Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 1959 Ein Stück Hölle
| |

Antworten zu diesem Thema: 6

 
Zurück
Weiter
1


erstellt am 30.01.16 19:17
Liverpool. An einem nebligen Herbsttag findet ein Taxifahrer eine junge Frau mit durchgeschnittener Kehle. In ihrer Nähe erscheint eine Gestalt, bei der es sich um den Sensenmann zu handeln scheint. John reist nach Liverpool.

Ein unterhaltsamer, gut geschriebener Band von Jason Dark, der trotz Längen im Mittelteil Spannung und Atmosphäre erzeugt. An der Seite von John, der durch die mit Grippe geschlagene Jane Collins auf den Fall angesetzt wird, ermittelt die Modeschneiderin Fiona Frazer, die Schwester der Ermordeten. In der zweiten Hälfte stößt Suko dazu, und der Schauplatz verlagert sich (unnötigerweise) nach Irland. Auch das Ende ist gut inszeniert, nur zu schnell herbeigeführt, da der Autor zuvor zu fahrlässig mit den ihm zur Verfügung stehenden Seiten umgegangen war. So bleiben wichtige Fragen leider offen: Warum geschah der Mord in Liverpool und nicht bereits in Irland? Was ist mit dem geöffneten Dimensionstor und der Seelen sammelnden Kreatur? Wie entstand das Foto von Cindy, das John in dem Irland-Buch in ihrer Wohnung fand? Auch der Satanist Albert bekommt keine Gelegenheit mehr, noch einmal in seiner Mönchsgestalt aufzutrumpfen; stattdessen begeht er überstürzt Suizid, während seine interessante Waffe trotz ihres höllischen Ursprungs durch die Kollision mit originären Eisenstangen zerstört wird. Hier wurde vom Autor Potenzial verschenkt, so dass der Roman im Mittelfeld bleibt. 3 von 5 Kreuzen

Besonderheiten: An drei Stellen im Roman erwähnt JD Johns silbernen Bumerang. Für die Zukunft lässt das allerdings dennoch nicht hoffen.

Titelbild: Spitze.

erstellt am 01.02.16 03:30
Dem kann ich mich nur anschließen.
Im ersten Durchgang las ich den Roman nur bis zur Hälfte und dannn das Ende. Dann aber, als ich Deinen Beitrag gelesen hatte,habe ich mich doch noch aufgerafft den Rest zu lesen, und ich wurde nicht enttäuscht.
Alleine die Szene im Flugzeug, einfach klasse.

erstellt am 01.02.16 16:17
Leider ist es wie so oft in den letzten Romanen. Der Roman beginnt wirklich gut mit dem Tod von Fionas Schwester und den Beobachtungen des Taxifahrers. Danach lässt die Spannung aber schnell nach und der Mittelteil zieht sich dann auch mit einigen endlosen Dialogen in die Länge. Dabei muss man aber sagen, dass diese Dialoge deutlich besser sind als sonst und eigentlich auch die Story voranbringen. Nur leider etwas zu landatmig. Die Szenen im Flugzeug lassen dann den Spannungsbogen auch noch mal steigen. Auch die Idee mit dem Bumerang hatte was für sich. Bis dahin hatte der Roman bei mir ein gut sicher. Doch auf den letzten Seiten schafft JD es wieder den Roman im Mittelmass zu versenken. Ich hatte am Ende den Eindruck, dass JD nach den endlosen Dialogen ein schnelles Ende brauchte und dadurch leider vieles was er vorher aufgebaut hatte wieder ad absurdum geführt hat. Erst taucht dieser Mönch ohne Geschichte auf, der sogar in der Lage ist in ein Flugzeug einzudringen. Zudem besitzt er mit dem Bumerang auch noch eine gefährliche Waffe und am Ende steckt plötzlich der alte Rentner hinter allem und der der Bumerang wird durch die einfachen eisernen Gitterstäbe aufgehalten. Das passte alles nicht mehr zusammen und hat für mich den Gesamteindruck des Romans getrübt. Mit einem anderem Ende wäre locker ein gut drin gewesen so bleibt mir leider wieder nur eine mittlere Bewertung.

erstellt am 11.02.16 16:10
New Orgow schrieb:
Erst taucht dieser Mönch ohne Geschichte auf, der sogar in der Lage ist in ein Flugzeug einzudringen. Zudem besitzt er mit dem Bumerang auch noch eine gefährliche Waffe und am Ende steckt plötzlich der alte Rentner hinter allem und der der Bumerang wird durch die einfachen eisernen Gitterstäbe aufgehalten. Das passte alles nicht mehr zusammen


hab ich mir auch gedacht. ich geb 2 von 5 kreuzen. so superspannend wars zum schluss nicht. im flugzeug das hät noch was werden können, aber warum wurd die schwester in liverpool umgebracht und nicht schon in irland? wenns doch um die seelen ging, für so ne art spuk in einer anderen dimension.

erstellt am 07.03.16 21:20
Die Schreibe von Jason Dark wird wieder besser, auch die Dialoge! Das freut mich, aber leider enttäuschte der Roman auf den letzten Seiten, warum hatte Finley im Endkampf nicht seine Mönchkutte an und was war mit seinem Gesicht, während er die Kutte anhatte?
Bis Seite 60 fand ich den Roman super und hätte 4 von 5 Kreuzen gegeben, aber das Ende war enttäuschend, deshalb leider nur 3 von 5 Kreuzen.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 21:20 Uhr bearbeitet)

erstellt am 03.08.16 19:07
Dieser Fall der Woche beginnt ganz gut. Dass ausgerechnet eine Freundin von Jane in den Fall verwickelt ist, kann man als typischen Zufall abtun. Die Detektivin hat gerade eine Grippe und schickt deshalb John los. Egal was der Autor mir erzählen will, jemand der mit einer Sense Leute ermordet ist erstmal ein normaler Killer und nicht automatisch ein paranormaler Höllendiener. Eigentlich kein Fall für die Spezialabteilung, aber wenn John für seine Freundin einspringt macht das total Sinn. Jane überreicht ihm dann auch direkt einen handgeschriebenen Brief im Umschlag, mit den wichtigsten Informationen. Typisch Dark, sie kurz auf's Handy zu schicken ist für ihn #Neuland.


John bekommt von seinem Schöpfer dann in Liverpool gleich mal unsinnige Sätze in den Mund gelegt. Nochmal: Nur weil jemand mit einer Sense Leute tötet muss man nicht gleich Zivilisten verschrecken, indem man von Monstern mit „Höllenkräften“ spricht. Auch habe ich bei Dark immer das Gefühl, dass die eigentlich zuständige Dorfpolizei zwar existiert aber nur im Hintergrund als Fassade. Keine Zeugenbefragung, keine Spurensicherung im Haus des Opfers? Das sind Dinge, weswegen JS unter dem Altmeister keine gute Heftromanserie mehr ist.

Bis hierhin war ich deshalb ganz zufrieden. Für einen Dark entwickelt sich der Fall allgemein, wenn man nicht auf Details achtet, interessant. Die Idee aus der Sense einen großen Bumerang zu machen ist mal etwas neues. Der Angriff auf das Flugzeug nicht unbedingt, aber trotzdem spannend. Früher hätte der Killer den Vogel eiskalt von außen zum Absturz gebracht, jetzt zeigt er sich nur harmlos außerhalb der Maschine und unternimmt dann einen vergeblichen Angriff innerhalb.

Man kann sagen, dass ich bis zum Finale mit dem ganzen Roman zufrieden war. Überdurchschnittlich sehr sogar. Nichts im Vergleich zu den Co-Autoren, aber eindeutig eine der besseren Geschichten von Rellergerd.

Die Sache im Haus von Finley habe ich dann aber nicht verstanden. Obwohl ich sie zwei mal gelesen habe. Die meisten werden sich nicht mehr erinnern können, das Heft ist ja schon etwas her, aber vielleicht kann man mich erleuchten. Suko und John rutschen also – mit ihren Waffen – über eine Falltür in ein Gefängnis mit komplett vergitterter Front. Soweit, so logisch. Finley bringt Fiona dann irgendwo vor die Gitterstäbe, John und Suko können die beiden belauschen und beobachten. Finley hat demnach nach 2 Minuten vergessen, wo seine eigene Falltür endet und dass da noch zwei Kerle sind? Die Geisterjäger ziehen schließlich ihre Pistolen und bedrohen Finley durch die Stäbe hindurch. Der ist plötzlich ganz überrascht und geht zum Angriff über. Der Bumerang bleibt natürlich in den deutlich sichtbaren Eisengitterstäben hängen. Wer hätte das auch ahnen können? Die Stäbe halten die magische Waffe auf und beginnen zu schmelzen. Völlig grundlos geht Finley auf die glühenden Gitterstäbe zu, bleibt darin stehen und begeht somit Suizid. Und durch die inzwischen geschmolzenen Stäbe spazieren unsere Helden aus ihrem Gefängnis nach draußen.

Ich muss anerkennen: bis zum Finale hatte die Geschichte ein Konzept, folgte einem logischen Handlungsablauf und hatte sogar überraschende Ideen parat. Die Sache unter Finleys Haus ließt sich aber total sinnentleert. Hatte Jason keine Idee, wie er seine Geschichte beenden soll und einfach übermüdet drauflos getippt? Die Sache ist von vorn bis hinten einfach nur Schrott. Nicht in einem Detail, sondern in allen. Selbst Dark müsste das doch beim Schreiben aufgefallen sein.


Naja. Kann man nicht mehr ändern, wenn es so gedruckt wurde. Ein kleiner Hinweis noch an Suko. Der Spuk sammelt Dämonenseelen und keine Menschenseelen. Aber woher soll der Chinese das auch wissen, das wissen nur jahrelange Freunde von John.


Der Rest des Hefts gleicht das missratene Ende wieder aus. Zwar keine gute Bewertung auf der „Dark hatte einen guten Tag“-Skala mehr, aber solide.

erstellt am 18.09.17 15:51
Handlung : Jane Collins , die selbst an einer Grippe leidet , macht John auf einen Mordfall in Liverpool aufmerksam. Das Opfer , Cindy Frazer , bezeichnet Jane als Kollegin oder entfernte Freundin. Laut Zeugenaussage war der Mörder ein Kuttenträger mit Sense. Auf Janes Bitte hin , fährt John nach Liverpool und setzt sich dort mit Fiona Frazer , der Schwester der Ermordeten in Verbindung. Gemeinsam durchsuchen sie Cindys Wohnung nach Spuren. Sie werden dabei aus dem Unsichtbaren mirt einem riesiegen Bumerang angegriffen. Sie können den Angriff zurückschlagen und finden eine Spur , die nach Irland , in den kleinen Ort Oligate führt.John fordert Suko zur Verstärkung an. Gemeinsam mit Fiona steigen sie in den Flieger nach Dublin. Noch in der Luft , müssen sie einen weiteren Angriff ihes unbekannten Gegners zurückschlagen. Als sie endlich Oligate erreichen , suchen sie Albert Finley auf , der mit Cindy bekannt war und geraten in eine Falle.

Meinung : Ein Roman von Jason Dark , der insgesamt ziemlich mäßig war. Hölzerne und auch widersprüchliche Dialoge , sorgen nicht gerade für ein Lesevergnügen. Auch die Spannung ist nur mäßig, daher wird dieser vorhersehbare Roman , sehr schnell auch ziemlich zäh. Jason Dark wäre gut beraten gewesen , wenn er schon eine mönchartige Gestalt auftreten läßt , auf den unheimlichen Mönch zurückzugreifen , der derzeit Johns Gegner immunisiert. So ist es nur ein Allerweltsfall , den man am besten schnell vergessen sollte. Auf dem guten Cover , ist für mich als Waffe eine Sense abgebildet. Warum Jason daraus dann einen Bumerang macht , blieb mir ebenfalls schleierhaft. Es hat ihn aber zumindest dazu angetrieben , John im Verlaufe des Romanes dreimal an seinen Bumerang denken zu lassen. Er hat der Serie damit aber keinen Gefallen getan , da nun der Gastroman von Christian Schwarz , indem der Bumerang auftauchte , überhaupt nicht mehr in die Serie paßt. Aufgeklärt ,warum und wieso John der Bumerang abhanden kam , hat er aber auch nicht. Das einzige Highlight in diesem Roman war für mich , Johns Kommentar zum Zeitungsartikel , der sich mit dem Dienstantritt von Jürgen Klopp als Liverpooltrainer beschäftigt hatte. Klopp wurde zwar nicht namentlich erwähnt , aber dennoch ausreichend beschrieben. Da dieses Ereignis erst eineinhalb Jahre zurückliegt , zeigt mir diese kleine Anekdote doch , das ich nicht mehr allzuweit zurückliege. Für den Roman gebe ich gerade noch die Note 4 = Ausreichend ( 2 von 5 Kreuze ).

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 15:53 Uhr bearbeitet)

Zurück
Weiter
1

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed