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Thema: 1968 Schloss der tausend Blitze
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Antworten zu diesem Thema: 7

 
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erstellt am 27.03.16 23:00
Das Pärchen Penny und Jerry stattet einem unheimlichen Haus am Rande Londons einen Besuch ab. Dort wird es Opfer von Blitzen; doch anstelle die jungen Leute ins Jenseits zu befördern, wird diesen die Fähigkeit verliehen, andere Menschen von nun an durch eine bloße Berührung zu töten ...


Ein Fall für John und Purdy Prentiss, der an einem Abend mal schnell erledigt wird. Idee und Hintergrund haben mir gefallen, auch wenn es mehr hergemacht hätte, wenn sich das Ganze tatsächlich in einem richtigen englischen Schloss zugetragen hätte, wie es das ansprechende Titelbild suggeriert. Ansonsten ein typischer Roman von Jason Dark: Die ersten 20 Seiten gehören allein Penny und Jerry, was beim Lesen dann doch ermüdet, zumal der gesamte Band extrem dialoglastig ist. Der eigentliche Urheber darf erst auf den letzten 2 Seiten vorbeikommen, während im Übrigen viel gestreckt wirkt.

Besonderheit: Erster Auftritt der 18-jährigen Penny Prentiss, Tochter von Purdys Bruder René.

2/5 Kreuzen

Preisfrage: Auf Heftseite 28 steht: ""Das ist wirklich ein Hammer. Blitze, die Menschen verändern." Das war mir auch fast neu. Jedenfalls hatte ich ein solches Phänomen vor langer, langer Zeit erlebt. Da war es um einen bösen Engel gegangen." Wer erinnert sich und weiß das Heft? Nähere Angaben macht der Autor nämlich mal wieder nicht.

erstellt am 28.03.16 00:15
Möglich, dass Band 1221 "Geschäft mit der Angst" und mit dem bösen Engel Metatron gemeint war. Aber sicher bin ich mir nicht.

erstellt am 28.03.16 23:11
Das war auch genau mein Gedanke. Könnte sein ...

erstellt am 30.03.16 14:02
Der Titel wäre schön für eine Comedy: Schloss der tausend Witze...

erstellt am 30.03.16 18:32
Vogelmädchen schrieb:
Ansonsten ein typischer Roman von Jason Dark: Die ersten 20 Seiten gehören allein Penny und Jerry, was beim Lesen dann doch ermüdet, zumal der gesamte Band extrem dialoglastig ist. Der eigentliche Urheber darf erst auf den letzten 2 Seiten vorbeikommen, während im Übrigen viel gestreckt wirkt.


Aus der Idee hätte man echt mehr machen können. ich gebe auch mal nur 2 von 5 Kreuzen. ich glaube nicht, dass mit Mandragoro noch eine zusammenhängende Geschichte rauskommt. Ich weiß auch gar nicht mehr, wie das mit Justine war.

erstellt am 31.03.16 09:36
Ariane schrieb:

Ich weiß auch gar nicht mehr, wie das mit Justine war.



Langsam ergeht es den Lesern so wie Jason.

erstellt am 05.04.16 08:14
Der Roman war für mich ein Totalausfall. Schuld sind die absolut dilettantischen Dialoge. Die ersten 20 Seiten waren eine reine Qual. Doch auch danach wird es nicht viel besser und das Ende überrascht dann auch nicht gerade. Mal wieder Mandragoro, dass konnte man schon nach der Hälfte des Romans erahnen. Die Grundidee war mal wieder gut doch die Umsetzung eine Katastrophe.

Was auch nervend war, war die Idee die Nichte Penny zu nennen. Bei Lesen hatte ich dann immer Probleme und habe dann statt Penny immer Purdy gelesen.

Im Anschluss habe Band 250 gelesen. Dass sollte man wirklich mal jedem empfehlen der die aktuellen JD - Romane so toll findet. Im direkten Vergleich muss man sich wirklich die Frage stellen ob hier der gleiche Autor am Werk war. Es ist erschreckend wenn man dass sieht was JD damals und heute zu Papier bringt. Die Dialoge der damaligen Zeit waren flüssig und haben die Story vorangebracht. Zudem war die Story durchdacht. Heute hat man den Eindruck der Roman wird einfach nur so runter gerotzt und wenn man nichts mehr weiss wird er durch sinnlose Dialoge in die Länge gezogen. So leid es mir auch tut, ich bekomme immer mehr den Eindruck das JD ausgebrannt ist.


Von mir gibt es für diesen Roman diesmal ein sehr schlecht.

erstellt am 20.04.17 18:55
Als braver Sinclairleser versuche ich natürlich meine Lücken zu schließen. Also wieder ein Dark-Heft zum Abarbeiten. Und ich bin dankbar, dass ich kein Geld mehr dafür ausgebe. So konnte ich mich ohne Stress auf die Haupthandlung konzentrieren. Die langen und sich im Kreis drehenden Dialoge habe ich schnell weggelesen, wichtiges verpasst man eh nicht. Die Handlung war einfach genug, um auch so mitzukommen.

Neben den Dingen die in den Gesprächen, die kein echter Mensch so führen würde, mehrmals ohne Ergebnis abgearbeitet werden, stören mich auch die Reaktionen der jungen Leute, die einfach nicht glaubwürdig sind. Ich muss darauf nicht näher eingehen, jeder der sich ein wenig mit Dark beschäftigt hat kennt das.

Wo bei anderen Autoren der Einstieg in 5 Seiten abgehandelt wird dauert es hier ein Drittel des Romans, bis endlich Purdy eingeschaltet wird. Direkt mit einem missglückten Englischversuch vom Atmeister. Purdy kann ihre Termine gern absagen oder canceln (steht so im Duden) aber kanzeln geht eher bei einem Priester denn einer Staatsanwältin. Egal, bis diese dann ihre Nichte besucht und John endlich alarmiert wird ist die Hälfte der Geschichte um. Warum ruft Purdy John als gute Freundin nicht auf dem Handy an, oder hat zumindest seine Bürodurchwahl? Und gibt es heutzutage ernsthaft noch echte ausgebildete Volltags-Telefonisten? Ich schweife schon wieder in unwichtige Kleinigkeiten ab.


Zusammenfassend war der erste Teil dieser Geschichte gestreckt und bis auf wenige Stellen spannungsarm. Aber die Grundidee hat mir gefallen, an ihr wurde festgehalten. Da ich meinen Fokus auf die Handlung legte war ich ganz beruhigt.

Dann aber schlägt der Darksche Spontan-Irrsinn zu. Penny ist über ihre neuen Fähigkeiten geschockt und ruft von sich aus Purdy zu Hilfe. Nach dem Kreuztest ist sie aber plötzlich und ohne Erklärung gewandelt. Sie genießt ihre Macht und hat Insiderwissen, das sie zuvor nicht hatte. Trotzdem willigt sie ein, der Geburtsstätte dieses Fluchs zu besuchen.

Jerry hat unterdessen eigene Probleme, nämlich ist durch ihn ein weiterer Mensch erwischt worden. Obwohl später behauptet wird, er hätte den Fremden mit der Hand angefasst, war es nicht so. Er hat sich durch eine simple Berührung von Jerrys Schulter den magischen Schlag zugezogen. Es sind Kleinigkeiten, bei denen ich längst die Hoffnung aufgegeben habe, dass Dark daran etwas verbessern kann. Eigentlich wollte ich anmerken, warum die beiden Blitzinfizierten sich nicht einfach Handschuhe anziehen, notfalls nichtleitende Gummihandschuhe oder so. Hätte aber auch nichts gebracht, wenn die Magie durch Kleidung hindurch geht und es keine aktive Handberührung braucht. Für mich eine interessante Wendung, die für den Fall leider völlig egal ist.

Später erwacht Jerrys Opfer. Nicht nur Opfer des Blitzes, auch Opfer von Jasons Geschreibsel. Dass die Blitze nicht tödlich sind und andere infizieren ist neu. Dann müsste auch der Motorradfahrer vom Anfang wieder aufgestanden sein und eine Gefahr darstellen. An den denkt aber niemand mehr. Der neuste Blitztyp hat im Gegensatz zu den „Patienten Null“ keinen eigenen Willen mehr und attackiert rasend die nächstbeste Person. Eigentlich müsste jetzt eine Kettenreaktion folgen. Aber wieder ändert Dark die Regeln. Der angegriffene Kioskbesitzer überlebt den Stromschlag, aber sein Angreifer wird dadurch getötet. Was? Wie jetzt? Warum?

Bei Doktor Quintus laufen dann alle Fäden zusammen. Erst wird Jerry von ihm auf die dunkle Seite gezogen. Dann taucht John bei ihm auf. Der wird nicht überwältigt. Der Doc lädt ihn ganz offen ein, plaudert ein Ründchen, erklärt ihm ehrlich und detailliert seine Geschichte und bringt ihn zu Jerry. Der Junge greift denn John an, während Quintus nicht flieht sondern die ganze Zeit zuschaut. John ist durch das Kreuz die ganze Zeit geschützt, so kommt auch in einer der wenigen Kampfszenen keine Spannung auf. John kann gar nichts passieren, dafür geht das Kreuz zum Gegenangriff über und tötet Jerry. Nun stellt sich heraus, das Mandragoro dem Doc die Kräfte verliehen hat. Damit ein wichtiger Name auftaucht. Ein halbgar zurechtgeschusterter Öko-Grund, den Dark gern beim Umweltdämon benutzt, muss reichen. Was der Altmeister auch gern benutzt ist die Vernichtung des Gegenspielers durch seinen Meister. Also kein weiterer Kampf gegen den Oberbösewicht, Mandragoro übernimmt das selbst.


Ach, Jason. Es ist eine Sache, dass die Dialoge zu ausufernd waren. Damit könnte ich aber leben. Diese Brüche in der Handlung regen mich aber jedes mal auf. Wenn Dark nur noch simpelste Fälle der Woche schreiben kann oder möchte, dann ist das in Ordnung. Soll er, solange es halbwegs passt. Zwei Jugendliche die im Haus mit gefährlicher Blitzmagie infiziert werden. Die daraufhin Pudry um Hilfe bitten, welche wiederum John einschaltet. Ob die Opfer der Stromschläge nun selbst zu Killern werden ist egal. Kann man machen, muss man aber nicht. Wäre dann halt schwerer für den Geisterjäger zu lösen gewesen, wenn immer mehr von solchen Leuten rumrennen. Mit dem verzweifelten Päärchen ab zum Haus, wo sich erst jetzt heraus stellt, dass keine ortsgebundene Magie, sondern Quintus dahinter steckt. Wäre doch eine gute Überraschung gewesen. Von mir aus nutzt der seine Kraft, um Jerry umzukehren. Der Geisterjäger muss ihn als dramatische Sequenz leider töten, weil das Kreuz nun heftig reagiert. Penny kann gerade noch gerettet werden, weil John vorher den Doktor erledigt. Mandragoro ganz weglassen, den braucht es nicht. Jedenfalls nicht mit solchen Alibiauftritten. Eventuell hätte man als Abschlusssatz beim Durchsuchen des Hauses noch eine Alraunenfigur mit eingeschnitztem Namen oder einen magischen Vertrag als Hinweis auf den Umweltdämon finden können. Simpel, nichts besonderes, aber stimmig und unterhaltsam. Die Ideen habe ich, nur am Epik-Schreibstil mangelt es bei mir.

War noch was? Ah ja, eine schlechte Wertung. Gerade noch solide erste Hälfte, sehr schlechte zweite Hälfte. Zum Glück habe ich die seitenlangen Dialoge so gut es geht ignoriert, das hätte mir sicher noch mehr Nerven gekostet.

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