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Thema: 1986 - Was Satan dir verspricht...
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erstellt am 01.08.16 22:56
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Mondlicht lag auf den Grabsteinen. Ein sanfter Wind streichelte die Blätter der hohen Pappeln ringsum und ließ sie verheissungsvoll flüstern. Im Schatten der Bäume lagen die Gräber in sauberen Reihen. Einsam, aber nicht verlassen. Ein Geräusch durchbrach die Stille. Es kam aus dem Untergrund. Etwas bahnte sich seinen Weg nach oben, in die Freiheit. Die Erde geriet in Bewegung. Eine knöcherne Hand, an der übelriechende Fleischreste wie nasse Lappen herunterhingen, streckte sich in Richtung des Mondes, als wolle sie nach ihm greifen. Danach folgte der Rest des Körpers, bis die Tote sich gänzlich aus dem Grab erhoben hatte. Sie setzte sich in Bewegung, bereit zu tun, wofür man sie gerufen hatte...


John und Suko werden mit Untoten konfrontiert, die morden und danach wieder zu normalen Leichen werden. Erst nach und nach und mit Hilfe eines alten Lehrers kommen John und Suko dem Geheimnis auf die Spur, das die Opfer verbunden hat...

Dieser von Marco Freund geschriebene Fall der Woche weiss zu begeistern. Die Geschichte ist flott und zügig geschrieben, weisst zu keiner Zeit irgendwelche Längen auf und ist gut und flüssig zu lesen - ich legte das Heft erst beiseite, als ich es ausgelesen hatte. Gefallen hat mir die Gestalt des Ean Winterspoon, des alten Professors. Und was am Ende Reggie Barton getan hat, hat mich mit seinem Charakter wieder versöhnt.

Bleibt nur die Frage, was eigentlich Gideon Payne gewesen ist. Eine KdF? Ein zum Dämon gewordener Mensch? Wieso hat das Kreuz bei ihm nicht gezuckt, als John und Ean ihm in der Schule gegenüberstanden?

Aber das ist nur eine Kleinigkeit, die den guten Gesamteindruck nicht weiter stört. Mir hat das Heft jedenfalls gefallen - um Welten besser als der Schrott, den uns Jason letzte Woche andrehen wollte. Ich geb 4 von 5 Kreuzen, nicht perfekt, aber eine wirklich grundsolide Schreibe.

erstellt am 02.08.16 20:03
Gurkenmob schrieb:
Aber das ist nur eine Kleinigkeit, die den guten Gesamteindruck nicht weiter stört. Mir hat das Heft jedenfalls gefallen - um Welten besser als der Schrott, den uns Jason letzte Woche andrehen wollte. Ich geb 4 von 5 Kreuzen, nicht perfekt, aber eine wirklich grundsolide Schreibe.


so muss man das sehen

vielleicht wars ne kreatur der finsternis, aber wenns eine war, wird das nicht immer so gesagt?

was ich nicht versteh: der prof. war vor über 30 Jahren fast 20 jahre lang lehrer an der schule, okay muss er schon ziemlich alt sein, über 70. stand so aber nicht im roman. der typ, der am anfang vom roman an seinem 30. geburtstag umkommt, wie kann der ein schüler gewesen sein, wenn er als der prof die schule verließ, noch nicht mal geboren war?

erstellt am 09.08.16 11:23
Mir hat dieser Roman gut gefallen. Die Geschichte um die Zombies und dem Schulleiter fand ich recht interessant. Wirklich gut gefallen hat mir aber die Ermittlungsarbeit die John und Suko hier erledigt haben, in dem sie Stück für Stück das Puzzle zusammengesetzt haben. Normalerweise sind das ja Passagen die schnell langweilig werden können doch hier war das nicht der Fall. Hier merkt man dann deutlich die Krimierfahrung von Marc Freund. Logikfehler sind mir beim Lesen nicht aufgefallen und das am Ende nicht ganz geklärt wurde was der Schulleiter jetzt war, fand ich auch nicht so schlimm. Positiv war das Auftauchen von Asmodis selber.

Dieser Roman bietet an sich zwar nur ein Monster of the Week, aber auch dass muss innerhalb einer Serie mal sein und wie gesagt ist dass für mich hier gut gelungen. Vom mir bekommt der Roman ein gut mit der Tendenz zum sehr gut.

erstellt am 09.08.16 19:17
Auch wenn Marc Freund zu den Autoren gehört, die mir nicht so gefallen, freue ich mich doch darüber, dass er endlich wieder ein Heft zur Serie beisteuern konnte. Mit diesem Fall der Woche bin ich völlig zufrieden. Für einen Freund ist er sogar gut geschrieben, obwohl ich einige wenige Kritikpunkte habe.


Die Toten wühlen sich also aus ihren Gräbern und spazieren dann immer quer durch London bis zur Haustür ihrer Opfer? Ein wenig sehr auffällig. Ich hätte es besser gefunden, wenn sie durch Magie direkt in den Gebäuden erschienen wären. Außerdem frage ich mich, wenn das schwarzmagische Buch schon seit Jahrzehnten existiert und Leute darin eingetragen sind, warum werden die Zombies gerade jetzt alle aktiv?


Punkt zwei sind die sehr schönen Beispiele für sogenannte „plot devices“. Charaktere, die eigentlich nur dafür da sind, die Handlung voran zu treiben. Ean Winterspoon ist ein Paradebeispiel. Dem fällt immer ein weiteres Detail ein, wenn es gerade günstig für den Handlungsfortschritt ist. Etwas subtiler ist das bei Nick gestaltet, aber dass der sich gerade jetzt in das Buch eintragen muss kommt der Handlung auch erstaunlich zugute.


Und zuletzt der Gegner der Woche. Ein Halbdämon, auf den das Kreuz nicht reagiert. Hier hätte ich gern eine Erklärung gehabt außer Johns kurzer Gedankengang „joa, in seiner menschlichen Form erkennt ihn das Kreuz nicht als Gefahr“.


Freund ist eben auch so ein Autor, dem Action vor Logik geht. Der seine Geschichte nicht bis ins kleinste Detail konzipiert, um alle Hintergründe und Verknüpfungen zu bedenken. Bei ihm ist das aber nicht zu stark ausgeprägt. Deshalb schwanke ich zwischen einer guten und einer soliden Bewertung. Eine gut geschriebene solide Handlung. In der Co-Autoren Wertung vergebe ich noch eine mittlere Note.

erstellt am 09.08.16 19:39
New Orgow schrieb:
Logikfehler sind mir beim Lesen nicht aufgefallen


Ist das hier kein fehler?

der prof. war vor über 30 Jahren fast 20 jahre lang lehrer an der schule, okay muss er schon ziemlich alt sein, über 70. stand so aber nicht im roman. der typ, der am anfang vom roman an seinem 30. geburtstag umkommt, wie kann der ein schüler gewesen sein, wenn er als der prof die schule verließ, noch nicht mal geboren war?

erstellt am 10.08.16 08:40
Ariane schrieb:
New Orgow schrieb:
Logikfehler sind mir beim Lesen nicht aufgefallen


Ist das hier kein fehler?

der prof. war vor über 30 Jahren fast 20 jahre lang lehrer an der schule, okay muss er schon ziemlich alt sein, über 70. stand so aber nicht im roman. der typ, der am anfang vom roman an seinem 30. geburtstag umkommt, wie kann der ein schüler gewesen sein, wenn er als der prof die schule verließ, noch nicht mal geboren war?


Klar ist das ein Fehler. Aber ich habe ja auch geschrieben dass mir beim LESEN kein Fehler aufgefallen ist. Der von dir angeführte Logikfehler ist aber auch einer den ich problemlos ignorieren kann. Und dass er mir beim Lesen nicht aufgefallen ist, zeugt davon dass die Geschichte interessant genug war diesen zu kaschieren. Ich selber habe mehr Probleme mit Logikfehlern die meinen Lesefluss stören. Also krass gesagt wenn ein Werwolf plötzlich ein Wertiger ist oder wenn Personen die vorher von nichts wissen plötzlich alles zu einem Ereigniss erzählen können.

erstellt am 15.08.16 18:27
Dieser Roman ist für mich zweigeteilt. Den Anfang bis ca. zur Mitte fand ich super!! Die Zombies, die nur für den Mord zum Leben erwachen, fand ich eine super Idee. Auch den Anfang, an dem der kleine Nick in den Keller muss, um seine Unterschrift zu leisten fand ich super! Man kann so richtig mit dem Jungen mitleiden.
Dann kommt aber eine PAssage, die fand ich ziemlich doof. Ich finde es total unrealistisch, das Payne seit Jahrzehnten an der Schule ist, nicht altert und keinem fällt das auf. Ebenso unrealistisch, dass seit JAhrzehnten sich regelmäßig Kinder in das Buch eintragen müssen und sich keiner mal irgendjemand anvertraut, der ihm helfen kann. Hatten die denn ALLE ein so schlechtes Verhältnis zu ihren Eltern, Verwandten, Lehrern...?
Finale im jahrzehntelang verheimlichten Geheimkeller. Schade, ich hätte gerne noch mehr von den Zombies gelesen.
Für die erste Hälfte vergebe ich eine 1, für die zweite Hälfte eine 3. Macht eine 2 im Durchschnitt. Also noch okay.

erstellt am 15.08.16 21:34
Ich fand den Roman sehr gut.Ich lese normal nicht gerne Romane von M.Freund und war positiv überrascht.So kann es weiter gehen.

erstellt am 03.09.16 13:36
Absolut spannender Fall der Woche, bei dem schon Titel und Titelbild bei mir ein besonderes Leseinteresse ausgelöst haben. Und den ich, hätte ich ungestört die Zeit gehabt, in einem Rutsch durchgelesen hätte (so sind es zwei Rutsche geworden). Auch mir sind durch die spannende Dramaturgie die oben erwähnten Logikfehler nicht aufgefallen.

Wobei ich es nicht so ungewöhnlich finde, dass die mangende Alterung nicht bemerkt wurde, immerhin besuchen die Schüler diese Schule ja nur ein paar Jahre (bei den Lehrern müsste es allerdings anders aussehen, aber wer weiß, wie oft die gewechselt haben...)
Dass das Grauen für die Kinder erst nach so langer Zeit aufgedeckt wird, ist dagegen ja - wie Fälle nicht nur hierzulande gezeigt haben - leider traurige Realität.

Gestört, bzw. beim Lesen beschäftigt, hat mich nur ein Logik(?)fehler. Da bedroht jemand einen Oberinspector von Scottland Yard mit der Waffe, in der erklärten Absicht ihn umzubringen, und läuft danach frei durch die Gegend. Der blonde Stevens hätte doch eigentlich in U-Haft oder zumindest zum Verhör in den Yard gehört...

3,5 bis 4 von fünf Punkten.

erstellt am 06.02.18 11:15
Handlung : John und Suko wird ein rätselhafter Fall übertragen. In London gab es bereits zwei Mordfälle , bei denen die Mörder augenscheinlich Zombies fahren. Nur wurden diese , nach der Tat , leblos neben ihren Opfern aufgefunden. Auch durch das Kreuz kann John , keinen schwarzmagischen Keim mehr nachweisen. Erst als der Immobilienmakler Reggie Barton angegriffen wird , ist John rechtzeitig zur Stelle und kann den Zombie vernichten. Da Bartons Geschäfte nicht astrein sind , geraten John und Suko noch in eine Auseinandersetzung , mit dessen Leibwächtern , die sie aber für sich entscheiden.Dann meldet sich plötzlich Professor Wnterspoon , der auf der Geburtstagsparty des ersten Opfers , als Gast , war. Alle drei Opfer waren einst seine Schüler auf der Burnt Oak Primary School gewesen. Während Suko mit Barton , in einem nahe gelegenen Cafe wartet , suchen Winterspoon und John das Schulbüro auf. Während John sich mit Direktor Payne unterhält , werden Suko und Barton von dessen Leibwächtern angegriffen , die verändert wurden. Auf dem Schulhof teilt Winterspoon , John mit , das Direktor Payne , in den letzten 30 Jahren , nicht gealtert ist. Noch während John darüber nachdenkt , fällt ihnen ein Schüler , auf dem Schulhof auf , der sich seltsam verhält. Es gelingt Winterspoon, das Vertrauen des Jungen ,Nick , zu erlangen , dabei wird klar , das auch der Professor , ein trauriges Geheimnis hütet. Nick weist Winterspoon und John den Weg , zu einem geheimen Verlies , unter der Hausmeisterwerkstatt. Hier offenbart die Schule ihr düsteres Geheimnis und es kommt zu einer finalen Auseinanderstzung , an der sich auch ein alter Bekannter beteiligt.

Meinung : Ein Roman von Marc Freund , der mich von Anfang an , bestens und spannend unterhalten hat. Dabei hat mir besonders gut gefallen , das John bis zur Romanmitte , regelrecht im Dunkeln tappte. Zombies , die nach ihrer Tat , von allein ihr untotes Leben verlieren , waren auf jeden Fall , eine gute neue Idee.Auch die Auflöung mit dem düsteren Schulkeller und das packende Finale wußten zu gefallen. Somit waren eigentlich alle Vorausetzungen , für die Bestnote geschaffen. Wenn es da nicht einen Fehler bezüglich der Jahre gegeben hätte. Rick Gallows , der noch von Winterspoon unterichtet wurde , feierte seinen 30. Geburtstag. Nach dem Treffen mit Direktor Payne , gibt der Professor an , das der Direktor so aussehen würde , wie vor 30 Jahren , als er aus dem Schuldienst ausgeschieden ist. Da die Schüler alle zwischen 6 bis 10 Jahren alt waren , können es aber höchstens , etwas mehr als 20 Jahre maximal gewesen sein. Auch etwas ungewöhnlich das Bartons Leibwächter , nach dem Angriff auf John und Suko , in Freiheit blieben und nicht festgenommen wurden.
Insgesamt gibt es von mir dann die Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze ) für einen spannenden Einzelfall , bei dem auch Asmodis , seinen Auftritt hatte , wenn auch nur als Hologramm.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:17 Uhr bearbeitet)

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