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Thema: 1957 Aibons Höllensee
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Antworten zu diesem Thema: 27

 


erstellt am 12.01.16 20:13
Ariane schrieb:
also ich finds ja immer noch so aufregend wenn ein neuer autor anfängt
bin mal gespannt wenn die nächsten rezis eintrudeln wie die so sind

Nicht nur du.

erstellt am 14.01.16 18:21
Will wohl niemand aus der Deckung ...

Ich hab zumindest schon mal 'ne Frage. Welcher ist jetzt Aibons Höllensee? Der in Bayern oder der mit dem Fischli drin?

erstellt am 14.01.16 19:23
Eigentlich der mit dem Fischli. Der andere ist "Bayerns Höllensee".

erstellt am 16.01.16 12:59
Lieber El Sargossa, wie ich sehe gibt es für deinen Roman bisher durchweg positive Rückmeldungen unter den Foristen. Das freut mich für dich, nur sehe ich es mal wieder komplett anders. Bitte nicht persönlich nehmen, auch wenn meine Rezi dieses Mal eher einem Verriss ähnelt. Zur Not lieber Spoiler geschlossen halten.

Unterm Strich hat mir der Roman nicht gefallen.

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?

Zunächst hatte ich das Gefühl, Logan Dee hätte einen seiner Coco Zamis-Kollegen dazu überredet, bei John Sinclair einzusteigen. Trashiger Klamauk mit Naked Jennifer, die auf dem Rücken des Hottehü-Pferdchens einer Bodypainting-Session entgegen reitet, während das vierbeinige Fischmonster unter dem Applaus der Affenköppe Tatjanas Brüste schnurpselt.
Dann wurde es mit den gut gezeichneten Seriencharaktern John, Suko, Harry und Dagmar angenehmer zu lesen, wenngleich die Spannungskurve drastisch nach unten ging. Nur um dann von einem Intermezzo mit fliegenden, abgehackten und zerschossenen Köpfen zum nächsten zu stolpern. Dabei haben die Geisterjäger Dusel im Dutzend, und Mister Dämonenpatsche klatscht, was das Zeug hält, bis alles, was da so kreuchte und fleuchte zerlegt ist.
Dass mir die Frage, ob Jennifer den Roman überlebt, spätestens ab Seite 30 Jacke wie Hose war, könnte ja noch für ein mangelndes Wohlwollen meinerseits der jungen Dame gegenüber sprechen; dass ich jedoch mehr und mehr hoffte, das Heldenduo würde auf den Spießen der Gorlocks oder als plattgewalztes Opfermus des Mäc Fish enden, machte mir dann klar: Es ist ein Roman mit wenig inhaltlicher Substanz, bei dem sich ein und dieselbe mäßig geschriebene Actionszene so lange wiederholt, bis die Seiten gefüllt sind, unterbrochen nur durch die oberlehrerhaften Darlegungen von Serienmarginalien, die mir mal ein Fragezeichen, mal ein Darksches „Und weiter?“ - „Nichts weiter.“ entlockten.
Zu guter Letzt wird dann wohl noch dem Bruder im Geiste gehuldigt, denn genau wie in dessen Debüt „Arena der Wölfe“ gibt es auch in „Aibons Höllensee“ eine Kreatur der Finsternis als Endboss - nun, immerhin 1 Bezug zur im Titel angekündigten Hölle.
Welcher der beiden Seen, der im bayerischen Wald oder jener mit dem Viech, nun den Titel provozierte, bleibt zweitrangig. Warum der Magier das Tor öffnete, ungewiss. Brauchte er Menschen, um sie zu opfern und Viech ruhig zu stimmen? Brauchte er Viech denn nicht nur ruhig zu stimmen, weil er das Tor offen halten wollte?
Alles in allem hat sich der Jungautor Mühe gegeben, das ist nicht zu verkennen. Und Ärgernisse, wie sie mir bei Hillscher Lektüre nur so entgegensprangen, gab es keine. Da hat Marques trotz seiner Ambitionen deutlich mehr Taktgefühl an den Tag gelegt. Und vielleicht wird das mit Üben auch noch mal richtig gut; bloß geübt werden sollte eigentlich nicht innerhalb der Serie, sondern vorher ...

2 von 5 Kreuzen

erstellt am 16.01.16 13:31
Krumm nehme ich dir das bestimmt nicht. Besonders, wenn ich daran denke, dass ich früher bei manchen Romanen auch solche "Verrisse" geschrieben (und weniger Kreuze gegeben) habe.

Ist doch klar, dass nicht jedem der Roman gefallen kann. Das Thema ist sicherlich auch nicht Jedermanns Sache. Und im Nachhinein gibt es auch das eine oder andere, das ich heute bestimmt anders gemacht hätte.
Die vielen Nackedeis wären aber geblieben.

Der Titel bezieht sich darauf, dass das, was in und um den See passiert (und lauert), für einige die "Hölle" ist. So wie die Tour de France auch öfter mal als "Höllentour" bezeichnet wurde, ohne dass ein Teufelchen mitgefahren ist. Oder es in Western öfters mal "Höllenritte" gibt.

Mein zweiter Roman ist aber definitiv anders als dieser. Vielleicht ist der ja eher was für dich - wenn du es nochmal versuchen willst.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:46 Uhr bearbeitet)

erstellt am 16.01.16 18:35
El Sargossa schrieb:
Das Thema ist sicherlich auch nicht Jedermanns Sache.


wieso? was ist mit aibon? ist doch gut. wann gehts da weiter?

warum ich nicht 5 von 5 kreuzen gegeben hab hab ich ja geschrieben . hät die geschichte irgendwie anders haben wollen. das mit den 3 banshees als vorgeschichte und dass die vier jugendlichen oder wie alt die waren, getrennt werden und einer die anderen suchen geht. lieber ein rätsel und so ne spannende geschichte als wenn gekämpft wird. es ist ja klar, dass john und suko gewinnen.

Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
okay, war mal was neues, dass john mit dem kreuz die kreatur nur vorläufig besiegt und suko mit der peitsche den rest geben muss.


auf jeden fall find ich dass der autor mindestens so gut ist wie die meisten anderen auch . und auf jeden fall besser als jason.

erstellt am 16.01.16 21:14
Ariane schrieb:
wieso? was ist mit aibon? ist doch gut. wann gehts da weiter?

Ich meinte zum einen Aibon allein - was ja eine Fantasy-Welt ist, die in einer Gruselserie immer etwas fremdartig wirken wird. Zum anderen eben die Handlung des Romans.
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Mädchen vor Monster retten, viel Action, ... nackte Haut.

Wie und wann es weitergeht kann ich noch nicht sagen.
Ariane schrieb:
warum ich nicht 5 von 5 kreuzen gegeben hab hab ich ja geschrieben . hät die geschichte irgendwie anders haben wollen. das mit den 3 banshees als vorgeschichte und dass die vier jugendlichen oder wie alt die waren, getrennt werden und einer die anderen suchen geht.

Wäre auch nicht schlecht gewesen. Vielleicht hätte ich auch mit den Banshees anfangen können. Ich wollte aber die Gelegenheits- und Neuleser zunächst etwas an Aibon heranführen, weil die Welt nur ein Mal (mal von der kurzen Erwähnung in Band 1951 abgesehen) in den letzten viereinhalb Jahren in der Serie vertreten war. Und das ging mit den "unbedarften" Studenten leichter als mit Wesen aus Aibon.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 21:19 Uhr bearbeitet)

erstellt am 17.01.16 15:45
El Sargossa schrieb:
Ich meinte zum einen Aibon allein - was ja eine Fantasy-Welt ist, die in einer Gruselserie immer etwas fremdartig wirken wird.

so was gibts in PZ, was meine lieblingsserie ist, noch viel mehr

El Sargossa schrieb:Wie und wann es weitergeht kann ich noch nicht sagen.


also ich will jetzt kein halbes jahr warten müssen, bis es mit aibon und banshees weiter geht. könnt mir schon den romantitel vorstellen : "shao and the banshees"

erstellt am 18.01.16 08:37
So ich habe nun auch das Erstlingswerk von Dämonengeist alias El Saragossa gelesen. Meins Erachtens für den Einstieg ein guter Roman, der aber auch die ein oder andere Schwäche aufweißt.

Der Anfang des Romans liest sich dann auch recht flüssig und weiß zu überzeigen, Gerade die Szenen mit den jungen Touristen und der Entführung nach Aibon war wirklich gut beschreiben. Auch die ersten Szenen in Aibon selber als Jennifer und die anderen geopfert werden sollen, sowie die anschießende Auseinandersetzung mit den Elfen war toll. Richtig gut kam bei mir das Einbinden von Harry Stahl an. Ihn mal aus einer gemütlichen Runde mit Kollegen zureißen fand ich eine gute Idee. Was Dämonengeist in diesem Roman auf jeden Fall gelingt ist die Darstellung der Charaktere. Hier merkt man direkt, dass ein Sinclairfan am Werk ist. Die Charaktere wirken nämlich so wie man sie auch von JD her kennt. Doch wie gesagt hat der Roman auch einige Schwächen. Insbesondere am Ende haben mich einige Dinge gestört. Für meinen Geschmack hat Dämonengeist den gleichen Fehler gemacht wie Florian. Er hat einfach ein bisschen zu viel in den Roman gepackt. Vor allen Dingen als Suko und John in Aibon waren, da wurde mir der Roman eindeutig zu Aktionslastig. Es verging ja fast keine Seite in der John oder Suko eine Riesenschlange oder einen Gorlon abgemurkst haben. Enttäuscht hat mich dann am Ende auch die Auflösung. Das Dravotan eine KDF war fand ich jetzt nicht gerade toll. Was bei mir auch nicht angekommen ist, ist die Sache mit den Formeln. Dass die Hauptformel nicht wirkt, habe ich auf Grund der Gegebenheiten (Stichwort Aibon) noch akzeptiert. Dass das Rufen der Erzengel dann den gewünschten Effekt bringt fand ich auch noch akzeptabel. Was aber gar nicht ging, ist dass nach der ganzen Aktion die KDF immer noch nicht tot war und erst durch Sukos – Peitsche endgültig erledigt wurde. Dass war dann doch wieder zu viel des Guten.

Also Alles im Allem ist der Roman trotz der Kritikpunkte gut zu lesen und Fans, die auf jede Menge Aktion stehen werden sicherlich begeistert sein. Mir war dass alles schon ein bisschen zu viel. Trotzdem vergebe ich noch ein gut, da der Roman immer noch besser ist als dass was JD so in der letzen Zeit produziert hat. Aber ich bin auch der Meinung das Dämonengeist noch Luft nach oben hat, deshalb bin ich auch auf den nächsten Roman gespannt.

erstellt am 18.01.16 17:45
Nun gibt es also schon zwei bekannte Sinclairkenner aus der Community, die ihr Wissen als Autoren einbringen können. Florian konnte sich mit dem Werwolfthema einbringen und Rafael Marques gelingt dies mit Aibon ebenso hervorragend. Mein Thema ist das Land der Druiden nicht ganz. Die helle Seite mit ihrer Elfenkavallerie und dem flötespielenden Roten Ryan ist mir einfach zu ktischig, die dunklen Druiden und Monster mag ich viel mehr. Und natürlich die notwenige Dualität zwischen Gut und Böse in der Dimension. Vor einiger Zeit hat Jason da leider mit dem Holzhammer aufgeräumt, da kann man auch als Co-Autor nichts machen. Es ist schön, dass die dunkle Seite langsam wieder etwas Land gewinnt. Ich hoffe, es funktioniert und irgendwann sind wenigstens bei dem Fremdautoren wieder beide Seiten im Gleichgewicht.

Obwohl der Autor den Flair Aibons gut einfängt und nach Jahren wieder bekannte Wesen auftreten lässt, gibt es mit den Gorlons eine Neuerung. Ich stellte sie mir wie eine Mischung aus Goblin und Ewok vor. Putzige kleine Kerlchen und ziemliches Kanonenfutter. Viele Passagen in Aibon bestehen daraus, wie John und Suko beziehungsweise die Trooping Fairies durch Gorlons und Riesenschlangen metzeln. Mir hat das nicht gefallen, irgendwann wurde es langweilig. Und zwei weitere Sachen fand ich merkwürdig. Zum einen gab es doch nur den einen wichtigen See in Aibon. Als Jenny und Tatjana dort in Aibon eintreffen sind natürlich einige Gorlons dort, der See ist schließlich ein wichtiger Kultort. Zumindest ein paar Wachposten oder Hütten sollte es dort dauerhaft geben. Als John und Suko über den See in Aibon ankommen ist die Gegend jedoch vollkommen verlassen. Später gehen die Gorlons von ihrem Hauptlager aus mit Jenny zum See, John und Suko vom See weg, Richtung Hauptlager. Beide Gruppen laufen sich nicht über den Weg und kommen unbeschadet an ihren Zielorten an. Irgendwie komisch, als würde es sich um zwei verschiedene Gewässer handeln. Habe ich mich hier verlesen?

Und dann war da noch die Reaktion des Kreuzes. Seit wann blockiert Aibon-Magie das Kreuz? Es ist doch nur unwirksam dagegen. Die Kreuzformel hätte funktionieren müssen, aber außer den Gegner vielleicht zu blenden wäre es das gewesen. Und Sukos Dämonenpeitsche ist stärker als die Erzengel? Gut, die Formel ist ein Automatismus. Sie sucht bei Aktivierung nach christlicher Höllenmagie und wenn sie keine findet, zerstört sie auch nichts. Die Erzengel sind denkende Wesen, die hätten die Kreatur der Finsternis trotz ihrer Verknüpfung zu Aibon erkannt und in den Dreck getreten, so dass sie ganz sicher nie wieder aufsteht.

Ehrlich gesagt war ich mit der reinen Handlung nicht so zufrieden. Besser gesagt, zufrieden schon, aber nach Florians erstklassigen Beiträgen hätte ich mehr erwartet. Ein ganz guter Roman, der allein durch die wirklich treffende Darstellung Aibons einen großen Bonus erhält. Ich will nicht fies klingen, aber Florian ist für mich ein toller Sinclairexperte und ein toller Autor. Rafael Marques ist für mich mit seinem Einstieg ein toller Sinclairexperte und ein bemühter bis solider Autor. Mal schauen, ob er sich noch steigert, kann ja nicht jeder einen Glanzstart hinlegen. Und auch wenn nicht: Dann kommt er nicht in meine Top 3 der Co-Autoren aber kaufen werde ich mir seine Hefte allemal, allein weil er Ahnung von der Serie hat.


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