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Thema: Wo ist der Heftroman dran .....
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erstellt am 25.10.16 07:12
Ich stelle mir die Frage, da ich hier in Luxemburg jetzt so ziemlich mich umgesehen haben, wo ich Jerry Cotton finde.......ich muss leider sagen : in noch ganz wenigen Zeitungsläden.......(hier in Dudelange, einer Kleinstadt Stadt mit über 20 000 Einwohnern....in einem Zeitungsladen !)

Bei Perry Rhodan von Pabel--Moewig ist es ungefähr gleich....

John sinclair finde ich hier überhaupt nicht und muss in den größten Supermarkt der Hautstadt fahren.....

Aber......in ALLEN Zeitungsläden (es sind deren so ungefähr 10 hier in Dudelange), sowie im land findet man die "iebesromane" in Heftform. Weniger, aber noch immer mehr als Jerry Cotton und Perry Rhodan, findet man Western.....

Aucn sieht man die unzähligen Publikationen von Arzt- Liebes- romanen bei bastei gegenüber den paar Spannungsromanen.......

Ich würde sagen, der Heftroman besteht fast noch aussliechlich aus diesen produktionen, die doch dann eher für ein bestimmtes weibliches Publikum gedacht sind .

Soll sich denn eine JC-sonderedition besser verkaufen als ein JC-Taschenbuch heutzutage?....berechtigte Frage, die ich mir stelle.......

Oder ist der (zu lesende) Krimi sowieso in Gefahr?

erstellt am 25.10.16 08:44
Der Heftroman ist in großer Gefahr. Die großen guten Serien wie Cotton , Lassiter und viele andere werden von den heutigen Basteichefs nicht mehr so behandelt wie vor 10 oder 20 Jahren. Von den Jahren der 60 will ich erst gar nicht reden. Überall geht es in Deutschland nur noch ums Geld. Es ist doch einfacher, die Leute die sowas in sich reinziehen zu vergraulen. Inhalt der Heftromane hat wieder stark nachgelassen. Vor ca 10 Jahren ging es wieder leicht bergauf. Meine Vermutung, man soll verstärkt herunterladen um Geld an Hand von Papier und Druckerkosten zu sparen. Personal wird sowieso abgebaut. Heft 1,80€ Runterladen 1,49€. Das Verhältnis stimmt auch nicht mehr. Herunterladen kommt bei mir nicht in Frage. Also bei wegfallen der Hefte werde ich wieder in die Gebrauchtwaren Läden gehen. Das alte war sowieso besser. Hefte mit einer Laufzeit von 40- 50 Jahren und dann nicht mal eine Besonderheit (Lassiter 2300) oder Cotton 3000 ein dummes nichtssagendes größeres Heft. Eindeutig die Macher haben kein Bezug zu Ihren Artikel mehr. Nur noch Dollarzeichen vor den Augen.

erstellt am 25.10.16 09:22
Ja, was wollt ihr denn machen? Das Romanheft ist alleine vom Format her nicht zukunftsfähig, da heute jeder ein Smartphone und Internetzugang hat, wird sich kaum noch jemand die "schnelle Lektüre für zwischendurch" in einer so antiquierten Form besorgen. Eben mal das Handy an, ab nach Amazon/iTunes, eBook runtersaugen und lesen. Spart 'ne Menge Zeit und man hat 'ne Riesenauswahl.

Tja, und warum dann nicht die Liebesromane? Ich bin selbst zu jung um in meiner Generation ein Interese daran zu finden, aber ich weiß, daß die Dinger im Bekanntenkreis meiner Mutter (das wären über 75-jährige) die Dinger noch relativ populär sind, das sind alles ältere Frauen, die mit moderner Technologie absolut gar nichts anfangen können, die kaufen sich ihre Klatschblätter und Schundromane wenn sie im Supermarkt einkaufen sind. Und die kaufen dann auch nicht nur ein Heft, sondern gleich mehrere auf einmal. Das dürfte sich für die Läden schon rechnen.
Bei den männlichen Vertetern dieser Altersgruppe kann ich von so einem Verhalten absolut nichts erkennen, die paar die sowas lesen, sind entweder ausreichend technikaffin oder besorgen sich, falls sie noch auf Hefte stehen, die Dinger im Abo, weil sie keine Lust haben, dafür jedesmal in den Zeitschriftenladen zu gehen. Im Klartext: Der Umsatz ist viel zu niedrig um das für die Geschäfte noch lohnend zu machen. Am ehesten findet man aber noch die Serien, die ein älteres Publikum ansprecheh, wie die Western.

erstellt am 25.10.16 11:37
Auf dem "flachen Land" (das in meinem Fall hügelig ist ) findet man inzwischen vermtlich überwiegend wenig "Männer"-Heftromane. Die Leserzahlen sinken wohl generell (nicht schnell, aber stetig).

Eine starke Auswirkung hat m.E. gehabt, dass schon seit längerem viele Rhodan-Leser auf eBook und Hörspiel (ebenfalls zum Download) umgestiegen sind. Ich glaube nicht, dass dem ollen Perry die Leser so in Scharen davon gelaufen sind - die kaufen nur keine Hefte mehr. Und damit fing das "Siechtum" der "Männerheft"-Abteilungen hier schon vor einigen Jahren an. (Ein Indiz, das ich für meine Vermutung - und mehr ist es natürlich nicht - verbuche: man findet PR-Spezial-Hefte in den Läden. Da scheint bei Lesern irgendwie noch ein Bedarf da zu sein, auch mal etwas "in den Händen zu halten". :))

Cotton und Sinclair haben sich relativ lange gehalten, sind aber inzwischen auch verschwunden. Was es jetzt noch gibt, sind einfach die Western. Da gibt es wohl,wie bei den Frauen-Romanen, eine Klientel, die die einfach beim Einkauf "abgreift".

Noch bin ich gespannt, ob das Sinclair-Spinoff "Dark Land" hier zu finden sein wird - manchmal lassen sich die Zuständigen in Supermärkten und Zeitschriftenläden anscheinend bewegen, "es mal zu versuchen". Sollten da keine Hefte kommen, wäre das schon aussagekräftig: das ist ja doch auch eine Frage der Auflage.

Tja - so stellt sich die Lage für mich dar.

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 11:40 Uhr bearbeitet)

erstellt am 25.10.16 11:58
Hier in der Hauptstadt ist es eher umgekehrt. Da sind die Zeitungsläden noch sehr gut mit Romanheften gefüllt, die Supermärkte eher weniger bis gar nicht.

Aber es bleibt tatsächlich spannend und abzuwarten, wie das "Romanheftgeschäft" in naher Zukunft (Jahre??) aussehen wird?!

erstellt am 25.10.16 12:09
Michl schrieb:
Da sind die Zeitungsläden noch sehr gut mit Romanheften gefüllt



Ja, da findet man in der Regel was. Nur - in vielen Orten gibt es solche Läden nicht mehr! In meinem Wohnort (gut 10000 Einwohner) gibt es zwar 5 Supermärkte aber keinen einzigen spezialisierten Zeitschriftenladen. Dafür muß ich erst in die Nachbarorte fahren, und in den Läden findet man die Hefte meistens auch, und wenn nicht, können sie die auch besorgen.

Aber mit den Supermärkten ist da nichts zu machen, die verkaufen nur, was sich auch mit wenig Aufwand lohnt. Und damit sind die meisten Kunden außen vor, da der Handel am
Produkt kein Interesse hat.

erstellt am 25.10.16 12:15
Ich glaube, dass die Beobachtung schon richtig ist, dass viele (ältere) Leute auf dem Land die Hefte beim "allgemeinen" Einkauf erwerben. Ich kenne z.B. einen Zeitschriften- und Schreibwarenladen direkt neben einem Supermarkt: der hat gar keine Heftromane mehr (außer den erwähnten Perry-Specials, die der Supermarkt nicht kriegt und die dann bei den Comics einsortiert werden). Der Laden hat ein klar dreigeteiltes Programm neben den Standards und "Klassikern" (Nachrichtenmagazine, Fernsehzeitschriften...): Spezialzeitschriften (Jagd, Foto...), Wohn- und Gartenzeitschriften en masse, Kinder- und Jugendzeugs (fast alles mit "Spielzeug" dran). Dazu noch ein paar Mode-, Lifestyle- und auch Klatsch-Magazine (erstaunlich wenig...).

Heißt: die Heftromane, die größere Menge der Klatschzeitschriften und noch ein paar andere Sachen werden im Supermarkt mit eingekauft und würden im Zeitschriftenladen nur Platz verstellen...

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 12:17 Uhr bearbeitet)

erstellt am 25.10.16 13:33
In meiner Stadt finde ich noch ausreichend Zeitschriftenläden mit genügend Auswahl. Mir wird eh alles zurückgelegt.

erstellt am 25.10.16 13:46
In (größeren) Städten hat man das Problem natürlich (noch?) nicht so, weil es, je nach Aufteilung, eben diese kleinen Läden geben kann, die sich (noch?) halten. Und dann ist da die Bahnhofsbuchhandlung. Aber in der Fläche sieht's einfach mau aus.

erstellt am 25.10.16 14:08
Das sagen wir schon seit DM Zeiten ...

Wie soll sich der Kram verkaufen, wenn er nicht im Regal steht?

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