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Thema: 1995 - Dämon der Schwerter
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Antworten zu diesem Thema: 27

 
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erstellt am 05.10.16 19:22
Endlich wieder ein Roman von Bekker, der die Serie weiterhin mit seinen Romanen bereichert. Diese Geschichte geht ziemlich in die Richtung seines Horus-Abenteuers.

Logik ist nicht immer wichtig. Direkt am Anfang ist mir das am meisten aufgefallen. Dass John in seiner Wohnung erwacht, als der Dämon sie betritt, kann ich mir noch erklären. Er ist so schlau und trägt das Kreuz auch im Bett, die Erwärmung wird ihn geweckt haben. Dass Suko dann in seiner eigenen Wohnung auch aufwacht, sich alarmiert fühlt und sofort bei John vorbeischaut, ist nicht so überzeugend. Er meint, er habe vielleicht die Gedanken des Dämons im Traum gespürt und das hätte ihn geweckt. Es wäre ziemlich beschissen für Bartoloon, wenn seine Gedanken in einem gewissen Umkreis von jedem gelesen werden können. Sollte dies tatsächlich so sein, hätten auch alle anderen Bewohner auf der Etage erwachen müssen. Und es hätte sämtliche Zivilisten im Verlaufe des Abenteuers betreffen müssen. Dies wird jedoch nie wieder erwähnt. Was ich damit sagen will: Diese Erklärung ist einfach der billige Versuch einer unlogischen Ausrede. Suko ist aufgewacht und sofort zu John geeilt, weil der Autor ihn irgendwie retten musste. Oder die Szene einbauen wollte, wo sich die Dämonenpeitsche aus irgendeinem Grund gegen ihren Besitzer wendet. Diese Eröffnungssequenz hätte eigentlich auch wunderbar ohne den Chinesen funktioniert, richtig nötig oder hilfreich war er bei genauerer Überlegung nicht. Im weiteren Handlungsverlauf gibt es ab und an ähnliche Szenen, die aber vom spannenden Plot überdeckt werden. Zum Beispiel wie John im Vorfeld völlig zufällig auf einen scheinbar nicht paranormalen Fall gestoßen ist und sogar Ärger von Sir James bekommt, weil er sich grundlos einmischt. Eben diese Sache wird dann noch wichtig.

Ich bin Logikfreund, mir ist sie sehr wichtig. Da bin ich penibel. Bekker schafft es als einer der sehr wenigen Autoren von Heftromanserien, die ich lese, diese Eigenart außer Kraft zu setzen. Die Darstellung des Gegenspielers, das Mysterium um den geheimen Orden, die Actionszenen, die Ermittlungen an heruntergekommenen Orten, die Gespräche mit Sir James. Hier passt einfach alles. Dem gleichen Phänomen fiel ich eben auch in seinem Horus-Roman zum Opfer.

Kleine Details tragen dazu bei, dem Heft Bonuspunkte zu geben. Der Gebrauch von Latexhandschuhen bei Untersuchungen, dass John welche dabei hat, ist gute Vorbereitung für den Fall der Fälle. Oder dass John bei einem der Angriffe daran denkt, dass jetzt vermutlich viele Handyvideos im Netz landen werden und Sir James mit der Vertuschung beschäftigt sein wird. Hier wieder ein allgemeiner Tipp für die Co-Autoren, die mitlesen. E-Mail-Accounts und andere wichtige Daten auf Rechnern und Notebooks sind zu 99,99% passwortgeschützt. Dass das Sinclairteam, wie hier auch, so oft an unverschlüsselte Daten muss doch nicht sein. Deshalb haben für Notfälle solche Sonderkräfte – wie das Sinclairteam gewissermaßen eines ist – USB-Sticks mit gewisser Software drauf. Die werden angesteckt und entschlüsseln in einigen Minuten die Passwörter.

Eine Topbewertung kann ich nicht geben. Bekker ist ein Autor, dessen Texte für mich zwischen unterdurchschnittlich und sehr gut schwanken. Ich kann mich jedes mal überraschen lassen und hier war ich positiv überrascht. Eine knappe Bewertung im sehr guten Bereich, die Handlungsidee hat mir einfach besonders gefallen.

erstellt am 07.10.16 17:15
Das Gleichgewicht schrieb:
Diese Geschichte geht ziemlich in die Richtung seines Horus-Abenteuers.


wie das?

ich find den roman langweilig.

ein dämon, der mal mensch war, und sich mit dem aufbau einer untoten tafelrunde mal wieder erst jahrhunderte später rächen will, klaut sinclair das schwert des salomo.
Text wurde vom Nutzer versteckt, sichtbar machen?
metzelt reihenweise leute nieder, aber silberkugeln stoppen ihn dann doch. hätte suko ganz am anfang in johns bude statt seiner dämonenpeitsche ne maschinenpistole mit silberkugeln gehabt, wär der dämon nicht weit gekommen. das beste vom roman war der schluss. der täufer lässt den blöden dämon endgültig verschwinden (so wie ich den roman im altpapier)


2 von 5 kreuzen

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 17:41 Uhr bearbeitet)

erstellt am 09.10.16 18:00
Über den Roman habe ich mich sehr gefreut, was auch daran liegt, dass Romane von Bekker ob ihres seltenen Erscheinens immer etwas Besonderes sind.
Die erste Hälfte hat mir sehr gut gefallen; danach wurde es mir etwas zu langweilig; irgendwie war die Spannung dahin.
Insgesamt aber ein durchaus lesenswerter Roman.
Etwas gestört hat mich allerdings, dass jetzt auch Bekker auf diesen ominösen Mönch eingeht; ich finde, dass das schon genug Autoren machen.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 18:01 Uhr bearbeitet)

erstellt am 11.10.16 15:41
Die Sternenfaustromane von Herrn Bekker habe ich geliebt, die Sinclairromane überzeugen mich nicht. In dem Roman "Die Seele des Horus" dient Bill lediglich als Informant und Suko darf den Wagen fahren. Viel Einsatz von John ist in dieser Geschichte nicht notwendig, da sich die Gottheiten selbst bekämpfen. Zurück zum aktuellen Roman. Auch hier kämpft John so ziemlich alleine. Suko darf einmal mit der Beretta schießen, das war's für ihn. Ein Teamwork von John und Suko sucht man vergebens. Das Gemetzel des Dämons fand ich total daneben und als sich John und Suko zum Tatort aufmachen um das Schlimmste zu verhindern, bleiben sie im Londoner Verkehr stecken??!!
Was soll das? Haben die kein aufsteckbares Blaulicht um schneller voranzukommen?
Herr Bekkers Romane laufen für mich gesehen neben dem Hauptstrang der Serie, daher zum Schluss noch den ominösen Mönch zu erwähnen, war wie bereits erwähnt überflüssig.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 15:42 Uhr bearbeitet)

erstellt am 13.10.16 08:53
Ein gut geschriebener Sinclair Roman.
Negativ: John & Suko waren nicht gut beschrieben, sie kamen mir manchmal etwas fremd vor, auch die Unstimmigkeiten zwischen John und Sir James passten nicht gut in die Geschichte rein, oder sollte hier schon etwas neues für die Zukunft angedeutet werden?

3 von 5 Kreuzen!

erstellt am 13.10.16 09:40
Möppi schrieb:
Ein Teamwork von John und Suko sucht man vergebens.


Grüner Drache schrieb:
Ein gut geschriebener Sinclair Roman.
Negativ: John & Suko waren nicht gut beschrieben, sie kamen mir manchmal etwas fremd vor ..


Kann ich nur bestätigen. Das Sinclairfeeling ging mir völlig ab.


Grüner Drache schrieb:
...auch die Unstimmigkeiten zwischen John und Sir James passten nicht gut in die Geschichte rein, oder sollte hier schon etwas neues für die Zukunft angedeutet werden?

Das kam ja schon des öfteren vor (u.a. Druck von "oben" ...Innenmisterium oder halt wegen der zu hohen Spesenabrechnung. Zuletzt waren es halt die teueren Silberkugeln die das Budget sprengten. Sie wurden sogar dazu aufgefordert (wenn irgendwie möglich sei) sie noch anschließend einzusammeln. Obwohl dies eigentlich völliger Kokolores ist. Denn ihre Abteilung hat durch tausendfacher Fälle seine Daseinsberechtigung schon längst erhalten ....auch das Innenmisterium sollte diesen Zustand so langsam aber sicher begriffen haben.

erstellt am 13.10.16 09:55
Das mit dem einsammeln gab es aber auch schon mal ganz früh in den Anfangstagen. Ich habe den Roman ja nicht gelesen, aber vielleicht sollte es eine Reminiszenz sein.

erstellt am 13.10.16 10:09
@Myxin
Um die Silberkugeln ging es indem vorliegenden Roman eigentlich nicht. "Sir" James hatte seinen beiden "Spezies" nur den Ernst der Lage verklickern wollen, dass auch seine Spezialabteilung auf dem Prüfstand stehen würde (was das Budget und eben ihre Daseinsberechtigung angeht) .

erstellt am 13.10.16 10:20
Sohn der Finsternis schrieb:
@Myxin
Um die Silberkugeln ging es indem vorliegenden Roman eigentlich nicht. "Sir" James hatte seinen beiden "Spezies" nur den Ernst der Lage verklickern wollen, dass auch seine Spezialabteilung auf dem Prüfstand stehen würde (was das Budget und eben ihre Daseinsberechtigung angeht) .


Deshalb mein Gedanke das hier möglicherweise schon etwas für die Zukunft von Sinclair angedeutet wurde, die Zeit nach Jason Dank, möglicherweise wird die Abteilung dicht gemacht, und das Sinclair Team arbeitet auf eigene Faust weiter.

erstellt am 13.10.16 10:42
Ich glaube eher, dass Alfred Bekker, dessen Schreibe ich schon schätze, die allgemeine Finanzierungsproblematik nur als aktuellen Bezug hereinbringen wollte (zur auch der bei uns bis vor kurzem aktuellen Stellenstreichung oder vergammelnde Brücken, Straßen etc...).
Mit einer bondigen Behörde im Hintergrund (auch wenn es hier New Scottland Yard ist) als McGuffin-Träger bleibt es für die Autoren doch einfacher. (Sogar bei Zamorra wurde inzwischen eine französische Spezialeinheit zusätzlich installiert, was für manchen Plot ja hilfreich sein kann.)
Deshalb glaube ich eher nicht, dass sich daran etwas ändert. ABER: Wer hätte auch gedacht, dass Cotton mal New York verlässt...

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