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Thema: 1988 - Schutzengel aus der Hölle
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erstellt am 22.08.16 15:47
Nach dem letzten JD- Roman, habe mir diesmal echt überlegt, ob mir diesen Roman antun soll. Letztendlich habe ich mich dann doch aufgerafft und den Roman gelesen. Erstaunlicherweise wurde ich am Anfang doch positiv überrascht. Die Story entwickelt sich wirklich gut und spannend. Zwar sind die Dialoge manchmal wieder etwas platt, aber das hält sich diesmal in Grenzen. Die Idee mit dem Schutzengel der eine Gegenleistung für die Rettung verlangt ist nicht schlecht und vor allen Dingen finde ich es positiv, dass es hier direkt gegen das Sinclairteam geht. Bis zur Seite 40 war der Roman auch bei mir darauf und dran eine gute Bewertung zukriegen, weil mich die Story wirklich gut unterhalten hat. Doch leider kommt dann doch wieder der übliche Einbruch. Für mich beginnt das mit den Szenen in Bills Haus. Der Part mit Johnny und seiner Freundin war mir einfach etwas zulang geraten und die Dialoge waren an der Stelle auch nicht gerade ein Hit. Doch dass hätte ich alles noch verzeihen können, doch leider passiert dann wieder genau dass was mich am meisten stört. John weiß plötzlich Informationen, die mit keiner Silbe im Roman erwähnt wurden. Konkret geht es um Gordon Black. Dieser wird daraufangesetzt John zu töten. Bei dem Versuch dieses in die Tat umzusetzen wird nicht John getroffen sondern Tanner. Danach verschwindet Gordon Black ohne eine Spur zu hinterlassen und ohne wieder in Erscheinung zu treten. Als John dann im Haus von Bill ist kennt er aber plötzlich den Namen des Täters. Auch stört mich die Art und Weise wie John mit Bill umgegangen ist. Anstatt ihm zu erzählen, wass gerade im Haus passiert ist, erzählt er irgendein Lügenmärchen. Mir hat sich wirklich nicht erschlossen warum er dass macht. Auch das Ende war nicht so toll. Gut war das Asmodis hinter dem Engel stand und den Auftrag dafür gegeben hat. Doch die Nummer mit Glenda am Ende war auch wieder so ein Ding was mich gestört hat. Denn bisher konnte sie sich Dank des Serums nur wegbeamen. Doch hier schwebt sie plötzlich als eine Art Geistwesen an der Decke und ist dabei noch in der Lage den Engel auf der Stelle zubannen. Dass passte irgendwie überhaupt nicht. Trotz allem ist dieser Roman deutlich besser als die letzten Romane von JD und ohne die von mir angedeuteten Sachen hätte ich hier locker ein gut vergeben, da die Story wirklich unterhält. Doch leider haben mich, die von mir aufgeführten Dinge so gestört, dass ich für den Roman wieder nur ein Mittel vergeben kann.

erstellt am 14.09.16 19:26
New Orgow schrieb:
Zwar sind die Dialoge manchmal wieder etwas platt, aber das hält sich diesmal in Grenzen. Die Idee mit dem Schutzengel der eine Gegenleistung für die Rettung verlangt ist nicht schlecht und vor allen Dingen finde ich es positiv, dass es hier direkt gegen das Sinclairteam geht. Bis zur Seite 40 war der Roman auch bei mir darauf und dran eine gute Bewertung zukriegen, weil mich die Story wirklich gut unterhalten hat. Doch leider kommt dann doch wieder der übliche Einbruch.


ja, leider. übliche Einbruch. es gibt ja genug romane von Jason, die noch ganz gut anfangen, und dann wirds schlimmer und schlimmer und schlimmer.

aber wirklich gut fand ich den roman auch am anfang nicht. okay, Gordon Black soll Sinclair umlegen, dann kommt der nächste, der vom Schutzengel auf Bill gehetzt wird, das nächste ziel ist Glenda, eben genau das team Sinclair. der lehrer, Victor Morrow, der die zwei jungen männer erschossen hat, passt aber absolut nicht ins schema. Tanner kommt mit dem fall zu Sinclair, aber was soll das? so kriegt Jason seine seiten voll. Tanners frau heißt erst Karen, später heißt sie dann Kate. schlafen die da alle bei bastei? wenn jeder weiß, dass Jason nur noch mist schreibt, müssten die doch vorgewarnt sein und erst recht mal genauer lesen.

erstellt am 15.09.16 16:36
Vermutlich braucht der Lektor so viele Beruhigungspillen, um Jasons Romane Pur lesen zu können, dass er dann beim lektorieren im dreiviertel Koma liegt.

Anders ist es nicht erklärbar, dass die Romane nach dem Lektorat immer noch unlesbar sind, da es ja (angeblich) einen Lektor gibt.

Der Lektor soll einfach diese Dinger an Jason zurücksenden.

"Zu viele Fehler, unlesbarer Kokolores - NEU schreiben!"
So wie es Lehrer mit Schülern machen.

erstellt am 29.05.17 18:49
Hier sieht man mal wieder deutlich, was für einen Absturz es bei den Dark-Heften gab. Schon als die Heftnummern vierstellig wurden gab es genug Leser, die ausgestiegen waren, weil die Qualität der alten Geschichten einfach nicht mehr erreicht wurde. Trotzdem waren Kriminalgeschichten von Dark da noch ein Garant für gute Hefte. Für Krimis hatte der Altmeister immer ein Händchen.

Trotz des Höllenengels ist auch dieser Roman für mich eher ein Krimi. Violetta Valeri macht nichts anderes, als Menschen aus brenzligen Situationen zu retten und diese dann als Killer zu verpflichten. Die gesamte Erklärung dahinter sollte man nicht beachten. Wieso bringt die Hölle erst Menschen mit Tricks in Gefahr, um sie dann zu retten und als Killer zu verpflichten? Etwas arg aufwändig. Und wieso überhaupt Zivilisten als Killer nehmen, um Leute aus dem Sinclairteam zu töten? Echte Auftragsmörder oder hauseigene Dämonen hätten weit höhere Erfolgschancen als Leute die noch nie eine Waffe in der Hand hielten.

Ausgewählte Szenen sind solide geschrieben. Aber es zieht sich wieder alles so enorm. Dark hat in so ziemlich jedem Kapitel etwas eingefädelt, damit die Handlung sich durch Dialoge oder unglückliche Umstände verzögert. Der erste Killer wird zufällig gerade am Blinddarm operiert, als man ihn befragen will. Weswegen eine Befragung nicht möglich ist und man seitenlang mit einem Arzt reden muss. Oder der Drogendealer Lefty, der noch nie einen Menschen erschossen hat. Da muss – eine lachhafte Szene – der Höllenengel Seelsorger für den Kerl spielen und ihn erstmal mental beruhigen. Und bei den Conollys ist gerade Johnnys Freundin zu Gast, ein weiterer Grund für eigentlich überflüssige Dialoge. Nicht zu vergessen, als Lefty bei Johnny aufkreuzt wird er zum Glück überwältigt und bewusstlos geschlagen. Erwacht aber wieder, hat eine Ersatzpistole dabei und muss nochmal bewusstlos geschlagen werden. Klar, sind Beschreibungen und Gespräche zwischen den Actiontexten wichtig. Dark macht sich hier aber einen eigentlich ganz netten Kimi kaputt.

Für die direkte Konfrontation mit Violetta zum Finale bleibt dann kaum noch Zeit. Glenda wird von ihr persönlich angegriffen und hat plötzlich eine ganz neue Fähigkeit durch Saladins Serum. Sie kann sich zweidimensional machen und wird dadurch unangreifbar für den Höllenengel. John könnte ihn jetzt gefahrlos abknallen, aber Asmodis krallt sich sein Spielzeug lieber selbst. Auch nichts neues. Hätte Dark einfach mal zackiger die Handlung voran getrieben, man hätte genug Zeit für ein interessantes Ende gehabt.

Auch wenn die Geschichte packender erzählt worden wäre, es wäre nur solide gewesen. Nicht gut, wie ich es eigentlich von Dark-Krimis gewohnt war. Dieses mal wieder eine unterdurchschnittlich schlechte Wertung. Beim Altmeister bräuchte ich eigentlich nochmal eine Unterteilung der „Schlechts“. 4+ oder 4 von 10 Punkten.





Dialog der Woche:

„Ja, das kommt hin.“ Ich lächelte Tanner mokant an. „Wie toll, dass du das alles so wunderbar gesagt hast. Hatte der Engel denn einen Namen?“
„Ich denke schon.“
„Und?“
„Ich habe ihn leider vergessen.“

Wozu sich auch bei der Täterbefragung Notizen machen? Dann lieber jede wichtige Information, die er glücklicher Weise preisgibt vergessen. Wie oben erwähnt, Jason nutzt jedes billige Mittel um die Handlung zu ziehen.

erstellt am 31.05.17 23:02
Komisch, immer nur bei JD wird genau hingeschaut, bei den ach so hochgelobten Autoren, wird alles verharmlost.

erstellt am 31.05.17 23:33
Clive Denver schrieb:
Komisch, immer nur bei JD wird genau hingeschaut, bei den ach so hochgelobten Autoren, wird alles verharmlost.


Keine Sorge, bei mir wird es das nicht geben, wenn ich mich denn mal wieder für Rezis aufraffen kann...

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