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Thema: 1966 Das Horror-Hotel
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Antworten zu diesem Thema: 48

 
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erstellt am 25.03.16 05:31
Der Seher schrieb:

Der Dorian Hunter-Band "Höllenkoma" aus dem Zaubermond-Verlag wurde von A. Bottlinger geschrieben und unter dem Pseudonym Logan Dee veröffentlicht.


Es ist wohl Interpretationssache, ab wann ein Autor unter einem anderen Pseudonym veröffentlicht. Ja, der Name steht auf dem Fehldruck des Covers. Schlägt man das Buch aber auf, so steht dort "Höllenkoma von Susanne Wilhelm". Für meine Begriffe, hat sie diese Geschichte also nicht unter dem Pseudonym Logan Dee veröffentlicht, sondern unter ihrem eigenen Pseudonym, über das sie sogar in der besagten Ausgabe der Mystery Press plaudert.

Durch das falsche Cover erklärt sich aber, warum die Info auf manchen Websites falsch steht. Nicht so aber beispielsweise hier:

Rezension bei phantastiknews

Aber wollen wir nicht über Kleinigkeiten diskutieren, wo wir uns doch inhaltlich einig sind.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 05:32 Uhr bearbeitet)

erstellt am 26.03.16 16:00
@Eric Wolfe
Danke für die (Auf) Erklärung !. Ich war bisher nämlich auch auf dem falschen Dampfer gewesen :) .

erstellt am 27.12.16 20:39
Ich muss mich der kritischen Bewertung anschließen, obschon ich den Roman insgesamt nicht ganz so schlecht bewerten würde.

Aber es stimmt schon, man hat auch hier mal wieder den Eindruck, dass Logan Dee munter drauflos schreibt, ohne irgendeinen Plan zu haben. Ständig hat er neue Ideen und schafft es am Schluss nicht, alles zu einem logischen Ende zusammenzuführen, sodass man sich die Sinnfrage stellen muss. Ich habe jedenfalls keine Ahnung, was die Dämonen in diesem Roman eigentlich wollten.

Hinzu kommen etliche Widersprüche. So heißt es auf Seite 12 über eine Nebenfigur namens Mark: "Seit seinem elften Lebensjahr, kurz nach dem Tod seines Vaters, färbte er sich die Haare schwarz [...]".
Zwei Sätze später erfährt man, dass Mark mit besagtem Vater in einer Zweizimmer-Wohnung in Grünau haust!

Auf Seite 27 heißt es, dass John im allmorgendlichen Stau steckt. Wie er es dann schaffen soll, eine Stunde später im Flugzeug zu sitzen, bleibt ein Rätsel; das dürfte - gerade in Londen - nicht mal im Ansatz klappen.

Auf Seite 30 erfährt man, dass John ein "Feuriges Kesselgulasch" zu sich nimmt, was ihn jedoch nicht davon abhält, eine halbe Stunde später in der Mädler-Passage ohne jede weitere Begründung noch eine Bratwurst zu verdrücken. Seit wann ist John ein Vielfraß?

Das sind zwar alles keine schlimmen Fehler, allerdings zeigt sich schon, dass hier nicht sonderlich sorgfältig gearbeitet wurde.

Auffällig sind auch die sprachlichen Mängel. Auch hier gibt es jede Menge Beispiele. So lesen wir z.B. auf der Rota-Seite: "Jessika fröstelte, als sie die Fassade des heruntergekommenen Luxushotels betrachtete."
Einen Satz später heißt es: "Aber nicht deshalb fror Jessika, sondern es war die Aura des verlassenen Gebäudes, die ihr plötzlich eine Gänsehaut bescherte ..."
Auf Seite 4 erfahren wir: "Jetzt, wo sie nur noch wenige Schritte
von dem Haus trennten, spürte sie die unheimliche Ausstrahlung, die von dem Kasten ausging, fast körperlich."
Und auf der nächsten Seite lesen wir: "Sie spürte die Aura, die von dem alten Grandhotel ausging, nun fast körperlich."

Die ständigen Wiederholungen stellen ohnehin ein Grundproblem bei Logan Dee dar. Wortwiederholungen gelten im Deutschen nunmal als schlechter Stil, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Beispiele findet man zuhauf. So lesen wir auf Seite 7: "Dann betrachtete sie ungläubig ihre Hand. Sie war voller Blut. Als sie den Blick wieder auf das Geflecht richtete, sah sie, dass es nun auch aus der Wand blutete. Wie blutige Tränen liefen ganze Rinnsale die Fassade herab."
Ein bisschen viel Blut auf einmal, wie ich finde. Außerdem taucht das Wörtchen "sie" viermal auf - auch ein bisschen viel, wenn man bedenkt, dass man es leicht hätte ersetzen können.

Folgende Passage ist in dem Zusammenhang auch interessant (vgl. Seite 8): "Sie spürte einen schmerzhaften Stich im Zeigefinger und zog rasch die Hand zurück. Als sie in dem Halbdunkel den Finger betrachtete, sah sie das Blut, das daraus hervorquoll. Etwas hatte sie gebissen! Rasch zog sie mit der anderen Hand ein Taschentuch hervor und presste es auf den pochenden Finger."
Ihr könnt ja mal selber zählen, wie oft sich hier wie viele Begriffe wiederholen.

Leider sind das keine Einzelfälle, es ließen sich noch dutzende Beispiele finden.
Entweder kann Logan Dee es nicht besser oder er gibt sich nicht viel Mühe - mehr Erklärungen habe ich nicht.
Insgesamt konnte man den Roman schon lesen, aber hohe Kunst ist das sicher nicht. Aber vielleicht gibt er sich in der "Dark Land" Reihe ja mehr Mühe...

erstellt am 03.11.17 12:39
Vogelmädchen schrieb:
Logan Dee ist doch diese Andrea Bottlinger. Hat sie selbst irgendwo auf einer Webpage geschrieben.


Logan Dee ist Uwe Voehl.

erstellt am 03.11.17 13:03
Handlung : Eine verzweifelte Dagmar Hansen ruft John an.Um einem alten Bekannten , einen Gefallen zu tun , reiste Harry Stahl vorab nach Leipzig. Bevor auch sie und ihre Schwester zur dortigen Buchmesse reisen wollten. Nun ist Harry spurlos verschwunden. John verspricht zu helfen und reist nach Leipzig.Zu seiner Verwunderung erhält er im Hotel , indem auch Harry wohnte , dessen Zimmer. Auf einem Schreibblock macht John eine Telefonnummer sichtbar. Sie gehört einem Udo Schimunek , der aber angeblich nichts von Harrys Verschwinden weiß. Und wer ist die geheimnisvolle Frau in Schwarz , die nur John und Schinek sehen können ? Zurück im Hotel , findet John die Einladung einer Viola von Schwarz , die ihn bittet um Mitternacht im " Roten Stern " zu sein. Ein leer stehendes ehemaliges Luxushotel. Im " Roten Stern " erlebt John seltsame Dinge. Aber was hat das alles mit Harrys Verschwinden zu tun ? Kann John mit Hilfe , der ebenfalls in Leipzig eingetroffenen Dagmar Hansen und ihren besonderen Fähigkeiten , das Rätsel um den " Roten Stern " lösen und Harry rechtzeitig wiederfinden ?

Meinung : Ein Roman von Logan Dee , der insgesamt recht spannend und gut zu lesen ist. Allerdings werden viele Handlungsstränge nicht zufriedenstellend aufgelöst. Das betrifft besonders Wojtilas Identität. Und was geschah genau mt Viola und ihren Mädchen im Jahre 1972 ? Oder was wurde nun aus Jessika ? Gab es noch weitere Besuche des ermordeten Marc ? Ein dicker Fehler war es auch , das Johns Pistole , fälschlicherweise des Öfteren als Revolver bezeichnet wurde. Genauso wie der Weihnachtsroman , paßt auch dieser nicht in die Handlungszeit der Serie. Er ist dieser etwa 3 Monate voraus und spielt im Frühling , während Band 1965 im Dezember spielte. Jetzt wäre es Zeit für Logans Weihnachtsroman gewesen und nicht für diesen hier. In der Rückblende auf den vorigen Fall mit Dagmar , stand wenigstens das dieser einige Wochen her war. Gelungen war die Schlußpointe , die eine Anspielung auf die JS - Serie beinhaltete. Es wird Zeit das Logan Dee nicht wild in einer beliebigen Zeit schreibt , sondern sich der Serie anpaßt. Für diesen Roman gebe ich die Note 3 = Befriedigend ( 3 von 5 Kreuze )

erstellt am 03.11.17 14:14
Dass der Roman "nicht in die Handlungszeit der Serie" passe, sehe ich nicht!
Wie schon Logan Dees schöner Weihnachtsroman spielt auch dieser - wie z.B. auch viele von Florian - in genau der Zeit, in der der (aktuelle) Leser den Roman kaufen und lesen konnte.

(Klar, Jason Dark hat das anders gemacht, er ließ die Romane eher zu der Zeit spielen, als er die Romane schrieb. Was aber auch zu seltsamen "Handlungszeiten" der Serie führte. Heute noch Februar, eine Woche in Sinclairs Leben später schon Mai... )

Aber ich lese z.B. lieber einen Weihnachtsroman in der Weihnachtszeit als im März oder später...

erstellt am 03.11.17 17:11
Wobei Dark auch früher gerne XXL-Klopse hatte ...

Vor allem zur Zeit der ersten knapp 50 TBs ... manche passen Handlungsmäßig vorne und hinten zu KEINEM Heftzeitpunkt ...

Ganz übel war ja auch, dass WICHTIGE Themen in den TBs erzählt wurden. Er hat ja zB 3 der Mordliga-Mitglieder in den TBs gekillt ... so ist man natürlich gezwungen auch die TBs zu lesen ... Wer es nicht tat, wird sich regelmäßig gewundert haben: "Hä? Wieso ist Lady X denn tot? Im letzten Heft lebte sie doch noch..."

erstellt am 03.11.17 21:20
Das kann z.B. folgende Gründe gehabt haben:

1. Man wollte, dass die Leser der Hefte auch die Taschenbücher lesen. Also war Jason angehalten, hier auch serienrelevante Inhalte zu behandeln.
2. Es ist ja bekannt, dass Jason Probleme mit dem Jugendschutz wegen seiner Mordliga hatte. Er musste sie also aus dem Weg schaffen; und das ging vielleicht schneller, wenn er hierzu auch die Taschenbücher benutzte.

erstellt am 06.11.17 15:23
corto feldese schrieb:
Dass der Roman "nicht in die Handlungszeit der Serie" passe, sehe ich nicht!
Wie schon Logan Dees schöner Weihnachtsroman spielt auch dieser - wie z.B. auch viele von Florian - in genau der Zeit, in der der (aktuelle) Leser den Roman kaufen und lesen konnte.

(Klar, Jason Dark hat das anders gemacht, er ließ die Romane eher zu der Zeit spielen, als er die Romane schrieb. Was aber auch zu seltsamen "Handlungszeiten" der Serie führte. Heute noch Februar, eine Woche in Sinclairs Leben später schon Mai... )

Aber ich lese z.B. lieber einen Weihnachtsroman in der Weihnachtszeit als im März oder später...


Das sehe ich ganz anders. Jason Dark ist immer noch der Hauptautor. Als solcher hat er das Recht die Handlungszeit zu bestimmen. Und wenn sie sorgfältig und mit Interesse arbeiten , sollten sich neue Autoren dem anpassen. Das klappt im Allgemeinen recht gut. Lediglich bei Logan Dee und Alfred Bekker hapert es immer noch deutlch. Wobei Logan nun sogar noch einen Revolver ins Spiel brachte , den John nie hatte. Da wird es doch Zeit , das Logan , mal etwas mehr an der Nachhilfe arbeitet und nicht einfach irgend etwas schreibt.

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