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Thema: 1991 - Sukos grausame Feindin
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Antworten zu diesem Thema: 7

 
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erstellt am 05.09.16 13:17
Autor: Jason Dark

Im Grunde genommen ist die Geschichte schnell erzählt. Shao wird von Sukos Ex entführt. Suko und John machen sich auf die Suche und befreien Sie. Den Rest muss man wirklich nicht lesen. Lässt man die redundanten Sätze und die sinnlosen Dialoge weg, käme man mit 5 bis 6 Seiten Text aus. Leider muss Herr Dark ja die 64 Seiten irgendwie füllen um seinen Scheck zu bekommen. Ich frage mich, wann endlich Schmerzensgeld für die Leser ausbezahlt wird.
Aber kommen wir zum Inhalt. Nachdem Shao auf offener Straße von Asiaten entführt wird, erhält Suko einen Brief, in dem eine von Shaos Locken drin ist. Kurz danach wird er per Telefon aufgefordert auf die Straße zu kommen. Zusammen mit John überwältigen Sie zwei Männer, die offensichtlich mit der Entführung zu tun haben. Von Ihnen erfahren die beiden, dass eine Frau mit dem Namen Amara Shao in Ihrer Gewalt hat. John hört diesen Namen zum ersten Mal, aber er registriert, das Suko etwas damit anfangen kann. Suko erzählt John, dass er vor langer Zeit in einem Kloster erzogen wurde und sich dann in die Tochter eines Verbrechers verliebt hatte, nämlich Amara. Diese entschied sich für jemand anderen, der dann erschossen wurde. Suko sollte dann wieder ihr Liebhaber werden, aber Suko wollte nicht mehr, woraufhin Amara im Rache schwor. Wir sind jetzt so auf Seite 28 und ich schaue mir die Titelseite an. Ich frage mich ob ich einen Jerry Cotton in der Hand halte, da noch nichts auf einen Horrorroman schließen lässt. Ah, doch, da steht das Wort „Hölle“, ich bin richtig.
John googlet den Namen Amara und findet ein Schiff, das so heißt ( eine Dschunke, nein wie treffend). Diese gehört einem chinesischen Mafiaboss, den Suko kennt. Von ihm erfahren Sie wo dieses zur Zeit liegt. Die beiden greifen nach dem einzigen Strohhalm den sie haben und statten dem Schiff einen Besuch ab. Suko geht auf das Schiff, während John ihm den Rücken frei hält. Kurz darauf erscheinen zwei Wagen mit Männern, die ebenfalls auf das Boot gehen. Suko findet Shao und beide werden auf der Flucht vom Schiff von den Männern gestoppt. Zurück im Schiff wird Suko von Amara gezwungen sich für eine der beiden Frauen zu entscheiden. Suko wählt natürlich Shao, daraufhin soll der Mafiaboss, der mit den Männern gekommen ist, die beiden erschießen. Dazu kommt es nicht, weil John es doch noch schafft zu dieser Gesellschaft vor zu stoßen, trotz einer schwierigen Entscheidung. Zitat aus dem Heft: „ Ich ging noch weiter und hielt dort an wo mein Gang auf einen Quergang traf. Ich konnte ihn nach rechts, aber auch nach links gehen ( naja, man könnte ihn auch wieder zurück gehen). Ich entschied mich für die rechte Seite, denn von dort kam das Licht und auch die Stimmen waren dort aufgeklungen (also, wenn das mal kein Wink mit dem Holzkreuz war)“.
John erschießt den Mafiaboss und befreit Suko und Shao. Amara kann mit Hilfe eines kleinen Greifvogels, der auch mal erwähnt wurde, entkommen. Dieser krallt sich Amara und trägt sie durch die Lüfte davon. Dies ist die einzige ungewöhnliche Stelle (Seite 62) in diesem Jerry Cotton.
Ich werde die Romane von Jason Dark noch bis zum 2000er begleiten, danach werde ich von diesem toten Pferd absteigen.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 13:43 Uhr bearbeitet)

erstellt am 05.09.16 13:44
Oh jeeh, keine Besserung in Sicht?! Von Dark werde ich nur noch den 2000er lesen / überfliegen. Danach lese ich nur noch die Romane der anderen Autoren.

erstellt am 05.09.16 14:56
@Möppi

Kannst Du trotzdem Kritik und Inhalt etwas trennen - und dann die inhaltlichen SPOILER vorher kenntlich machen oder verstecken? Selbst wenn es hier vielleicht nicht mehr soviele Dark-Fans gibt (aber vielleicht lesen ja viel mehr mit als schreiben) ist es blöd, wenn man einen Satz zu viel liest und dadurch zuviel erfährt.

erstellt am 06.09.16 10:58
Fand den Roman schreiend dumm. Schon die erste Seite war ein Graus. Shao wird bedroht. Gut okay, kommt immer wieder mal vor. Aber anstelle das Suko oder zumindest John zu sagen, BEHÄLT SIE DAS FÜR SICH!

Und dann, als Shao so langsam klar wird, dass sie verfolgt wird, kommt es ihr in den Sinn, Suko oder John anzurufen (Gelegenheit hat sie, Handy ist auch dabei). Aber was macht sie? "Oh, das kann warten, bis ich wieder zu Hause bin. Tralala~".

An dem Punkt dachte ich mir "Sorry Shao, aber das hast du dir selber zuzuschreiben. Wie kann ein Mensch nur so dumm sein?!" Grade jemand wie Shao sollte sowas nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Mag es gar nicht, wenn Jason Fällt entstehen lässt, weil bei Leuten, die es aus diversen Gründen eigentlich besser wissen müssten, der Verstand auszusetzen scheint.

0 von 5, da war ja nicht mal was paranormales, ausser dem Greifvogel, dabei.

erstellt am 08.09.16 21:32
Gurkenmob schrieb:
Und dann, als Shao so langsam klar wird, dass sie verfolgt wird, kommt es ihr in den Sinn, Suko oder John anzurufen (Gelegenheit hat sie, Handy ist auch dabei). Aber was macht sie? "Oh, das kann warten, bis ich wieder zu Hause bin. Tralala~".

Stundenlang beim Computer-Club abhängen, aber in so ner Situation nicht mal ne What´s App schreiben?? Das passt doch nicht, oder? Sehe ich genau so wie Du!
Furchtbar fand ich auch, dass Suko erst ewig später bei John bemerkt, dass Shao nicht da ist. Sorry, die sind seit Jahrzehnten zusammen und Suko macht sich keine Sorgen, wenn die mal ne Nacht wegbleibt, ohne sich zu melden. Tja. Dat is ja ne tolle Beziehung. Große Liebe.

erstellt am 15.09.16 19:25
leni schrieb:
Stundenlang beim Computer-Club abhängen, aber in so ner Situation nicht mal ne What´s App schreiben?? Das passt doch nicht, oder? Sehe ich genau so wie Du!
Furchtbar fand ich auch, dass Suko erst ewig später bei John bemerkt, dass Shao nicht da ist. Sorry, die sind seit Jahrzehnten zusammen und Suko macht sich keine Sorgen, wenn die mal ne Nacht wegbleibt, ohne sich zu melden. Tja. Dat is ja ne tolle Beziehung. Große Liebe.


kapier ich auch alles nicht. es hät doch auch genauso gut gepasst, wenn Suko und John vom letzten fall nach hause gekommen und Shao verschwunden gewesen wäre. die geschichte hät ja großteils so bleiben können wie sie ist, nur der anfang ist idotisch und passt nicht dazu.

finds aber auch seltsam, dass Shao keine arbeit hat. warum nicht?

erstellt am 20.09.16 08:57
Nach dem ich die Vorschau dieses Romans gelesen habe, hatte ich eigentlich gehofft, dass diesmal wieder eine Geschichte die mit asiatischer Mythologie zutun hat erscheint. Doch leider wurde ich hier auf ganzer Linie enttäuscht. Auch wenn kurz mal Shaos Verbindung zu Amaterasu erwähnt wird. Stattdessen bekommt man hier eigentlich einen Krimi serviert. Shao wird von einer alten Geliebten Sukos entführt und Suko versucht sie zu finden und zu befreien. Dazu gibt es noch ein bisschen Chinesenmafia und das war’s. Dämonen und Spukgestalten sucht man vergeblich. Das scheint dann Jason Dark am Ende des Roman auch aufzufallen und deshalb entschleißt er sich dazu Amara am Ende entkommen zulassen und sie in Vogelgestalt noch mal bei Suko und Shao auftauchen zulassen. Leider ist die Story ziemlich langweilig und vor allen Dingen hapert es wieder an der Umsetzung. Die Dialoge sind wieder total daneben und auch einige Situationsbeschreibungen sind die reinste Katastrophe. Eigentlich hätte ich mit einer Krimistory sogar leben können wenn sie denn auch spannend und gut erzählt gewesen wäre. Amara dann am Ende entkommen zulassen hat den Roman dann bei mir endgültig durchfallen lassen. Denn eine langweiligere Gegnerin kann man ich nicht vorstellen. Da kann man nur hoffen, dass JD Amara wie üblich vergisst und nicht wieder auftauchen lässt.

Diesmal fällt mir die Entscheidung leicht, der Roman bekommt von mir ein schlecht

erstellt am 14.06.17 17:42
An den letzten Hexen-Band anschließend gibt es wieder einen reinen Krimi. Mit persönlichen Bezug. Das ist immer toll, wenn es wirklich passt. Tut es hier nicht. Amara wird austauschbar aus dem Hut gezaubert und ihre Motivation widerspricht sich. Erst klingt es so, als wären sie und Suko mal ein Paar gewesen. Dann erklärt Suko selbst, dass er damals nur ein Werkzeug für sie war. Als er nicht mehr nach ihrer Pfeife tanzte wurden sie Feinde. Und zum Finale heißt es wieder, die beiden wären mal ein Paar gewesen. Nichts neues beim Altmeister der Notizen nicht nötig hat.

Auffällig ist hier auch die technische Seite. Dark und Computer. Shao ist 2017 noch immer in einem Computer-Klub – mit K, ganz wichtig – und kennt sich deshalb außergewöhnlich gut mit PCs aus. Erkennt man daran, dass sie das Internet problemlos bedienen kann. Wow. Eine weitere auffällige Szene ist, als John später googelt. Der Rechner „braucht seine Zeit“, das klingt so als würde er Minuten die Suchergebnisse filtern. Meine altmodischen Großeltern haben weder Internet noch Smartphone aber wissen trotzdem, dass google in Millisekunden arbeitet.

Aber von vorn. Direkt am Anfang ein Minuspunkt durch die lahme Shoppingszene, die ich überflogen habe. Danach schlagen die Entführer zu und Shao ist „in eine Schockstarre gefallen“. Kampfkunst, Erbe der Amaterasu und jahrzehntelanges Mitglied im Sinclairteam gewähren wohl nicht genug Intuition, um den Kerlen gehörig eins auf die Fresse zu hauen.

Suko spürt direkt, dass man ihn mit Shao erpressen will und es um ihn und nicht sie geht. Tatsächlich ist es so, der Portier ruft bald darauf an, dass er gerade einen Brief für Suko erhalten hat. Belästigt der so alle Mieter im Gebäude, dass er sie anklingelt, sobald ein Poststück für sie eingetroffen ist? Würde mich ziemlich nerven.

Man will sich mit Suko treffen und ihn zu Shao bringen. Er und John überwältigen die Männer aber und warten jetzt darauf, dass Amara sich wieder meldet. Aha, und woher soll sie wissen dass ihr Plan fehlgeschlagen ist? Es dauert doch sicher Stunden, bis sie merkt, dass ihre Männer wohl nicht mehr zurück kommen und sie telefonisch nicht erreichbar sind. Bei Dark ließt es sich so, als würde die Dame direkt wissen, dass es Probleme gab. Oder besser gesagt, der Autor macht sich um solche Logikdetails keinerlei Gedanken.

Da Amara sich doch nicht sofort meldet googelt John ihren Name, den Suko den Kerlen entlocken konnte. Google-Suche auf gut Glück mit Volltreffer ist bei Dark leider Gottes ein gewohntes Mittel zur Plotentwicklung. Es gibt ein Schiff das so heißt, das muss es sein. Also mit dem Eigentümer reden, den Suko zufällig kennt und der ihnen den Ankerplatz verrät.

Shao gerät derweil an die obligatorischen Vergewaltiger, die müssen ja sein. Sie kann fliehen und rennt Suko in die Arme. Zeitlich passt das nicht ganz zusammen, doch das ist wirklich eines der geringsten Probleme der Geschichte. Zu kleinlich will ich auch nicht sein. Es kommt zu einer Pattsituation. John kann sich ungesehen anschleichen und den Partner von Amara erschießen, der mit seiner Pistole gerade Suko bedroht. In guten Büchern oder Serien führt das zum Chaos, weil alle angespannt waren und plötzlich reflexartig losballern. Bei Dark-Storys gibt es die üblichen „verblödeten Trottelgangster“ die nichts raffen und überfordert verharren. Jemand hat ihren Boss erschossen, wieso den Schütze auch abknallen. Amaras Rettung durch einen Vogel, der anfangs „nur“ ein größerer Greifvogel ist und nun einen Menschen davonfliegen kann, setzt dem ganzen die Krone auf. Plötzlich kann das Vieh sogar sprechen. Rellergerd und seine Spontanideen, dieser crazy Dude aber auch.


Eine persönliche Rachegeschichte auf eine der Hauptfiguren ist interessant. Durch Entführung seiner Partnerin, nett. Es ist klischeehaft ohne gute Ideen oder Überraschungen geschrieben, aber das würde ich Dark locker durchgehen lassen. Wie immer sind es die Zugaben, die den Roman zerstören. Unlogik, Widersprüche, Dialoge, dummes Verhalten der Helden und der Gegenseite, plötzliche Spontanideen die keinen Sinn ergeben.

Sehr schlecht. Aber – das muss ich auch nur bei Dark-Heftromanen betonen – kein total grottiger Roman. Verdammt, „grottig“ sagt heutzutage auch keiner mehr.

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