwas überlegen, um es richtig spannend zu machen. Wie Gegner welche gegen die Kreuzformel immun sind.


Die Dialoge sind wieder richtig nett. Zwei davon will ich euch nicht vorenthalten. Der erste zeugt von Johns hervorragender Ermittlungsfähigkeit und die Fragen die er den Rentnern stellt.

»Können Sie sich denn mit dem Gedanken anfreunden, dass dieser Angriff ein Zufall gewesen ist? Dass dem Killer jemand in die Quere gekommen ist?«
»Wobei denn?«
»Keine Ahnung, Mister Kane.«
»Nein, das glaube ich nicht. Wie ich weiß, ist unser Freund in seinem Hotelzimmer getötet worden. Wem sollte er denn da in die Quere gekommen sein?«
Darauf wusste ich keine Antwort.

Hierbei stört mich nicht unbedingt der Dialog an sich, bei dem John kein Stück weiter kommt. Sondern dass er solche Fragen stur in jedem Roman stellt. Jedes Gespräch läuft gleich ab, auch wenn die Umstände anders sind und andere Fragen eher zielführend wären.



Noch einen Dialog um klar zu machen, was es mit dem Killer auf sich hat.

»Welchen Grund gab es denn, diesem Killer den Namen Fänger zu geben?«
Lange brauchten die Männer nicht zu überlegen. Da gab Emmet Hart die Antwort. »Dieser Fänger hat sich seine Opfer im Freien geholt. Nachts war er mit seiner Sense unterwegs. Da schlich er durch die Felder und Wiesen.«
»Felder und Wiesen? Wieso das?«
»Ganz einfach, Mister Sinclair. Er war jemand, der sich seine Opfer im Freien holte. Mit einem Netz. Ein Killer auf dem Lande. Ein irrer Fänger, ja, er fing sie ab. Deshalb auch der Name.«
»Und Sie wissen nicht, wo man die Opfer fand?«
»Doch, das wissen wir«, sagte Murray Kane. »Man hat sie im Freien gefunden. Dort konnte er sie fangen und grausam töten. Wie wir hörten, war seine Sense immer dabei.«


Hoffentlich haben jetzt alle Leser begriffen, dass der Fänger seine Opfer stets im Freien holte.



Auf der Darkskala ein Roman im unteren Mittelfeld. Eher schlecht und belanglos aber erträglich.

erstellt am 09.07.15 18:50
Jedem anderen würde man für einen solchen Dialog die Augenbrauen herunterreißen!

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 18:51 Uhr bearbeitet)

erstellt am 09.07.15 21:01
Das Gleichgewicht schrieb:
....
Hoffentlich haben jetzt alle Leser begriffen, dass der Fänger seine Opfer stets im Freien holte.

:: Ohne weiteren Kommentar! Ja, ja, so lieben wir unseren JD!!

erstellt am 09.07.15 22:39
Das Gleichgewicht schrieb:



Noch einen Dialog um klar zu machen, was es mit dem Killer auf sich hat.

»Welchen Grund gab es denn, diesem Killer den Namen Fänger zu geben?«
Lange brauchten die Männer nicht zu überlegen. Da gab Emmet Hart die Antwort. »Dieser Fänger hat sich seine Opfer im Freien geholt. Nachts war er mit seiner Sense unterwegs. Da schlich er durch die Felder und Wiesen.«
»Felder und Wiesen? Wieso das?«
»Ganz einfach, Mister Sinclair. Er war jemand, der sich seine Opfer im Freien holte. Mit einem Netz. Ein Killer auf dem Lande. Ein irrer Fänger, ja, er fing sie ab. Deshalb auch der Name.«
»Und Sie wissen nicht, wo man die Opfer fand?«
»Doch, das wissen wir«, sagte Murray Kane. »Man hat sie im Freien gefunden. Dort konnte er sie fangen und grausam töten. Wie wir hörten, war seine Sense immer dabei.«


Hoffentlich haben jetzt alle Leser begriffen, dass der Fänger seine Opfer stets im Freien holte.




Ich hab nur nach diesen Dialog nur begriffen, dass ich niemals mehr einen JD Roman lesen werde!!

In der neuen Ausgabe der "Phantastisch" gibt es einen sehr guten Artikel über Stephen King - wie Dark, so wurden auch King seine Romane seit Anfang der 90iger immer schlechter - der Autor des Artikels hat die Entwicklung sehr gut beschrieben und ich bin ganz seiner Meinung.
Wobei ich King natürlich nicht mit Darks Schreibe vergleichen möchte

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 22:42 Uhr bearbeitet)

erstellt am 09.07.15 23:27
Grüner Drache schrieb:
Das Gleichgewicht schrieb:



Noch einen Dialog um klar zu machen, was es mit dem Killer auf sich hat.

»Welchen Grund gab es denn, diesem Killer den Namen Fänger zu geben?«
Lange brauchten die Männer nicht zu überlegen. Da gab Emmet Hart die Antwort. »Dieser Fänger hat sich seine Opfer im Freien geholt. Nachts war er mit seiner Sense unterwegs. Da schlich er durch die Felder und Wiesen.«
»Felder und Wiesen? Wieso das?«
»Ganz einfach, Mister Sinclair. Er war jemand, der sich seine Opfer im Freien holte. Mit einem Netz. Ein Killer auf dem Lande. Ein irrer Fänger, ja, er fing sie ab. Deshalb auch der Name.«
»Und Sie wissen nicht, wo man die Opfer fand?«
»Doch, das wissen wir«, sagte Murray Kane. »Man hat sie im Freien gefunden. Dort konnte er sie fangen und grausam töten. Wie wir hörten, war seine Sense immer dabei.«


Hoffentlich haben jetzt alle Leser begriffen, dass der Fänger seine Opfer stets im Freien holte.




Ich hab nur nach diesen Dialog nur begriffen, dass ich niemals mehr einen JD Roman lesen werde!!

In der neuen Ausgabe der "Phantastisch" gibt es einen sehr guten Artikel über Stephen King - wie Dark, so wurden auch King seine Romane seit Anfang der 90iger immer schlechter - der Autor des Artikels hat die Entwicklung sehr gut beschrieben und ich bin ganz seiner Meinung.
Wobei ich King natürlich nicht mit Darks Schreibe vergleichen möchte


Eine Grusel-Serie, die seit fast 2000 Bänden läuft, ist irgendwann auch mal ausgelutscht. Der Autor kommt irgendwann in die Jahre, die Ideen gehen aus.

Dennoch muss man Respekt davor haben, dass es neben dem Unsterblichen JC (der müsste eigentlich längst verblichen oder ein Android sein - so oft der sich nicht eine Kugel, sondern einen Schlag auf den Bulmers eingefangen hat. Welcher Kopf hält das aus?) auch der ebenfalls Unsterbliche JS zu solchen Heftnummernzahlen geschafft hat.

Neben PR und dem eben erwähnten JC eine bemerkenswerte Leistung - noch dazu wenn man bedenkt, dass die Serie überwiegend von einem Autor geschrieben wurde. Aber wenns am Schönsten ist, sollte man vielleicht auch aufhören. JS hat alle (also alle, an die ich mich erinnern kann) Grusel-Serien weit überlebt und wird daher der Fangemeinde des Heftromans immer in Erinnerung bleiben.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:29 Uhr bearbeitet)

erstellt am 10.07.15 08:17
Wir haben jetzt eben den Vergleich und sehen, dass man aus JS doch noch etwas heraus holen kann. Unmöglich ist das nicht. JD kann es nur einfach nicht mehr. Ich sehe das auch so, er ist älter geworden und dafür kann er natürlich nichts. Er sollte aufhören, damit man sich an ihn als den Altmeister des Heftromanhorrors erinnert...und nicht an den Altmeister des Dialoghorrors. :)

erstellt am 10.07.15 22:41
Kann man aus John Sinclair wirklich noch etwas herausholen? JS ist eine Gruselserie (ich möchte das Wort "Horror" bewusst vermeiden), die es auf fast 2000 Bände gebracht hat. Das ist eine reife Leistung.

Klar ist, dass die Themen nicht unerschöpflich sind und letztendlich nicht nur aus Hexen, Werwölfen, Zombies, Vampiren und dem Teufel bestehen können, Man (JD) musste sich da irgendwann etwas anderes einfallen lassen und so kam mit der Zeit Atlantis, Aibon, oder die Psychonauten ins Spiel. Das war auch der Grund dafür, dass ich aufgehört habe, die Romane zu lesen, denn wenn der rote Ryan auf der Flöte spielt, hat das für mich eher den Hauch von Fantasy als den von Grusel.

Um zur Ausgangsfrage zurückzukommen: wo siehst Du denn das noch vorhandene Potential von JS? Nur im Rückzug von JD? Welchen Horror kann man noch neu erfinden? Dämonengötter auf dem Mars?

Da hat meiner bescheidenen Meinung nach Maddrax deutlich mehr Potential, denn da haben sie sich immerhin um eine Erklärung dafür bemüht, warum der Titelheld nicht altert. Da möchte ich doch inzwischen John Sinclair oder auch Jerry Cotton als eher seichte Unterhaltung bezeichnen, weil bei diesen Serien genau diese Frage offensichtlich keine Rolle spielt. Sowohl John und Suko als auch Jerry und Phil müssten inzwischen pensioniert sein und sich im Rollstuhl von ihren Pflegerinnen herumschieben lassen.

Also irgenwann muss Schluss sein - vielleicht schafft es Jason noch bis zur Nummer 2000. Ein guter Zeitpunkt, mit der Serie aufzuhören. Und Hochachtung und Respekt dafür, es bis dahin geschafft zu haben.

erstellt am 10.07.15 22:48
Larry Brent schrieb:
Da hat meiner bescheidenen Meinung nach Maddrax deutlich mehr Potential, denn da haben sie sich immerhin um eine Erklärung dafür bemüht, warum der Titelheld nicht altert.

was habense denn da für ne erklärung? ein zeitstrahl vom mars? klar, da kann JS nicht mithalten.

da ist es mir echt lieber ich hab keine erklärung warum John und Suko nicht älter werden. ich denk man kanns aber zwischen den zeilen lesen, dass sie doch nicht mehr so jung sind wie sie mal waren.

so, und den roman hab ich mir jetzt auch noch mal gekauft, obwohl er von Jason ist. das ist wie son glücksspiel.

erstellt am 10.07.15 23:33
Ariane schrieb:
Larry Brent schrieb:
Da hat meiner bescheidenen Meinung nach Maddrax deutlich mehr Potential, denn da haben sie sich immerhin um eine Erklärung dafür bemüht, warum der Titelheld nicht altert.

was habense denn da für ne erklärung? ein zeitstrahl vom mars? klar, da kann JS nicht mithalten.

da ist es mir echt lieber ich hab keine erklärung warum John und Suko nicht älter werden. ich denk man kanns aber zwischen den zeilen lesen, dass sie doch nicht mehr so jung sind wie sie mal waren.

so, und den roman hab ich mir jetzt auch noch mal gekauft, obwohl er von Jason ist. das ist wie son glücksspiel.


Der Zeitsrahl ist ja immerhin der Versuch einer Erklärung. Wenn also John und Suko zwischen den Zeilen in die Jahre gekommen sind, wäre es an der Zeit, sie in Rente zu schicken, ein Geisterjäger im Rollstuhl macht ja keinen Sinn.

Gleiches gilt im Übrigen auch für Jerry Cotton - da ist es noch schlimmer: Phil und Jerry müssten längst auf dem Balkon der Muppets-Show sitzen und Kommentare wie Waldorf & Statler abgeben. Aber sie sprinten auch mit 60 Jahren noch Gangstern hinterher (Wir RTL´er sind schneller) wie ein Junger. Das Training beim FBI muss saugut sein.

Bitte um Verzeihung, ist nur meine persönliche Meinung.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:34 Uhr bearbeitet)

erstellt am 11.07.15 11:04
Larry Brent schrieb:
Ariane schrieb:
Larry Brent schrieb:
Da hat meiner bescheidenen Meinung nach Maddrax deutlich mehr Potential, denn da haben sie sich immerhin um eine Erklärung dafür bemüht, warum der Titelheld nicht altert.

was habense denn da für ne erklärung? ein zeitstrahl vom mars? klar, da kann JS nicht mithalten.

da ist es mir echt lieber ich hab keine erklärung warum John und Suko nicht älter werden. ich denk man kanns aber zwischen den zeilen lesen, dass sie doch nicht mehr so jung sind wie sie mal waren.

so, und den roman hab ich mir jetzt auch noch mal gekauft, obwohl er von Jason ist. das ist wie son glücksspiel.


Der Zeitsrahl ist ja immerhin der Versuch einer Erklärung. Wenn also John und Suko zwischen den Zeilen in die Jahre gekommen sind, wäre es an der Zeit, sie in Rente zu schicken, ein Geisterjäger im Rollstuhl macht ja keinen Sinn.

Gleiches gilt im Übrigen auch für Jerry Cotton - da ist es noch schlimmer: Phil und Jerry müssten längst auf dem Balkon der Muppets-Show sitzen und Kommentare wie Waldorf & Statler abgeben. Aber sie sprinten auch mit 60 Jahren noch Gangstern hinterher (Wir RTL´er sind schneller) wie ein Junger. Das Training beim FBI muss saugut sein.

Bitte um Verzeihung, ist nur meine persönliche Meinung.



Das hat sich auch geändert!

ANTWORT MadMike aus dem MADDRAX Forum,
Grüner Drache schrieb: Ich bin ja erst wieder vor kurzem bei Maddrax wieder eingestiegen, jetzt habe ich mal eine Frage - ich habe irgendwo gelesen, dass Maddrax nicht mehr so schnell altert!

"Ist das richtig,wenn ja warum altert Maddrax nicht mehr so schnell, und betrifft das noch andere Personen im Maddrax Universum?

MadMike
Das war bis zum Ende des letzten Zyklus so. Matt und auch Aruulahatten durch die Reise im Zeitstrahl eine Tachyonenschicht abbekommen, der ihr Altern extrem verlangsamte. Nach dem Durchqueren des Wurmlochs ist diese Schicht futsch und sie altern weiter. Dieser "Tachyonenmantel" hält auch nur 50 Jahre vor, danach holt sich die Zeit der Verfall in Minuten zurück. Wen das sonst noch betrifft? Da fallen mir ad hoc nur Jenny Jensen und Pilatre de Rozier ein."

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:06 Uhr bearbeitet)

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