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Thema: 1936 Im Tal der toten Tiger
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Antworten zu diesem Thema: 16

 
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erstellt am 20.08.15 18:26
Wow. Ganz andere Töne von Timothy. Der Roman startet spannend, aber normal. Und es vergeht einige Zeit, bis man im Text den Beweis hat, dass es um einen paranormalen Fall geht. Als Gegner nur eine handvoll Tigermenschen. Keine übertriebene Action oder sehr ausgefallene Ideen. Nur das Helikopter-Splatter-Finale ließt sich dann wieder so, als hätte der Autor ein Markenzeichen setzen müssen.

Was Herr Stahl hier abliefert hätte ich so nicht erwartet. Der Ghoulroman war schon ein Entgegenkommen zu meinem Heftromangeschmack, beim Tigermenschroman ist er voll bei mir angekommen. Das hilft anderen interessierten Lesern als Rezension nicht sonderlich weiter, aber ich war einfach überrascht und habe mich gefreut.

Mit dem Monstermacher kann ich noch wenig anfangen. Er wirft dem Team vor jedem Fall ein paar neue Tierchen vor die Füße und ärgert sich danach, dass sie vernichtet wurden. Und jetzt mischt auch noch der geheimnisvolle Mönch hier mit. Man muss echt nicht alles verweben. Der ist ja jetzt überall dabei, bei so ziemlich jedem Autorenfaden.

Was ich nicht verstanden habe: Wen ruft Bill an und bittet ihn zu helfen? Irgendwer war ja schon auf dem Weg. Erst dachte ich natürlich an John Sinclair. Aber wenn der den Hilferuf seines Freundes erhalten hat, wird der nicht spontan erstmal Godwin helfen und Bill warten lassen. Beide Fälle ereignen sich ja zeitgleich. Oder hat Bill Mandra alarmiert? Das klingt schon eher so. Das Wiedersehen mit Mandra hätte ich hier fast erwartet und die Gelegenheit hat Timothy auch nicht verstreichen lassen. Dafür kommt John im wahrsten Sinne des Wortes zu spät.

Ein schöner Roman. Ein wenig Reisefeeling, bekannte Gesichter, interessante Gegenspieler und eine Priese Stahl-Action. Genau die richtige Mischung.

erstellt am 21.08.15 09:15
Mir hat er auch gefallen, bisschen harmlos vielleicht wenn man bedenkt was solche Tigermonster anrichten könnten, aber egal.

Schön dass man mit dem Mönch ein verbindendes Element geschaffen hat, ich hoffe nur das es nicht Matthias ist, das wäre irgendwie billig.
Der Alte des Meeres ist mal was ganz anderes, als der Gegner-Einheitsbrei und das kann nur positiv sein.
Nur seinen Namen den man hier erfahren hat.
Den finde ich schrecklich

erstellt am 21.08.15 14:26
Wenn ich mich richtig erinnere wurde Phorkys mal in Band 202 "Bring mir den Kopf von Asmodina" als wichtiger Höllendämon erwähnt, ist danach aber nie aufgetaucht. Ich bin mir aber jetzt nicht 100 % sicher. Vielleicht schlage ich das später mal nach.

erstellt am 21.08.15 19:25
Hm, anscheinend hab ich da zwei ähnlich klingende Namen verwechselt. Der Dämon, der in Band 202 erwähnt wurde, hieß Forkas und nicht Phorkys.

erstellt am 22.08.15 12:19
Evtl. kommt dir der Name aus alten Tony-Ballard-Romanen bekannt vor ["Phorkys, der Vater aller Ungeheuer"].

erstellt am 22.08.15 13:23
Eher nicht. Ich hab Ballard nie gelesen.

erstellt am 23.08.15 22:59
Das Gleichgewicht schrieb:
Wow. Ganz andere Töne von Timothy. Der Roman startet spannend, aber normal. Und es vergeht einige Zeit, bis man im Text den Beweis hat, dass es um einen paranormalen Fall geht. Als Gegner nur eine handvoll Tigermenschen. Keine übertriebene Action oder sehr ausgefallene Ideen.


Ob die Ideen des Romans ausgefallen sind oder nicht, liegt sicher auch im Auge des Betrachters. Mich konnten die Tigermänner genauso wenig begeistern wie die Gorillas. Das Highlight der ersten Romanhälfte waren für mich die beiden dezenten Einsätze der Schamanin (Flammenlohe; Regeneration für Bill), ansonsten gestaltete sich die Handlung bis zum Auftauchen Mandra Korabs als ziemlich zäh. Zum einen halte ich Bill als Figur für ungeeignet, eine ganze Romanhälfte allein zu tragen, da der Charakter (mir) zu blass ist (das sieht bei Suko ganz anders aus, und JD hat in Bd. 1873 gezeigt, dass es auch bei Karina Grischin gelingen kann), zum anderen wurden die Protagonisten Vimal und Istari, kaum waren sie etwas näher gebracht, flugs abgemurkst. Das fand ich besonders im Falle Istaris schade, hatte sie doch bis dahin als Einzige Emotionen und Interesse bei mir erzeugt.
Mandra kam dann als Retter der Geschichte eingeschwebt und wusste zu gefallen, wobei ich aber auch zugeben muss, mich an die Figur nicht mehr ausreichend gut zu erinnern, um ihre Authentizität beurteilen zu können.




Nur das Helikopter-Splatter-Finale ließt sich dann wieder so, als hätte der Autor ein Markenzeichen setzen müssen.


Ja, das hat mir sehr gut gefallen. Aus meiner Sicht liegen TS solche Szenen. Ansonsten lieber Zombies und Ghouls als Tiergrusel, was mich betrifft.




Was Herr Stahl hier abliefert hätte ich so nicht erwartet. Der Ghoulroman war schon ein Entgegenkommen zu meinem Heftromangeschmack, beim Tigermenschroman ist er voll bei mir angekommen. Das hilft anderen interessierten Lesern als Rezension nicht sonderlich weiter,


Täusch dich da mal nicht.




Mit dem Monstermacher kann ich noch wenig anfangen. Er wirft dem Team vor jedem Fall ein paar neue Tierchen vor die Füße und ärgert sich danach, dass sie vernichtet wurden. Und jetzt mischt auch noch der geheimnisvolle Mönch hier mit. Man muss echt nicht alles verweben. Der ist ja jetzt überall dabei, bei so ziemlich jedem Autorenfaden.


Der Monstermacher gefällt mir nach wie vor ausgezeichnet. - Irgendwie seltsam, wo ich mit seinen Kreationen bislang nicht warm wurde :-/ ? - Der Epilog ist sehr gelungen und enthüllt einerseits Wesentliches, erzeugt jedoch ebenso neue Geheimnisse. Phorkys ist sicher eine gute Wahl des Autors, doch hoffe ich, dass seine Mythologie nicht so verfälscht wird, wie das jüngst bei Lykaon geschehen ist.
In welchen "Autorenfäden" der Mönch bisher mitmischt, würde ich gerne wissen. Meiner Meinung nach in gar keinem.




Was ich nicht verstanden habe: Wen ruft Bill an und bittet ihn zu helfen? Irgendwer war ja schon auf dem Weg. Erst dachte ich natürlich an John Sinclair. Aber wenn der den Hilferuf seines Freundes erhalten hat, wird der nicht spontan erstmal Godwin helfen und Bill warten lassen. Beide Fälle ereignen sich ja zeitgleich. Oder hat Bill Mandra alarmiert? Das klingt schon eher so.


Bill hat John nicht erreicht und deshalb Mandra kontaktiert. Der Inder hatte dann noch mit Glenda telefoniert, was Johns Eintreffen am Ende begründet.


Noch zwei Dinge, die mir an dem Roman nicht gepasst haben: Es gibt zwei delikate Themen, zum einen die brutalen Entgiftungen mit Mandras Dolchen bei Istaris Vater und Toomaj. Zum anderen die von den Tigermännern geschwängerten Frauen und deren Tigerbabys. Vornweg gesagt, ich brauche bei JS weder solche grausamen Austreibungen, noch dämonische Vergewaltigungen und deren "Früchte" (auch etwas, das mir bei IRH nicht zusagt übrigens). Aber wenn man so etwas bringt, dann muss man es auch konsequent erzählen, was hier nicht geschieht. Bei den Dolchszenen wird ausgeblendet. Ob das Tigerkind Vimals Schüsse überlebt hatte bzw. überhaupt getroffen worden war, ist mir zunächst nicht klar gewesen. Wurde Ella geschwängert? Was geschieht mit den hochschwangeren Opfern? Diese Sachen will ich erzählt bekommen - irgendwie. Erzählerisches Wegducken liest sich für mich nach Zensur.

Aus meiner Sicht ein mittelguter Roman, 3 von 5 Kreuzen.

erstellt am 24.08.15 15:50
El Sargossa schrieb:
Eher nicht. Ich hab Ballard nie gelesen.


Beuge dich dem weisen Ureteil Ihrer Majestät, der Herzkönigin, die diesen Frevel bestrafen wird.

https:// www.youtube.com/watch?v=r5Js8Zt0vGs

erstellt am 25.08.15 09:09
So iich musste den Roman erst mal ein paar Tage sacken lassen. Die Geschichte an sich war nicht schlecht. Doch mich hat gerade die Nichtbeteiligung von John gestört. Prinzipiell habe ich nichts dagegen wenn John mal nicht dabei ist, aber dass sich Timothy dann ausgerechnet Bill aussucht fand ich jetzt nicht so gut. Liegt aber wahrscheinlich an meinen persönlichen Präferenzen, da ich Bill noch nie so richtig toll fand. Womit ich mich auch schwer tue ist der Alte des Meeres der hat mir schon beim letzen Mal nicht so richtig doll gefallen. Zum Glück taucht er hier ja nur im Epilog auf. Positiv ist wiederum der Einsatz von Mandra Korab. Nachdem ich aber jetzt die Geschichte sacken lassen habe sehe ich das nicht mehr so kritisch. Denn die Geschichte selber entwickelt sich ganz gut und das Setting mit dem Urwald war auch nicht schlecht. Am Anfang fehlt zwar etwas der Drive in der Geschichte und sie ist zu Beginn auch etwas langatmig aber das gibt sich dann im späteren Verlauf. Das Ende mit den Rotorblättern war mal etwas Neues. Doch ich glaube kaum, dass der Hubschrauber so was unbeschadet überstehen würde. Aber Schwamm drüber. Die Dialoge in diesem Roman sind tausendmal besser als das was JD so produziert und bringen die Geschichte auch wirklich weiter.

Ich schwanke bei der Benotung zwischen gut und mittel. Da Timothy aber nichts dafür kann, dass ich Bill nicht sonderlich mag und da der Alte des Meeres nur am Ende kurz erwähnt wird vergebe ich ein gut.

Noch mal zum Thema roter Pfaden es ist zwar gut, dass die Fremdautoren diesen Mönch eingeführt haben aber mittlerweile taucht er mir etwas zu inflationär am Ende der Romane auf. Es wäre jetzt mal an der Zeit, dass man mal etwas mehr über diesen Kerl erfährt.

erstellt am 26.08.15 11:51
Ich habe gerade meine Monatslieferung erhalten. Dieser Roman fiel mir schon vom Titelbild her , gleich positiver auf , als die Anderen. Ich habe mich sehr gefreut das Timothy Stahl Wort hält und nach dem Zweiteiler hier einen Indienroman mit Mandra Korab liefert. Herzlichen Dank schon mal vorab und bitte weiter so. Habe zwar noch einen großen Leserückstand , kann mich aber schon mal auf de Romane von Timothy freuen.

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