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Thema: 1984 - Schrecken aus der Tiefe
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Antworten zu diesem Thema: 10

 
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erstellt am 26.07.16 09:46
Dieser Roman von Florian ist diesmal ein netter Monster of the Week Roman. Hier werden keine großen Zusammenhänge gebildet sondern es geht einfach um ein dämonisches Monster das lange auf seine Rache gewartet hat. Der Roman erinnert ein bisschen an die gute alte Zeit als die Serie noch in den Kinderschuhen steckte. Die Geschichte entwickelt sich recht interessante und endet dann mit dem Endkampf als Höhepunkt. Wie bisher auch schafft es Florian, ein gutes Sinclairfeeling rüber zubringen, insbesondere die kleinen Frotzeleien zwischen den Teammitgliedern sind wieder gut gelungen. Das am Ende des Romans mal nicht das Kreuz als Allheilmittel herhalten muss fand ich auch recht gut. Die Vernichtung des Monster war dann doch mal wieder was anderes. Doch ein paar Kritikpunkte habe ich diesmal auch. Denn bei der Logik haben sich diesmal ein paar Kleinigkeiten eingeschlichen. Zum einen fand ich persönlich das Suko für seinen angeschlagenen Zustand am Ende doch etwas zu agil war. Damit hatte ich so meine Probleme. Und ein Punkt wurde mir nicht hinreichend erklärt und damit meine ich nicht, dass nicht geklärt wird um was für eine Art Monster es sich handelt. Nein als John die Legende über den Händler/Monster erfährt und wie er damals besiegt wurde, da wurde erwähnt, dass er mit silbernen Ketten man Grund eine Grube gefesselt wurde die dann überflutet wurde. Da fragt ich mich natürlich wie konnte er die silbernen Fesseln los werden und den See damit verlassen. Aber das nur am Rande.

Was mir in letzter Zeit noch auffällt ist, dass bei Florians Romanen doch immer öfter brutale Szenen vor kommen. So fand ich die Nummer am See schon etwas na ja. Aber vielleicht liegt, dass daran das es die empfindlichste Stelle eines Mannes ist.

Insgesamt ist das ein Roman der einen gut unterhält und deshalb bekommt er noch mir auch ein gut

erstellt am 26.07.16 18:38
Dieser Roman wurde von Ian Rolf Hill geschrieben? Sicher? Keine bekannten Erzgegner, keine epischen Kämpfe gegen drölfzigtausend Zombies oder zerstörte Inseln? Nicht einmal ein Auftritt des Mönches.

Als hätte Ian die Kritik einiger Forenuser gelesen und wollte hier zeigen, dass er in der Tat auch mal anders kann. Dass er einen klassischen Fall der Woche genau so gut beherrscht wie epische Abenteuer für die Geisterjäger. Wenn dem so war, ist ihm das gelungen. Mich hat er überzeugt. Dabei erkenne ich nebenher immer mal kurz Elemente anderer Co-Autoren, die für einen bestimmten Gewaltgrad oder einen besonderen Trash zuständig sind.

An der Handlung habe ich nur eine Sache auszusetzen, ansonsten war das hier eine solide Geschichte auf sehr gutem schriftstellerischem Niveau. Dass Sandra wahnsinnig wurde verstehe ich. Dass sie sich aber dem Monster anschließt war mir zu aufgesetzt. Als sie Suko niedergeschlagen hat und sich die Beretta krallte ging ich noch davon aus, dass sie ihren Peiniger im Wahn unbedingt selbst abknallen will. Später ist sie dann sogar schwanger und davon überzeugt, dass das Monster der Papi ist. Hier hat mir Hill dann wieder übertrieben.


Wenn Florian sich so zurück hält wie hier bleiben kaum Wünsche offen. Klar dürfen es auch mal die bekannten Werwölfe oder griechischen Monster sein, doch diese krassen Konfrontationen sollte eher seltener vorkommen. So ein kleiner Ausflug für John und das Team zwischendurch ist genau das richtige. Eine knappe sehr gute Wertung von mir. War zwar nur ein Fall der Woche, aber für einen Fall der Woche wunderbar umgesetzt.


3,8 von 5 Kreuzen...oder sagen wir einfach 75%

erstellt am 27.07.16 01:51
New Orgow schrieb:
Was mir in letzter Zeit noch auffällt ist, dass bei Florians Romanen doch immer öfter brutale Szenen vor kommen. So fand ich die Nummer am See schon etwas na ja. Aber vielleicht liegt, dass daran das es die empfindlichste Stelle eines Mannes ist.


Ob es da eine Tendenz gibt, kann ich nicht beurteilen. Im Kern gibt es das aber bei Hill seit dem ersten Roman. Dabei ist die Handlung selbst gar nicht so entscheidend dabei; brutale Handlungen gibt es auch bei den anderen Autoren, und bei JD wird auch gern in die Eier getreten. Es ist die Sprache, die bei Hill anders ist und die dafür sorgt, dass ich seine Romane nur noch unter Zwang lesen würde. Ich könnte das noch näher charakterisieren, was das "Besondere" an Hills Sprache ausmacht, werde mich aber davor hüten, da ich damit wieder zu "reger Forenbeteiligung" animieren würde. Und ein gewisser Hill-Fanboy ist zur Zeit sowieso schon in so ziemlich jedem Thread mit gleichermaßen ausschweifendem, wie selbstgefälligem Dummschwatz zugegen.

erstellt am 27.07.16 12:10
Selbstgefällig? Ausschweifend? Dummschwatz?
Ein Zwilling von Dir?

Lass Dich nicht abhalten, charakterisier doch mal Florians Sprache, nachdem Du seine Romane seit langem nicht gelesen hast, und gib Deinem Vorwurf Substanz!
Zumindest haben wir in der tristen Zeit dann vielleicht etwas zu lachen.

erstellt am 27.07.16 13:36
Das Gleichgewicht schrieb:
Dieser Roman wurde von Ian Rolf Hill geschrieben? Sicher?

@Das Gleichgewicht
Vielleicht hat Bastei tatsächlich ganz flott den Autorennamen-/Pseudonymtausch umgesetzt, über den wir im Allgemein-Thread Romanliste gesprochen haben!

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:40 Uhr bearbeitet)

erstellt am 27.07.16 16:38
Das Gleichgewicht schrieb:
An der Handlung habe ich nur eine Sache auszusetzen, ansonsten war das hier eine solide Geschichte auf sehr gutem schriftstellerischem Niveau.

"sehr gut" find ichs jetzt nicht, aber noch gut. geht schon noch besser. ich denk, dass ist jetzt auch schon so dass mans merkt, wenn einer viel schreibt.

Das Gleichgewicht schrieb:
Dass Sandra wahnsinnig wurde verstehe ich. Dass sie sich aber dem Monster anschließt war mir zu aufgesetzt.

irgendwann gehen einem halt auch die ideen aus, was man bei ner geschichte noch bringen kann, ums interessant zu machen. war halt genau dasselbe, wie das der bürgermeister Johns eins übergezogen hat. auch aufgesetzt, hat wieder ein paar seiten mehr gebracht. kleine überraschung. ist halt so bei so romanen.

Das Gleichgewicht schrieb:3,8 von 5 Kreuzen...oder sagen wir einfach 75%

ich geb mal 3.5 von 5 kreuzen. oder sagen wir einfach 70%

erstellt am 28.07.16 08:47
Dass der Bürgermeister Johns spontan niedergeknüppelt hat fand ich logisch.

Kurzschlussreaktion eines total überforderten Zivilisten.

"Scheißescheißescheiße, was hab ich getan?"
Er griff seine Frau fest an den Schultern und schüttelte sie durch.
"Bertaaaaaa, was hab ich getan?"

War schon eine nette Szene, als heraus kam, dass John Polizist ist. Als es dem Bürgermeister 2 Minuten später Leid tat. Als John angefressen dann den Mann in den Polizeigriff genommen hat.

"Kinners, jetzt ist Schluss mit der Blödelei. Beruhigt euch und sagt Onkel John jetzt endlich, was Sache ist".



Bei Dark und einigen Co-Autoren fehlt mir sowas....Szenen, bei denen ich zufrieden denke "so in der Art hätte ich es auch geschrieben"

erstellt am 28.07.16 08:58
Das Gleichgewicht schrieb:
Dass der Bürgermeister Johns spontan niedergeknüppelt hat fand ich logisch.

Kurzschlussreaktion eines total überforderten Zivilisten.

"Scheißescheißescheiße, was hab ich getan?"
Er griff seine Frau fest an den Schultern und schüttelte sie durch.
"Bertaaaaaa, was hab ich getan?"

War schon eine nette Szene, als heraus kam, dass John Polizist ist. Als es dem Bürgermeister 2 Minuten später Leid tat. Als John angefressen dann den Mann in den Polizeigriff genommen hat.

"Kinners, jetzt ist Schluss mit der Blödelei. Beruhigt euch und sagt Onkel John jetzt endlich, was Sache ist".



Bei Dark und einigen Co-Autoren fehlt mir sowas....Szenen, bei denen ich zufrieden denke "so in der Art hätte ich es auch geschrieben"


Vielen Dank, genau so war es nämlich auch gemeint. Sollte tatsächlich eine kleine überraschende Wendung sein. Gewiss kein Lückenfüller, aber wenn John zu früh am See aufgetaucht wäre, hätte er ja nur das Kreuz zu aktivieren brauchen und das Monster wäre futsch. Da kam mir der Bürgermeister gerade recht.
Übrigens nur mal nebenbei: den Roman habe ich geschrieben, als die "Trilogie" noch nicht erschienen war.

erstellt am 28.07.16 19:21
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erstellt am 31.07.16 17:08
Auch ich kann mich den positiven Bewertungen nur anschließen und finde ihn sogar noch besser als 75%. Vielleicht so 85-90% oder 4,5 von 5 Sternen.
Mir hat sehr viel hier gefallen, auch die Szene mit dem Bürgermeister.
Aber vor allem hat mir gefallen, dass man nicht zu viel mitdenken musste beim lesen. Keine 5 verstrickten Handlungsstränge. Ein einzelner, geradliniger Roman. Einleitung, Hauptteil, Schluss. Anwachsender Spannungsbogen bis zum Finale. Wie habe ich Flo immer gesagt: manchmal ist weniger mehr. Und ich habe es genossen, dass ich mir nicht in ERinnerung rufen musste, was im Roman vor 6 Monaten geschehen war. Wirklich so, als ob er sich meine Kritik zu Herzen genommen hätte, auch wenn es ja, wie er selbst sagt, zeitlich nicht hinkommt.
Logikfehler finde ich da jetzt nicht, nur einmal musste ich grinsen, nämlich als Flo Carl mit zerschnittenen und verbundenen Füßen zum See LAUFEN lässt, nur um danach wieder umzudrehen und zu John in den Ort zurück zu LAUFEN! Alles klar! Was hat der gute sich denn an Schmermitteln eingepfiffen. Oder war wohl doch nicht so schlimm...
Für mich ein prima Roman.

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