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Thema: 1105 Das Voynich-Manuskript
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erstellt am 01.10.16 17:25
Gerade den neuen Zamorra aufgeschlagen. "Das Voynich-Manuskript". Von...upps... Adrian Doyle. Der gerade den grandiosen Zweiteiler 1103/1104 vorgelegt hatte. Mann, ist der fleißig! Aber nein, irgendwie klingt es - obwohl ich es mir nicht anmaßen würde, sicher Romane und Stile bestimmten Autoren zuordnen zu können - nicht nach Doyle alias Manfred Weinland. Oder? Wahrscheinlich doch eher ein Druckfehler auf Seite 3. Und der Verfasser ist doch der in der Vorschau angekündigte Christian Schwarz?

Auf der Anreißerseite starrt Asmodis auf New Yorks Skyline, während er daran denkt, LEGION zu eleminieren. Seite 4 beginnt dann in der Yale-Universität, auf deren Campus ein Mann in weißem Anzug, der - gemäß Dekanin Tomasson - aussieht wie Pierce Brosnan, ein Cafe betritt. Und ja, es ist Professor Zamorra...
Nun hab ich mir den (dunkel)blonden, schlanken Zamorra nie wie den schwarzhaarigen seit langem eher gedrungenen Brosnan vorgestellt (tatsächlich sah der Professor früher für mich mal eher Richtung Christophe Lambert aus, aber auch die Phase ist vorbei, und Zamorra hat sich einfach verselbstständigt - und sieht aus wie... äh ... Zamorra), aber jeder hat halt seine Assoziation.

Zamorra scheint mit Tomasson verabredet zu sein, wovon sie aber nichts weiß, wie sie ihn zudem überhaupt nicht kennt... Und schon sind wir in einer spannenden Handlung, in der es - so die Ankündigung im letzten Heft - das Wiedersehen mit einem alten Bekannten gibt (und wenn es so angekündigt ist, geht man natürlich davon aus, dass dieser lange keine Rolle spielte oder nicht in den Heften persönlich vorkam)...

erstellt am 01.10.16 18:06
@nilusys
Du hattest angesichts des Titels, der auf ein real existierendes, geheimnisvolles Manuskript verweist, ja angemerkt, dass Du wohl mal wieder einen Zamorra lesen müsstest.
Grundsätzlich eine gute Idee, nur einer reicht nicht: 1105 ist der erste Teil eines Zweiteilers.

erstellt am 01.10.16 23:02
Das ist mit Sicherheit ein Druckfehler.

erstellt am 04.10.16 08:21
Ja, der Stil (Satzaufbau) passt nicht zum "normalen" Doyle, so dass wir wohl davon ausgehen können, dass der Vorschau-Hinweis der richtige war, aber die Nennung im Roman selbst falsch ist.
Wir hatten ja mal bei den JS-Co-Autoren (scherzhaft) vorgeschlagen, man sollte die Autorennamen einfach mal vertauschen und dann sehen, wie mache user, die sich auf einen Autor "eingeschossen" haben, darauf reagieren, ob sie es merken...
Vielleicht wurde das jetzt bei Zamorra verwirklicht...

erstellt am 04.10.16 19:06
Deine Spekulation trifft nicht zu. Im Manuskript, das an die Druckerei gemailt wurde, steht:

Zamorra 1105
Das Voynich-Manuskript
Christian Schwarz


Keine Ahnung, wie der falsche Namen auf die Rota-Seite kommt. Aber das hatten wir mindestens schon einmal. Mir fällt gerade dazu Band 717 ein. Der Roman wurde von Werner Kurt Giesa geschrieben, aber auf der Rota-Seite stand fälschlicherweise der Name Roger Clement. Nachdem Werner klargestellt hatte dass der Roman von ihm war, gefiel die Story seltsamerweise auch den Lesern, die sich zuerst beschwert hatten ...

erstellt am 04.10.16 19:32
Ja, die "Spekulation" des absichtlichen Tausches war natürlich nicht ernst gemeint. Aber das Beispiel, das Du anführst, könnte genau der Grund sein, an soetwas zu denken: Es ist wirlich erstaunlich, wie bereit man als Leser oder auch Filmgucker ist, auf Grund des Namens des Machers, etwas besser oder schlechter zu finden! Oh, der Film ist von Hitchcock, der muss ja gut sein. Oh, das ist von Fassbinder, der hat sich bestimmt was dabei gedacht...

erstellt am 05.10.16 10:16
Rund zwei Jahre mussten die Leser (wenn ich nichts übersehen hab) auf einen neuen Zamorra-Heftroman von Christian Schwarz (seit seiner "Seelenstadt" PZ 1054) warten.
Wie in den letzten großartigen Bänden vom "echten Doyle" (dessen Name aus Versehen als Autor auf Seite 3 genannt wird) wird auch von Schwarz seine Geschichte auf zwei Zeitebenen erzählt, in Gegenwart und ferner Vergangenheit (Spätmittelalter).

ACHTUNG SPOILER
Ein Mann, der auszusehen scheint wie Zamorra und von der etwas verwirrt wirkenden Dekanin der Yale-Universität auch für diesen gehalten wird, lässt sich von dieser - was eigentlich streng untersagt ist - das titelgebende Voynich-Manuskript aushändigen und verschwindet mit diesem. Der Leser ahnt schnell: Dieser Mann, dessen Augen vom Dunkeln ins Gelbliche wechseln, ist nicht der Professor.

Parallel verunglücken in der Nähe von Meersburg sieben Mädchen tödlich - und zumindest von einer im Bodensee Ertrunkenen erfahren wir, dass sie in den Gemäuern der Meersburg, die auf einem alten Hexenplatz errichtet wurde, wieder aufwacht. Hier trifft sie auf eine ebenfalls gefangene Elfe - eine von 17, die entführt wurden - bevor sie von Hexen in einen magischen Kreis geführt wird...

Eine dieser Hexen haben wir anscheinend schon in dem Vergangenheisstrang angetroffen, die im Gesicht tätowierte Heilerin Hulda Sternberg, enge Vertraute des Bischofs Heinrich von Hewen, der auf der Meersburg lebt. Hierher kommt 1458 der spanische Hexenjäger Juan de Moncanda, der beim Eindringen in die Burg gefasst und, als er Hulda als Hexe anprangert, ins Verlies geworfen wird. Doch eine weiterer Vertrauter des Bischofs versucht, ihn aus diesem zu befreien...

Zamorra und Nicole werden in der Gegenwart von Elfen (, die deshalb den komatösen Körper, der das Bewusstsein von Laura Magin und ihrer Mutter enthält, entführt haben,) zum Bodensee gelockt. Zamorra soll den Elfen helfen, ihre verschwundenen 17 Schwestern wiederzufinden. Sein erster Weg führt ihn zu einer Nixe am Bodensee-Ufer, um dann mit Nicole zur Meersburg zu fahren - wo dieser 1.Teil eines Zweiteilers mit einem Cliffhanger endet...
ENDE SPOILER

Christian Schwarz neuester Zamorra ist ein märchenhafter Abenteuerroman mit einigen Bezügen zu seinen Zamorra-Büchern. Zwar kann er stilistisch/sprachlich nicht mit Großmeister Weinland oder auch Seidel mithalten, letzterer ist er aber in Sachen (positiver) Gradlinigkeit überlegen. Doch auch sein (einer) längerer Rückblick soll wohl eher Lesern, die diese Bücher schon gelesen haben (deren Nummern leider nicht in der Fußnote genannt werden), auf die Sprünge helfen, als dass jemand, der diese nicht kennt, daraus wirklich schlau wird. (Der Dunkler Prinz genannte Golem war doch von Menschen geschaffen worden, um die Dämonen zurückzudrängen? Warum kämpfte also Nicole gegen ihn? Stand er noch unter dem Einfluss von Erzdämon Labolas? Diese zweiseitige Zusammenfassung wirft mehr Fragen auf, als dass sie den Leser konkret erhellt! Die "beiden" oben genannten Figuren hätte man pointierter - wieder - einführen können.)

Doch etwas anderes hat mich tatsächlich richtig bei Christian Schwarz' Rückkehr zu Zamorra gestört: Nämlich wie er das Dämonenjägerpaar charakterisiert! Nicole wirkt bei ihm zu kapriziös, um den Ausdruck zickig zu vermeiden, und viel zu anstrengend. Ich mag die Kappeleien zwischen Zamorra und Nicole, doch hier wird nicht ironisch zwischen zwei langjährigen Partnern geflachst, Nicole meint es hier offensichtlich ernst und wird zur Nervensäge! (Oder es ist schlecht ausgedrückt. Schon - nur ein Beispiel - ihre Reaktion auf die Nacktheit der Elfen hat mehr etwas mit mancher Forenuserin zu tun, als mit der lockeren, selbstbewussten Nicole, die mit Zamorra mal eher eine freie Seventies Beziehung führte.)

Aber auch Zamorra wirkt (in Szenen in denen er es wirklich sein soll!) nicht immer authentisch. So ist er für einen erfahrenen Meister des Übersinnlichen viel zu vorschnell (Seite 32, "Mit Lauras Verschwinden hat das aber GARANTIERT nichts zu tun." ) und gibt sich zudem manchmal ungewohnt undiplomatisch, z.B. im Umgang mit Feen und Nixen...

(Apropos Charaktere: Schön finde ich es aber übrigens immer, wenn Faolan und Pascal in eine Handlung eingebaut werden, speziell den höllischen Archivar würde ich gern einmal in größerer Rolle erleben.)
Wie ich auch die Verwendung realer und historischer Bezüge (vom real existierenden Voynich-Manuskript bis zur Meersburg und der Stadtrechtauseinandersetzung) sehr schön finde.

Somit ein fast gut gelungenes Comeback von Schwarz, der in Zukunft den Umgang von Zamorra und Nicole hoffentlich etwas locker-ironisch-flachsender gestaltet (statt selbst versucht, verkrampft witzig zu sein, und damit Nicole zur Nervensäge macht.)
3,75 von 5 Punkten.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 10:41 Uhr bearbeitet)

erstellt am 09.10.16 21:44
corto feldese schrieb:
(Apropos Charaktere: Schön finde ich es aber übrigens immer, wenn Faolan und Pascal in eine Handlung eingebaut werden, speziell den höllischen Archivar würde ich gern einmal in größerer Rolle erleben.)


anders als bei CS steht in einem früheren Roman, dass Faolan keine eitrigen Pusteln mehr hat. weiß jemand noch den Roman. mindestens der Autor selbst könnte es ja vielleicht noch wissen.

war das nicht in PZ 1101 "Monument der Stille"? dann müsste es ja der Don wissen

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 21:46 Uhr bearbeitet)

erstellt am 09.10.16 23:54
Aus dem Kopf weiss ich die Nummer auch nicht mehr. Es war auf jeden Fall aber schon mal in einem Roman lange VOR 1101!
Aber die Pusteln könnten natürlich kommen und gehen. Und auch mal wiederkommen?

Wie fandest Du denn die Darstellung von Nicole?

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 23:58 Uhr bearbeitet)

erstellt am 11.10.16 14:51
Ich nehme doch mal an, der Hexenjäger Juan de Moncada, der 1458 aus der Mersburg fliehen musste, war der am des Romans in die Vergangenheit geschleuderte Zammy, und sein Retter de Trastamara war der (damals noch unsterbliche) Zeitenwanderer Dylan McMour.
Wie unser Lieblingsteufel Asmodis das Ding mit LEGION beenden will wurde ja auch angedeutet - einen Elementar zur Magischen Bombe machen.
Wie Nicole mit den Elfen das Petra/Laura Magin Problem löst dürfte auch recht interessant werden.
Dann müssen wir wieder warten, bis der nächste PZ kommt ...

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 14:52 Uhr bearbeitet)

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