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Thema: 1996 - Bluternte
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erstellt am 12.10.16 13:43
Autor: Jason Dark

Ich erinnere mich an unglaublich atmosphärisch dichte Vampirgeschichten von Herr Dark, diese hier gehört nicht dazu. Die Dialoge sind mal wieder eine Katastrophe. Ich hatte beim Lesen den Eindruck als würden sich Stan Laurel und Oliver Hardy (ich bitte beide um Verzeihung) unterhalten, dumm aber leider nicht so witzig und Stellenweise weder nachvollziehbar noch verständlich. Und es ist egal ob es Johns Dialoge mit dem Pfarrer, Ella oder Suko sind, sie sind vollkommen austauschbar. Warum kommt so gar keine düstere Gruselstimmung auf? Mein Gott, ein Mann der fast 50 Jahre Geschichten schreibt, muss doch über einen enormen Wortschatz verfügen. Ich habe leider meine Zweifel. Wenn man alles nur mit den Wörtern "gewisse/r“-Vorfälle-Geruch-Einfluss oder "bestimmte/r“ –Uhrzeit/Idee/Beruf umschreibt (kommt an vielen Stellen vor), reicht auch ein Wortschatz von gefühlten 376 Wörtern um die Seiten zu füllen. Orte, Stimmungen oder Personenbeschreibungen wirken so hölzern und sind teilweise auch nicht wirklich zu verstehen, wer das Heft liest, weiß was ich meine. Dabei klingt die Idee von Blutlagern rund um den Globus, um Vampire ohne großes Aufsehen zu erregen, versorgen zu können, nicht schlecht und wäre sicherlich ausbaubar.
Ich wollte in der Mitte des Heftes verzweifelt aufgeben, habe es aber dann doch zu Ende gelesen. Eines hat Herr Dark allerdings noch nicht verlernt. Er schafft es Suko und John getrennt agieren zu lassen, so dass jeder von den beiden zur Lösung beiträgt. Der Kurzauftritt einer alt bekannte Vampirin führt leider auch nicht dazu diesem Heft ein must read zu geben.

erstellt am 13.10.16 09:05
Möppi schrieb:

Ich wollte in der Mitte des Heftes verzweifelt aufgeben, habe es aber dann doch zu Ende gelesen. Eines hat Herr Dark allerdings noch nicht verlernt. Er schafft es Suko und John getrennt agieren zu lassen, so dass jeder von den beiden zur Lösung beiträgt.


Das macht es so schwer, Dark ganz links liegen zu lassen. Es gibt noch immer schöne Momente und auch Spezielles, das die ihm sonst heute weit überlegenen Co-Autoren noch nicht so im Griff haben.
Aber um richtig schöne Dark-Atmosphäre zu genießen, greife ich dann eher zu einem Roman der ganz frühen Phase. Besonders in die knapp über 50 in der dritten Person schaue ich immer wieder gern rein. (Und wenn ein alter Sinclair in Orten spielt, die man gerade besucht - von Venedig bis zum Alpendorf - gehört er ins Reisegepäck.
Es sollte eine Sinclair-Travel-Edition geben. )

erstellt am 13.10.16 19:38
Ich bin ca. auf S. 20 und überlege, ob ich aufgebe. Nicht nur, dass die Dialoge langweilig sind, sie sind auch langwierig und immer wieder dasselbe von vorn. Lambert fragt John z.B. 3x!! ob er die Frau wirklich mitnehmen will. Oah....* ganz tiefer Seufzer*

erstellt am 13.10.16 21:12
leni schrieb:
Ich bin ca. auf S. 20 und überlege, ob ich aufgebe. Nicht nur, dass die Dialoge langweilig sind, sie sind auch langwierig und immer wieder dasselbe von vorn. Lambert fragt John z.B. 3x!! ob er die Frau wirklich mitnehmen will. Oah....* ganz tiefer Seufzer*

Halte durch, die nächsten 45 Seiten werden dich mit Sicherheit für alles entschädigen .

erstellt am 17.10.16 09:19
Eigentlich waren Vampirgeschichten immer eine Stärke von Jason Dark, aber was einem hier geboten wird ist schon grausam. Wenn man vorher drei Roman von den neuen Autoren gelesen hat und dann diesen von Jason Dark liest merkt man deutlich wie schlecht der Schreibstil von Jason Dark geworden ist. Hier kommen wieder einige Sachen zusammen die den Roman zu einen Ärgernis werden lassen. Zum einen ist die Story von vorne bis hinten nicht durch dacht und zum anderen ist der Roman stilistisch eine Katastrophe. Die Dialoge sind dermaßen schlecht und gestelzt, dass man sich nur die Haare raufen kann. Hinzu kommt , dass sie nicht nur sprachlich schlecht sind sondern sich im Kern immer wiederholen. Auch die Story nimmt wieder einen für Dark typischen Verlauf. So beginnt die Geschichte eigentlich noch annehmbar mit dem Zusammentreffen von John und den Pfarrer wenn gleich hier schon die Dialoge grenzwertig sind. Doch richtig krude wird es dann in der Kirche mit der Nackten an der Decke. John setzt hier das Kreuz ein (was natürlich im späteren Verlauf des Roman schon wieder vergessen ist.) um die angeblich Tote von der Deck zu holen. Dann wird dumm gequatscht und die lebendige Tote einfach von John mit genommen. Plötzlich taucht ein Sensenmann auf und legt den Pfarrer um und bedroht John. Damit hat Jason schon mal folgendes erreicht, das Titelbild ist erfolgreich in dem Roman untergebracht ( Nackte und Sensenmann). Der Sensenmann, Blutsammler der zwischendurch auch Meister genannt wird verkommt dann im Laufe des Romans zu einen kleinen armen Würstchen, dass von Justine ausgenutzt wird und von John und Suko mal eben mit Silberkugeln um die Ecke gebracht wird. Warum die Nackte in Johns Auto Feuer im Rachen hat bleibt ein Rätsel des Autors und wird dann mit keiner Silbe mehr erwähnt. Auch die Einbindung von Justine rettet die Story nicht mehr. Im Gegenteil in meinen Augen werden Romane mit Justine immer mehr zum Ärgernis. Da taucht Justine auf und legt John offen, dass gerade ihre Vampire dabei sind Suko auf eine Insel zu bringen um ihm Blut abzuzapfen und was macht John. Nichts. Anstatt gegen Justine vorzugehen handelt er nach dem Motto na toll dann als uns mal eine schöne Bootsfahrt machen und nachsehen ob es auch wirklich klappt. Auch der Rettungsversuch von Jason hier im nachhinein zu erklären wie Justine aus Mandargoros Fängen entkommen ist kommt hier ein bisschen spät. Ein weiteres Ärgernis ist die Darstellung der Umgebung, die sonst eigentlich eine Stärke von JD ist. Was mich hier besondert genervt hat ist, dass sich der Autor nicht entscheiden konnte ob es nun um einen See ist oder ein Teich (Löschteich) handelt. Dass wurde im Roman gefühlt 20 mal thematisiert und am Ende was ist jetzt immer noch nicht ob es ein See oder ein Teich ist. Obwohlm ich sagen muss das es mich auch nicht wirklich interessiert. Auf Grund der ganzen Ärgernisse bekommt dieser Roman von mir ein sehr schlecht und ob der Qualität der letzten Sinclairromane von Jason habe ich schon die schlimmsten Befürchtungen für Band 2000.

erstellt am 18.10.16 09:14
Habe den Roman nach gefühlten 20 Seiten wutentbrannt in's Regal zu den anderen gestellt. Allein die Dialoge waren so grauslig schlecht, dass ich mich frage, wer diesen Mist eigentlich durchwinkt? Merkt da niemand, was JD da für einen Murks macht, sind die's gewohnt - oder müssen die die Füsse stillhalten, weil JD ein ganz alter Hase ist?

John findet 'ne Nackte unter der Decke einer Kirche hängen, ok. Aber statt dass er handelt, geht er vor nach dem Motto "Du, da hängt ne Nackte unter der Decke, lass uns das mal lang und breit ausdiskutieren. Los, ich fang an..." Die albernen Dialoge setzen sich dann noch ein Weilchen fort, ehe selbst JD merkt, dass da zu viel und vor allem zu sinnfrei gelabert wird und weitermacht.
Dann noch die Unlogik, dass ihr John das Kreuz entgegenwirft, und sie nicht vernichtet wird, während sie wenig später vor dem Kreuz einen Heidenrespekt hat.

Auf ca. Seite 20 (Ankunft auf dem Polizeirevier) hab ich's aufgegeben. Und wenn ich das hier so lese, hab ich auch nichts verpasst.

erstellt am 18.10.16 09:32
So langsam wird´s interessant, der Roman scheint ja selbst für Jason ungewöhnlich schwach zu sein. Vielleicht sollte ich ihn mir doch noch zulegen...

erstellt am 18.10.16 15:05
LOL. Seitdem ich zu Darks Romanen nur noch die Rezis lese, habe ich wieder deutlich mehr Spaß daran.

erstellt am 18.10.16 17:24
.........ich bin fast sprachlos. Ich kauf ja immer mal wieder einen Dark Roman auf der Suche nach dem Stil für den er geliebt wurde. Aber jedesmal schocks mich dann doch mehr als vorher. Lobte ich gestern noch die Atmosphäre, die er kann (oder nach dem Roman konnte), muss ich diesemal feststellen das davon nix zu lesen ist. Hölzern ist der richtige Begriff.

Die Dialoge und Handlungen der Figuren überrascht mich nicht mehr. Die sind auch hier ein grauss. Soviele kleine Aufreger das man garnicht weiss wo man anfangen soll.
- Seite 6
»Was ist los?«
»Ganz einfach. Ich genieße dieses wunderbare Aroma in der Luft. Das mag ich gerne.«
»Ja, das akzeptiere ich.«
Bitte, wer antwortet den so?. Was akzeptiert er bitte. Wäre er böse geworden wenn John das Einatmen hasst?

- Seite 17
Sagt mal, vielleicht hab ich etwas in Physik verpasst aber es gibt doch nur ein Anhalten oder? Anscheinend kann man einen Rover dreimal anhalten bevor man Aussteigt. Und das ist nur eine Wiederholung von Handlungen.

- Seite Egal
Dieses ständige Gefrage der Figuren nervt. Gerade bei Dingen die klar sein sollten und die Antwort schon gesagt wurde oder man kann sie sich denken. Das erinnert mich an das kindliche Gesinge:
Wieso, Weshalb, Warum; Wer nicht fragt bleibt dumm.

- Seite Noch Egaler
Diese "Zufälle"........Komm fahren wir mal hierlang weil in dem Haus dort treffen wir gleich den Blutsammler.

-Seite mega noch Egaler
Also das letzte mal hab ich von der Cavallo gelesen da war sie noch Gefangene bei Assunga. Egal. Da steht sie und shon macht nix. Ich meine da steht ne Erzfeindin rum......also die Szene ist so surrealistisch, das ich immer noch die versteckte Kamera suche.

-Seite jetzt fällt mir nix mehr ein
Suko lässt sich so doof überwältigen das man meinen könnte er begegnet Vampiren das erste Mal. Oh! die schläft ja. kucken wir erstmal ins andere Boot ob da auch eine liegt. Die hier macht bestimmt nix. Is ne Liebe.

Kurzum:
Was ist mit dem Autor los? Gehts ihm nicht gut? Mir fällt es echt schwer zu glauben das er heute nur noch das abliefern kann wie hier. Ich würde gerne was positives schreiben nach all den Jahren wo mich seine Romane begleitet haben, aber ich muss ehrlich sein. Das war der schlechteste Roman von ihm...............bisher.

erstellt am 18.10.16 18:08
Hm, vielleicht sollte man Darks Romane gegen zu niedrigen Blutdruck verschrieben? Bei so einem Kokolores schießt der in die Höhe - ganz ohne Pillen

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