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Thema: 411: Aquus
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erstellt am 12.10.15 07:33
MX 411 - Aquus
Geschrieben von Lucy Guth
Cover von Shutterstock

Zwar wurden Matthew Drax und seine Gefährtin Aruula aller Erinnerungen an ihr früheres Leben beraubt, trotzdem glauben sie sich auf dem Weg zur Erde. Doch nach dem Transfer finden sie sich auf einer kleinen Landmasse mit bizarren Felsen wieder, ringsum von Wasser umgeben. Ist dies wirklich ihre Heimatwelt?
Es braucht nicht den am Horizont aufgehenden Ringplaneten, um zu erkennen, dass sie sich immer noch in dem fremden Sonnensystem befinden, auf einem anderen Mond. Und sie kennen sogar dessen Namen: Aquus.

erstellt am 20.10.15 21:59
Der Start in den nächsten Mini-Arc geht so weit in Ordnung, auch wenn über weite Strecken doch etwas Spannung fehlt.

Die Story ist wieder recht klassischer MX-Stoff und die exotische Kulisse genau das: Kulisse. Das lässt sich wohl auch nur schwer vermeiden, weil die Helden kaum zu Anderem zu gebrauchen sind.

Etwas ärgerlich - ich sage es jetzt doch einmal so deutlich - ist für mich die Vergesserei. Erstens nerven mich auf Dauer einfach die Hinweise darauf. Zweitens benötigt man schon sonderbare Vorstellungen (besser vermutlich: gar keine) vom Zusammenhang von Persönlichkeit, Fertigkeiten und Gedächtnis, um das schlucken zu können. Um nur die bekante Passage aus der "Kritik der reinen Vernunft" Immanuel Kants anzuführen: "Gedanken ohne Inhalt sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind. Daher ist es eben so notwendig, seine Begriffe sinnlich zu machen (d. i. ihnen den Gegenstand in der Anschauung beizufügen), als seine Anschauungen sich verständlich zu machen (d. i. sie unter Begriffe zu bringen)."

Aber das soll es denn auch gewesen sein. Vielleicht wird sich ja immerhin noch herausstellen, dass die Sache tatsächlich einen Zweck für die Geschichte erfüllt. Beispielsweise könnte Aruula ja vergessen, dass sie mit ihrem Lauschsinn auch eine Empfängnis verhüten kann. :))

Fazit: Auch ohne Gedächtnis tun Aruula und Matt, was sie immer tun... und zwar weder besser (das wär's ja mal...) noch schlechter. Sie kommen an und fahren wieder weiter. Einen kleinen Pluspunkt gibt es zudem, weil Lucy Guth unser Paar zur Abwechslung mal nicht gleich die ganze Struktur des Ortes kaputtmachen lässt.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 21:59 Uhr bearbeitet)

erstellt am 20.10.15 22:28
Oh, Du hast den scheinbar schon gelesen.

Ich selber habe mich noch nicht da rangetraut, weil ich mir nicht so recht vorzustellen vermag, wie Zwei (lt. "Klappentext" bzw. Vorankündigung), die alles vergessen haben, sich auf dem Weg zur Erde wähnen können und trotzdem wissen, dass sie sich auf Aquus befinden.

Da mir die ganze "Matt & Aruula auf fremden Monden"-Thematik ohnehin nicht ganz so zu sagt, musste es das "Große Vergessen" eigentlich mMn auch nicht unbedingt sein.

Der Lauschsinn als (im Moment nicht mehr vorhandenes) "Verhüterli"? Na ja, da Matt ja schon verschiedentlich Nachwuchs in die Welt gesetzt hat, kommt mir die Idee, auch noch Aruula ein Kind von ihm gebären zu lassen, nicht so toll vor. Wobei grad das Kopfkino einsetzt: ich stelle mir bei Deinem Einfall M & A gerade in ihrem Haus am See vor, wo die hundert Enkel auf dem Rasen toben. Opa Matt wäre wohl das Ende einer Heftroman-Serie, von der ich bislang nicht lassen konnte.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 22:29 Uhr bearbeitet)

erstellt am 20.10.15 22:42
Obwohl sie alles vergessen haben, erkennen sie schnell: das ist nicht die Erde.
Man befindet sich auf dem Mond Aquus - der zum größtenteil nur aus Wasser besteht, dafür quasi "Herrenfrei" ist und zahlreiche ehemalige Leute aus Toxx sind vor Ort.

So auch eine alte Bekannte ... Kra´rarr!

Matt und Aruula vermuten dass am anderen Ende der Welt etwas ist, dass ihnen helfen könnte. Man schließt sich mit einem Wolfsähnlichen Wesen namens Mi-Ruut, ein Dreen. Seine von den Herren auferlegte Aufgabe ist es innerhalb von 10 Rotationen von Pol zu Pol zu reisen. Sprich: ans andere Ende der Welt. Was das nun wieder soll, das ist die Frage ...

Scheinbar ist Toxx eine Art ...Prüfungsanstalt. Wer besteht landet auf Aquus, der da besteht... Man wird sehen. Obs so kommt, oder anders. Jedenfalls ein sehr toller Roman. Der bisher beste im Großzyklus der mit Band 400 begann.

Ich vergebe ein TOP!

erstellt am 20.10.15 23:26
Autsch, ich frage mich immer noch: wie kann man - obwohl man alles vergessen hat - schnell erkennen, dass es sich nicht um die Erde handelt?

Und wieso vermutet man als Betroffener eigentlich - obwohl ALLER Erinnerungen beraubt - dass man sich auf dem Weg zur Erde befindet?

Wie kann es sein, das man sich an nix erinnert, aber trotzdem über ein rudimentäres Gedächtnis verfügt?

Kann man sich, obwohl man über KEINE Erinnerung mehr verfügt, an die Erde erinnern?

Entschuldigung, aber das geht mit etwas zu weit, weil sich die Logik dahinter bei mir nicht einzustellen vermag.

Man sollte vielleicht bei solchen Dingen nicht ganz so übertreiben und die Logik komplett ausblenden.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:30 Uhr bearbeitet)

erstellt am 21.10.15 07:24
Ganz so schlimm isses ja nicht. Sie haben nach den Schilderungen durchaus Erinnerungs-Fragmente oder sehr, sehr vage Erinnerungen übrig aus ihrem alten Leben übrig. Und die Ereignisse auf Terminus, in Toxx sind ihnen durchaus gegenwärtig. Daher können sie auch zuerst zweifeln, dass sie auf der Erde sind, und sich dann relativ rasch vergewissern.

Um's nochmal kurz zusammenzufassen: Das eine Problem, das ich damit habe, ist, dass es jetzt natürlich dauernd erwähnt werden muss. Das finde ich, zumal auf Dauer, einfach nervig in den Romanen. Zweitens ist die Vergesserei, wie so vieles bei MX, einfach beliebig. Es bleibt eben "ein wenig" doch übrig. Oder es bleiben Fertigkeiten erhalten, die es aber eigentlich erfordern, Dinge begrifflich zu fassen. Umgekehrt verschwinden oder verschwimmen Erinnerungen, obwohl sie auf Toxx mehrfach "abgerufen" wurden, also zumindest teilweise "aktualisiert" sein sollten.

Und das ist ohnehin schon zu mechanisch ausgedrückt. Das Gedächtnis ist eben kein "Ort" und kein "Speicher", aus dem etwas wie "Daten" hervorgeholt und in das es nach Benutzung zurückgesandt wird, so dass man seinen "Inhalt" spezifisch löschen könnte. Und andere Bewusstseinsinhalte sind keine "Programme", die gewissermaßen unabhängig von solchen "Daten" diese nur prozessieren und ohne sie weiter funktionieren können.

Darauf zielte übrigens auch die Frage, ob Aruula noch weiß, dass sie mit ihrem Lauschsinn auch verhüten kann - und muss.

Warum aber eigentlich kein Nachwuchs? Von drei Kindern unseres Helden lebt derzeit nur eins. Und genügend bitarre Einflüsse wären auch am Werk, um wieder eine interessante Leibesfrucht erhalten zu können...

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 07:25 Uhr bearbeitet)

erstellt am 21.10.15 08:22
Larry Brent schrieb:
Autsch, ich frage mich immer noch: wie kann man - obwohl man alles vergessen hat - schnell erkennen, dass es sich nicht um die Erde handelt?

Seufz... Noch jemand, der den Roman nicht gelesen hat, trotzdem aber Unlogik bemängelt. Achtung, Spoiler: Erst denken die beiden, sie wären tatsächlich auf der Erde - bis am Horizont derselbe Ringplanet aufgeht, den sie auch von Terminus aus sehen konnten. Na, woher wissen sie nun, dass sie noch immer in dem fremden Planetensystem sind? Hmmmm... schwierig.
PS: Matt und Aruula haben nicht ALLES vergessen, nur ihr früheres Leben auf der Erde!

erstellt am 21.10.15 21:38
Im Prinzip hast Du ja recht @ Mike, aber nun muss ich doch noch mal einhaken: bin gerade auf Seite 18 angekommen und frage mich jetzt, woher unsere beiden Protagonisten plötzlich wissen, dass sie am Nordpol sind und zum Südpol von Aquus sollen bzw. wollen. Von einer konkreten Ortsangabe war vorher nicht die Rede.

Ich kann mir auch immer noch keinen Reim darauf machen, wozu das "Vergessen" eigentlich dienlich sein soll. Kommt da noch Aufklärung, dass das einen bestimmten Zweck erfüllt? Oder ist es nur dazu da, um die Handlung spannender zu halten? Dass dies eine bestimmte Bedeutung hat, um letztendlich wieder einmal die Erde zu retten, kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt nicht vorstellen. Insofern hätte man vielleicht auch auf diese zusätzliche "Behinderung" verzichten können.

Man kann doch auch Helden mit einer Erinnerung an ihr früheres Leben auf der Erde spannend durch einen 100-Bände-Zyklus jagen. Das sollte doch auf fremden Monden, in einem fremden Sonnensystem, in einer fremden Galaxis oder gar in einem fremen (Parallel)Universum überhaupt kein Problem sein.

*seufz*



(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 21:38 Uhr bearbeitet)

erstellt am 22.10.15 10:52
Larry Brent schrieb:
... aber nun muss ich doch noch mal einhaken: bin gerade auf Seite 18 angekommen und frage mich jetzt, woher unsere beiden Protagonisten plötzlich wissen, dass sie am Nordpol sind und zum Südpol von Aquus sollen bzw. wollen. Von einer konkreten Ortsangabe war vorher nicht die Rede."

Im Ernst? Sie unterhalten sich doch mit dem Wirt (wobei der genaue Wortlaut nicht aufgeführt wird) und Mi-Ruut, und dabei wird klar, dass sie am Nordpol sind und zum Südpol sollen.

Ich kann mir auch immer noch keinen Reim darauf machen, wozu das "Vergessen" eigentlich dienlich sein soll. Kommt da noch Aufklärung, dass das einen bestimmten Zweck erfüllt?

Das sollte doch längst klar sein: Wer keine Erinnerung an die Heimat und seine Religion hat, der will 1. nicht zurück und 2. gibt es keine religiösen Reibereien.

Man kann doch auch Helden mit einer Erinnerung an ihr früheres Leben auf der Erde spannend durch einen 100-Bände-Zyklus jagen.

Natürlich. Aber das Vergessen diente ja einem Zweck. Und wer weiß, ob es endgültig ist?

*seufz*

Genau

erstellt am 22.10.15 12:07
Die Frage ist vielleicht eher, warum unsere Helden schlussendlich "vergessen" mussten? :)) Aber wie heißt's im Liede so schön?

Glücklich ist, wer vergißt, was doch nicht zu ändern ist!

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