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Thema: 1931 Einmal kommt der Todesengel
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erstellt am 15.07.15 17:53
Da hat der Altmeister wieder einen rausgehauen. Lockt den Leser auf die falsche Fährte, dass er nur einen halbwegs annehmbaren „Monster of the Week“ schreibt und reißt die Geschichte zum Entspurt nochmal in den Abgrund. Muss man auch können. Aber von vorn...

Ein Todesengel bringt Leute um. Sein erstes Opfer im Roman ist ein Mafiaboss, der vor Klischees nur so trieft. John kommt über Umwege an den Fall und das übliche Prozedere beginnt.

Bereits hier gibt es die üblichen Dialoge und seltsame Ideen. Wenn der Todesengel nur gezielt bestimmte Personen mit ins Jenseits nimmt, warum geht er dann um die wie Axt im Walde und bringt die Leibwachen des Mafiabosses gleich mit um? Hat er als mystische Kreatur keine anderen Mittel, sie bewusstlos zu schlagen oder so? Der Gegner ist mal wieder sehr menschlich. Er hat Flügel und die Opfer hören seine Stimme in ihrem Kopf. Aber oft greift er auch zum Telefon und ruft Leute an. Muss ja jeder Gegner bei JS machen. Davon abgesehen gibt es bis zum vermeindlichen Finale nur leichte Kritkpunkte. Da kennt John einen Bischof van Roham von einem früheren Abenteuer, den er um Aufkunft über Klöster in London bittet. Der Name sagt mir rein gar nichts. Hier wäre es schön gewesen eine Figur einzubinden, die tatsächlich irgendwann mal in einem Heft vorkam. Mit Pfarrern und Co hat John eigentlich genug zu tun gehabt, auch in London.


Dann wird das Versteck des Todesengels in einem verlassenen Kloster gefunden. Hier gibt es zuerst einmal eine für mich wichtige Stelle. Das Kreuz reagiert, aber es ist nicht unmittelbar ein Gegner zu sehen. Was fragt Suko da? Ob sich Johns Kreuz nicht vielleicht geirrt haben könnte. Bei einem Fremdautor wäre das ein klarer Fall von „nicht genug mit der Serie beschäftigt“. Der Chinese kennt John lange genug und war bei unzähligen Abenteuern dabei, um zu wissen, dass das Kreuz sich nicht irrt. Wenn es sich erhitzt geht irgendetwas schwarzmagisches in der Nähe vor sich. Warum also diese dämliche Frage, die ihm ausgerechnet der Hauptautor in den Mund gelegt hat? Manchmal kennt sich der Hauptautor am wenigsten mit seiner eigenen Serie aus und schafft es nicht das „Feeling“ seiner eigenen Serie einzufangen. Soviel nur kurz zu einigen Kommentaren von Leuten aus den Foren.

Würde es jetzt tatsächlich zum Showdown kommen hätte ich den Roman mittelmäßig auf der Darkskala bewertet. Ein Monster der Woche und einige der üblichen Kritikpunkte, aber insgesamt lesbar. Nun merkte der Chef aber, dass noch zehn Seiten fehlen. Was tun? Die Geschichte nochmal umschreiben und ein wenig verlängern? Geht auf der Schreibmaschine ja nicht. Also muss jetzt einfach irgendwas zusammengetippt werden, um die Seiten zu füllen, bevor der Todesengel erledigt wird. Der Todesengel flieht aus dem Kloster. John und Suko nehmen im Wagen die Verfolgung auf. Plötzlich wirft der Engel ihnen einige Handgranaten entgegen. Die hat er irgendwann zuvor bei einem Waffennarr im nahegelegenen Dorf geklaut. John und Suko wissen nicht weiter und rufen Bischof van Rodham an. Der weiß jetzt auf einmal mehr über die Vergangenheit des Klosters und die Idendität des Todesengels wird aufgeklärt. Aber wo ist das Kerlchen jetzt, dies ist ja die wichtigste Frage. John vermutet, dass der Todesengel dem Bischof einen Besuch abstatten wird. Ausgerechnet jetzt, was für ein Zufall. Damit hat er natürlich Recht. Die beiden Geisterjäger können gerade noch rechtzeitig beim Bischof ankommen, um den granatenwerfenden Todesengel zu vernichten. Auf einmal bringt der Engel auch nicht mehr spezifische Personen ins Jenseits, sondern killt willkührlich für den Satan. Und von dem Treffen zwischen dem Engel und der Mutter des ermordeten Mafiabosses – da gab es in der Mitte des Heftes ein Telefonat – ist keine Rede mehr.


Ein schlechter Roman. Ich versuche mich ja auf Dark und seine Problemchen einzustellen. Aber wenn er am Ende einen für ihn machbaren Roman in die Tonne tritt und sinnlos neue Ideen einwirft, anstatt die fehlenden Seiten vernünftig mit Zeitaufwand zu füllen, wie es sein Job ist, ist bei mir kein Verständnis mehr da.
Zum Schluss noch das Zitat der Woche. Die Mutter des Mafiabosses ruft bei John im Yard an, um die Story weiter in Fahrt zu bringen.



Sekunden später hörte ich die energisch klingende Stimme einer Frau. »Spreche ich mit einem kompetenten Menschen, der sich um den Mord an Ricardo kümmert?«
»So ist es. Mein Name ist John Sinclair. Ich bin derjenige, der den Toten gefunden hat.«
»Ja, das ist gut. Ach ja, ich bin übrigens Celia Moretti, die Mutter des Getöteten.«
»Ja, das hörte ich schon.«
»Und deshalb will ich, dass der feige Mord aufgeklärt wird.«
»Das nehme ich Ihnen ab, Madam. Aber warum rufen Sie mich an? Was habe ich damit zu tun?«

Ja, was hat John eigentlich mit dem Mordfall zu tun? Also außer dass er der ermittelnde Beamte in dem Fall ist. Aber das ist ja kein Grund, dass er etwas mit dem Fall zu tun hat...äm...laut Darklogik.

erstellt am 16.07.15 19:15
Alle Achtung Gleichgewicht. Ich habe den Roman nach 13 Seiten zur Seite gelegt und mir lieber Perry Rhodan NEO Platin Band 2 genommen. Ich werde nur noch Dark Romane lesen die mir besser gefallen. Ich verschwende nicht meine Zeit mit solchen Romanen und freue mich lieber auf die Co Autoren Romane.

erstellt am 27.07.15 09:17
Wie so oft bei JD in letzter Zeit beginnt der Roman recht gut. Der Anfang mit dem Mafiosi ist dann aber auch das Beste an dem Roman. Nach der Ermordung verfällt JD dann wieder in das übliche Muster. Es wird viel geschwafelt und viel hin und her gefahren, bis plötzlich alles nicht mehr so ist wie es am Anfang des Romans war. Die Punkte wurden hier ja schon dargestellt. Das sich dann alles in eine Rachestory bezogen auf den Bischof ändert ist dann doch etwas merkwürdig. Weniger gestört hat mich die Sache mit den Handgranaten, so kam wenigstens etwas Fahrt in den müden Roman. Insgesamt ist es aber wieder ein enttäuschender Roman. Denn es ist mal wieder nicht mehr als ein Monster of the Week Roman. Anstatt, dass JD mal wieder das Thema Rasputin, Matthias oder Justine Cavallo voran bringt wird uns hier zum x-ten Mal ein Engel auf Rachetour serviert. Alles im allen bleibt unter den Strich wieder ein mittelmäßiger bis schlechter Roman.

Was aber durch diesen Roman mal wieder recht deutlich wird ist, dass wir es momentan tatsächlich mit zwei Serien in einem Gewand zutun haben. Denn der Engel wird ja hier als Mönch beschrieben und als John ihn das erste mal sieht verschwendet er keinen Gedanken an den ominösen Mönch den die Fremdautoren eingeführt haben.

Ich schwanke bei der Bewertung zwischen schlecht und mittel, da dieser Roman wieder einige Logikprobleme hat aber auch Szenen beinhaltet die durchaus unterhalten. Ich gebe den Roman ein mittel mit einem ellenlangen Minus.

erstellt am 04.08.15 22:20
New Orgow schrieb:
Ich schwanke bei der Bewertung zwischen schlecht und mittel, da dieser Roman wieder einige Logikprobleme hat aber auch Szenen beinhaltet die durchaus unterhalten

ich find den roman nicht schlecht, aber es war auch wieder typisch, dass manches einfach vergessen wurd. z.B. das mit der mutter, die den mörder ihres sohnes treffen wollte. ich geb mal 3 von 5 kreuzen

erstellt am 28.05.17 13:12
Handlung : Johnny Conolly berichtet John, das auf einem alten Friedhof dunkle Rituale stattfinden sollen. Zusammen mit Bill und Johnny , stattet John dem Gelände einen Besuch ab.Dabei trifft John auf eine dunkle Gestalt in Kutte und mit Flügeln , die ihm aber entkommt.Kurz darauf entdeckt John den erhängten Mafiaboß Ricardo Moretti. Anderen Tags trifft sich John mit der Mutter des Ermordeten , Celia Moretti , um mehr zu erfahren.Diese wird in seinem Beisein , von einem Todesengel angerufen , den sie daraufhin herausfordert.John erfährt außerdem das Ricardo kurzzeitig eine Auszeit in einem Kloster genommen hat.Über Recherchen mit Suko und Rücksprache mit dem zuständigen Bischof , erfahren die Geisterjäger , von einem ehemaligen Kloster in der Nähe Londons , das zum Verkauf steht. Dort angekommen finden sie den Portier, der den Verkauf unterstützen sollte , ermordet auf. Der Mörder ist noch im Kloster , doch der Todesengel kann ihnen entkommen. Auf dem Rückweg überstehen die Geisterjäger einen Angriff des Todesengels per Handgranate. Woher diese stammte, klärt sich auf , als im nahen Ort ein ermordeter Waffensammler gefunden wird. Vom Bischof erfährt John , das das Kloster geschlossen wurde , als der Abt Lucius die Seiten wechselte. John wird klar , das nun der Bischof in Lebensgefahr ist. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Können die Geisterjäger dem Bischof das Leben retten und den Todesengel ausschalten ?

Meinung : Ein Roman von Jason Dark , der zwar erneut nur ein Monster der Woche präsentiert , der mir aber auch recht gut gefallen hat. Im Vergleich mit den letzten Romanen von Jason, gefiel mir dieser am besten. Entwickelt sich doch eine spannende und unterhaltsame Geschichte mit ein paar überraschenden Wendungen. Auffällig war nur , das es zu der angekündigten Begegnung des Todesengels mit Celia Moretti , im Laufe der weiteren Ereignisse nicht mehr kam. Sehe ich aber nicht als so schlimm an. Bedenklicher dagegen fande ich Jasons Aussage auf der Leserseite : " Wenn mich nicht alles täuscht hat Johnny eine Waffe " Geht es noch ? Johnny hat die Waffe ungefähr ein Jahr vor dieser Leserseite erhalten und das weiß der Hauptautor nicht mehr ? Finde ich bedenklich und empfehle Jason sich genauere Notizen zu machen. Das kann man schon erwarten. Für den Roman gebe ich noch ein knappes Gut ( 4von 5 Kreuze )

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