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Thema: 1106 Angriff auf LEGION
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erstellt am 19.10.16 00:53
Gerade den neuen Zamorra aufgeschlagen, der die Nummer 1105 (Das Voynich-Manuskript) direkt fortsetzt, und auf den ich mich, trotz der geäusserten Kritik an dieser, sehr gefreut hatte - auch wegen der von Christian Schwarz prall geschilderten Märchenwelt, die unsere Gegenwart durchdringt. Diesmal wird Christian Schwarz korrekt wie angekündigt auf Seite 3 als Autor genannt.
Und diesmal bin ich leider schon auf Seite 4 durch einen Kritikpunkt genervt, den ich bereits bezüglich des 1. Teils, also des letzten Heftes, angesprochen hatte: Nicoles Verhalten, Nicoles Benehmen.

Da hat eine uralte Nixe (die wiederum Zamorra um einen Gefallen gebeten hatte) Nicole einen Gefallen getan, entschuldigt sich höflich, dass sie zu spät kommt, macht - ok, auch nicht sooo nett - eine Bemerkung über die Begriffsstutzigkeit der Menschen. Und was macht Nicole? "Schieb dir Deine Häme sonstwohin." Und "Mach nur so weiter, dann gibt's morgen früh doch noch Nixe am Spieß, lebendig gebraten selbstverständlich." Und "Aus dir mache ich eine Fish-and-Chips-Version." zickt Nicole als Antworten. Soll witzig sein, eher vom Autor, als von Nicole. Ist es meiner Meinung nach aber nicht!

Sondern entspricht eher dem respektlosen Verhalten, dass wir im Umgang miteinander gerade in einem JS-Thread kritisiert haben. Das ist genau das Benehmen, das man sonst leider aus Internetforen kennt und das auch immer mehr unseren Alltag durchdringt. Nicht witzig. Sondern peinlich! Unangemessen! Prollig! Nervig! Einfach voll daneben!
Ein bisschen Vorbildfunktion täte der 2. Hauptperson der Serie in der Gestaltung wirklich gut. Und in Romanen anderer Autoren ist Nicole ja auch durchaus nicht so gezeichnet!

So hoffe ich, dass ihre Rolle hier eher klein ist (befürchte aber, dass das Gegenteil der Fall sein wird, da Zamorra in die Vergangenheit geschleudert wurde. Ohne Amulett, das Nicole nun in Händen hat.)

Also: Bitte etwas mehr Sorgfalt - und Gleichklang - bei der Charakterisierung der Figuren.

Auf der LKS geht Susie passend auf einen Leserbrief ein, der nach Figuren des Zammyversums fragt bzw. Vorschläge für ihr weiteres Auftreten in der Serie macht: Asmodis, Tendyke, William, Luc Avenge, Bill (ja, Sinclair-Fans, auch bei Zamorra gab es einen besten Freund namens Bill), April, Branwen, Julian Peters.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 01:10 Uhr bearbeitet)

erstellt am 19.10.16 12:58
(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 01:10 Uhr bearbeitet)

Boah ey, so spät noch Kommentare schreiben? Na gut, ich wurde ja (von einer ganz bestimmten Person) auch dazu verdonnert noch am neuen Zamorra schreiben zu müssen. Ich will hier ja keinen angucken. Gelle? [grimmig dreinschauender und leicht die Zunge herausstreckender Teufelssmilie]

erstellt am 20.10.16 00:48
Ich weiß, ich weiß, das ist schon nicht mehr verfrüht senile Bettflucht, sondern verspätet jugendliche Bettverweigerung. Wollte es mir aber da gerade mit dem Zamorra gemütlich machen - als mich die (in ihm leider wieder) nervige Nicole wieder verärgerte.
Und Ärger braucht ja so Luft wie das fiese Teufelchen die Schlacke...

Aber wenn Du schon mal so unentschuldigt von Deiner neuen Romanziselierung hier herüberzappst: BITTE lass Du Nicole souveräner auftreten! Schon mit ironischem Spruch, schon verschroben shopping...äh...geil - aber BITTE nicht prollig, zickig.
Lieber so wie unsere noch immer heißgeliebte Emma, aber die mit Peel als Nachnamen. Nur natürlich französischer... (Wenn sie z.B. mit einer Nixe flachst - wohlgemerkt flachst, sie nicht beschimpft, beleidigt - würde sie es mit dem bezaubernsten Lächeln um ihre ironisch gekräuselten Lippen machen...)

Ok, ok, es ist schon wieder spät. Bevor meine Frau mich anstößt, von welcher Nicole ich hier eigentlich schwärme, höre ich lieber auf und wünsch Dir frohes Schaffen!
Ich freu mich auf jeden Fall auf das Resultat!

erstellt am 24.10.16 18:11
Asmodis arbeitet weiter an seinem Plan, LEGION zu schwächen. Jetzt wo ich weiß, welcher Autor an dem Zweiteiler gesessen hat, ergibt alles viel mehr Sinn. Das Vergangenheitsabenteuer ist nur zweckdienliches Mittel, um Zamorra mit einem netten Bühnenbild zu umgeben. Das Voynich-Manuskript ist nur ein wichtiger Gegenstand für die Handlung, sein Mysterium wird recht schnell und simpel erklärt. Das ist nicht schlecht, jedoch ist sowas bei Manfred meist das Herzstück eines Hefts, während es bei Christian lediglich die Szenerie auflockert. Und das gelingt sehr gut. Nicole und die Sagenwesen in der Gegenwart gibt es nur anfangs kurz in einem Kapitel.

Dafür bekommen Asmodis und LEGION mehr „book time“. Der titelgebende Anriff erfolgt erst sehr spät und anders als erwartet. LEGION ist eigentlich unaufhaltbar, aber er besteht aus vielen mächtigen Dämonen. Momentan werden diese vom Ersten Magier unterdrückt. Aber sollten sie irgendwie aktiv werden und sich einmischen, würde das den Superdämon von Innen heraus schwächen. Wieder eine interessante Idee des Autorenteams.

Kritik gibt es dieses mal an den Passagen um LEGION. Es stört mich nicht, wenn die Thematiken „Flüchtlingslager“ und „islamische Terroristen“ behandelt werden. In einem Heftroman kann man dem aber nicht ausreichend Platz einräumen, um es angemessen zu thematisieren. Zumal das nur zwei Nebenschauplätze sind. Wie die beiden Sachen verknüpft werden hat mir überhaupt nicht zugesagt. Warum ein labiler Mensch mit sozialen Problemen, der religiös manipuliert und verblendet wird, eine total dunkle böse Seele ist, verstehe ich auch nicht. Ja er tötet viele Menschen. Aber er tut dies, weil LEGION ihm vorspielt, er wäre ein Engel und Ungläubige zu töten wäre richtig. Wenn LEGION eine tiefschwarze Seele benötigt dann nicht von einem „indoktrinierten Opfer“, sondern direkt von einem IS-Hintermann. Den hätte er auch nicht erst mit seiner Scharade in eine Richtung drängen müssen, den hätte er direkt töten und seine Seele aufsammeln können. Christian wollte aber unbedingt diese beiden heiklen Themen unterbringen, schon klar.

Als kleines Schmankerl gab es den Tamriel-Almanach, aus dem Zamorra einige Zaubersprüche gelernt hat. Der entspringt einer bekannten Videospielreihe.


Besser als der erste Teil. Weniger Elfenzeugs, die anderen Kritikpunkte wurden durch unterhaltsame Passagen aufgewogen. Aber Christian darf gern wieder an Robert schreiben, diese Hefte von ihm gefallen mir wesentlich mehr.



PS. Entweder mein Heft war dreckig, oder auf dem Cover gibt es ein Geheimnis. Die Oberfläche des Covers ist bei mir an einigen Stellen rau. Außerdem befinden sich ganz leicht blasse Linien darauf. Die kann man auch auf dem virtuellen Cover erahnen.

erstellt am 24.10.16 18:16
Der Humor hier hat mir schon in Teil 1 nicht gefallen. Die Sprüche der Elfenwesen war einfach nicht mien Fall.

corto feldese schrieb:
BITTE lass Du Nicole souveräner auftreten! Schon mit ironischem Spruch, schon verschroben shopping...äh...geil - aber BITTE nicht prollig, zickig.


Volle Zustimmung. Nicole hat sich in dem Zweiteiler wirklich verhalten, als hätte sie ihre Erdbeerwochen. Habe ich ja schonmal geschrieben. Für meine Begriffe reagiert sie hier einfach überreizt.

Normalerweise schauspielert sie dieses Verhalten eher, um Zamorra frech zu necken. Ist aber auch nicht eingeschnappt, wenn was zurück kommt, sondern hat eher einen schlauen Konter parat. Das ist die Nicole, die ich total mag, weil sie mich an meine eigene Partnerin erinnert.

erstellt am 27.10.16 18:56
BEIDE Teile gefielen mir ganz ausgezeichnet.
Nicoles Verhalten?
Fand ich jetzt nicht so schlimm wie mancher hier. Es gab Hefte da nervte sie weit mehr. Auch aus Werners Ära.
Sehr gut dargestellt fand ich Asmodis, dessen Aussage Zamorra nötigenfalls zu töten etwas klarstellte was oft vergessen wird. Teufel bleibt Teufel.
Über die Seiten mit dem Attentäter kann man streiten, muss man aber nicht. Sie dominierten ja nicht die Handlung.
Ich freue mich auch das das Thema Pflanzenmagie/Bewusstsein fortgesetzt wird.

erstellt am 12.11.16 16:44
Nachdem Christian Schwarz im ersten Teil seines Zweiteilers ("Das Voynich-Manuskript" ) eine pralle Märchen-/Sagen-/Mythenfigurwelt schilderte, die unsere (uns sichtbare) Realwelt umgibt bzw. durchflutet (was mir sehr gefallen hat), reichert er diesen Teil gekonnt mit unserer alltäglichen Realität an, was ich ebenfalls sehr gelungen finde (gerade in Romanen, in denen es um Dämonen und die Hölle geht!).

Solche tagespolitischen Verweise/Anspielungen/Handlungsebenen geben gerade einem Horror(?)- oder phantastischen Roman eine besondere Tiefe!
(Und machen nebenbei neue Romane wichtiger, sonst, wenn man sich auf einer eher zeitlosen Fantasyebene befinden würde, ohne Verweise auf unsere aktuelle Realität, könnte man ja auch wieder die alten Zamorras von vorn beginnen, deren Inhalt nach 40 Jahren ohnehin in Gedächtnissümpfen versunken ist. Nein, Verknüpfungen mit unserer aktuellen Realität sind wichtig!)

Wobei, bezüglich dieses Abschnitts, der Vorwurf von Gleichgewicht in seiner Kritik inhaltlich nicht stimmt, dass LEGION nämlich einen labilen Menschen erst zu dem Killer gemacht habe, dessen Seele deshalb doch gar nicht so tief schwarz sei... Falsch: Im Roman greift sich LEGION vielmehr einen (schon agierenden) Terroristen und bringt ihn an einen anderen Ort. Ja, diese Seele ist tiefschwarz!
(Die beiden Schaupätze sind bezüglich der Islamisten- und sogenannten Flüchtlingsproblematiken hervorragend gewählt).

Gelungen war diesmal auch, wie die Rückblenden in die Handlung eingebaut waren (Nicoles Gespräch mit der Nixe, wohlgemerkt vom Einbau her, nicht von der Ausführung - siehe ganz oben erster Post- , sowie Zamorras "Gespräch" mit dem Vogel.) Wobei man es etwas weniger ausführlich hätte gestalten können, immerhin lag der erste Teil kein halbes Jahr, sondern nur 14 Tage zurück. Aber vielleicht ist das einfach eventuellen Neueinsteigern geschuldet, die dann allerdings bei anderen Punkten die Stirn kräuseln werden. Hier möchte ich mal wieder ansprechen, wie wichtig eine "Art Zammypedia" mit bestimmten Begriffsklärungen in JEDEM Heft wäre, wie z.B. bei Perry Rhodan das wöchentliche Glossar!

Schön auch wieder die realen historischen Bezüge und die Ortswahl (ich schätze es sehr, wenn reale Orte in Europa, vom Harz bis zum Mittelmeer, original beschrieben und genutzt werden) am Bodensee. Positiv hervorheben möchte ich zudem noch die ausführliche, detailgenaue Schilderung von Zamorras Vorgehen gegen die Hexen, der diesen Teil zu einem tollen Magierroman macht, da diese Schilderung keineswegs der Spannung abträglich war. Im Gegenteil.

Negativ empfand ich dann (neben dem oben bereits geschilderten Verhaltens Nicoles zu Beginn) leider - gerade angesichts des sonst gut gespannten Spannungsbogens - das Finale ab Seite 60. Das wirkte leider eher wie wie das schlecht integrierte, zu schnelle Abfrühstücken eventueller Exposevorgaben. (Ein Vorwurf, der ja nicht zum ersten mal kommt, dass Autoren am Anfang Platz verplempern, der ihnen zum Finale fehlt.)


Ansonsten hätte ich noch eine Logik-Anmerkung, sowie eine Logikfrage:
Als Nicole in der Vergangenheit auftaucht, wieso fällt sie dem Schlafzauber anheim? Hätte sie das Amulett, das sie zu dem Zeitpunkt noch an sich trug, nicht schützen müssen?

Und zum zweiten, irrt sich Zamorra auf Seite 52 nicht bezüglich des Zeitparadoxons? "Möglicherweise war die Rückholaktion schon nicht mehr Teil dieser seltsamen Zeitschleife. Wenn ich in der Vergangenheit verrottet wäre, hätte das keine Auswirkung auf die Ereignisse gehabt. Du hast mich also wahrhaftig gerettet." Wenn Zamorra recht hätte, dann hätte nicht das eigentliche Dableiben, "das Verrotten in der Vergangenheit", sondern gerade jetzt aber diese eingreifende Rettung, das Wegholen aus der Zeit, ein Zeitparadoxon, das Zamorra ja sehr vermeiden wollte, verursacht. (Es macht ja mit Sicherheit einen Unterschied für den weiteren Verlauf der Dinge, ob jemand noch lange in der Zeit lebt = eigentliche Realität in der Zeitschleife, oder nicht mehr dort vorhanden ist = durch Nicoles Eingreifen entstandene Veränderung). Die Rückholaktion muss also doch Teil der Zeitschleife gewesen sein, sonst hätten Zamorra und Nicole 2016 eine veränderte Welt vorgefunden.

Dennoch: Gerade dieses retardierende Gespräch über Zeitphänomene auf Seite 50ff fand ich (abgesehen von erneuten, aber eher leichten Tonvergriffen wie "Sonder jetzt bitte keinen Schwachsinn ab" ) sehr gut, passend und interessant.


Unterm Strich ein schöner Zamorra von Christian Schwarz, der nur wegen des patzigen Einstiegs und des exposeartigen Endes einen Punktabzug hinnehmen muss. 3,75 von fünf Punkten.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 16:58 Uhr bearbeitet)

erstellt am 13.11.16 15:47
Handlung : Zamorra ist dabei den Hexenzirkel auf der Meersburg auszuschalten , als er einen Fehler macht. Er berührt das Hexentraktat , welches als Voynich - Manuskript bekannt wurde und wird von diesem , in die Vergangenheit ins Jahr 1458 geschleudert. Dort gibt er sich am Hofe des Fürstbischofs von Konstanz , als Hexxenjäger aus. Nach einigen Wirrungen gelingt es ihm schließlich , auch ohne Amulett , die Hexen um Hulda Sternberg in das Hexentraktat zu bannen. Plötzlich steht der dem Dämon gegenüber der alles inszenierte um seine Kräfte zu stärken - Pluton. Im richtigen Moment taucht plötzlich Nicole , mit Hilfe von Merlins Zeitringen auf. Zamorra schlägt Pluton mit dem Amulett in die Flucht und kehrt mit Nicole in seine Zeit zurück.Noch während sie rätseln , wer in der heutigen Zeit hinter den Hexen steht , werden sie plötzlich von Leonardos Knochenhorden angegriffen.Ein Angriff der nur von LEGION ausgehen kann und plötzlich abgebrochen wird. Keiner ahnt das Asmodis dabei ist , einen Keil zwischen die einzelnen Bewußtseine zu treiben , aus denen Legion besteht. An anderer Stelle versucht Sara Moon endgültig den Tunnel nach Avalon zu errichten.

Meinung : Ein insgesamt guter und spannender zweiter Teil des Romanes von Christian Schwarz. Gefallen hat mir , das auch die aktuelle Bedrohung , durch islamistische Attentäter , Teil der Handlung wurde.Vom Gefühl her würde ich sagen , das die Hexenhandlung und deren Bekämpfung . vielleicht etwas zuviel Platz im Roman erhalten hat. Trotzdem bleibt es ungelöst , was nun aus Laura / Petra Magin wird. So erfolgte der Angriff auf Legion , quasi nur so nebenbei. Aber wir werden sehen , welche Folgen, der Keil den Asmodis , in den Superdämon getrieben hat , in der Zukunft noch haben wird.
Insgesamt gibt es von mir auch für den 2. Teil die Note 2 = Gut ( 4 von 5 Kreuze )

erstellt am 14.11.16 11:45
corto feldese schrieb:
(...) irrt sich Zamorra auf Seite 52 nicht bezüglich des Zeitparadoxons?
"Möglicherweise war die Rückholaktion schon nicht mehr Teil dieser seltsamen Zeitschleife. Wenn ich in der Vergangenheit verrottet wäre, hätte das keine Auswirkung auf die Ereignisse gehabt. Du hast mich also wahrhaftig gerettet."
Wenn Zamorra recht hätte, dann hätte nicht das eigentliche Dableiben, "das Verrotten in der Vergangenheit", sondern gerade jetzt aber diese eingreifende Rettung, das Wegholen aus der Zeit, ein Zeitparadoxon, das Zamorra ja sehr vermeiden wollte, verursacht. (Es macht ja mit Sicherheit einen Unterschied für den weiteren Verlauf der Dinge, ob jemand noch lange in der Zeit lebt = eigentliche Realität in der Zeitschleife, oder nicht mehr dort vorhanden ist = durch Nicoles Eingreifen entstandene Veränderung). Die Rückholaktion muss also doch Teil der Zeitschleife gewesen sein, sonst hätten Zamorra und Nicole 2016 eine veränderte Welt vorgefunden.



Noch etwas zu dieser mich faszinierenden Zeitproblematik (die wir auch zuhause am Wochenende diskutiert haben). Man könnte natürlich mit Zamorra argumentieren, dass es (für die Zeitentwicklung) keinen Unterschied macht, ob er in dem Moment in der Vergangenheit getötet wird (also ja nicht mehr in ihr wie von mir oben fälschlich als Alternative dargestellt weiterlebt) oder dank Nicole aus ihr gerissen und in die Gegenwart versetzt wird.
Das stimmt! ABER nur wenn dies wirklich so im gleichen Augenblick passiert wäre (Tod oder Weg"beamen" ). Im Roman verweilen aber beide noch etwas länger dort, Nicoles Eingreifen hat Auswirkungen auf den Dämon - und das Voynich-Manuskript. So gesehen wären sie, hätte Zamorra Recht, doch in einer etwas anderen Gegenwart gelandet! (In der das Voynich-Manuskript z.B. evtl. nie gefunden worden wäre.)

Man merkt, ich liebe Zeitreisegeschichten - und Spekulationen über die Konsequenzen dieser Reisen. (Weshalb mir ja auch dieses nachdenkliche Kapitel darüber sehr gefallen hat.)

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:46 Uhr bearbeitet)

erstellt am 18.11.16 15:15
corto feldese schrieb:

Wobei, bezüglich dieses Abschnitts, der Vorwurf von Gleichgewicht in seiner Kritik inhaltlich nicht stimmt, dass LEGION nämlich einen labilen Menschen erst zu dem Killer gemacht habe, dessen Seele deshalb doch gar nicht so tief schwarz sei... Falsch: Im Roman greift sich LEGION vielmehr einen (schon agierenden) Terroristen und bringt ihn an einen anderen Ort. Ja, diese Seele ist tiefschwarz!


Gegendarstellung:


[S.14] Sellal tötet am Borley-Strand mit einer AK 47 einige Menschen. Die Polizei ist recht flink da, um ihn zu stoppen. Damit wäre der Bodycount abgeschlossen.

[S.15] LEGION macht Sellal immun gegen Kugeln. Daraufhin tötet er weitere Menschen. Bis Legion ihn aufhält, um ihn woanders hin zu bringen.

[S.30] Sellal tötet nach dem Teleport in ein Flüchtlingsager weitere Menschen.

[S.32] Nach dem Massaker tötet LEGION Sellal, um sich seine tiefschwarze Seele zu holen.

Er mag vorher kein unbeschriebenes Blatt gewesen sein. Aber allein durch LEGION töter er vier oder fünf mal so viele Menschen wie er es ohne sein Eingreifen getan hätte.

Ich bin außerdem weiterhin der Meinung, dass die Seele eines solchen Menschen nicht tiefschwarz ist. Dass der propagandierende IS-Hintermann böser ist als der dieser Propaganda zum Opfer fallende junge labile und beeinflussbare Mensch.



Ich finde auch, dass Hitler und die Nazioffiziere schlimmere Schuld auf sich getragen haben als der einfache Soldat der seine Gräueltaten aus psychischem Druck oder Verblendung getan hat.

Da werden wir keinen gemeinsamen Nenner finden. Da hat auch keiner von uns Recht oder Unrecht. Jeder darf sein eigenes Moralempfinden haben.

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