Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 1963 Der Stamm der Berserker
| |

Antworten zu diesem Thema: 22

 


erstellt am 29.02.16 15:46
New Orgow schrieb:
Killjoy schrieb:
Das einzige was mir am Krieg zwischen den Werwolfarten nicht so gefällt, ist dass Lykaon scheinbar wirklich schon vernichtet ist und man es nur mit seinen Soldaten zu tun hat, dass nimmt dem ganzen ein wenig die Brisanz, finde ich. Ansonsten klar mein Lieblingshandlungsstrang, abseits der dunklen Eminenzen.


Lykaon ist nicht tot, Egeas Demeter ist Lykoan. Der Tod von Lykaon in Band 1932 Lykaons Erwachen war nur eine Inszenierung seinerseits.


Okay , danke, dann hatte ich das nicht mehr richtig auf dem Schirm
VM: Warum ignorieren? Mittlerweile find ich´s lustig.
Falls du es nicht gemerkt haben solltest, deine Lieblingsserie war schon seit langer Zeit kaputt und erlebt gerade einen zweiten Frühling. Darüber sollte man sich freuen, selbst wenn einem nicht absolut alles geffällt.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:00 Uhr bearbeitet)

erstellt am 29.02.16 19:01
New Orgow schrieb:
Für mich war dieser Zweiteiler wirklich der beste der letzen Jahre


für mich auch.

wann hat jason das letzte mal einen guten zweiteiler geschrieben? fällt mir nichts ein.

war auf jeden fall gut dass es was neues gegeben hat im 2. teil. die bärserker. florian wird schon die erlaubnis haben zu schreiben was er schreibt.

sind ja sowieso eher 2 getrennte serien. höchstens bei matthias müssten die gut aufpassen

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:43 Uhr bearbeitet)

erstellt am 29.02.16 20:05
Also tatsächlich Werbären. Oder sogar noch besser. Keine bösen Werbär-Monster aus der Hölle die bekämpft werden müssen. Dieser andere Blick auf Werwesen passt gar nicht so richtig zu JS, wo die Fronten eigentlich immer klar abgesteckt sind. Heldenhafte Krieger des Lichts und böse Monster. Es ist schön, dass der Autor ein paar Grautöne in die Serie bringt. Vielleicht waren Werwölfe auch nicht immer böse, vielleicht gibt es irgendwo einen Werwolfs-Stamm dessen Mitglieder auf das Kreuz reagieren wie die Werbären hier.


Abgesehen von den Berserkern geht es mit griechischen Sagengestalten weiter. Bei den Harpien frage ich mich, warum die Feuerbälle schleudern können? Etwas übertrieben, ich kenne auch keinen mythologischen Text wo davon die Rede ist. Aber ihren Zweck beim Angriff auf das Lager erfüllen sie. Äußerst gut geschrieben. Dass die Haupthelden überleben ist klar, aber wie viele von den Berserkern sterben war ungewiss und hat mich mitfiebern lassen. Ein heulender Schneesturm, Kalaschnikowsalven, Attacken der Vogelfrauen von oben, ein Kreuzfeuer aus Feuerbällen und Mantikorgeschossen, Chaotische Handgemenge zwischen Werbären und Werwölfen. Bisher die stimmigste Szene die ich von Florian lesen durfte, eine Steigerung zur Arena der Werwölfe. Die Beschreibung der erbarmungslosen Sibirischen Klimazone war allgemein toll.


Der Gesamteindruck des Romans, des gesamten Zweiteilers, ist Top. Perfekt aber sicher nicht, ein paar winzige Anmerkungen habe ich doch noch. Zum einen hätte man Sukos Gedanken in seiner Extremlage noch ausführlicher und krasser beschreiben können. Der Junge isst rohes Fleisch und kuschelt sich in einen Kadaver ein. Sukos ist zwar ein harter Kämpfer und viel gewohnt, aber das wird ihn auch Wochen nach dem Abenteuer Alpträume bereiten, kann ich mir vorstellen.

Und dann ist da noch Fenris, der mächtige Götterwolf. Er weiß offenbar auch nicht, dass Lykaon noch lebt? Er kann seine Präsenz nicht spüren? Er hat sich nicht schildern lassen, wie sein Erzfeind besiegt wurde und das persönlich überprüft? Sich kurz gedacht „Momentchen mal, Lykaon sieht doch gar nicht aus wie eine Chimäre, die John vernichtet hat“ Hier müsste mir Florian mal erklären, warum sich der Götterwolf wie die sterblichen Charaktere auch verarschen lassen hat.

Die Fortsetzung setzt einen actionlastigeren Fokus als noch der erste Teil. Zusammen ergeben sie wieder einen wunderbaren Roman von Florian. Ich würde mir mal ein Sinclair Spinoff von ihm allein wünschen, 20 Bände die ein Thema behandeln, dass er innerhalb der Serie besonders mag. Ein Träumchen, wird leider nie passieren.

erstellt am 29.02.16 20:23
New Orgow schrieb:
Was ich etwas übertrieben fand war die Geschichte mit Suko und dem Überleben im ausgeweideten Wolf. Hat mich stark an Starwars und Luke Skywalker erinnert.


Auch hier nochmal, vielleicht reagiert Florian ja sogar darauf ^^

Und Star Wars hat es von verschiedenen Geschichten von Leuten die in Sukos Lage waren. Das ist nicht übertrieben, sondern eine gute Sache wenn man überleben will. Habe da mal einen Vortrag von jemanden gehört, der sowas im Yukon machen musste, um zu überleben. Da war es aber kein Wolf, der wäre wohl zu klein, sondern ein Rentier oder Karibu oder sowas. Weiß ich nciht mehr genau.

Das mit dem rohen Fleisch essen ist bei mir der Knackpunkt. Da wird es selbst Leute mit eiserner Diziplin heben. Wie von Florian beschrieben verklumpt Blut im Magen und es wird einem übel. Suko hatte keine Möglichkeit das Fleisch perfekt zu waschen, es wird also Blut dran geklebt haben. Der Chinese lag da Stunden und nicht Tage. Der reine urtümliche Überlebensintinkt dürfte noch nicht eingesetzt haben und den menschlichen Verstand ausgeknipst. Dann isst man rohes Fleisch oder wird zum Kannibalen. Wenn man das nach nur einem Tag Hunger macht, dann ist das eine gewaltige Überwindung.

erstellt am 29.02.16 20:27
Vogelmädchen schrieb:
Sicher. Aber die ganze Posterei sollte ja auch noch irgendwo Spaß machen. Und das ist bei diesen Romanen nicht der Fall.


Vielleicht hast du ja einen Kritikpunkt den Florian ließt und sich denkt "Da hat sie recht, ich probiere es im nächsten Roman mal anders zu machen und schauen wie es ankommt"

Diese "Wenn ich es nicht gut finde habe ich still zu sein"-Mentalität die man überall finde, ödet mich an. Ich würde mich sogar mal über eine negative Meinung zu Florians Romanen freuen, über eine andere Sichtweise. Bisher gibt es ja über den Autor nur Lobhudelei.

erstellt am 01.03.16 01:32
Das Gleichgewicht schrieb:
Vogelmädchen schrieb:
Sicher. Aber die ganze Posterei sollte ja auch noch irgendwo Spaß machen. Und das ist bei diesen Romanen nicht der Fall.


Vielleicht hast du ja einen Kritikpunkt den Florian ließt und sich denkt "Da hat sie recht, ich probiere es im nächsten Roman mal anders zu machen und schauen wie es ankommt"

Diese "Wenn ich es nicht gut finde habe ich still zu sein"-Mentalität die man überall finde, ödet mich an. Ich würde mich sogar mal über eine negative Meinung zu Florians Romanen freuen, über eine andere Sichtweise. Bisher gibt es ja über den Autor nur Lobhudelei.


Also von mir wird es sicherlich nicht nur Lob geben, wenn ich denn dann mal soweit bin mit lesen

erstellt am 01.03.16 06:14
Dunkelprinz schrieb:
Das Gleichgewicht schrieb:
Vogelmädchen schrieb:
Sicher. Aber die ganze Posterei sollte ja auch noch irgendwo Spaß machen. Und das ist bei diesen Romanen nicht der Fall.


Vielleicht hast du ja einen Kritikpunkt den Florian ließt und sich denkt "Da hat sie recht, ich probiere es im nächsten Roman mal anders zu machen und schauen wie es ankommt"

Diese "Wenn ich es nicht gut finde habe ich still zu sein"-Mentalität die man überall finde, ödet mich an. Ich würde mich sogar mal über eine negative Meinung zu Florians Romanen freuen, über eine andere Sichtweise. Bisher gibt es ja über den Autor nur Lobhudelei.


Also von mir wird es sicherlich nicht nur Lob geben, wenn ich denn dann mal soweit bin mit lesen


Werden wir dann sehen, ob du Florians Romane alle ganz toll findest wie die meisten hier. :P

erstellt am 02.03.16 12:00
So, meine Lieben, ich kann auch nicht anders, als Flo´s Roman(e) mit folgenden Worten zu kommentieren:
GEIL! GEIL! GEIL!
Genau so will ich das! Man merkt, dass der Autor recherchiert hat (MYthologien...) und dass er sich über den Verlauf und Aufbau des Romans und über das was noch kommen kann und wird Gedanken gemacht hat. (Klon-Wölfe???).
Da waren viele Szenen dabei, die ich richtig gut fand.
So sind auch meine Kritikpunkte wirklich Kleinigkeiten:
Ich denke, dass Suko zu schnell wieder genesen ist. Was war denn drin in der Bärensuppe? Magische HEilwurzeln? Jeder normale Mensch, der in der Taiga halb erfriert hat danach irgendein körperliches Anzeichen. Fieber, Husten, Lungenentzündung, irgenwie sowas. Anziehen und weiterkämpfen hat mich - erstaunt. Dramaturgisch hätte ich mir 3-4 Tage hohes Fieber wunderbar vorstellen können. Lykke hätte um ihn gebangt und ihn gepflegt und ihrer Zuneigung so eine noch größere Grundlage geben können. Während John voller Verzweiflung Shao und Sir James gestehen muss, Suko seit bald einer Woche bei -20 Grad zu vermissen. (Hach, sorry, mein Kopfkino geht wieder mit mir durch...)
Mental traue ich Suko einiges zu. Aber körperlich übersteht man das (ohne magische Hilfe) nicht ganz so einfach.
Ist das Lobhudelei? ICh denke nicht. Flo hat von mir auch gesagt/geschrieben bekommen, dass ich sein "Horrorschloss" nicht ganz so toll fand. Aber wenn es mir gefällt, schreibe ich das auch genau so!

erstellt am 02.03.16 18:22
Erstmal danke für die vielen guten Worte.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich die Romane schreibe, die ich selbst gerne lesen würde.
Aber mit "Schreckensmahl im Zombieschloss" und "Im Bann des Nachzehrers" gab es ja schon einige kleine Abweichungen und Experimente. Auch "Tödlich singt die Höllenbrut" verlief ja ein wenig anders als normal.

Zu Suko und dem Wolf:
Letzterer kam eher zufällig des Weges und Suko hat die Gelegenheit genutzt. Zu der Zeit hat er schon eine komplette Nacht im Freien verbracht. In Sibirien. Zweistellige Gradzahl unter Null! Da verlangt der Körper automatisch nach mehr Energie & Nahrung.

George Lucas hat es ja nicht erfunden, dass man sich mit Tierinnereien und Blut warm halten kann. So wie es viele Dinge, die in STAR WARS gezeigt wurden bereits anderswo gab.

Gerade habe ich gelesen, dass sich Tolkien für Herr der Ringe keltischer und germanischer Mythenelemente bediente. Namen wie Gandalf, Thorin, Kili und Fili hat er sogar direkt der Edda entnommen.

erstellt am 13.03.16 13:20
Sehr schöner Zweiteiler. Ich kann mich Leni nur anschließen - so mag auch ich JS. Florian hat inzwischen eine gutes Erzähltempo gefunden. Das Doppelheft lässt ihm die notwendigen Freiräume, so dass der Roman nicht mit zu vielen guten Ideen auf zu wenigen Seiten überfrachten wird (siehe "Lautlos gleitet der Tod" ).

Zwar teile ich Vogelmädchens grundsätzliche Meinung zum Roman nicht, aber ich sehe auch die Gefahr, dass das darksche und das Neuautoren-JS-Universum zunehmend auseinanderdriften. Deshalb würde mich interessieren, ob sich Florian bzgl. der aktuellen Entwicklung der Figuren Layton/Fenris mit Hr. Rellergerd zumindest in Grundzügen abgestimmt hat. Von einem "ich hinterlasse die Charaktere so, wie ich sie zum Romanbeginn vorfand", kann man bei dieser Geschichte beim besten Willen nicht mehr sprechen. Ohne Absprache hätte ich die Befürchtung, dass JD Morgana in nächster Zeit einen Auftritt beschert, in der Lykaon und der laufende Machtkampf mit Fenris keine Erwähnung finden, oder - noch schlimmer - der den von Florian geplanten weiteren Ablauf des Plots unmöglich macht.

Es ist höchste Zeit für mehr Freiheiten im Kosmos der neuen Autorenriege. Hier ist m.E. der Verlag gefordert, eine mittelfristige Lösung (ich denke da an Band 2000) zu finden und notfalls mit sanftem Druck durchzusetzen, die JDs Verdienste würdigt und gleichzeitig die Weiterentwicklung der Serie sicherstellt. Sinnvolle Szenarien (Rückzug nach Jubiläums-Band, Verpflichtung zur engeren Zusammenarbeit, ..) wurden bereits von einigen Forumsmitgliedern skizziert.


Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed