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Thema: 1972 - Auf der Leichenschaukel
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erstellt am 02.05.16 09:15
Mittlerweile frage ich mich selber schon ob ich Jason Dark Romane zu kritisch beäuge oder ob die Romane tatsächlich noch schlechter geworden sind oder ob der Unterschied nun noch krasser auffällt weil die neuen Autoren mitwirken.

Auch diesmal kann ich kein gutes Haar an diesem Roman lassen. Was einem hier präsentiert wird grenzt schon an eine Frechheit.

Die Dialoge sind dermaßen schlecht und hinzu kommt eine hanebüchene Story mit jede Menge Logikfehlern. Es fängt schon damit an, dass Thommy zu Beginn des Romans Sätze formuliert, die man vielleicht einen 15- oder 16-jahrigen in den Mund legen kann aber nicht einem 12-jährigen. Aber dass ist noch eines der kleineren Probleme. Viel schlimmer ist wieder die Inhaltsleere der Dialoge, die die Protagonisten führen. Nur Wiederholungen und hölzerne Dialoge, so unterhält sich kein normaler Mensch. Richtig schlimm fand ich es in der Mitte des Romans. In der Szene als der Ehemann aus dem Spiegel tritt schlägt Jane vor, dass sich Carol verstecken soll. Was diese dann ja auch macht aber nicht ohne vorher einen Kommentar aller Hape Kerkeling nach dem Motto "Jane ich bin dann mal Weg" abzugeben. Was in der Szene natürlich total unpassend ist.

Hinzu kommt eine Story, die von vorne bis hinten nicht durchdacht ist. Was mich persönlich noch mehr stört als die Dialoge. Eigentlich beginnt es ja noch ganz gut mit dem Erscheinen von Lucy im Spiegel und dem Verschwinden von Thommy. Doch dann geht alles drunter und rüber.

So steht zum Beispiel am Anfang es Romans, dass Lucy spurlos aus dem Garten verschwunden ist und man vom Killer keine Spur hat. Wobei man sich hier natürlich schon fragen kann wie man dann draufkommt dass Lucy Tod ist wenn sie spurlos verschwunden ist. Aber dass ist auch nicht so wichtig. Weiterhin wird am Anfang behauptet, dass Carol von Ihrem Ehemann geschieden ist und dieser nicht mehr im Haus lebt. Und plötzlich mir nichts dir nichts wird dieser Ehemann zum Killer seiner eigenen Tochter auserkoren und natürlich wusste Carol darüber Bescheid, hat aber Jane darüber nichts beim Eintreffen erzählt. Dann die Nummer mit dem Spiegel, der Schaukel und dem Verschwinden von Thommy. Thommy verschwindet durch den Spiegel und wird dabei von Lucy geholt, die ja im Spiegel erschienen ist. Später als John dann über die Schaukel in die andere Dimension gelangt, hat Lucy aber keine Ahnung das Thommy auch in der Dimension sein soll. Wobei man in der ganzen Szene auch den Eindruck bekommen kann, dass die Dimension in der Lucy sich befindet nicht die gleiche ist aus der der Ehemann plötzlich auftaucht. Hinzu kommt dann, dass Thommy am Ende einfach so wieder aus der Dimension auftaucht, mit der Begründung, dass man ihn da nicht mehr wollte. Dabei war es ja das Ziel des Ehemanns seine ganze Familie auszulöschen. Also warum lässt er Thommy einfach ziehen. Das hätte nur Sinn gemacht wenn es wirklich zwei verschiedene Dimensionen gewesen wären und Lucy Thommy vor Ihren Vater retten wollte, aber die hatte ja keine Ahnung von Thommy.

Dann die Nummer mit den Silberkugeln. Der Ehemann ist von Luzifer beeinflusst und steckt mal eben 2 Silberkugeln weg. Geht aber nach einem Tritt in die Kronjuwelen zu Boden und kann von Jane auch noch ausgeknockt werden. Positiv war eigentlich nur die Beeinflussung durch Matthias oder Luzifer, die sich am Ende des Romans rausgestellt hat. Ich hatte hier nämlich schon mit der Standardlösung Kreatur der Finsternis gerechnet. Ehrlich gesagt waren die letzen 2 Seiten auch das beste am Roman.

Dieser Roman ist wirklich ein Totalausfall und hat sich die Note "sehr schlecht" redlich verdient. Und wenn ich dann auf der Leserseite lese, dass die neuen Autoren sich bemühen aber nicht an die Schreibweise von Jason ran reichen, dann kann man angesichts dieses Romans nur froh sein, dass es so ist. Denn ansonsten wäre die Serie mittlerweile total am Ende.

erstellt am 02.05.16 19:35
New Orgow schrieb:
Mittlerweile frage ich mich selber schon ob ich Jason Dark Romane zu kritisch beäuge oder ob die Romane tatsächlich noch schlechter geworden sind oder ob der Unterschied nun noch krasser auffällt weil die neuen Autoren mitwirken.

Auch diesmal kann ich kein gutes Haar an diesem Roman lassen. Was einem hier präsentiert wird grenzt schon an eine Frechheit.

Die Dialoge sind dermaßen schlecht und hinzu kommt eine hanebüchene Story mit jede Menge Logikfehlern.


Nee, glaub nicht dass du kritisch bist. die Romane sind schlecht geschrieben, das könnte sich von den neuen Autoren keiner erlauben. die würden nicht gedruckt wenn sie so schlecht schreiben täten wie Jason.

wenn ich das immer dazurechne, Dialoge, total schlecht geschrieben, dazu noch die Fehler, würd ich nie mehr als 1 von 5 Kreuzen geben.

erstellt am 02.05.16 20:22
Ich frage mich echt, wieso ihr, wenn ihr doch eh merkt wie mies die Romane von Jason inzwischen sind, diese noch lest? Hang zum SM?

Lest besser seine alten Romane. Die bieten zwar auch die Logikfehler, die wohl nur Dark zustande bringt, aber dafür sind die Romane meistens sehr spannend und auch sehr gut geschrieben. Die 50 GKs waren wirklich richtig gut und ich würde sagen dass da kein Totalausfall dabei war, nur ein paar schwache Romane. Aber im Vergleich zu heute sind selbst diese noch Top-Romane.

erstellt am 02.05.16 20:34
Loxagon schrieb:
Ich frage mich echt, wieso ihr, wenn ihr doch eh merkt wie mies die Romane von Jason inzwischen sind, diese noch lest?


einfach lesen, sich nicht aufregen, aufs nächste Heft warten, irgendwann wird alles besser (wenn Jason aufgehört hat).

erstellt am 03.05.16 10:07
Ich würde nich sagen, dass im Vergleich zu heute alle GK Top waren. Die GK würde ich nämlich auch als schwache Phase von Dark beschreiben.


Ich finde erst um die 200 herum wurde es richtig interessant. Viele Fraktionen und dauernd neue Romane mit bekannten Gesichtern.

erstellt am 03.05.16 13:06
Ariane schrieb:
Nee, glaub nicht dass du kritisch bist. die Romane sind schlecht geschrieben, das könnte sich von den neuen Autoren keiner erlauben. die würden nicht gedruckt wenn sie so schlecht schreiben täten wie Jason.


Na da bin ich ja beruhigt, aber es ist schon krass. Seit die neuen Autoren dabei sind, sind die Jason Dark Romane noch schlechter geworden. Ich hatte eigentlich gehofft, dass die Qualität steigt, da er jetzt mehr Zeit für einen Roman hat.

Loxagon schrieb:
Ich frage mich echt, wieso ihr, wenn ihr doch eh merkt wie mies die Romane von Jason inzwischen sind, diese noch lest? Hang zum SM?

Lest besser seine alten Romane. Die bieten zwar auch die Logikfehler, die wohl nur Dark zustande bringt, aber dafür sind die Romane meistens sehr spannend und auch sehr gut geschrieben. Die 50 GKs waren wirklich richtig gut und ich würde sagen dass da kein Totalausfall dabei war, nur ein paar schwache Romane. Aber im Vergleich zu heute sind selbst diese noch Top-Romane.


Naja wie heisst es so schon, die Hoffnung stirbt zuletzt. Man hofft jedesmal aufs Neue, dass JD die Kurve noch mal kriegt und wird jedes mal wieder enttäuscht. Und die Romane nur kaufen und nicht lesen macht auch keinen Sinn. Da meine Sammlung jetzt schon so umfangreich ist, möchte ich auch keine Lücken haben. Also fällt die Option die JD - Romane nicht mehr zu kaufen auch weg.

Was die alten Romane betrifft so lese ich natürlich mal zwischendurch einen und erfeue mich dann daran, wie gut die Serie mal war. Aber ich finde auch das nicht die GK's die beste Zeit war sondern der Zeitraum zwischen Band 100 - 350.

erstellt am 26.04.17 19:38
Ich sollte für diesen Roman dankbar sein. Er hat mich daran erinnert, wie Dark für mich in den letzten Jahren eine leichte Steigerung der Heftqualität erreichte. Die meisten mögen noch immer unterdurchschnittlich sein, über eine grundsolide Geschichte bin ich schon dankbar. Aber totale Ausfälle gibt es auch nur noch wenige.

So einer ist dieses Heft. Es hat mich durchgehend an die „allerschlimmste Zeit“ erinnert, wo ich mich manchmal beschwert habe, dass ein Achtklässler in der Schule bessere Aufsätze schreiben kann. Normalerweise gehe ich gern ins Detail, aber hier ist jede geschriebene Zeile vertane Lebenszeit.


Der Roman ist vollgestopft mit übertrieben lange Dialogen, die sich im Kreis drehen, schlecht geschrieben sind und die Handlung kein Mü voran bringen.

Reaktionen der handelnden Charaktere sind total unrealistisch, undurchdacht und „out of character“. Die Sprache der Kinder, die Reaktion der Mutter auf dieses ganze Chaos und ihre Sorgen, das Vorgehen des erfahrenen Geisterjäger-Duos.

Ständig werden spontan neue Ideen eingebracht, die sich gegenseitig nicht gut ergänzen und extrem undurchdacht sind. Haben wir es hier mit Geistern von Toten zu tun, einer Dimensionsentführung von Lebenden oder einer verfluchten Schaukel? Alle drei Elemente werden einzeln thematisiert, ohne sinnvoll miteinander verknüpft zu werden, was der Handlung teilweise schlimme Logikfehler verleiht. Matthias am Ende ergibt auch keinen wirklichen Sinn und wurde von Dark gewaltsam in die Handlung gezwängt, damit er mal wieder kurz erwähnt wurde.

Streckenweise gähnende Langeweile. John am Schaukeln und reden, während die Frauen im Haus um ihr Leben kämpfen. Also nicht nur ausufernde Dialoge, auch ausufernde Beschreibungen und Szenen allgemein.

Ein lachhafter Gegner, der zwar als mächtig aufgebaut wird (sogar immun gegen Silberkugeln), aber aus dem einfach nichts gemacht wird.

Das Finale ist lahm und wird lustlos mit der Kreuzformel abgehandelt.




Das ist Schrott! Setzt ein grafikprogrammgezeichnetes Cover von Spoer drauf und fertig ist das perfekte Negativbeispiel. Da sind ja die angestaubten klischeehaften 70er-Groschenheftchen besser geschrieben. Nach einem „unterdurchschnittliche Alltagskost bei Dark“ und einem „da war mir selbst die Lesezeit zu schade“ ist der Tiefpunkt erreicht. Schlechter geht es wirklich nicht mehr.

erstellt am 28.11.17 12:10
Handlung : Jane Collins bittet John um Hilfe. Gemeinsam fahren sie zu Janes ehemaliger Schulkameradin Carol Scott. Diese hatte zusammen mit ihrem Sohn Tommy,, im Spiegel, ihre verstorbene Tochter Lucy auf ihrer Schaukel gesehen. Damit nicht genug , wurde auch Tommy in den Spiegel hineingesogen und ist seit dem verschwunden. John untersucht im Hause Scott zunächst den Spiegel, kommt dabei aber zu keinem konkreten Ergebnis. So testet er im Garten die Schaukel , die angeblich ein Weg ins Jenseits ist. John landet tatsächlich in einer Zwischenwelt , wo er auf Lucy trifft. Diese warnt ihn , vor ihrem Vater Jason , der sie ermordete , weil er sich mit Luzifer verbündete. Nun ist auch noch der Rest seiner Familie in Gefahr. Während Lucy endgültig ins Jenseits eingeht , triitt John den Rückweg an , wo er im Garten auf Tommy trifft. Allerdings wird es für John Zeit , Carol und Jane zu unterstützen , die bereits von Jason Scott angegriffen werden.

Meinung : Für mich ein solider Roman von Jason Dark, der noch recht unterhaltsam daher kommt und durchaus seine gruseligen Momente hat. Hin und wieder ist es immer noch Kult , einen Jason Dark Roman zwischendurch zu lesen , auch wenn dieser hier einen typischen Einzelfall abgibt , der keine besondere Anbindung zur Serie hat. Daran ändert auch der Winzauftritt von Matthias nichts. Insgesamt gebe ich die Note 3 = Befriedigend ( 3 von 5 Kreuze )

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