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Thema: 1985 - Die blinde Vampirin
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erstellt am 27.07.16 16:46
Geschrieben von Jason Dark

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Cordelia Cane rannte um ihr Leben! Es war ein Teil der mörderischen Hetzjagd, die ihre Häscher veranstalteten.
Trotz allem sah die Cane wieder eine Chance. Vor ihr lag der Wald. Kein Gelände zum Rennen, aber eines zum Verstecken. Das brauchte sie jetzt einfach.
Sie lief weiter. Man konnte sie mit einem Uhrwerk vergleichen. Personen wie sie rannten immer, ohne dass sie eine Schwäche zeigten. Sie brauchte nicht langsamer zu werden. Es war bei ihr auch kein Keuchen oder heftiges Atmen zu hören. Und die Erklärung war ganz simpel.
Sie sah zwar aus wie ein Mensch - aber sie war keiner …


der anfang vom roman war noch interessant, eine blinde vampirin ist mal was anderes, hab ich gedacht. aber dann wars wieder mal dasselbe wie immer

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Justine Cavallo taucht auf. John killt alle ausser Cavallo. dazwischen muss man sich nur immer wieder über die dialoge usw. wundern. kann man echt alles vergessen.


1 von 5 kreuzen, okay sagen wir 20%

erstellt am 29.07.16 21:09
Nach langer Zeit wollte ich wieder einen neuen Dark lesen,und was kommt? Ein Roman der gut anfängt aber dann so unsinnig wird das es einem schlecht wird. Das war mein letzter Dark Roman.

erstellt am 02.08.16 10:19
Was soll man zu diesem Roman wieder sagen. Eigentlich kann bei einen Vampirroman nicht wirklich viel schief gehen und die Idee die Jason Dark am Anfang des Romans hat ist auch nicht schlecht. Doch leider ist es wie so oft in der letzten Romanen die Grundzutaten stimmen nur in der Umsetzung hapert es. Dabei beginnt der Roman recht vielversprechend. Die Verfolgung und Gefangennahme der Vampirin Cordelia, die Bestrafung durch den Mönch Moses und dann die Rettung durch die Cavallo, dass alles ist wirklich gut gelungen. Auch wie John an den Fall gerät ist noch gut gelöst. Doch dann kommt es wieder zu einen Bruch und es schleichen sich jede Menge Ungereimtheiten ein.

Hier einige Beispiel:

- Als John das erste mal mit den Bekannten von Sir James in dessen Haus spricht, zeigt dieser ihm
im Gartenhäuschen den Kadaver eines Dackels, der Opfer eines Vampirs geworden ist. Später als John dann den Vampir im Garten sucht, ist er ganz überrascht dass im Garten ein Gartenhäuschen steht (man merkt John wird alt

- John wird nach Farlingham geschickt weil dort Tiere gefunden wurden, die einem Vampir zum Opfer gefallen sind. So weit so gut. Doch mitten im Roman weiss John ohne das ihm jemand davon erzählt hat das ein Vampir verbrannt werden soll (Anfangsszene).

- Das gravierernste war aber die Nummer mit Cordelia. Anstatt sie gleich beim ersten mal zu töten, fesselt und knebelt John sie. Warum bleibt sein Geheimnis. Doch noch schlimmer ist, als dann Sir James Bekannter die Vampirin wieder befreit ist der Knebel mal eben so verschwunden.

- Auch die Nummer mit den Trockenpflaumenmönchen konnte man vergessen. Tauchen kurz auf (wobei man sich natürlich fragt wie sie das Verlies verlassen konnten) verschwinden dann wieder und zerfallen bei einer normalen Berührung von John zu Staub.

-Leider wird auch der Ansatz mit dem Mönch Moses völlig vergessen. Dieser wird durch Justine zum Vampir gemacht und sollte Cordelia fortan bei Ihrer Blindheit unterstützen. Am Ende ist davon aber nichts mehr übrig. Im Gegenteil der Mönch sitzt in einen Verlies und wird mal eben von John um die Ecke gebracht.

Positiv bei dem Roman kann man hervorheben, dass Jason Dark die Landschaftsbeschreibung und auch einige Szenenbeschreibung sehr gut hin bekommt. Das die Cavallo nur zwei Kurzauftritte hat, stört mich auch nicht.

Der Roman war zum Anfang hin auf einen guten Weg, doch leider ist davon ab Mitte des Romans nichts mehr zu merken. Wenn ich also den ersten Teil und den zweiten Teil des Romans bewertet, so ergibt sich bei mir gerade noch ein mittel aber mit einem ganz dicken Minus davor. Schlecht möchte ich ihn deshalb nicht bewerten, da es auch Passagen gibt die einen unterhalten.

erstellt am 10.05.17 18:29
Abgesehen vom letzten Viertel der Geschichte stellte sich mir hier eine interessante Frage. Wie weit kann ich in der Dark-Skala gehen? Nach unten hin ist alles möglich und es gab oft genug die schlechteste Wertung. Aber nach oben hin? Kann man einem Dark-Roman guten Gewissens auch eine Bestnote geben? So extrem war es hier nicht, aber der Großteil der Geschichte war das beste, was ich in letzter Zeit vom Altmeister gelesen habe. Eine sehr gute Wertung hätte ich gezückt, auch wenn er eigentlich nur mittelmäßig war.

Denn es passiert was. Stellenweise kommt sogar Spannung auf. Durststrecken durch Dialoge und Beschreibungen gibt es wenige. Und eine blinde Vampirin ist eine nette Idee. Klar gibt es auch genug zu meckern. Aber es war vom Stil mal wieder ein echter Gruselroman. Sowas wünsche ich mir öfter, dann würde ich auch seine Hefte kaufen.

Dass die Eröffnungsszene ein ganzes Viertel der Handlung einnimmt ist typisch Dark. Woanders hätte man das auf 5 Seiten gekürzt. Positiv ist, dass es direkt zur Sache geht. Cordelias Flucht, ihre Ergreifung, ihre Blendung und dann die Rettung durch Justine, bevor sie verbrannt werden kann. Las sich wie damals zu Zeiten der Vampirwelt. Als John dann mitspielt und bei den Lanes ankommt muss in aller Seelenruhe das Örtchen und seine Gastgeber vorgestellt werden. Das soll aber auch die längste Langweiler-Passage bleiben. Dann wird der Blutsauger Phil aktiv. Es gibt jetzt insgesamt vier Vampire, man hätte es auch bei Justine und Cordelia belassen können.

Phil hat das Pech in einem Heftroman mitzuspielen. Örtlich hat er das Pech ausgerechnet Mary Lane als Opfer auszuerkiesen (danke Duden). Und zeitlich das Pech, dies genau an dem Abend zu tun, als John gerade eingetroffen ist. Armer Kerl, er hat keine Chance gegen eine unsterbliche Hauptfigur.

Vampir tot. Fall erledigt? Eigentlich ja. Es gab genug Fälle, in denen nur ein Vampir wütete und John sich damit zufrieden gab. Er kann im Gegensatz zum Leser nicht ahnen, dass erst die Hälfte der Heftseiten vorbei ist. Aber dafür hat er sein Bauchgefühl. Er weiß einfach, dass es noch mehr Blutsauger geben muss. Und als im nachfolgenden Gespräch ein Kloster erwähnt wird, ist er sich auch sicher. Da muss er hin! Na gut, wenn Dark nichts besseres einfällt, um die Handlung voran zu treiben, bitte. Wenigstens gibt es dann mehr Vampir-Action.

Im Kloster stolpert John dann über Cordelia, die auch keine wirkliche Gegnerin für ihn ist. Statt sie zu erlösen, fesselt und knebelt er sie. Anschließend sperrt er sie in einen Schrank. Da sitzt sie erstmal fest. Man mag das damit begründen, dass er sie später noch befragen möchte, jetzt aber keine Zeit dafür hat und schnell weiter das Kloster durchkämmen will. Es gab schon unlogischere Handlungen des Helden.

Bis hierhin hätte ich vielleicht wirklich eine sehr gute Note vergeben. Kurzweiliges Vampirabenteuer, bei dem man nicht zu genau hinschauen darf. Auf die Logikfehler kommt ich zum Schluss zurück. Ich vermute, dass Dark sich nach dieser Schrank-Szene zur wohlverdienten Nachtruhe begeben hat, um am nächsten Tag oder mehrere Tage später weiter zu schreiben. Ohne Notizen. Und da hat er Teile der Handlung vergessen.

Als Josh Lane John zum Kloster folgt, hört er Cordelia wie sie im Schrank um Hilfe schreit. Dabei hatte John sogar den Gedankengang, sie zu knebeln, damit sie sich nicht bemerkbar machen kann. Dieser Knebel existiert jetzt einfach nicht mehr. Und Josh ist plötzlich so leichtgläubig, sie zu befreien. Dabei weiß er doch, dass es vielleicht noch Vampire in der Nähe gibt und John hier nach welchen sucht.

Der Geisterjäger ist unterdessen im Gewölbe des Klosters unterwegs. Zuvor redet Justine davon, dass man als Trio im Kloster untergekommen ist. Die blonde Bestie, Cordelia und der Mönch Moses, der sie geblendet hat und verbrennen wollte. Den hat die Cavallo als Strafe gebissen und verwandelt. Passt. Von Moses plötzlich keine Rede mehr. Dafür trifft John auf mehrere Vampirmönche ohne Eigenname. Nein, Helmut. Der Plot war nicht, dass Justine ein aktives Mönchskloster verwandelt hat. Sie hat einen Mönch verwandelt und mit ihm und Cordelia ein verlassenes Kloster als Versteck bezogen, um Framlinghams Einwohner auszusaugen. Es ließt sich nach einem harten Schnitt plötzlich alles wie eine andere Geschichte. Eine schlechtere noch dazu, denn die Mönche sind total passiv. Keinerlei Gegenwehr, als John sie erlöst. Angeblich, weil sie der Blutmangel apathisch macht. Das Gegenteil ist der Fall, Vampire mit Blutmangel werden bei JS durch den Durst zu wahnsinnigen Bestien.

Egal. John räumt auf und kommt gerade rechtzeitig wieder nach oben, um Josh zu retten und Cordelia zu vernichten. Auf dem Rückweg hat Justine ihm am Auto einen Zettel hinterlassen. Die ist weg, keinerlei Konfrontation.

Gerade weil der erste Teil des Romans so überraschend unterhaltsam war hat mich geärgert, was hier passiert ist. Der Handlungsbruch und Gegner die sich tatenlos vernichten lassen. Deshalb ist der Kelch, mir Gedanken über „zu gute“ Wertungen bei Dark machen zu müssen, gerade nochmal an mir vorbei gegangen. Für den Altmeister gute Geschichte, mehr dann doch nicht.



Jetzt aber zu den Logikfehlern und Fragen, auch wenn der Autor sie nicht lesen wird.

Oftmals können schwächere Schwarzblüter keine Kirchen betreten. Wegen dem heiligen Boden und christlicher Symbolik. Kloster gehen aber klar?

Nach dem Storybruch schreibt John, das Kreuz strahle eine Aura aus, die Vampire schon von weitem bemerken. Vor dem Storybruch ist die blinde Cordelia ihm aber in die Arme gelaufen und hat nichts bemerkt.

Sir James plaudert mit seinen alten Freunden also einfach so über Johns Fälle? Geheimabteilung, Verschwiegenheit, Sicherheitsstufe? Wenn es für die Handlung gebraucht wird ist das plötzlich unwichtig.

Dialog der Woche

„Ist Ihnen etwas aufgefallen an seinen Zähnen? Jetzt überlegen Sie bitte genau.“
„Nicht direkt.“ Sie stöhnte leise. „Wirklich nicht direkt. Es ging auch alles sehr schnell.“
„Was wäre denn indirekt?“, fragte ich.
„Komisch. Jetzt, wo Sie es sagen, das war schon seltsam. Er hatte seinen Mund offen, als wollte er mir etwas zeigen.“


Hätte John nicht nochmal nachgefragt, hätte Mary ihm das verschwiegen. Wenn er nicht konkret nach indirekten Dingen fragt, ist er selber Schuld! Und selbst dann muss er sie noch ein wenig ausquetschen, bevor die Sprache auf Vampirzähne kommt.

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