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Thema: 1096 Nostradamus
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Antworten zu diesem Thema: 8

 
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erstellt am 09.06.16 18:59
Adrian Doyle zeigt wieder, was er wunderbar beherrscht und was weniger gut ist. Die Zaubermond-Bücher waren perfekt für einen Autor wie ihn. Denn die Vergangenheitspassagen um den jungen Nostradamus sind interessant. Zu lesen wie er war, bevor er der berühmte Seher wurde. Wie er durch den Kompass auf das Geschlecht der De Montagnes trifft. Wie er in den Gewölben unter der Burg seine Gabe erhält. Wo die zu wenigen und zu kurzen Texte leider aprupt enden. Manfred kann wirklich punkten, wenn „Anno Domini“ irgendeine berühmte historische Persönlichkeit durch Europa reist und man diesen besonderen Zamorra-Blickwinkel auf die geschichtlichen Fakten erhält. Volle Punktzahl dafür.


Die Hoffnung zur eigentlichen Haupthandlung habe ich aufgegeben. PZ erscheint nur alle 14 Tage und wird von mehreren Autoren geschrieben. Rote Fäden und zusammenhängende Geschichten mögen da gehen, zu komplizierte Handlungen passen aber einfach nicht in dieses Konzept. Alle 3 Monate ein Weinland, maximal 5 Hefte über das Jahr verteilt. Jedes mal werden wichtige Details der vorherigen Geschichten abverlangt, die man längst vergessen hat. Immer tauchen neue Fragen und Entwicklungen auf. Manfred muss sich klar werden, dass er hier keine eigene regelmäßige Serie hat. Bei Vampira mag sowas gehen, hier aber nicht. Da kann man ruhig mal den Schriftsteller kritisieren, weil er das endlich kapieren muss und die Sache am besten schnell zu einem schlüssigen Ende bringt. Das ist nur meine Meinung, aber...meinen ehrlichen Respekt an alle Leser die über die ganzen Monate hinweg am Ball bleiben können und nichts von der Handlung vergessen.



Da der Roman zwei so unterschiedliche Emotionen in mir hervor ruft ist eine Bewertung schwer. Volle Punktzahl für das Drittel mit Nostradamus, kaum Punkte für die zwei Drittel in der Gegenwart.

erstellt am 10.06.16 07:50
Danke für die Kritik. Zu deiner Beruhigung kann ich sagen, dass mein Strang um Narvesh, Adern der Welt und Co. in den nächsten beiden Doppelbänden aus meiner Feder endgültig abgeschlossen wird. Der erste ist 1103 Die tickende Stadt/1104 Das glimmende Reich.
Du siehts, ich arbeite an deiner Erlösung. Wenn das kein Dienst am Leser ist.

erstellt am 10.06.16 09:30
Für mich war das vom Gleichgewicht angesprochene Problem nie ein solches, da ich PZ sammle und meine Lesereihenfolge immer selbst bestimme.
(Im Sommer lese ich z.B. weniger PZ, kaufe aber natürlich weiter - und lese dann wieder mehr am Stück.) So genieße ich dann z.B. drei Romane von Doyle/Weinland, den ich besonders schätze, direkt hintereinander.
Das geht prima (da ich ansonsten die vom Gleichgewicht geschilderten Schwierigkeiten schon sehe.)

erstellt am 10.06.16 17:19
Manfred Weinland schrieb:
Du siehts, ich arbeite an deiner Erlösung. Wenn das kein Dienst am Leser ist.


Na solange dann nicht das nächste überkomplexe Thema folgt. :P
Und dafür mehr Vergangenheitsgeschichten.

erstellt am 03.07.16 21:31
Die Erzadern die Zamorra am Ende mit dem Dhyarra ausbrennt, stehen die in Verbindung mit den »Adern der Welt« ?

erstellt am 18.07.16 16:09
Handlung : Die Schlossbewohner sorgen sich um Paul Hogarth. Paul selbst offenbart Carrie , das er befürchtet dement zu werden. Ohne sein Wissen hatte er nachts , in einer Kladde , über das veränderte Paris geschrieben.Carrie zeigt den Bericht Zamorra , während Paul , in seinem Zimmer warten soll. Doch als Zamorra ihn kontaktieren will , ist Paul fort , und wird erst im Keller gefunden , an der Stelle , wo einst das geflügelte Wesen aufgetaucht war. Als Paul kurz darauf plötzlich in Ohnmacht fällt , erkennt Carrie einen Schatten , der kurz den Körper verlies und dann wieder in diesen zurückkehrte. Außerdem taucht auch noch Onyx auf , der Zamorra einen Analyseapparat mitgebracht hat , den dieser künftig als Verbindung zur Section Speciale nutzen soll. Kurzentschlossen entschliessen sich Zamorra , Nicole und Onyx , den unerforschten Stollen endlich weiter zu untersuchen. Dabei stoßen sie auf ein uraltes Geheimnis.

Meinung : Insgesamt ein guter und unterhaltsamer Roman von Adrian Doyle alias Manfred Weinland. Dabei ist der Handlungsstrang aus der Vergangenheit um Nostradamus , besonders interessant. Die Handlung in der Gegenwart , dümpelt zunächst ein wenig vor sich hin. Sie nimmt aber in der zweiten Romanhälfte , bei der Untersuchung des unerforschten Stollens an Fahrt auf und endet schließlich in einem spannenden Finale. Das Rätsel um das dämonische Erz könnte noch für weitere Überraschungen sorgen , was natürlich besonders , für die gesamte unerforschte Unterwelt , unter dem Chateau gilt. Ich hoffe mal , das da noch einiges nachkommt und dieses spannende Thema , weiter behandelt wird. Für diesen Roman gibt es von mir die Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze )

erstellt am 06.09.16 20:40
Wieder ein grandioser Roman von Adrian Doyle alias Manfred Weinland, der diesmal - abgesehen von einer Einleitung im pestverseuchten Avignon - komplett im, unter und beim Schloss Montagne im Tal der Loire spielt. Allerdings auf zwei Zeitebenen zwischen denen der Roman hin- und herpendelt, einmal in unserer Gegenwart, zum anderen im Jahr 1528 als ein gewisser Michel de Nostredame völlig erschöpft ins Schloss gebracht wird. (Zu Nele in der Necropole Paris wird nicht geblendet.)

Wieder einmal beweist Doyle seine sprachliche Klasse, indem er u.a. den Duktus in den Mittelalterpassagen der Zeit entsprechend klingen lässt.

Wie im vorhergehenden Doyle-Zamorra 1089 "Ein Engel von Jenseits der Macht" spielen die z.T. unbekannten Gänge unter dem Schloss eine wichtige Rolle wie auch Schlossbewohner Pauls zeitweise Erinnerungslücken, die dieser ängstlich einer beginnenden Demenz zuschreibt. Anders als in dem Vorgängerroman arbeitet Doyle die diesmal nicht örtlichen, sondern zeitlichen zwei Handlungsebenen aber nicht nacheinander ab, sondern pendelt passenderweise hin und her, wobei zum Finale die Spannungsschraube zusätzlich noch mal kräftig angezogen wird.

So bietet "Nostradamus" eine gelungene Mischung aus historischem Roman (wie gern würde ich mal einen eigenständigen, HC-langen mit Horrorelementen von Weinland lesen!) und Sense-of-Wonder-Page-Turner! Klasse Lesestoff, den ich in einem Rutsch verschlungen hab - obwohl eigentlich etwas Dringendes anlag, das nun warten (Sorry, M.P.!) musste...
(Mit 1103 erscheint der nächste Doyle, der den Faden weiterführen wird).

Deutliche 4,5 Punkte (nur damit man noch Platz nach oben hat) von 5 Punkten!

(Eine Frage habe ich aber mal wieder bezüglich der Räumlichkeiten im Schloss. Da begeben sich Carrie und Paul in ihre Zimmer im SÜDFLÜGEL. Während sich Zamorra erinnert, Paul vor kurzem - im letzten Band - im von ihnen UNBEWOHNTEN SÜDFLÜGEL gefunden zu haben... Was nun? Schreibfehler? Oder hätte es "in dem von ihnen unbewohnten TEIL des Südflügels" heißen müssen? Ach, wie gern hätte ich eine Risszeichnung des Anwesens...)

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 20:41 Uhr bearbeitet)

erstellt am 07.10.16 17:31
ich geb 5 von 5 kreuzen. so als kritik könnt ich vielleicht noch mal gucken ob irgendwo tippfehler drin waren im heft, sonst fällt mir nichts ein

erstellt am 07.10.16 20:17
Das Gleichgewicht schrieb:
Na solange dann nicht das nächste überkomplexe Thema folgt. :P (...)



Doch, bitte! Wir haben doch zwei "Grusel"serien hier, bitte weiter neben dem einfach strukturierteren John Sinclair einen gelungen komplexen Zamorra!

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