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Thema: 1933 Strigor, der Menschensauger
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erstellt am 29.07.15 21:38
Vielleicht bin ich durch die tollen Romane des letzten Neuzugangs verwöhnt, aber Marc Freunds Geschichte fand ich nicht besonders gut. Als Einstieg akzeptabel, da reicht auch ein normaler Fall der Woche. Die ersten Beiträge von Michael Breuer waren ja auch nur simple Fälle. Dennoch haben sie mich deutlich besser unterhalten als die Vampirstory hier. Wäre Marc einer der ersten Gastautoren gewesen, ich hätte das nicht so eng gesehen. Aber mittlerweile gibt es genug davon und vor allem genug bessere, die meinen Geschmack eher treffen. So schlimm wie bei Logan Dee oder Uwe Voehl war es nicht. Ich würde meinen, das laß sich wie ein Dark wenn er mal einen guten Tag hat.

Denn es ist ein Fall mit vielen Telefonaten, Besuchen bei Leuten, vielen Gesprächen und Autofahrten. Man merkt dem Autor an, dass er sonst Krimis schreibt und keine Gruselgeschichten. Die Vampire passen auch nicht wirklich zum Sinclairsetting. Dark hat sie oft menschlich geschrieben und nicht wie Monster. Vor allem der Obervampir ließt sich so, als hätte der Autor kürzlich die Serie „The Strain“ gesehen, dort hat er die gleichen Fähigkeiten. Wie eine flinke Spinne an der Decke entlangkrabbeln ist zum Beispiel nichts, was Blutsauger bei JS normalerweise machen.

Dazu gibt es besonders am Ende Zufälle. Suko und die Journalistin schauen zufällig gerade dann bei der Schule vorbei, als man nach dem jungen Manning sucht. Und der versteckt sich zufällig gerade dort, wo gerade jetzt einer der Vampire ebenfalls Schutz vor dem Tageslicht sucht. Und warum schleppt man die Journalistin als verletzliche Zivilistin eigentlich mit? Weil sie aufdringlich ist und nicht freiwillig gehen will? Sie behindert eine laufende Ermittlung bereits zum wiederholten male trotz Warnungen. Einfach vom Dorfpolizist einsperren lassen, bis der Fall erledigt ist. Wäre rechtlich sogar in Ordnung.

Und wenn man in der Grafschaft Devon unterwegs ist hätte man sich ruhig daran erinnern können, dass man da erst kürzlich einen Fall hatte. Dafür werden die Fariac-Brüder erwähnt, auch ganz nett.


Ich muss hier eine mittlere Bewertung vergeben, ohne Tendenz zu einem guten Roman. Für einen Gastautor bei der Konkurrenz einfach nicht gut genug, da bin ich knallhart. Florian ist als weiterer zusätzlicher Autor bei der Fülle auch nur in Ordnung, weil er Qualitäts-Romane von Anfang an schrieb. Vielleicht steigert sich Marc noch und hat sich bewusst zurück gehalten.

erstellt am 30.07.15 13:32
Nach langer Zeit mal eine Geschichte mit richtigen Vampiren. Ich kann mich an die letzte gar nicht mehr erinnern, da JD nur diese Cavallo-Sachen schreibt und der Vampirroman von A. Bekker ("Wie schmeckt ..." ) nicht dolle war.
Hier sind es klassische Vampire, die lange, schwarze Mäntel haben und das Sonnenlicht meiden. Die Szenen mit ihnen sind dem Autor gut gelungen. Da stimmten Atmosphäre und Action gleichermaßen. Besonders interessant fand ich die psychischen Fähigkeiten, mit denen zu Anfang der Wissenschaftler Boyd in die Kühlkammer gelockt und später die Ratten manipuliert wurden. Nicht überzeugt hat mich die Immunität gegen die Silberkugeln, da hätte ich mir eine klare Begründung gewünscht. Und der Menschensauger hätte ein bisschen mehr Menschen saugen dürfen.

Am Anfang ist M. Freund allerdings ein kapitaler Fehler unterlaufen, denn Vampire kann man niemals nimmer nicht fotographieren.

Ansonsten fehlte mir zu Beginn ein Gespräch mit Bill. Und ich wunderte mich, dass John alkoholisiert Auto fährt; da nimmt er sich doch eher ein Taxi. Es fehlte eine Erklärung, weshalb Suko am nächsten Morgen nicht mit John ins Yard gefahren ist. Nimmt John sonst auch immer das Kreuz von der Kette ab? Er zieht sich doch die Kette über den Kopf, nicht?

Mir hätte es besser gefallen, wenn sich die Handlung nicht in das Dorf verlagert hätte. Die Labore inklusive Kühlkammern waren ein attraktiverer Ort. Die Gastfiguren (Metzfamilie, Pfarrer, Bulle) waren mir zu gewöhnlich; diese aufdringliche Charlotte ist ein Figurentyp, der von den Co-Autoren gerne genutzt wird (DS: die Umweltaktivistin beim Kogan, TS: die Affenschaukelzöpfe) und den ich überhaupt nicht mag. Da gefallen mir JDs Frauenfiguren (Maxine, Sophie, Karina) deutlich besser.

Dass sich der Dorfpfarrer mit Strigor verbündet, war mir nicht plausibel genug dargestellt. Das Elixier hätte schon irgendetwas bewirken sollen. Und hier hätte auch die Erwähnung des Ägypters Not getan, der sich ja erst kürzlich ein Unsterblichkeitselixier gebreuert hatte.

Ein guter Einstand, aber der Autor hat auch noch einiges zu tun, will er bei mir punkten. 3 von 5 Kreuzen

erstellt am 31.07.15 19:33
Das Gleichgewicht schrieb:Die Vampire passen auch nicht wirklich zum Sinclairsetting. Dark hat sie oft menschlich geschrieben und nicht wie Monster.

ich find allein schon das bild vom roman passt nicht zu JS. gefällt mir nicht, einfach nur hässlich. kauf ich nicht.

erstellt am 31.07.15 20:24
Ariane schrieb:
ich find allein schon das bild vom roman passt nicht zu JS. gefällt mir nicht, einfach nur hässlich. kauf ich nicht.

....und was kann Marc Freund jetzt dafür ?. Geht doch in erster Linie um den Inhalt oder ? .

erstellt am 01.08.15 01:45
....wobei genau das die Aufgabe eines Titelbildes ist: Neugierig auf den Roman machen....

Ich hab´s gekauft!

erstellt am 01.08.15 01:56
Wolf schrieb:
....wobei genau das die Aufgabe eines Titelbildes ist: Neugierig auf den Roman machen....

Hast ja Recht, doch auch der Name des Autor's sollte für Neugierde sorgen oder ? .

Wolf schrieb:
Ich hab´s gekauft!

Dann haste ja alles richtig gemacht .

erstellt am 03.08.15 11:15
Das Erstlingswerk von Marc Freund konnte bei mir auch nicht so richtig punkten. Die Geschichte ist zwar nicht schlecht, fällt aber gegenüber den anderen Fremdautoren doch etwas ab. Wobei ich auch der Meinung bin, dass die Geschichte um Längen besser ist, als dass was Logon Dee abgeliefert hat. Marc Freund gelingt es zu mindestens die Sinclair-Charaktere (John und Suko) gut darzustellen und es unterlaufen ihm in seinem Erstling dabei auch nicht so viele Fehler. Hier kann ich nur zwei Kritikpunkte anbringen. Zum Einen, dass John eigentlich nach einen Treffen mit Bill sich normalerweise nicht mehr ans Steuer setzt und zum Anderen, dass Lösen des Kreuzes von der Kette. In der Regel streift John sich die Kette nur ab und löst das Kreuz nicht von der Kette. Die Geschichte selber ist halt eine normale Vampirgeschichte ohne große Überraschungen, i n die sich ein paar kleinere Logikschnitzer eingeschmuggelt haben (Stichwort Foto vom Vampir auf dem Handy) und in der es etwas viele Zufälle gibt . Doch eins muss man auch hier wieder deutlich feststellen, die Schreibweise und die Dialoge sind deutlich über dem Niveau von aktuellen Dark Romanen. Das Erstlingswerk von Marc Freund erhält von mir eine mittlere Bewertung.

erstellt am 11.08.15 19:31
Ich war beim Lesen nicht ganz bei der Sache. Ob es am Roman oder mir lag weiß ich nicht, insgesamt schließe ich mich aber meinen Vorrednern mal an - ein befriedigender Roman für einen Neuautor, aber noch immer um Längen besser als die Sachen von Jason.
Das Titelbild hat mir gut gefallen, der Vampir wird richtig schön klassisch dargestellt und erinnert mich sehr an Max Schreck in seiner Rolle als Dracula.

erstellt am 13.06.17 16:01
Handlung : Auf der Heimfahrt von einem Treffen mit Bill , läuft John ein gewisser Nick Cunnings vor das Auto.Da Cunnings nicht so recht mit der Sprache heraus will , beläßt es John dabei und fährt ihn nach Hause.Als er am anderen Morgen , Cunnings Handy im Fußraum findet , möchte John es ihm zurückbringen , muß aber erfahren , das Cunnings ermordet wurde. John überprüft daraufhin das Handy und findet Fotos ,die zum einen auf das Labor von Professor Saxton hinweisen und zum anderen einen Vampir zeigen. Im Yard taucht die Journalistin Charlotte Brewster auf , die sich für die Bilder interessiert. John wimmelt sie ab und fährt mit Suko zu Saxtons Labor. Dort können sie nicht viel erreichen , da der Professor auf einen Durchsuchungsbeschluß besteht. Auf der Rückfahrt werden sie verfolgt. Sie stellen die Verfolgerin auf einer Baustelle. Es ist Charlotte Brewster , die nun zugibt, das Cunnings ihr Bruder war.Die Geisterjäger schicken die Journalistin , nach einem Beschuß aus dem Hinterhalt fort und dringen noch einmal , nicht ganz legal ,in Saxtons Labor ein. Dort werden sie Zeugen , einer Auseinandersetzung , zwischen Saxton , seinem Asssistenten und dreier Vampire.Sie können einen Vampir vernichten , während die anderen samt Saxton und seinem Mitarbeiter fliehen. Durch Aufzeichnungen Saxtons , finden die Geisterjäger eine Spur , die sie in den kleinen Ort Fellstead führt. Im Zuge von Renovierungsarbeiten an der Dorfkirche , waren hier unterirdische Gänge und drei Särge gefunden worden. Kurz darauf wurde der Inhalt der Särge gestohlen.Zusammen mit Constabler Farnsleigh und dem Pfarrer , starten die Geisterjäger ihre Suche , nach den Flüchtigen.Erneut stoßen sie dabei auf Charlotte Brewster. Gelingt es den Geisterjägern , die Vampire zu vernichten und auch Saxton unschädlich zu machen , der weiterhin besessen nach einem geheimnisvoillen Elixier sucht , das Strgor einst geschaffen hat ?

Meinung : John Sinclair Premiere für Marc Freund , einem Autor , der mir bislang überhaupt nicht bekannt war. Marc gibt ein solides Debüt , mit einem Roman , bei dem mehr Recherchen und Befragungen im Mittelpunkt stehen , als die reine Action. Trotzdem ist der Roman spannend und auch handwerklich gelungen , ohne größere Fehler. Ganz im Gegenteil. Marc erinnert noch einmal an den Vorroman und hat auch Sinclairs Irrglauben übernommen , Lykaon vernichtet zu haben. Erinnert wird auch an Fariac , auch wenn ich da nicht besonders viele Parallelen erkennen konnte. Die Gestalt des Strigor erinnert an den klassischen Nosferatu , eher Ungeheuer als charmanter Vampir. Für ein Erstlingswerk hat mir der Roman recht gut gefallen , aber bei Marc gibt es noch Luft nach oben. Bei der Bewertung orientiere ich mich an den besseren Darkromanen und gebe die Note 3 = Befriedigend ( 3 von 5 Kreuze )

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:02 Uhr bearbeitet)

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