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Thema: 2000 - Das Höllenkreuz
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Antworten zu diesem Thema: 74

 


erstellt am 17.11.16 21:10
Was soll ich sagen? Das war mein erster Dark seit sehr langer Zeit. Zwischen den Achtzigern und Band 2000 gab es für mich die Rückkehr des Schwarzen Tods mit der Bestätigung, dass ich für JS eindeutig zu alt bin, sowie aus Nostalgiegründen den Band um Mareks Tod (nur grob drübergeflogen und eine weitere Kindheitserinnerung begraben). Dann traktierte mich die Romantruhe während meiner zweijährigen Zamorra-Leidensphase zusätzlich ungefragt mit drei JS-Romanen, von denen ich den letzten ohne reinzuschauen verschämt ganz unten in der Altpapierkiste entsorgte.
Und jetzt also Band 2000. Ich bin ohne allzu große Erwartung an die Lektüre herangegangen und wurde nicht somit auch nicht enttäuscht. Die Story war nur an einigen wenigen Stellen spannend, die Motivation und Handlungsweise von Matthias und Co waren für mich nicht wirklich nachvollziehbar, und bei einigen Dialogen war ich mir sicher, jetzt endlich die Schundliteratur lesen zu müssen, vor der mich meine Mutter früher immer gewarnt hatte. Aber: trotz all dieser Schwächen war der Band lesbar und ich hatte den Eindruck, dass sich JD redlich bemüht hatte, einen dieses Jubiläums würdigen Roman zu schreiben. Schön fand ich z.B. die Stelle, an der JS feststellte, dass man am Rad der Zeit dezente Modernisierungen in Form von Schlaufen vorgenommen hatte. Dass JD sich beim Schreiben noch an ein solches Detail erinnerte, hat mich wirklich erstaunt. Mein erster Gedanke war, dass ihm z.B. Florian das beim Korrekturlesen gesteckt hatte, aber diese Eingebung habe ich dann wieder verworfen.

Fazit: War ok, muss ich mir aber nicht wieder geben. Für den Fall, dass JD nicht auch den Jubiband 2500 schreiben wird, stehen die Chancen nicht schlecht, dass dies mein letzter JD-JS gewesen ist.

P.S.
Der Anhang zum eigentlichen Roman war lesenswert, büßt als Schwarz-Weiß-Ebook-Version aber viel von seinem sicherlich vorhandenen Charme ein. Falls es sich ergibt, werde ich mir noch die Papierversion zulegen.

erstellt am 18.11.16 10:23
_BlakeQ_ schrieb:


P.S.
Der Anhang zum eigentlichen Roman war lesenswert, büßt als Schwarz-Weiß-Ebook-Version aber viel von seinem sicherlich vorhandenen Charme ein. Falls es sich ergibt, werde ich mir noch die Papierversion zulegen.


Wo hast du das ebook denn her? Eigentlich sollte es farbig sein, die meisten eReader können aber nur Schwarz und Weiß.

Mit einem Leseprogramm am PC könntest du in den vollen Genuss der Cover kommen.

erstellt am 18.11.16 11:19
Also gut, bei mir kann´s weitergehen. Jetzt muss ich erst noch mal nachdenken, was ich überhaupt schreiben wollte.
2. Der für mich schwächste Teil des Hefts ist von S. 68 bis 73. John, Suko und Glenda latschen konzeptlos durch Aibon und werden gegen die Langeweile mal Zwischendurch von mehreren dunklen Engeln angegriffen. Sie suchen eine geeignete Stelle, damit Glenda sie wieder zurück nach London beamen kann. Wo kann die nur sein? Auf S.68 nicht.
S. 68 oben:" Ich suche eine Lücke zwischen den Dimensionen..."... "Also gut, gehen wir"
S.69, 500m weiter auch nicht: "...Ich muss mich konzentrieren und auch eine gute Stelle finden. Danach sollten wir suchen"
S. 71 ist auch keine gute Stelle: John:"Lass und einfach losgehen. Raus aus dieser Umgebung. Dann sehen wir weiter"
S. 72 ist auch nicht gut, Glenda fühlt sich leer, weshalb sie auf S. 73 zu folgender Aussage kommt:" Wir können bleiben, zurückgehen oder unseren Weg fortsetzen. Ich denke, dass ist egal." Uargh.
Mich erinnert das stark daran, wenn meine Söhne X-Box spielen und den Übergang ins nächste Level nicht finden. Dann latschen sie auch planlos durch ihre Welt, kloppen hier ein paar Monster kaputt und sammeln da ein paar Münzen ein. Bis sie dann das (Glastonbury-)Tor finden. Auffällig finde ich bei diesem Roman nur, dass es ungefähr zu dem Zeitpunkt einsetzt, wenn ein normales Heft fertig wäre. Ich nehme an, dass JDs ursprüngliche Idee war, dass sich alle wieder nach Hause beamen und fertig. Das würde auch erklären, weshalb John zuerst die Kreuz-Formel in Gegenwart des Höllenkreuzes nicht aussprechen kann, später dann doch und Glenda sich erst nicht wegbeamen kann, später dann doch. Die Geschichte konnte aufgrund des Sonder-Umfangs einfach noch nicht zu Ende sein, sondern musste noch 30 Seiten weiter gehen.

3. Sollte das Rad der Zeit nicht die persönliche Vergangenheit oder Zukunft desjenigen zeigen, der darauf fest gebunden ist?

Schade finde ich noch, dass das Cover eine Steilvorlage bietet, die im Roman nicht eingebaut wurde. Man sieht (Rückseite) die Grabsteine mit den NAmen der "gefallenen" Sinclair-Team-Mitglieder. Leider findet das im Heft keine Beachtung. Hätte ich mir dramatisch vorgestellt, wenn John Matthias auf einem Friedhof trifft, von mir aus auch in Aibon, auf dem diese Grabsteine stehen. Nun gut.

Alles in allem bin ich zufrieden. Könnte besser sein, hatte aber befürchtet, dass es viel schlechter ist. Und dass das nicht eingetroffen ist macht mich froh. Auch für JD, unseren Altmeister!

erstellt am 19.11.16 11:10
Das Gleichgewicht schrieb:

Wo hast du das ebook denn her? Eigentlich sollte es farbig sein, die meisten eReader können aber nur Schwarz und Weiß.

Mit einem Leseprogramm am PC könntest du in den vollen Genuss der Cover kommen.


Danke für den Tipp. Ich lese zwar nur ungern am PC, aber für dieses Ebook habe ich jetzt eine sich lohnende Ausnahme gemacht.

erstellt am 19.11.16 19:22
_BlakeQ_ schrieb:
Das Gleichgewicht schrieb:

Wo hast du das ebook denn her? Eigentlich sollte es farbig sein, die meisten eReader können aber nur Schwarz und Weiß.

Mit einem Leseprogramm am PC könntest du in den vollen Genuss der Cover kommen.


Danke für den Tipp. Ich lese zwar nur ungern am PC, aber für dieses Ebook habe ich jetzt eine sich lohnende Ausnahme gemacht.

Apples iBooks auf dem iPad hat mit Farbe auch keine Probleme. An der mittleren Größe schätze ich vor allen das es das Format/Größe eines Buches/Buchseite hat.
(Bevor die Diskussion losgeht. Ich lese nur zu Hause und habe mit allen was gegen ein aktuelles iPad spricht kein Problem)

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 19:23 Uhr bearbeitet)

erstellt am 19.11.16 19:34
In so ziemlich jedem Roman von Dark, den ich in den letzten Jahren gelesen habe, kommt früher oder später der Punkt, an dem die Helden sinn- und planlos herumeiern und sich gegensseitig bescheinigen, keine Ahnung zu haben, wie es weitergehen soll; insofern hat mich das beim Höllenkreuz ehrlich gesagt nicht überrascht. Mit dem Umfang hat das wohl eher weniger zu tun.

erstellt am 19.11.16 21:47
Das Gleichgewicht schrieb:
_BlakeQ_ schrieb:


P.S.
Der Anhang zum eigentlichen Roman war lesenswert, büßt als Schwarz-Weiß-Ebook-Version aber viel von seinem sicherlich vorhandenen Charme ein. Falls es sich ergibt, werde ich mir noch die Papierversion zulegen.


Wo hast du das ebook denn her? Eigentlich sollte es farbig sein, die meisten eReader können aber nur Schwarz und Weiß.

Mit einem Leseprogramm am PC könntest du in den vollen Genuss der Cover kommen.


Die kostenlose Kindle-App gibt's auch für Tablets, da hat man die Covers dann auch in Farbe.

erstellt am 20.11.16 14:43
Anfortas schrieb:
In so ziemlich jedem Roman von Dark, den ich in den letzten Jahren gelesen habe, kommt früher oder später der Punkt, an dem die Helden sinn- und planlos herumeiern und sich gegensseitig bescheinigen, keine Ahnung zu haben, wie es weitergehen soll; insofern hat mich das beim Höllenkreuz ehrlich gesagt nicht überrascht. Mit dem Umfang hat das wohl eher weniger zu tun.

Wirklch überrascht hat es mich auch nicht. Ich fand es nur auffällig, dass es gerade an der Stelle war, als ob JD erst mal eine kleind Denkpause gebraucht hätte, bevor ihm eine neue Idee kommt. Na gut, insofern überrascht war ich doch, als ich bis dahin das Gefühl hatte, dass er wirklich ein Konzept hat.

Ach ja apropos überrascht: Auf S. 16/17 bemerken Suko und Shao, das John weg ist, wohl entführt, gehen aber erst mal ne Runde schlafen. Mal bloß keine Panik verbreiten

erstellt am 20.11.16 18:56
Wahrscheinlich hat Jason selber auch erst am nächsten Tag bemerkt, dass John weg ist...

erstellt am 05.12.16 00:18
Hallo

Ich habe John Sinclair vor ca. 25-30 Jahren sporad isch gelesen (insgesamt 20-30 Romane, davon viele Tascheb&uu ml;cher) Zwischendurch habe ich mal reingeschaut, insgesamt aber keine fünf mal.

Ich habe mir jetzt die Bän de 2000-2002 besorgt und erstmal den Bildband durchgelesen. An sich eine gute Idee die wichtigsten Personen, Gegenst&aum l;nde und ähnliches anhand der klassichen Bilder von Vi ncente B. Ballestar (https://de.wikipedia.org/wiki/Vicen&Ati lde;§_Badalona_Ballestar) zu erklären.

Allerdin gs ist mir aufgefallen das sich viele Erklärungen auf P ersonen beziehen die nur in den ersten paar hundert Bän den eine Rolle spielen. Ich glaube der jüngste Verweis bezieht sich auf einen Band vor Band 1500. Irgendwie habe ic h das Gefühl das dieser Bildband schonmal viel frü her herausgebracht worden ist. Für eine Beilage zum Ban d 2000 erscheint er mir nicht sehr aktuell. Kann jemand etwa s dazu sagen? Weiß jemand wer der Autor der Texte ist?

Danke!

(Dieser Beitrag wurde vom Benutzer zuletzt um 00:19 Uhr bearbeitet)


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