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Thema: 1941 Lockruf des Bösen
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Antworten zu diesem Thema: 12

 
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erstellt am 27.09.15 14:03
Der vierte Roman von Logan Dee greift erfreulicherweise das Abenteuer "Der Teufel von Darkwood" (1907) auf und erzählt die Geschichte des südenglischen Dorfes und seiner Bewohner weiter. Im Mittelpunkt steht Rabisana, deren Ableben ich seinerzeit bedauert hatte. Zu der inzwischen zur Ruine verkommenen Burg über dem Ort gesellt sich mit einer Waldlichtung, auf der ein einzelner großer Eichbaum steht, ein weiterer atmosphärischer Schauplatz. John, der diesmal Suko im Gepäck hat, begegnet dem Mönch.


Ein sehr guter Roman, in dem immer was los ist. Es scheint so, als habe der Mönch Rabisana als erste für eine Art neue Mordliga rekrutiert. Zumindest hat sich das für mich so gelesen. Mit dem Hexenbrunnen könnte LD den Grundstein für einen weiteren Darkwood-Band gelegt haben. Vielleicht spielt auch der Felsen noch eine Rolle, der in der Nähe des Baumes steht? Oder der nun verlassene Bauernhof, über dessen Besitzer so ein schlimmes Gerücht verbreitet worden war? Möglicherweise war der Kerl für das Ritual doch nicht so geeignet?

Viele Szenen waren sehr gelungen, z.B. der Anfang mit dem jungen Paar, Harveys Amputation, die Verfolgung auf der Treppe, die Rabisana-Legende und der Pragmatismus des Mönchs, oder Olis Kampf mit der Kettensäge.

LD hat es geschafft, die kleinen Schusseligkeiten, die man in seinen ersten Heften fand, zurückzufahren. Mir ist nur eine Stelle aufgefallen, die ich nicht schlüssig fand: Weshalb baumelte Harvey nicht mehr am Baum, als der Mönch mit seinen beiden letzten Opfern vom Bauernhof anrückte?

Negativ fand ich Sukos Biergenuss. Alkohol trinkt der doch nur in Ausnahmefällen.

Hoffentlich lernt Rabisana aus ihren Fehlern: John am Ende dorthin zu locken, wo er sie empfindlich treffen kann, war nicht so geschickt.

Besonderheiten:
- 2. Darkwood-Band
- 2. Auftritt von Rabisana, der Vampirhexe

4 von 5 Keuzen

Schönes Titelbild.

erstellt am 28.09.15 08:39
Logan Dee Roman und ich werden wohl auf Dauer keine Freunde. Ich fand diesen Roman nur mittelmäßig. Ja er war besser, als dass was Logon Dee bisher zu Papier gebracht hat. Doch leider hat er auch wieder einige deutliche Schwächen. Die Geschichte an sich ist nicht schlecht doch ist es wie so oft in den Logan Dee Romanen, er will einfach zu viel. Insbesondere im letzten Teil des Romans. Bei Dee will bei mir kein richtiges Sinclair Feeling aufkommen, da ich hier immer den Eindruck habe, das könnte jetzt ein Gespensterkrimi sein bei den ich die Hauptfiguren problemlos austauschen könnte. Das fängt schon mit so Kleinigkeiten an, wie dass John Suko und Shao zum Essen einlädt und ein Filet aus dem Ofen serviert. In den letzten 20 Jahren hat John das noch nie gemacht. Was mir besonders negativ aufgefallen ist, ist dass Suko sich wie ein Verkehrsrowdie benimmt. Ja es stimmt Suko fährt gerne Auto aber deshalb rast er nicht wie bekloppt durch die Gegend. Gerade solche Sachen stören das Gesamtbild in meinen Augen und vermiesen einen das Sinclairfeeling. Das Zweite was mich immer wieder stört ist, das man den Roman wieder mit einigen Trashszenen bestückt hat und an manchen Stellen wieder etwas zu viel gewollt wurde, wodurch dann auch ein paar Logiklöcher entstehen. Hier ein paar Beispiele:

Das der Mönch die einzelne Personen geistig dazu zwingt Selbstmord zu begehen fand ich nachvollziehbar und gut. Doch warum muss dann wieder übertrieben werden, als die Polizisten die Burg durchsuchen. Hier wird dann geschrieben, dass einige in Ohmacht fallen. Und wer ist eigentlich dafür verantwortlich, das am Ende das halbe Dorf beeinflusst wird und sich zur Bluteiche aufmacht. Rabisana oder der Mönch ?

Dann Rabisana selber eine Vampirhexe, Gestaltwandlerin und Nekromantin einer Person. Für mich einfach ein bisschen zuviel des Guten. Auch die Nummer bei der Wiedererweckung mit der Wolfschnauze hätte man sich sparen können. Positiv hingegeben war die Idee mit den sieben Leben und der Zusammenhang mit der Bluteiche.

Sparen können hätte man sich auch den Zombieüberfall auf John und vor allen Dingen die Nummer mit der Kettensäge, bei der die abgetrennte Hand von Harey noch weiterlebt.

Auch habe ich nicht ganz verstanden wieso einige der Selbstmörder plötzlich als Vampire zurückgekehrt sind. War dass nun Rabisana in der Gestalt der Selbstmörder oder nicht.

Mir wäre es eigentlich lieber gewesen man hätte noch mehr über den Mönch erfahren. Aber da scheint sich was anzubahnen. Man könnte fast den Eindruck bekommen, dass dieser eine neue Mordliga gründen will und Rabisana das erste Mitglied ist. Nicht, dass der Mönch Dr. Tod ist, der ein drittes mal zurückkehrt.

Aber wie gesagt trotz der ganzen Kritik finde ich, dass dies aus meiner Sicht der beste John Sinclair Roman ist den Logan Dee zu Papier gebracht hat. Aber mehr als eine mittlere Bewertung kann ich dann nicht für diesen Roman vergeben, da die anderen Autoren deutlich besseres abliefern.

erstellt am 28.09.15 15:48
Wobei es toll wäre, wenn er Dr. Tod wäre - denn immerhin war dessen Ende gar nicht gewollt, und warum dann nicht zurückholen und dann in einer Zeit wo er endlich wirklich böse sein darf?

erstellt am 28.09.15 18:05
Allein schon wegen des lächerlichen Namens sollte Dr. Tod nicht mehr vorkommen, genau wie Begriffe wie Supervampir, das klang damals schon grenzwertig. Aber eine neue Vereinigung der nun eingeführten Gegner fände ich toll.

erstellt am 28.09.15 19:37
Mein erster Logan-Dee-Roman, an den ich ähnlich wie ans Vorgängerheft keine allzu großen Erwartungen hatte. Ich wurde angenehm überrascht. Es war zugegebener Maßen viel los und auf die Kettensäge hätte ich auch verzichten können (Splatter und Sinclair passen für mich nicht so recht zusammen), aber ich wurde ansonsten gut unterhalten und das enge Anknüpfen an den mir unbekannten vorherigen Darkwood-Roman fand ich prima.
Da meine Posting-Vorgänger gerade über schöne und weniger schöne Namen und Titel von Gegnern diskutieren: beim ersten Lesen von "Lord Darkwood" musste ich dann doch ein wenig gequält grinsen.
Eine Abschlussfrage für Lektoren, Logiker und Besserwisser hätte ich noch anzubieten: "Der Gang endete vor einem weiteren dunklen Durchlass. Er war nur noch halb so niedrig.". Wenn der Gang nur noch halb so niedrig ist, ist er dann nicht doppelt so hoch?

erstellt am 28.09.15 22:58
"Lord Darkwood" klingt doch kultig.

Ich frag mich eher: Wenn die Figur eines Gruselromans in einem Sägewerk arbeitet, und diese Figur wird von einem Zombie angegriffen, sollte sie sich dann mit ihrer Kettensäge verteidigen dürfen? Und falls nicht, wann denn dann? Ich fand die Szene klasse - und erinnere an Bd. 1799.

erstellt am 29.09.15 18:04
Habe den Roman jetzt auch durch und muß sagen das er sehr gut war.Ich finde die Romane von LD genau so gut wie die Romane von den anderen Co Autoren. Ich war am Anfang auch gegen die Fremd Autoren , mitlerweile gefallen mir die Romane besser als die von JD.Ich könnte mit einem Dark Roman im Monat sehr gut lebenund dafür mehr sehr gute Geschichten von den Co Autoren.

erstellt am 30.09.15 20:44
Das klingt doch gar nicht schlecht. Eigentlich wollte ich den nicht lesen, weil ich im Moment so viel Buch-Lesestoff habe. HM, vielleicht überleg ich mir das noch mal...

erstellt am 16.11.15 19:54
Habs jetzt auch gelesen, geb mal 4 von 5 kreuzen.


Vogelmädchen schrieb:Negativ fand ich Sukos Biergenuss. Alkohol trinkt der doch nur in Ausnahmefällen.


frag mich auch wo das herkommt.

Vogelmädchen schrieb:
Mir ist nur eine Stelle aufgefallen, die ich nicht schlüssig fand: Weshalb baumelte Harvey nicht mehr am Baum, als der Mönch mit seinen beiden letzten Opfern vom Bauernhof anrückte?


ich kanns mir erklären, dass Rabisana nekromantin ist oder wie das heisst. Harvey ist ja später wieder aufgetaucht. muss wohl Rabisana gewesen sein. glaub nicht dass der mönch das kann.

der mönch, ist das der, der die ganze zeit schon so aktiv ist, in den romanen vorher und so?

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:55 Uhr bearbeitet)

erstellt am 18.11.15 02:58
Ariane schrieb:
der mönch, ist das der, der die ganze zeit schon so aktiv ist, in den romanen vorher und so?


Ja, das ist derselbe.

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