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Thema: 415: Die magnetische Falle
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Antworten zu diesem Thema: 5

 
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erstellt am 30.11.15 23:14
Vorschautext aus Band 414:

Es ist gespenstig : Nachdem sie in einer Nebelbank zum Stillstand gekommen sind, wird das Boot der drei Gefährten plötzlich von einer unheimlichen Kraft angezogen! Ein Sog, dem sie nicht mehr entkommen können, bis sie schließlich auf Grund laufen. Ist das die Insel Assala, die auf der Seekarte der Hydree verzeichnet ist? Was ist ihr Geheimnis? Und vor allem: Wie kommen sie wieder von hier weg? Denn dass dies unmöglich ist, scheinen schon andere Schiffsbesatzungen erfahren zu haben, deren Wracks den Strand säumen...

Die magnetische Falle

von Wolf Binder

erstellt am 01.12.15 07:27
Danke!

Vorschau und Titelbild jetzt auch hier unter "Romane" in der Heftvorschau.

erstellt am 20.12.15 23:53
Hm, die Szene auf dem Cover kam aber nicht im Roman vor, oder?

Generell: guter Schreibstil, aber inhaltlich war der Roman sehr sehr zäh. Aber da hab ich schon gemerkt dass es für mich am Roman und nicht am Autor lag.

erstellt am 21.12.15 02:38
Loxagon schrieb:
Hm, die Szene auf dem Cover kam aber nicht im Roman vor, oder?

Doch, natürlich. Noch mal lesen!

erstellt am 20.01.16 08:23
Meine Bewertung des Romans ähnelt in Grundzügen leztlich der des Vorgängers, ohne dass damit gesagt sein soll, die Romane seien sich ansonsten ähnlich. Wolf Binder packt etliche interessante Ideen in sein MX-Debüt und versucht dabei, vor allem was die "Exxen" betrifft, den Fremdartigkeits-Faktor zu erhöhen. Das gelingt ihm (mit Abstrichen), sorgt allerdings auch für gewisse Längen. Auf der anderen Seite setzt der Autor dafür auf recht bewährte Spannungsmittel: unsichere Verbündete in einer unübersichtlichen Situation und "Monster". Den Mix finde ich generell nicht schlecht, die Ausführung hat aber gewisse Schwächen.

Das erste und vielleicht auch größte Problem scheint mir, dass sich die der Situation an sich eigene Dauerspannung nicht über den Roman halten ließ. Dazu trägt der Aufbau mit den Rückblenden zur Geschichte Halchlichs bei, ebenso die etwas zu sehr in Episoden aufgeteilte Auseinandersetzung mit den Polatai und dem "Vogelmann". (Falls Letzterer die Reise mit Kra'rarr überlebt, wäre es interessant, mehr über ihn und seine "Motive" zu erfahren.) Das wirkt auf mich an den Übergängen nicht immer schlüssig - und ich habe bei diesen Einschnitten schlicht oft pausiert, weshalb ich auch erst jetzt zu Ende gelesen habe.

Ein zweiter Punkt ist gerade die Elaboriertheit des Romanhintergrunds. Wie bei der "Spinnenfrau" oder dem "Teufelsmann" in den Bänden vorher, reduziert die Geschichte Halchlich und seine unfreiwilligen Verbündeten letztlich auf "Gegner von Aruula und Matt" - was natürlich in der Natur der Serie liegt. Dass die Protagonisten weder "intellektuell" noch von ihren Fähigkeiten und Möglichkeiten her das Potential haben, etwas anderes zu tun als zu kämpfen, ist da wenig hilfreich. Im Grunde wäre so etwas Stoff für eine Short Story in einem SF-Magazin, wo die Auflösung sich in einer Pointe auf die Situation und die Eigenheiten der Wesen beziehen könnte. (Man seufzt fast ein wenig aufgrund des kaum ausnutzbaren Potentials, das diese Gegner weit interessanter macht, als es etwa die Schwarzen Philosophen je waren.)

Dazu kommen sprachliche Eigenheiten. Wolf Binder verliert sich da zuweilen im Versuch, besonders "schön" und ausdrucksvoll zu schreiben; und er verliert dabei auch die Grenzen seiner sprachlichen Möglichkeiten aus dem Blick. Auch das trägt dazu bei, dass der Roman sich für mich nicht zügig lesen ließ. Mir ist schon klar, dass das (angefangen bei den sperrigen Namen) zum Teil gewollt war, um den Eindruck der Fremdartigkeit zu verstärken, aber man merkt an etlichen Formulierungen, dass dies den Autor etwas über die momentan abrufbaren stilisitischen und grammatikalischen Fähigkeiten hinaus trägt. Das hat mich öfter irritiert, auch wenn das Ergebnis zum Glück nicht immer gleich Satzgebilde wie "Mit der Übersetzerfolie am ausgestreckten Arm schräg vor sich haltend" (S. 19) waren. Aber es gibt viele gramatikalisch mindestens unglückliche und unübersichtliche Sätze im Roman, auch solche wo zumindest für mich Wortbedeutungen nicht ganz sauber eingesetzt sind; Letzteres ist dabei natürlich auch immer eine subjektive Frage. (Manche Fehler oder Stolperstellen wirken übrigens wieder wie Spuren einer nicht mehr "verschliffenen" Bearbeitung, aber das macht keinen großen Anteil an ihnen aus.)

Fazit: In seinem Debüt erzählt Wolf Binder eine Geschichte, die in Teilen das Flair von Stories aus SF-Magazinen hat, wie man sie in den 70ern oder (gerade in deutscher Übersetzung) den frühen 80ern zu lesen bekam. Mit den Hauptfiguren kommt er meines Erachtens ganz gut zurecht, er erkennt und "respektiert" auch ihre Grenzen. Leider verhindern nicht zuletzt diese Grenzen, dass er das Potential seines interessanten und sorgsam ausgearbeiteten Story-Hintergrunds ausspielen kann. Die Verzahnung der Episoden und die sprachliche Ausarbeitung sind keineswegs vollkommen missglückt, aber hier gibt es für den Autor sicherlich noch "Luft nach oben". Das Ergebnis macht neugierig auf weiter Beiträge - mission accomplished. Willkommen bei MX!

erstellt am 21.01.16 19:35
Das Abenteuer auf der Insel hat mir gefallen und brachte mit der verlassenen Station im Dschungel ein schönes Tropen-Feeling auf. Ich fühlte mich angenehm an "Die Insel des Doktor Moreau" von Altmeister H. G. Wells erinnert, mit dem brillianten Wissenschaftler der Kreaturen in seinen Dienst stellt.

Keiner der Akteure war ein Bösewicht, sondern hatte (aus der eigenen Sicht) gute Gründe für das Handeln.

Die Vorschau von Binaar habe ich schon gesehen, daher kann ich mich sicher auf ein wiedersehen mit den Exoskelett-Echsen (Exxen) freuen.

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