Suche
Beitrag User
 
 
Thema: 1097 Gefangene der Anderswelt
| |

Antworten zu diesem Thema: 12

 
Zurück
1 2


erstellt am 17.06.16 22:46
Vorschau:
Branwen Jones teilt sich ihre Zeit zwischen Kunststudium – und dem Studium der Magie bei Gryf, dem Silbermonddruiden. Mehr und mehr begreift sie sich als Schutzpatronin ihrer Heimat Wales. Und tatsächlich erhält sie schon bald Gelegenheit, das Land vor bösen Magien zu schützen – als immer öfter eine geheimnisvolle Jagd die Menschen in Wales aufstört und in Panik versetzt ...

von Anika Klüver

-

Ein Roman, der mir bis jetzt sehr gut gefällt. Die Autorin schreibt äußerst angenehm, und das gewählte Thema ist interessant. Außerdem ein einsteigerfreundlicher Band, bei dem ich problemfrei mitkomme.
Das Titelbild stellte durchaus einen Kaufanreiz dar, ist es doch hübsch gelungen und erinnerte mich an den Roman "Der satanische Pfad", der sich ebenfalls einer geheimnisvollen Jagd-Thematik gewidmet hatte. Nur der Strichcode stört etwas, da er die Schnauze des rechten Hundes verdeckt.

erstellt am 18.06.16 11:21
Danke für den Threadtitel, der einheitlich zu den anderen passt. :)

erstellt am 18.06.16 16:22
Ein toller Roman - die Geschichte von Arawn und Pywll kannte ich bisher nur aus dem Anime "Tears to Tiara", wo beide die Hauptcharaktere waren. Aber scheinbar steckt eine ganze Sagenwelt dahinter.

Ein toller Roman :)

Ich vergebe ein SEHR GUT!

erstellt am 19.06.16 16:08
Es ist noch gar nicht so lange her, dass Anika Klüver die Leserschaft mit einem packenden Historien-Zweiteiler unterhalten hat. Überraschender Weise darf sie wenige Monate später wieder in die Tasten hauen und die Handlung um Gryf und Branwen weiterschreiben. Wieder - und das mag ich so an ihren Heften - basiert die Geschichte auf echten Fakten. Dieses mal keine reale historische Begebenheit, aber die Legende um Arawn und Pwyll oder den ewigen Kampf gegen Hafgan gibt es wirklich. Ich habe direkt im Netz recherchiert und mich tiefer in die Materie begeben.


Bevor es jedoch in die Anderswelt geht beginnt das Abenteuer in der bekannten Welt, wo Kollege Zufall ordentlich seine Finger im Spiel hat. Branwen ist zufällig gerade vor Ort, als die mythsche Jagdgesellschaft erscheint. Als sie Gryf von dem Vorkommnis berichtet ist der Silbermonddruide der Sache zufällig ebenfalls auf der Spur. Und als beide Zamorra um Hilfe bitten, stellt sich heraus, dass ausgerechnet Arawn im Besitz eines Artefaktes ist, welches sie für Sara beschaffen sollen. Einer Zusammenarbeit steht also nichts im Wege. Hier hat es sich die Autorin sehr einfach gemacht, ich erwarte besseres von ihr. Später ermittelt das Team an einem Zugang zur Anderswelt und gerade dann erscheint Arawn an genau diesem Ort, um erneut Zivilisten zu ärgern.

Die zweite Hälfte der Geschichte ist da in diesem Punkt viel überzeugender ausgearbeitet. Hier muss ich kurz abschweifen und die Einteilung von Anika der 64 Seiten in klare Handlungsabschnitte loben. Andere Heftromanautoren können sich da ein Musterbeispiel abschauen. Es fällt mir total leicht, das Heft mal für eine halbe Stunde beiseite zu legen und wieder einzusteigen, ohne die Motivation verloren zu haben. Das ist bei nur 64 Seiten sehr schwer. Anika vermittelt dem Leser aber an bestimmten Stellen des Romans klar „Hier kannst du eine Verschnaufpause einlegen. Dir über das gerade gelesene Gedanken machen, einen Kaffee kochen oder whatever. Und wenn du bereit bist beginnt das nächste Kapitel, das ganz neue episch-literarische Schwerpunkte hat“. Schwer in Worte zu fassen, aber beeindruckend.


Die Anderswelt ist in ihrer Umgebung und mit ihren Charakteren einfach wunderbar beschrieben. Man fühlt sich direkt in sie hineinversetzt. Der Fantasytouch ist nicht zu kitschig. Man merkt, wie die Autorin sich mit der walisischen Legendenwelt beschäftigt hat. Hinter der Feen-Fassade erwartet das Zamorrateam eine knallharte Dimension, jenseits von Gut und Böse mit ihren eigenen Gesetzen. Hier kann ich mir Druiden viel besser vorstellen als auf irgendeinem Planeten mit Sauriden oder so. Den Zufalls-Kritikpunkt vom Anfang vergessen, fieberte ich wie gewohnt dem Finale der Handlung entgegen. Anika Klüver wie immer eine Bereicherung für die Serie.

Was dann passierte hat mich völlig unerwartet umgehauen. Das Duell wird auf eine Art gelöst, auf die ich nie gekommen wäre. Darüber hinaus merkte ich ab diesem Punkt, wie sehr ich die zwei betroffenen Figuren ins Herz geschlossen habe. Sowohl mit Gryf als auch mit Branwen konnte ich mitfühlen. Beide befinden sich jetzt in einer beschissenen Situation, obwohl ja eigentlich nichts schlimmes passiert ist. Niemand ist gestorben, nach einer Lösung für das Problem kann in aller Ruhe gesucht werden. Und selbst wenn man keine findet, ist die Sache ja im wahrsten Wortsinne kein „point of no return“.


Eigentlich hätte ich wieder meine übliche sehr gute Bewertung für Anika gegeben. Die volle Punktzahl hebe ich mir gern für epische Zyklusfinals auf, oder wenn ein Dauercharakter das zeitliche segnet. Das hier war im Grunde nur ein Artefaktfall der Woche, der die Lage zweier Nebenfiguren leicht verändert. Nun kann ich aber gar nicht anders, als von tiefstem Herzen dankbar die Top-Note vergeben. Die Zufälle lasse ich einfach mal als märchenhaftes Stilelement gelten, welche zur Anderswelt-Thematik passen. Es ist keine epische Action oder kein super aufgelöster roter Storyfaden. Es ist das Schicksal zweier Charaktere, das mich dazu bewegt. Und das überrascht mich. Ich mag Figuren wie Robert Tendyke oder den Spuk bei JS, weil ich sie cool finde. Aber ein Tränchen verdrücken muss ich bei Heftromanen eigentlich nicht. Applaus, Respekt und Danke an Anika, dass sie mich so berühren konnte.

erstellt am 20.06.16 09:12
Ich fand den Roman einfach TOP. Ich konnte mich richtig rein versetzen und ob jetzt viele Zufälle oder nicht spielt bei dieser Sagen Geschichte keine Rolle.

erstellt am 20.06.16 13:21
ne pries zuviel Landschaftlich Reizvolle Gegend. Aber das ist halt Geschmackssache. Aber was mich mehr interressiert: Ein Jahr ohne Branwen? Da bekommt nicht nur Gryf entzugserscheinungen ;}

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:29 Uhr bearbeitet)

erstellt am 20.06.16 16:58
UFO-Bote schrieb:
Ein Jahr ohne Branwen? Da bekommt nicht nur Gryf entzugserscheinungen ;}


Der Leser wird sicher das ein oder andere Abenteuer mit ihr vorgesetzt bekommen.

erstellt am 20.06.16 19:07
Das Gleichgewicht schrieb:
UFO-Bote schrieb:
Ein Jahr ohne Branwen? Da bekommt nicht nur Gryf entzugserscheinungen ;}


Der Leser wird sicher das ein oder andere Abenteuer mit ihr vorgesetzt bekommen.


Und Gryf muss eben weiter per Handantrieb ... öhm ... ja ...

erstellt am 21.06.16 06:22
Gryf wird doch wohl etwas hübsches zum trösten finden, der alte Schlingel.

erstellt am 21.06.16 14:47
Aber scheinbar ist er dieses Mal wirklich verknallt.

Und die Königin der Anderswellt würde ich besser nicht verärgern. Da kann er gleich zu Luzi gehen, ihn ein impotentes Aloch nennen und hoffen am Leben zu bleiben. Die Chancen stehen in beiden Fällen bei 0,0000000000000000000001%

Zurück
1 2

Top

Sie interessieren sich für unsere aktuellen Meldungen? Hier finden Sie die neuesten Informationen rund um unsere Verlagsprodukte.
mehr ...
 
Hier finden Sie wichtige Informationen und Hinweise zur Registrierung und der Struktur des Bastei Forums.
mehr...
Content Management by InterRed