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Thema: 1945 Im Bann des Nachzehrers
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erstellt am 22.10.15 18:49
Eine Fortsetzung des Werwolf-Plots wäre mir wesentlich lieber gewesen, stattdessen gibt Florian Johnny Conolly jetzt endlich mal konsequent seinen ersten eigenen Fall der Woche. Jane darf minimal beim Finale mitmischen, aber den Großteil ist es in Egloskerry ein Soloabenteuer für den jungen Mann, der in den letzten Jahren immer wieder neue Frauenbekanntschaften machte. Das fällt schon auf, wenn Dark ihm immer eine neue Freundin spendiert hat.

Wie Johnny zu dem Fall kommt ist erstmal ein kleiner Kritikpunkt. Man könnte auch sagen, Florian hat sich ein wenig Freiraum gelassen, um Johnny allein von der Leine zu lassen. Dass das Internet weniger Informationen über Nachzehrer liefert als Lady Sarahs altes Archiv kann ich kaum glauben, aber so kommt Jane ins Spiel. Und dann immer noch nicht John anzurufen oder sich zumindest bei Glenda mal zu erkundigen, wo der gerade ist, finde ich auch seltsam. Wenn der Geisterjäger gerade Action hat wird er doch eh nicht an sein Handy gehen oder es gleich ganz aus geschaltet haben. Da wird sich einfach das Vampirpendel geschnappt, ohne seinen Besitzer mal zu fragen. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass John gerade ein Vampir am Hals sitzt, wenn man durchklingelt? Aber auch das war nötig, sonst hätte John sich garantiert eingemischt oder verlangt, dass Jane direkt mitgeht.

Das Vampirpendel, Frantiseks Pfahl, Nachzehrer, Johnny allein unterwegs. Ein schönes Abenteuer. Überhaupt nicht so episch wie die Werwolfsgeschichte, aber hätte auch gar nicht hierher gepasst. So wünsche ich mir einen perfekten Fall der Woche. Eigentlich nichts von der Handlung her besonderes, aktuell ist es das aber leider schon.

erstellt am 24.10.15 11:35
Und wieder ein sehr unterhaltsamer Roman von Florian, der das Warten auf den Winterrreifenwechsel wie im Flug vorbeigehen ließ. So stelle ich mir eine gelungene Monster-of-the-Week-Geschichte vor. Bei Florians Romanen fällt mir immer wieder positiv auf, wie lebendig die wiederkehrenden Akteure des Sinclairuniversums dargestellt werden. Man merkt, dass diese den heutigen Autor und damaligen Stammleser viele Jahre begleitet haben und dass er ein detailliertes Bild von Wesenszügen, Eigenheiten und Erlebnissen der Personen verinnerlicht hat. Die kurzen Ausflüge in die Serien-Vergangenheit lasen sich im neuen Roman übrigens flüssiger als in den ersten Geschichten, wo sie manchmal noch ein wenig aufgesetzt wirkten und einen kurzen Bruch im Lesefluss verursachten.

Apropos kurzer Bruch im Lesefluss: die Beschreibung von Johnnys Frühstück war vermutlich als Pastiche angedacht, aber in dem Satz "Dazu aß er drei Scheiben Toast und trank zwei Becher Kaffee" steckte dann doch too much detail für meinen Geschmack.

Mir gefällt der aktuelle Trend, Ghouls wieder häufiger in der Serie auftreten zu lassen. Ich hoffe sehr darauf, dass dem erweiterten Autorenteam in absehbarer Zeit Admin-Rechte im Sinclair-Kosmos eingerichtet werden. Was könnte man alte Handlungsfäden wie die Herkunft der Ghouls, ihre Verbindung zu Xorron oder auch die Neuorientierung dieser Dämonenart nach Xorrons Ableben toll ausbauen. So, genug geträumt. Ich lege jetzt erst mal wieder zwei Wochen Sinclair-Pause ein und freue mich auf die neuen Romane der Herren Fröhlich/Breuer. Vermutlich esse ich auch noch eine Apfelschnitte und trinke zwei Tassen Kaffee .. wie komm ich nur plötzlich auf solche Gelüste?

erstellt am 26.10.15 13:35
Mit seinen ersten Romanen hat Florian die Latte an der er sich messen lassen muss, selber ziemlich hoch gelegt. Umso gespannter war ich auch diesen Roman. Das hier der Werwolfplot nicht fortgesetzt würde wusste man ja schon aus diversen Kommentaren von Florian. Diesmal lässt Florian Johnny alleine gegen Nachzehrer und einen Ghoul antreten. Der Roman kommt zwar nicht an die Werwolfgeschichten ran ist aber trotzdem wieder lesenswert. Besonders gut kommen hier die Charaktere rüber. Keinem der Gastautoren gelingt es so gut wie Florian die Charaktere zu skizzieren. Hier merkt man dann doch, dass ein Sinclairfan am Werk ist. Mir hat besonders gefallen wie Johnny Jane mit dem Ausdruck "Tante Jane" genervt hat. War wirklich eine nette Idee. Aber auch sonst finde ich dieses Soloabenteuer von Johnny recht gut gelungen. Johnny mit Laura mal kurz eine neue Freundin zu verpassen fand ich auch nicht schlecht und die Begründung am Ende warum Laura mit Johnny nicht mehr zusammen sein kann war auch schlüssig. Besonders gut kamen die Szenen auf dem Friedhof rüber als Johnny und Henning Steinmetz den ersten Nachzehrer erledigen. Was die Idee mit dem Vampirpendel und den Eichenpfahl betrifft so fand ich es auf der einen Seite gut, dass diese Waffen mal wieder zu einem Einsatz gekommen sind aber wie Johnny an die Waffen gekommen ist fand ich doch etwas fragwürdig. Dass Jane und Shao so einfach Johnny die Waffen geben ohne John zu informieren passt nicht so ganz. Das Ende des Roman shat mir dann noch einen kleinen Schock versetzt als Henning das Zeitliche segnen musste. Vor allem Dingen das wie war schon heftig da kann man Johnnys Zustand am Ende verstehen.

Dieser Roman ist mal ein schöner Monster of the Week Roman der zwar für den Serienverlauf keine Auswirkung hat aber einen trotzdem gut unterhält.

Wie ich oben Eingangs schon geschrieben habe hat Florian selber die Messlatte ziemlich hoch gelegt und der Roman kommt auch nicht an die tollen Werwolfromane ran. Deshalb fällt es mir auch ein bisschen schwer ihn zu bewerten. Ich schwanke zwischen einem sehr gut und gut. Da mir aber die Darstellung der Charaktere sehr gut gefallen hat und ansonsten auch nicht allzu viel auszusetzen war gebe ich dem Roman noch ein schwaches sehr gut.

erstellt am 19.11.15 17:27
New Orgow schrieb:
Da mir aber die Darstellung der Charaktere sehr gut gefallen hat und ansonsten auch nicht allzu viel auszusetzen war gebe ich dem Roman noch ein schwaches sehr gut.

ja gut ich geb 4 von 5 kreuzen, hab auch nicht viel auszusetzen. darstellung der charaktere, von Laura ist die schwester und der vater gestorben, da denk ich nicht, dass die noch normal studiert und sich so an einen typen wie Johnny ranschmeisst, von dem sie mal irgendwas gehört hat, dass der sich mit geistern auskennt. die serie heisst ja jetzt echt nicht "geisterjäger Johnny Connolly". da wäre John die seriösere wahl gewesen, von dem hät sie dann nämlich auch gehört haben müssen.

gut ich versteh, sollte mal ein fall ohne John und Suko werden, ist ja auch okay, hat mich aber nicht so richtig überzeugt, weils von Laura irgendwie geplant war.

und der Steinmetz, der Alte wo so heisst, wenn der im zweiten weltkrieg seine frau und töchter verloren hat, wie alt war der jetzt? kurz vor 100? und springt noch so rum? unglaubhaft

bin mal gespannt, ob und was Vogelmädchen schreibt. die lässt sich von Florian nicht so leicht einwickeln

erstellt am 19.11.15 22:04
Ariane schrieb:

bin mal gespannt, ob und was Vogelmädchen schreibt. die lässt sich von Florian nicht so leicht einwickeln

Der Roman ist jetzt 4 Wochen alt. Denke, Vogelmädchen wir nix mehr schreiben. Ich lasse mich ja von Flo sonst auch gerne mal "einwickeln", kann aber zu diesem Roman nur soviel sagen, dass JS ohne John wie Cappuccino ohne Milchschaum ist. Von vornherein nicht so schön.

erstellt am 20.11.15 08:08
Also ich kann bei Cappuccino sehr gut auf Milchschaum verzichten. Der stört doch nur.

erstellt am 20.11.15 09:20
Macht eh dick das Zeug. :P

Mir gefällt es wie die Gastautoren Einzelfälle einbauen. Johnny und der Nachzehrer oder Bill und die Prügelkinder in Grind kürzlich, wo er auch lange allein unterwegs war.

erstellt am 23.11.15 15:30
leni schrieb:
Ariane schrieb:

bin mal gespannt, ob und was Vogelmädchen schreibt. die lässt sich von Florian nicht so leicht einwickeln

Der Roman ist jetzt 4 Wochen alt.


Das will nichts heißen.

leni schrieb:
Denke, Vogelmädchen wird nix mehr schreiben.


Hast in dem Fall aber recht.

erstellt am 23.11.15 20:36
Sag ich doch

erstellt am 09.10.16 23:40
Der Roman lag eine ganze Zeit auf meinem Stapel noch zu lesender Hefte.
Ich kann mich den überwiegend sehr guten Bewertungen nicht ganz anschließen. Klar, ein Johnny Conolly-Soloabenteuer ist mal was anderes, aber leider haben sich in die Story so einige Logikfehler eingeschlichen. So wird z.B. die Polizei informiert, weil Johnnys Freundin Laura entführt wurde. Und was machen die Beamten? Fahren zum Haus des mutmaßlichen Entführers, klingeln, klopfen und gehen einmal um die Hütte herum. Als sich nichts tut, fahren sie vor Johnnys Augen unverrichteter Dinge wieder davon - nicht ohne vorher festgestellt zu haben, dass offenbar keine Gefahr in Verzug sei. Aua!
Erstaunlich ist auch, dass Johnny die Beamten mit keinem Wort warnt, sondern einfach machen lässt, obwohl er davon ausgehen muss, dass sich im Haus ein gefährlicher Gegner befindet. Er selber beobachtet alles aus sicherer Entfernung.
Erst jetzt, nachdem die Beamten weg sind fällt Johny ein, dass man auch mal das Vampir-Pendel benutzen könnte, das dann natürlich auch die Anwesenheit eines Nachzehrers anzeigt.

Witzig ist auch die Szene, in der Johnny von der Entführung Lauras erfährt. Anstatt sofort alle Hebel in Bewegung zu setzen, um seine Freundin zu befreien, kocht er erstmal Kaffee, Tee und Kakao für Lauras kleinen Bruder, um sich in aller Seelenruhe mit Dr. Farnswort zu unterhalten. Und nochmal: Aua!

Auf den Umstand, dass er ohne jede Rücksprache mit John Pfahl und Pendel von Shao aus der Wohnung holen lässt, wurde ja schon hingewiesen.

Auch sprachlich gibt es einige Schnitzer; so habe ich irgendwann die Bezeichnung "Auswanderer" für Henning Steinmetz nicht mehr lesen können. Auch geht mir langsam die ständige Verwechslerei von "dass" und "das" auf den Zeiger (das ist allerdings nicht nur bei Florian so - und somit sind diese Fehler dem Lektorat anzukreiden). Die Unterscheidung sollte doch nun wirklich kein Problem sein.

Insgesamt für mich nur ein Roman der Mittelklasse, da haben mir die beiden Werwolf-Romane besser gefallen.

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