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Thema: 1973 - Der Grabsucher
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Antworten zu diesem Thema: 4

 
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erstellt am 02.05.16 19:27
http://www.bastei.de/imgs/433778719_2079cf5183.jpg

Geschrieben von Jason Dark

"Er war da. Die Vergangenheit hatte ihn ausgespuckt. Und er war unterwegs. Einen Namen hatte er auch. Er wurde »Grabsucher« genannt und hatte sich als Ziel ausgerechnet den Friedhof in der kleinen Stadt Lauder ausgesucht.
Aber wessen Grab suchte er dort? Es gab eigentlich nur eine Antwort: das der Sinclairs.
Und damit nahm das Drama seinen Lauf …"

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Hat mich überrascht, dass es mal wieder um was ganz altes ging, nen 7teiler 1000-1006. Ich kenn die alten Romane nicht so, deswegen hats auf mich auch nicht so ne Wirkung, wenns um Sinclairs Eltern geht. Das Grab ist das von Sinclairs Vater. Keine Ahnung, worums wirklich gegangen ist, aber Sinclairs hat die ganze Arbeit allein gemacht. Hat sich selbst aktiviert und so. 3 von 5 Kreuzen.


erstellt am 09.05.16 11:36
War der letzte JD - Roman noch ein Totalausfall, so ist dieser Roman doch ein ganzes Stück besser. Vorweg muss ich betonen, dass ich die Romane (1000-1007) auf die dieser Roman bezug nimmt noch nicht gelesen habe, da diese in der Phase erschienen sind in der ich meine Sinclairlesepause hatte. Deshalb kann ich auch hier nichts dazu sagen ob die Rückblenden in diesem Roman, die damaligen Ereignisse korret wiederspiegeln. Aber nun zum Roman selber, dieser beginnt eigentlich recht gut und interessant. Die ersten 30 - 40 Seiten lesen sich recht flüssig. Zwar passiert nicht wirklich viel, aber die Szenen in denen der Grabsucher dass erste mal auftaucht und die Erinnerungsszenen von John sind schön dargestellt und lassen wirklich Sinclairfeeling aufkommen. Zwar sind hier die Dialog auch wieder etwas langatmig und stilistisch nicht einwandfrei, aber sie sind durchaus ertragbar. Doch irgendwie kommt es dann zum Bruch. Die letzten 20 Seiten werden deutlich schlechter. Zum einen werden die Dialoge noch langatmiger undund zum anderen passiert auf nicht viel. Besonders nervig war das hin und her der Figuren. John fährt zum Grab und anschließend nach Harold Hill um dann wieder zum Grab zu fahren. Während dessen ist der Grabsucher bei Harold Hill und macht sich just in dem Moment in dem John auf den Weg zu Hill ist, zum Friedhof auf. Das wirkte alles so als ob der Roman noch etwas in die Länge gezogen werden musste.

Die Auflösung mit König Lalibela war zwar nicht schlecht, hat aber die Anfangszenen dann wieder ad absurdum geführt. Da hier der Grabsucher in der Seance ja schon auftaucht und schon zu Lebzeiten von Johns Vater durchs Dorf schleicht. Warum Harold Hill John von der Seance überhaupt nichts erzählt fand ich auch etwas merkwürdig.

Aber trotz allem bin ich diesmal bereit dem Roman ein Mittel zu geben, da die ersten 40 Seiten durch aus positive Ansätze hatten.

erstellt am 09.05.16 17:11
Das Band 2000 Thema

erstellt am 09.05.16 18:17
Mein grober Eindruck deckt sich mit dem von "New Orgow". Alles in allem war es in Ordnung - gerade für einen JD-Roman. Die Thematik rund im Johns Vater fand ich auch interessant. Schwachstellen für mich sind auch die Hin- und Herfahrerei und Johns Umgang mit den defekten Bremsen. Der Gedanke ist ja weder neu noch schlecht, nur wird es erst richtig spannend, wenn meine Bremsen im Gebirge versagen und links (oder wahlweise rechts) ein kilometertiefer Abgrund droht. Oder wenn ich auf der 5spurigen Schnellverkehrsstraße auf die rote Ampel zurase. An den Straßenrand fahren und über die Wiese hoppeln ist eine sehr unspektakuläre Lösung. Falsche Umgebung für dieses Idee.
Ansonsten war das okay. Mittelmaß bis gut.

erstellt am 02.05.17 18:02
Das ist wieder so ein Roman, für den die eigene Dark-Skala wichtig ist. Würde ich ihn mit den Heften der Co-Autoren vergleichen, hätte er keine Chance. Dabei hat er durchaus seine Stärken. Lalibela für ein Abenteuer wieder zu bringen und an ein altes Thema anzuschließen ist eine nette Idee. Auch auf Horaces Vergangenheit einzugehen hat mir gefallen. Davon hätte ich gern mehr gehabt als nur die ersten paar Seiten. Horace als Illuminat gegen einen übersinnlichen Gegner. „Das wäre es doch gewesen“, wie Dark so gern schreibt. Und es gibt mehrere Actionszenen, was beim Altmeister nicht mehr selbstverständlich ist.


Betrachtet man die Geschichte aber nüchtern und im Detail krankt sie an den bekannten Dingen. Eigentlich ist der Großteil nur ein Hin und Her zwischen dem Friedhof und dem Haus der Hills, bis es zur finalen Konfrontation kommt. Der Gegner redet zu viel und zu modern. Richtig bedrohlich wirkt er dadurch nicht. Auch bei Lalibelas Engeln kommt keine richtige Spannung auf. Und Harold Hill als Opfer war mir egal. Ich konnte keinerlei Beziehung zu ihm aufbauen, dabei ist er eine der wichtigsten Figuren der Geschichte.

Den Anfang habe ich auch nicht verstanden. Horace lebte damals noch. Der Grabsucher war also früher zufällig in Lauder, noch nicht vom Geist Lalibelas beseelt? Die beiden Illuminaten wissen von der Gestalt auf dem Friedhof und wollen sich um sie kümmern. Doch alles was sie tun ist eine Seance abzuhalten, in der Horace mündlich bedroht wird. Nicht einmal das, der Grabsucher will nur nach seinem Tod dessen Grab aufsuchen. Und dabei belässt man es. Es werden keinerlei Bemühungen unternommen, den Grabsucher zu vertreiben oder derartiges. Obwohl das der Plan war, der einzige Grund, warum Horace heimlich aus London in seinen Heimatort kommt. Ein erneuter Fall von Dark-Spontan-Plotumstellung? Es sollte erst ein Monster der Woche werden, bis Dark mitten im Schreiben die Idee mit Lalibela kam? Denn zeitlich passt das vorn und hinten nicht. Wenn Lalibela einen normalen toten Menschen beseelt hat, Jahre nach den Ereignissen um die Bundeslade, wie kann der Grabsucher dann schon damals in Lauder aufgetaucht sein. Zumal er da ein dämonisches Wesen war und kein Mensch.


Obwohl mir der Roman keinen richtigen Spaß gemacht hat gibt es von mir noch eine mittlere Wertung. Die Idee ist gut, auch wenn sie Logiklücken hat und viel besser hätte umgesetzt werden können. Und es gibt Action, auch wenn sie weder richtig spannend noch gut geschrieben ist.

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