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Thema: 1944 Blutnacht der vergessenen Seelen
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Antworten zu diesem Thema: 8

 
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erstellt am 14.10.15 18:27
http://www.bastei.de/imgs/409037183_fa80adddfc.jpg

Geschrieben von Marc Freund

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
Alessandro Minotti zog den Mantelkragen weiter zu, um sein Gesicht vor dem schneidenden Wind zu schützen. In seinem schwarzen Kinnbart glitzerten bereits Eiskristalle.
Da tauchte endlich die Forschungsstation vor seinen Augen auf. Die Anlage lag auf einem Hochplateau inmitten der Antarktis, fernab jeglicher Zivilisation.
Der Wind nahm zu und erzeugte auf den Eisflächen ein unheimliches Knistern. Minotti schüttelte sich. Diese verfluchte Kälte trieb ihn noch in den Wahnsinn! Schnell schritt er auf die Station zu. Als er die Tür öffnete, bemerkte er nicht den dunklen Schatten, der sich langsam näherte …


hab ich grad gekauft. schau ich mal ob ich mich mit dem neuen autor anFREUNDen kann.

sieht irgendwie nach halloween am südpol aus

erstellt am 15.10.15 23:44
Heute - 15. Oktober - hat der richtige Torricelli Geburtstag.
Evangelista Torricelli (1608-1647), bedeutender Mathematiker und Physiker, Nachfolger von Galilei als Hofmathematiker in Florenz.

Schon interessant, dass Marc Freund sich für diesen Namen entschieden hat.

erstellt am 17.10.15 01:07
Ein guter Roman von Marc Freund. Am besten gefielen mir die Szenen direkt nach Bills Ankunft in der Kleinstadt: das Auffinden des Opfers, die alten Frauen, die Kinder am Brunnen. Also als man noch nicht wusste, was da eigentlich vorsichgeht. (Obwohl das schon ganz schön heftig war, dass Bill den Bambusstab zerbrach und wegwarf ) Das Finale passte auch, und Sheila - von der ich immer gerne lese - fand ich gut getroffen.

Ich geb mal 3 von 5 Kreuzen.

erstellt am 19.10.15 10:41
Der zweite Roman von Marc Freund ist deutlich besser als sein Erstlingswerk. Besonders gut gefallen hat mir der Anfang in der Antarktis. Schon alleine aus dem Grund weil man wieder etwas mehr über die Pläne des Mönch erfährt. Vor allem Dingen der Bund der Dunklen Eminenzen lässt mich aufhorchen. Auch scheint Shador ein interessanter neuer Gegner zu sein aber auch ansonsten weiß die Geschichte um den Fluch von Grind zu überzeugen. Langweilig wurde es jedenfalls beim Lesen nicht. Denn ständig passiert etwas. Auch gelingt es dem Autor ganz gut eine gruslige und spannende Atmosphäre aufzubauen. Gut fand ich den Kommissar Caldini, der doch recht forsch bei der Sache war.

Es gibt aber auch den einen oder anderen Kritikpunkt.

Etwas merkwürdig fand ich zum Beispiel, dass John noch mal eben zum Bahnhof zurückfährt obwohl die Gefahr in diesem Moment ja eindeutig von Zargo ausgeht. Auch habe ich mich eigentlich gefragt warum Bill überhaupt den Zug genommen hat. Er hätte ja genauso wie John das Flugzeug nehmen können. Und das John gleich alle Hebel in Bewegung setzt wenn Bill mal 2 Stunden überfällig ist ist auch etwas fragwürdig.

Doch alles im allem überwiegt hier der positive Eindruck, da die Geschichte ansonsten stimmig ist und gerade das Ende noch mal mächtig den Spannungsbogen nach oben treibt.

Für eine TOP - Bewertung reicht es nicht aber ein sehr gut ist allemal drin.

erstellt am 20.10.15 18:41
Will der mysteriöse Mönch eine neue Mordliga gründen? Grundsätzlich hätte ich nichts dagegen, aber mir gefällt nicht, dass das Ganze auf sich warten lässt. Morasso und LadyX waren auch am Anfang allein und haben als kleine Mordliga agiert, während danach immer mehr dazu gekommen sind. Hier erscheint der Mönch nur jedem Gegner aber ein kleines Team gibt es noch nicht.

Beim eigentlichen Roman lässt der Einsatz von Shador sehr lange auf sich warten. Stattdessen kommt ein Fall der Woche, der mir wieder nicht richtig gefallen mag. Ein abgeschottetes Bergdorf oder eine Siedlung mitten in einem großen Waldgebiet ist etwas passender als ein Ort, wo regelmäßig eine Bahn hält. Und offenbar steigen dort auch einige andere Passagiere um oder aus. Hat der Schaffner die auch alle gewarnt? Warum ist Bill der Erste, der von der Sache Wind bekommt, wenn der Fluch jedes Jahr aktiv wird und auf dem Bahnhof ein kleiner Betrieb herrscht? Von denen bemerkt natürlich niemand das erste Opfer, das die Treppen herunter gezerrt wird. Und was mir kann keiner erzählenkann: Wenn ausgerechnet außenstehende Zugezogene, mit Verwandtschaft und Freunden außerhalb des Ortes, die bevorzugten Opfer sind konnten alle Morde vertuscht werden. Fällt sicher niemanden auf. Drei Opfer pro Jahr machen dann schon mehr aus als in ähnlichen Geschichten ein Opfer im Jahrzehnt oder so.

Marc Freund gehört einfach zu den Autoren, die ich mittelmäßig finde. Gute Schreibe, an sich auch gute Erzählungen. Aber kein schöner Sinclair, in der Horror Factory hätte ich mir das eher vorstellen können. Wenn Bill einem Kind den Bambusstab aus der Hand reißt und wütend über das Knie zerbricht, dann finde ich das einfach seltsam. Oder wenn er im Geschäft des vermeintlichen Feindes laut nach diesem ruft, obwohl er eine vernünftige Warnung von einem der Eiinmalcharaktere bekommt. Und Leute mit Nietenlederjacken und Totenkopfringen müssen natürlich Rocker sein, ist ja klar. Dass John direkt auf gut Glück nach Grind fliegt, statt sich vorher zur Bestätigung die Überwachungskameras der Bahn oder des Bahnhofs geben zu lassen, ist ein weiterer Punkt.

Ich habe es beim Einstiegsroman des Autors schon geschrieben. Das bekommt Dark an guten Tagen hin.



Bei knappen 3 von 5 Kreuzen könnte ich zustimmen.

erstellt am 22.10.15 00:31
Das Gleichgewicht schrieb:
Und Leute mit Nietenlederjacken und Totenkopfringen müssen natürlich Rocker sein, ist ja klar.


Ich freue mich jedes Mal, wenn JD was über Rocker/Halbstarke/Zuhälter usw. schreibt. Die kriegen immer so schön ihr Fett weg. Das hat Sinclair-Tradition (findet man von Anbeginn), und mir hat die Szene deshalb hier auch gefallen.

erstellt am 25.10.15 16:00
Das thema hier gibt es jetzt auch doppelt.

erstellt am 20.11.15 16:31
Das Gleichgewicht schrieb:
Marc Freund gehört einfach zu den Autoren, die ich mittelmäßig finde. Gute Schreibe, an sich auch gute Erzählungen. Aber kein schöner Sinclair


find ich jetzt überhaupt nicht. ich denk das war ein guter JS-roman, geb sogar 5 von 5 kreuzen obwohl ichs nicht kapiert hab, was genau Shador in dem roman überhaupt gemacht hat.

hat den typen aus der antarktis übernommen, und dann? was war das für ein spiel, das der dann gespielt hat? soll das katz und maus mit Bill und John als mäusen gewesen sein?

erstellt am 22.07.17 12:03
Handlung : Sheila Conolly bittet John , nach ihrem Mann Bill zu forschen , der für eine Reportage nach Palermo reisen wollte , dort aber nicht eingetroffen ist. Recherchen ergeben, das sich Bills Spur in der italienischen Kleinstadt Grind verläuft , wo er in einen anderen Zug umsteigen mußte. John fliegt nach Catania , wo er sich mit Commissario Caldini trifft. Gemeinsam reisen sie nach Grind , dem Ort , indem , einst auch Caldinis Vater gestorben war.Am Bahnhof finden sie eine Leiche , die mit Bills Mantel zugedeckt ist. Auch der Besuch beim fragwürdigen Ortspolizisten ergibt nicht viel. Allerdings war Bill hier aufgetaucht und abgewiesen worden. Über dem ganzen Ort liegt eine Athmosphäre der Angst , Häuser sind verbarrikadiert. Caldini und John erfahren , das der Ort unter einem Fluch leidet , nachdem vor vielen Jahren , hier ein gewisser Torricelli verbrannt wurde. Jedes Jahr muß es am 18. Mai drei Todesopfer geben. Bei einer Fahrt durch Grind läuft, Caldini und John, dann tatsächlich Bill vors Auto. Er ist nach einer atemberaubenden Flucht vor bewaffneten Jugendlichen , demjenigen auf der Spur , der den Fluch jedes Jahr am Leben hält. John und Caldini schließen sich der Verfolgung an. Wird es ihnen gelingen den Fluch von Grind zu brechen ?

Meinung : Zweiter Sinclairroman von Marc Freund , der mich überzeugen konnte und von Anfang bis Ende in Atem gehalten hat. Besonders gut fande ich , das hier, die eigentlichen Gegner lange geheimgehalten wurden , und derjenige der ein falsches Spiel spielte , weil er vom Dämon Shador besessen war , wurde erst ganz am Schluß enttarnt. Und das war dann eine richtige Überraschung , mit der ich niemals gerechnet hatte. Ein Spannungselement , das in der Serie viel zu selten eingesetzt wird. Shador ist entkommen und wird noch von sich hören lassen , zumal er von dem unbekannten Mönch , in seine Sammlung der Dunklen Eminenzen eingereiht wurde. Hier scheint etwas ähnliches , wie eine neue Mordliga zu entstehen. Wenn es überhaupt einen Fehler gab , dann nur den , das die Handlungszeit ( 18. Mai ) nicht zur aktuellen Handlungszeit der Darkromane paßt, die mittlerweile den Monat Juli erreicht haben. Ansonsten gab es von meiner Seite her nicht zu meckern. Von mir bekommt Marc dieses Mal die Note 1 = Sehr Gut ( 5 von 5 Kreuze ) Bitte weiter so.

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