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Thema: Sinclair Academy
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Antworten zu diesem Thema: 44

 


erstellt am 01.05.16 19:19
Der Seher schrieb:
Wenn man schon einen JS-Ableger auf den Markt bringen möchte, dann doch bitte nicht sowas künstlich Hinzugedichtetes.
Da würde sich doch eine eigene Serie für Harry Stahl anbieten. Natürlich wäre dann auch die Psychonautin Dagmar Hansen dabei. Die beiden könnten noch einen Assistenten bekommen, der das Team abrundet, z.B einen jüngeren Deutsch-Türken. (Dieser könnte Yakup Yalcinkayas Schwert erben).
Harry sollte dann natürlich auch eine starke magische Waffe (bzw. Artefakt) bekommen.
Evtl. könnte man noch ein magisches Wesen auftreten lassen, welches hin und wieder unterstützend eingreift, aber Geheimnisse hat...

Das hört sich wirklich nicht schlecht an. Die Akademie kommt mir auch sehr jugendlich rüber. Vielleicht sind wir mit 20+ auch einfach nicht die Zielgruppe.

erstellt am 11.06.16 19:54
Sinclair Academy Band 1. Der erste und der letzte Band für mich. Ist eher was für 12 jährige. Das Team der Academy könnte auch Harry, Ron, Hermine und Co. heißen. John könnte man Dumbeldore nennen.

Band 1 ist ja gratis (e-book). Kann jeder selbst entscheiden, ob er das lesen/sich antun will.

erstellt am 12.06.16 14:38
Ich habe doch gesagt, dass wir nicht die Zielgruppe sind...

erstellt am 23.06.16 18:54
Um es von der Liste streichen zu können, habe ich mich heute mal mit der „Sinclair Academy befasst. Das Grundkonzept klingt gut, ehrlich gesagt habe ich mir so ein Spin Off der Hauptserie immer gewünscht und war entsprechend gespannt, als Bastei die Academy ankündigte. Andererseits...wir haben es hier mit Bastei zu tun. Wieder einmal weiß ich nicht, was der Verlag sich dabei gedacht hat. Man hätte durchaus etwas aus der Serie machen können. Es scheitert gleich an mehreren Fronten desaströs.


John Sinclair wird hier als 65jähriger Mann vorgestellt, der die Rekruten sammelt und sich um sie kümmert. Was soll der Scheiß? Powell hätte perfekt gepasst. Auch von der Schreibe erinnert das kein Stück an einen gealterten Sohn des Lichts.

Der Neue, Jack Archer, trägt das Mal von Iblis. Kennt niemand? Gibt es in der Hauptserie auch nicht. Iblis ist einer der sieben Großdämonen der Hölle. Luzifer persönlich unterstellt und sein persönlicher Heerführer. Was zum Fick? Auch hier hätte es Potential gegeben. Wäre Jack in Afghanistan von Lilith, Mandragoro oder dem damals noch lebenden Belial gezeichnet worden, das wäre doch mal eine nette Idee gewesen.

Und dann findet die Ausbildung in einem alten Anwesen statt, welches an ein Internat erinnert. Warum nicht in einem modernen Stockwerk der Spezialabteilung, direkt im Yard? Ich habe – und tue das auch jetzt noch – mich immer beschwert, warum die „Spezialabteilung“nur aus 2 Agenten, ihrem Chef und einer Sekretärin besteht. Hier auch neue Teams auszubilden wäre doch gar nicht so abwegig.



Soviel dazu, dass die Serie übelste Bauernfängerei ist. Sie hat nichts mit JS zu tun. Der Autor hat offenbar nicht ein Heft gelesen und wurde vom Verlag nicht über die Hauptserie informiert. John Sinclair, der völlig falsch eingesetzt wird, ist wirklich das einzige, das irgendwie mit der Serie von Dark zu tun hat. Als Gegner der Woche gibt es zwar Belphegor. Doch damit ist nicht der Hexer mit der Flammenpeitsche gemeint, sondern ein weiterer Großdämon.



Die Ausbildung der Geisterjäger passt auch überhaupt nicht. Sie erinnert an Harry Potter. Dämonischen Geschichtsunterricht und andere „Fächer“ stehen auf dem Lehrplan. Und eine alte strenge Matrone gibt es natürlich auch. Man sollte auch erwähnen, die vier Azubis sind alle um die 30 und keine Teenager mehr. Auch wenn sie vom Autor so geschrieben werden ist es nochmal extra dämlich, wenn sie wie 15jährige unterrichtet und behandelt werden.




Auf Details der Handlung will ich gar nicht eingehen, weil sie ebenso dämlich ist. Aber was will man von einem Autor erwarten, dessen 3 Werke "Jonas’ großes Comic Chaos", "99 Lieblingsorte in Nordrhein-Westfalen" und "Karneval für Imis" sind. Da hat sich das googeln direkt gelohnt, auch laut amazon hat Jens Baumeister nie einen ernsthaften Spannungsroman oder ein derartiges literarisches Werk veröffentlicht.




Herr Baumeister hat kein Talent für erzählende Romane. Bastei hat ihn offenbar nicht instruiert. Vom Verlag und vom Autor ein Totalreinfall. Aber der erstklassige englische „Reboot“ der Serie wird nicht verlängert bzw. da meldet sich auch niemand mehr auf Nachfragen.


Für Sinclairfans Beschiss. Ja gut, Teil 1 ist gratis, wer sich gern selbst überzeugen will, darf das gern tun. Leute die Sinclair nicht kennen, werden gewisse Dinge einfach nicht bemerken, haben aber trotzdem einen ziemlich kindischen und schlecht geschriebenen Roman. Und für junge Erwachsene ist die Geschichte stellenweise einfach zu brutal, finde ich.




PS. Die zweite Geschichte ist von einem anderen Autor. Naja, wenn der genau so viel über sie Serie weiß. Und ein Blick auf seine Veröffentlichungen auf amazon..."Cuckolds and Hotwives: Husbands watching their insatiable wives"....äm....schön....wer von Bastei war für diese Autorenauswahl verantwortlich und welche Drogen hat derjenige genommen?

erstellt am 23.06.16 21:17
Der von dir genannte Titel stammt von einem David J. Black. Wieso glaubst du, dass er identisch ist mit dem Autoren von Sinclair Academy Band 2? Wenn du nach Amazon gehst, hab ich auch einige wunderliche Sachen wie "Diamanti di sangue" oder "Análise da Legislação Trabalhista ..." geschrieben.

erstellt am 23.06.16 21:34
GW hat doch geschrieben, dass der Autor von Band 2 ein anderer ist.

Allerdings... wieso lässt man Hinz und Kunz an einer Serie schreiben, die scheinbar von ihr noch weniger Ahnung haben, als die Kuh vom Fliegen?!

erstellt am 24.06.16 00:48
Loxagon schrieb:
GW hat doch geschrieben, dass der Autor von Band 2 ein anderer ist.

Allerdings... wieso lässt man Hinz und Kunz an einer Serie schreiben, die scheinbar von ihr noch weniger Ahnung haben, als die Kuh vom Fliegen?!



Vielleicht weil das gute Autoren sind, zumindest gefällt mir die Schreibe von C. Hammer besser als die von Hill oder Marques. Und das ist mir wichtiger als Serien-Kenntnis.

erstellt am 24.06.16 16:27
Ich bin verhalten positiv gestimmt. Dazu muss ich sagen, dass ich mir nie ein Spin-off zu JS gewünscht habe und es auch weiterhin nicht tue. Bei der "Academy" handelt es sich allerdings auch nicht um ein solches. Man nutzt hier einfach die Bekanntheit der JS-Serie als Starthilfe für ein eigenständiges Projekt, und das, ohne in die richtige Serie hineinzupfuschen. Deshalb hat man (für mich erfreulicher- und überraschenderweise) die Handlung in die Zukunft verlegt: John spielt hier eine stärkere Rolle, als von mir angenommen; er ist aber 65 Jahre alt und quasi die graue Eminenz im Hintergrund. Ich finde die Idee sehr gelungen. So kann man praktisch eine alternative Realität - ein mögliches Zukunftsszenario - beschreiben und lässt die richtige Serie unangetastet. Interessant wird allerdings die Frage sein, wie man den "SF-Faktor" bedient, denn wenn die "Academy" in den 2030er (?) Jahren spielt, muss man sich zwangsläufig auch über Zukunftstechnologien und zukünftige politische Konstellationen (gestern ist UK aus der EU ausgetreten!) Gedanken machen - zumindest am Rande.

Dass hier eine neue Dämonologie angedacht wird und man nicht auf Lilith etc. zurückgreift, ist die Zukunftsorientierung, die ich mir tendentiell (!) auch für die Hauptserie wünschen würde - alte Zöpfe aus den 80ern nicht neu aufleben lassen, sondern den Wandel, den JD mit neuen Figuren in den letzten etwa 15 Jahren moderat eingeläutet hat, weiterführen. Genau das ist aber das Problem der aktuellen JS-Serie: Nostalgiker wie Hill und Marques kramen beständig Altes hervor (Chirianow, Graveline etc.) und stellen es in das Zentrum neuer Romane. Sicher soll JS nicht seine Wurzeln verleugnen und wo sinnvoll auch gießen - etwa indem ein Mandra Korab oder Abe Douglas gelegentlich mit eingebunden werden -, aber die derzeit dominierende Entwicklung, ein derartiges Retrofeeling mit der Actionlastigkeit der Hörspielserie und einer gesteigerten Brutalität/Opferzahl zu kombinieren, ist der falsche Weg. Als beispielhaft möchte ich dagegen den PZ-New-York-Zyklus von Simon Borner nennen, der neue Figuren mit (zwischen)menschlichen Problemen ins Zentrum rückte, die Handlung wo nötig in den Serienkosmos einband (aber auch nur dort), in sich geschlossene Geschichten innerhalb seines Zyklus lieferte und eine nachvollziehbare emotional tiefe Figurenentwicklung mit Happy End bot. Vielleicht kann der "Academy" so etwas auch gelingen, doch noch sind Zweifel angebracht: Die vier Rekruten wirken zu sehr am Reißbrett entworfen, ihre ethnische Mischung, Fähigkeiten und Charaktere, ja selbst die Namen wirken wie durch politische Quotenregelungen erzeugt. Hier muss noch die "Dynamik des Lebens" Einzug halten. - Eine Dynamik, der sich JD in seiner Serie leider in den letzten Jahren bewusst verschlossen hatte und die, so befürchte ich leider, von seinen Nachfolgern auf die einfallsloseste Art, nämlich das Sterbenlassen, durchbrochen werden wird. Aber man darf ja noch hoffen - auf mehr New York in London, dem gegenwärtigen, wie dem der "akademischen" Zukunft.






Das Gleichgewicht schrieb:
Auch hier hätte es Potential gegeben. Wäre Jack in Afghanistan von Lilith, Mandragoro oder dem damals noch lebenden Belial gezeichnet worden, das wäre doch mal eine nette Idee gewesen.


Da die Handlung in der Zukunft spielt, ist Belial aber schon vernichtet. Der Afghanistan-Einsatz des Jack Archer fand - wenn ich mich richtig erinnere - ca. fünf Jahre vor seiner Rekrutierung durch John Sinclair statt.



Soviel dazu, dass die Serie übelste Bauernfängerei ist. [...]
Für Sinclairfans Beschiss.


Ich bin ganz froh darüber, so ist das für mich akzeptabel. Wenn der Preis bei 2 €/Ausgabe läge, würde ich auch weiterlesen.
Aber ja, wer es NUR, weil es "Sinclair" heißt, lesen will, kann's eigentlich lassen.

erstellt am 24.06.16 17:05
Stimmt du hast Recht, da die Handlung in der Zukunft spielt. Vielleicht haben sich die 3 Teufel tatsächlich dauerhaft zu Luzifer vereinigt und der hat 8 neue Dämonen erschaffen. Unter anderem die Seele Belphegors aus dem Reich des Spuks beschafft.


Dass die Serie dir gut gefällt kann ich mir vorstellen. Da findet sie offenbar doch ihre Anhänger. :)

erstellt am 26.06.16 02:18
Vogelmädchen schrieb:
Ich bin verhalten positiv gestimmt. Dazu muss ich sagen, dass ich mir nie ein Spin-off zu JS gewünscht habe und es auch weiterhin nicht tue. Bei der "Academy" handelt es sich allerdings auch nicht um ein solches. Man nutzt hier einfach die Bekanntheit der JS-Serie als Starthilfe für ein eigenständiges Projekt, und das, ohne in die richtige Serie hineinzupfuschen. Deshalb hat man (für mich erfreulicher- und überraschenderweise) die Handlung in die Zukunft verlegt: John spielt hier eine stärkere Rolle, als von mir angenommen; er ist aber 65 Jahre alt und quasi die graue Eminenz im Hintergrund. Ich finde die Idee sehr gelungen. So kann man praktisch eine alternative Realität - ein mögliches Zukunftsszenario - beschreiben und lässt die richtige Serie unangetastet. Interessant wird allerdings die Frage sein, wie man den "SF-Faktor" bedient, denn wenn die "Academy" in den 2030er (?) Jahren spielt, muss man sich zwangsläufig auch über Zukunftstechnologien und zukünftige politische Konstellationen (gestern ist UK aus der EU ausgetreten!) Gedanken machen - zumindest am Rande.

Dass hier eine neue Dämonologie angedacht wird und man nicht auf Lilith etc. zurückgreift, ist die Zukunftsorientierung, die ich mir tendentiell (!) auch für die Hauptserie wünschen würde - alte Zöpfe aus den 80ern nicht neu aufleben lassen, sondern den Wandel, den JD mit neuen Figuren in den letzten etwa 15 Jahren moderat eingeläutet hat, weiterführen. Genau das ist aber das Problem der aktuellen JS-Serie: Nostalgiker wie Hill und Marques kramen beständig Altes hervor (Chirianow, Graveline etc.) und stellen es in das Zentrum neuer Romane. Sicher soll JS nicht seine Wurzeln verleugnen und wo sinnvoll auch gießen - etwa indem ein Mandra Korab oder Abe Douglas gelegentlich mit eingebunden werden -, aber die derzeit dominierende Entwicklung, ein derartiges Retrofeeling mit der Actionlastigkeit der Hörspielserie und einer gesteigerten Brutalität/Opferzahl zu kombinieren, ist der falsche Weg. Als beispielhaft möchte ich dagegen den PZ-New-York-Zyklus von Simon Borner nennen, der neue Figuren mit (zwischen)menschlichen Problemen ins Zentrum rückte, die Handlung wo nötig in den Serienkosmos einband (aber auch nur dort), in sich geschlossene Geschichten innerhalb seines Zyklus lieferte und eine nachvollziehbare emotional tiefe Figurenentwicklung mit Happy End bot. Vielleicht kann der "Academy" so etwas auch gelingen, doch noch sind Zweifel angebracht: Die vier Rekruten wirken zu sehr am Reißbrett entworfen, ihre ethnische Mischung, Fähigkeiten und Charaktere, ja selbst die Namen wirken wie durch politische Quotenregelungen erzeugt. Hier muss noch die "Dynamik des Lebens" Einzug halten. - Eine Dynamik, der sich JD in seiner Serie leider in den letzten Jahren bewusst verschlossen hatte und die, so befürchte ich leider, von seinen Nachfolgern auf die einfallsloseste Art, nämlich das Sterbenlassen, durchbrochen werden wird. Aber man darf ja noch hoffen - auf mehr New York in London, dem gegenwärtigen, wie dem der "akademischen" Zukunft.






Das Gleichgewicht schrieb:
Auch hier hätte es Potential gegeben. Wäre Jack in Afghanistan von Lilith, Mandragoro oder dem damals noch lebenden Belial gezeichnet worden, das wäre doch mal eine nette Idee gewesen.


Da die Handlung in der Zukunft spielt, ist Belial aber schon vernichtet. Der Afghanistan-Einsatz des Jack Archer fand - wenn ich mich richtig erinnere - ca. fünf Jahre vor seiner Rekrutierung durch John Sinclair statt.



Soviel dazu, dass die Serie übelste Bauernfängerei ist. [...]
Für Sinclairfans Beschiss.


Ich bin ganz froh darüber, so ist das für mich akzeptabel. Wenn der Preis bei 2 €/Ausgabe läge, würde ich auch weiterlesen.
Aber ja, wer es NUR, weil es "Sinclair" heißt, lesen will, kann's eigentlich lassen.


Ich sehe das ähnlich, dass es tendenziell besser ist, neue Handlungsstränge zu etablieren, als altes neu aufzuwärmen. Also für meinen Geschmack zumindest
Dann muss ich da doch auch mal reinlesen...


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