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Thema: 1940 Die Schrecken der Gargoyles
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Antworten zu diesem Thema: 15

 
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erstellt am 15.09.15 12:13
Eigentlich wollten John und Bill nur mal wieder einen gemeinsamen Abend in einem guten Restaurant verbringen. Aber auf dem Weg dorthin werden sie plötzlich von Gargoyles überfallen und müssen anschliessend feststellen, dass sie sich in einer ausgestorbenen und zerstörten Version Londons befinden, in der sich Gargylen und schlangenartige Wesen einen gnadenlosen Kampf liefern...

Flüssig zu lesender Roman, aber eher Durchschnitt. Er ist nicht grottig schlecht, sticht aber auch nicht sonderlich aus der Masse heraus, zumindest meinem Gefühl nach.

Natürlich gab es auch etwas, was mir nicht gefallen hat.
Da wäre zum einem das Kreuz, das, statt sie alle in einem gleissenden Inferno zu vernichten, einen Pulk offensichtlich schwarzmagisch befallener Gegner nicht nur unversehrt lässt, sondern ganz gezielt eine einzige Waffe und deren Besitzer vernichtet. Bislang hatte ich das eigentlich immer so in Erinnerung, dass das Kreuz beim Rufen der Formel alles auch nur annähernd schwarzmagische im Umkreis wegpustet bzw. es versucht. Das zielgerichtete Handeln des Kreuzes in diesem Fall will mir irgendwie nicht in den Kopf.
Zum anderen wäre da die Sache mit dem Amulett. Zufällig gerät es in John's Hände, zufällig kann er damit Suko kontaktieren (der zufällig an der Stelle ist, wo John das Amulett benutzt) und zufällig kann sich die Finderin noch genau erinnern, wo sie das Amulett gefunden hat. Das sind mir ein bisschen zu viele Zufälle auf einmal. Naja, vielleicht gehts ja nur mir so.

Irgendwie gefreut hat mich dann am Ende, dass der Priester doch nicht bösartig war und sogar von sich aus an einer Lösung des Problems gearbeitet hat, die sich Suko zunutze machen konnte.

Trotzdem ist der Roman nicht wirklich etwas besonderes. Er macht nicht allzuviel falsch, Mittelmass eben.

3 von 5 Kreuzen

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 12:14 Uhr bearbeitet)

erstellt am 16.09.15 14:08
Nach 1939 Sinclair-Romanen wird mit den Gargoyles eine meiner Lieblingsspezies in die Serie eingeführt. Dafür muss ich A. Bekker danken. Hoffentlich folgen weitere Gargoyle-Romane.

Der Band war für mich dennoch von vorn bis hinten ein einziges großes Desaster. Ich war nach dem Horus-Werk, Bekkers letztem Heft, sehr guter Dinge, doch die Ernüchterung kam rasch. Ein in Ansätzen guter Fantasy-Roman à la "MadSinc - Die dunkle Zukunft der Erde", jedoch nichts, das ich als einen "John Sinclair" bezeichnen kann.

Bekker ist jetzt seit über 1 Jahr Sinclair-Autor, das war sein 6. Beitrag zur Serie, und für mich ist die Schonzeit jetzt abgelaufen. Ich habe jetzt was "Richtiges" erwartet und bekomme etwas, das nicht einen Hauch Sinclair atmet. Wenn Don Manfredo hier im Forum fragt, was ein "Fremdautor" denn sein solle, antworte ich: "Lies diesen Band von AB. Den hat ein Fremdautor geschrieben. Denn er ist in der Serie nach wie vor fremd. Das ist für mich kein "Sinclair". Und sowas brauche ich nicht."

Den Roman im Detail durchzugehen, spare ich mir. Hier die zentralen Punkte.
Die Stammfiguren sind nur Abziehbilder, Schablonen. Flach und austauschbar. Jason mag heute überwiegend schwache Romane schreiben, aber er liebt seine Figuren, das strahlt beim Lesen durch den Text durch. Hier strahlt nichts, das sind nur 08/15-Groschenromanfiguren. Und ich habe nie Groschenromane gelesen, sondern Sinclair.

"Schlangenartige" - der unmögliche Begriff durchzieht den ganzen Text - die mit Pumpguns, MPis, Automatiks, Handgranaten... , ach, so ein Müll! Hat AB mal JD-Sinclairs (alt oder neu) gelesen? Vielleicht hat er ja nicht die Zeit als hauptberuflicher Autor und schreibt JS nur innerhalb kleiner Zeitfenster? Aber Stahl und Stulgies machen das auch, und ersterer liest, wie er hier schreibt, alte JS-eBooks, obwohl er es weit weniger nötig hätte als AB.

Die Handlung mit der Gargoyle-Gruppe wird fallengelassen. Sie verläuft im Nichts. Überhaupt sind die Gargoyles eigentlich nur Beiwerk.

Die Dreizacke und Fackeln. Auch nur angedeutete Ansätze. Wo war der erwähnte Schlangengott mit seiner Magie?

Das Kreuz, das bei aktivierter Formel selektiv eine Schlange vernichtet, während die Darumstehenden flüchten. Die Beretta, die anfangs die Gargoyles zerstört und später dann doch nicht. Und warum ist der Planet der Magier eine mit der hier vorliegenden vergleichbare Parallelwelt? Das ist doch die Vergangenheit. Und die Wölfe aus ABs erstem Band, auf die hier ohne Fußnote angespielt wird, lebten in einer anderen Dimension. Den Begriff "Parallelwelt" fasse ich enger, und die Serie eigentlich auch - da hätte man stattdessen besser an den doppelten van Akkeren erinnert.

Die Geschichte endet ohne jeglichen Höhepunkt. Man wechselt mit Sack und Pack in die Heimatwelt und fertig. Spaaaaannend.

Der Schreibstil ist zwar flüssig und gut lesbar, aber emotionale Tiefe und Dramatik sucht man hier vergebens. Nüchtern statt mitreißend.

Und die U-Bahn wird ständig als "Subway" bezeichnet. Meines Wissens heißt das im Britischen "Underground", und der Amerikaner spricht von "Subway", aber da möge man mich gerne korrigieren.

Mein letzter Bekker; so schreibt man die Serie an die Wand. 1 von 5 Kreuzen

erstellt am 16.09.15 16:33
Und warum wurde unnötig ein zweiter Thread aufgemacht ? In dem vorhandenen zu schreiben , hätte auch gereicht als unnötig zu doppeln.

erstellt am 16.09.15 19:18
Sinclair, wo Du recht hast ...

erstellt am 16.09.15 19:25
Vogelmädchen schrieb:
Wenn Don Manfredo hier im Forum fragt, was ein "Fremdautor" denn sein solle, antworte ich: "Lies diesen Band von AB. Den hat ein Fremdautor geschrieben. Denn er ist in der Serie nach wie vor fremd. Das ist für mich kein "Sinclair". Und sowas brauche ich nicht."

Also sollte ich in diesem Forum besser nichts mehr fragen. Ich habe mit diesem Roman nichts zu tun - ebenso wenig damit, dass Du verärgert bist.

erstellt am 16.09.15 21:17
Du kannst selbstverständlich fragen, was immer Du möchtest. Dagegen habe ich gar, gar nichts, ganz im Gegenteil! Ich konnte ja nicht wissen, dass Du auf Deine Fragen keine Antwort erwartest

Wo habe ich angedeutet, Du hättest was mit diesem Roman zu tun?

Und mein Ärger spielt dabei auch keine Rolle. Den hast Du nur aus meiner Rezi rausgelesen und dann auf Deine Frage übertragen. - So war das von mir aber nicht intendiert.

erstellt am 17.09.15 21:06
Ich bin erst auf S. 50, trotzdem juckt es mich bei euren verhaltenen Kritiken...:
Also meine Lieben, - ich fand´s cool!
Die Paralellwelt fand ich super! Hat mich ein wenig an TB Nr. 1 erinnert, das ich ja gerade im Urlaub gelesen habe. Die Gargoyles fand ich auch cool, die sich immer wieder neu zusammensetzen. Ich fand auch das Verhältnis der Akteure untereinander viel besser! Überlegt doch mal: in ABs erstem Band hat ständig das Kreuz vibriert und Suko ist nebenhergedackelt als wäre er ein Polizeihund!! Ich finde AB steigert sich von Band zu Band und das war das beste was ich bisher von ihm gelesen habe. Das Setting fand ich klasse.

erstellt am 20.09.15 20:38
Vogelmädchen schrieb:
Nach 1939 Sinclair-Romanen wird mit den Gargoyles eine meiner Lieblingsspezies in die Serie eingeführt. Dafür muss ich A. Bekker danken. Hoffentlich folgen weitere Gargoyle-Romane.

Der Band war für mich dennoch von vorn bis hinten ein einziges großes Desaster. Ich war nach dem Horus-Werk, Bekkers letztem Heft, sehr guter Dinge, doch die Ernüchterung kam rasch. Ein in Ansätzen guter Fantasy-Roman à la "MadSinc - Die dunkle Zukunft der Erde", jedoch nichts, das ich als einen "John Sinclair" bezeichnen kann.

Bekker ist jetzt seit über 1 Jahr Sinclair-Autor, das war sein 6. Beitrag zur Serie, und für mich ist die Schonzeit jetzt abgelaufen. Ich habe jetzt was "Richtiges" erwartet und bekomme etwas, das nicht einen Hauch Sinclair atmet. Wenn Don Manfredo hier im Forum fragt, was ein "Fremdautor" denn sein solle, antworte ich: "Lies diesen Band von AB. Den hat ein Fremdautor geschrieben. Denn er ist in der Serie nach wie vor fremd. Das ist für mich kein "Sinclair". Und sowas brauche ich nicht."

Den Roman im Detail durchzugehen, spare ich mir. Hier die zentralen Punkte.
Die Stammfiguren sind nur Abziehbilder, Schablonen. Flach und austauschbar. Jason mag heute überwiegend schwache Romane schreiben, aber er liebt seine Figuren, das strahlt beim Lesen durch den Text durch. Hier strahlt nichts, das sind nur 08/15-Groschenromanfiguren. Und ich habe nie Groschenromane gelesen, sondern Sinclair.

"Schlangenartige" - der unmögliche Begriff durchzieht den ganzen Text - die mit Pumpguns, MPis, Automatiks, Handgranaten... , ach, so ein Müll! Hat AB mal JD-Sinclairs (alt oder neu) gelesen? Vielleicht hat er ja nicht die Zeit als hauptberuflicher Autor und schreibt JS nur innerhalb kleiner Zeitfenster? Aber Stahl und Stulgies machen das auch, und ersterer liest, wie er hier schreibt, alte JS-eBooks, obwohl er es weit weniger nötig hätte als AB.

Die Handlung mit der Gargoyle-Gruppe wird fallengelassen. Sie verläuft im Nichts. Überhaupt sind die Gargoyles eigentlich nur Beiwerk.

Die Dreizacke und Fackeln. Auch nur angedeutete Ansätze. Wo war der erwähnte Schlangengott mit seiner Magie?

Das Kreuz, das bei aktivierter Formel selektiv eine Schlange vernichtet, während die Darumstehenden flüchten. Die Beretta, die anfangs die Gargoyles zerstört und später dann doch nicht. Und warum ist der Planet der Magier eine mit der hier vorliegenden vergleichbare Parallelwelt? Das ist doch die Vergangenheit. Und die Wölfe aus ABs erstem Band, auf die hier ohne Fußnote angespielt wird, lebten in einer anderen Dimension. Den Begriff "Parallelwelt" fasse ich enger, und die Serie eigentlich auch - da hätte man stattdessen besser an den doppelten van Akkeren erinnert.

Die Geschichte endet ohne jeglichen Höhepunkt. Man wechselt mit Sack und Pack in die Heimatwelt und fertig. Spaaaaannend.

Der Schreibstil ist zwar flüssig und gut lesbar, aber emotionale Tiefe und Dramatik sucht man hier vergebens. Nüchtern statt mitreißend.

Und die U-Bahn wird ständig als "Subway" bezeichnet. Meines Wissens heißt das im Britischen "Underground", und der Amerikaner spricht von "Subway", aber da möge man mich gerne korrigieren.

Mein letzter Bekker; so schreibt man die Serie an die Wand. 1 von 5 Kreuzen



Ich kann viele der hier geäußerten Kritikpunkte gut nachvollziehen.
Auch mir haben sowohl der Schauplatz als auch diese Schlangenmenschen nicht gefallen.

Im letzten Drittel wurde es aber Meinung nach etwas besser, weswegen ich schon 2 von 5 Kreuzen vergeben würde.

Ich finde allerdings, dass man auch sprachlich noch einiges hätte besser machen können.

Insgesamt enttäuschend, nach seinem letzten Roman, der mir gut gefallen hatte, hatte ich einfach mehr von Bekker erwartet.

Noch ein Wort zum Titelbild: Es gibt sicher bessere und schönere Bilder, aber mir hat es gefallen, weil es mich an die Klassiker von Ballestar erinnert.

erstellt am 21.09.15 08:46
Von diesem Roman habe ich persönlich nicht allzu viel erwartet. Ersten weil mich die Bekker - Romane bis jetzt nicht überzeugen konnten und zweitens weil ich nach der Vorschau schon meine schlimmsten Befürchtungen hatte. Doch dann ist alles ganz anders. Für mich ist das mit Abstand der beste John Sinclair Roman den Bekker bisher geschrieben hat. Die Geschichte hat mich wirklich überzeugt und gerade diese Parallelwelt in die John und Bill geraten ist mal was Neues bei JS. Diese Parallelwelt erinnert mich stark an die Serie Primeval und diesmal gelingt es Bekker auch, die Figuren besser darzustellen. Nur einmal verfällt er wieder in das Muster Bill als sensationsgeilen Reporter darzustellen. Dies ist aber zu verschmerzen, da es nur kurz am Anfang des Romans ist. Ansonsten sind die Figuren diesmal besser dargestellt. Vor allen Dingen Suko kommt hier besser weg. Mich jedenfalls hat diese Geschichte gefesselt und gut unterhalten. Wenn gleich ich noch gerne mehr über die Hintergründe der Parallelwelt erfahren hätte. Hier erhält man zwar Erklärung die sind aber etwas dürftig. Noch besser hätte ich es eigentlich gefunden wenn die Skral - Sekte für diese Veränderung verantwortlich gewesen wäre. Aber auch so hat mich der Roman überzeugt und bekommt von mir ein sehr gut.

Eins noch wenn jemand klassische Sinclairkost erwartet wird er von diesem Roman total enttäuscht sein, weil der doch aus dem Sinclairrahmen fällt. Doch meines Erachtens muss man auch offen sein für was Neues und das bittet dieser Roman auch jeden Fall. Denn an einen Besuch in der postaphoklyptischen Welt kann ich mich bei JS nicht erinnern.

erstellt am 21.09.15 19:11
Mag sein, dass der Roman Neues bietet, ich fand ihn jedenfalls über weite Teile nicht sonderlich spannend - und das ist für mich ein wichtiges Kriterium.
Mich hat er auf den ersten 20 Seiten durchaus an Jason Darks Romane erinnert: wenig Handlung und viel Geschwafel zwischen John und (im vorliegenden Fall) Bill.
Nö, da haben mir andere Romane von Bekker doch deutlich besser gefallen.

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